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Die LINKE Streitkultur

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Oktober 2012

Lafontaine bedrängt Gysi mit Wagenknecht

Das wäre ein schöner Werbespruch zu den Wahlen: „Nichts ist unmöglich die LINKE“. So lesen wir heute in der natürlich neoliberalen Presse von einer Auseinandersetzung zwischen Gysi und Neskovic welcher, im Gegensatz zur Parteimeinung, ein Konzept zur Stärkung des Verfassungsschutzes präsentierte. Die Parteimeinung fordert eine Auflösung des Inland-Verfassungsschutz.

Ganz abgesehen von allem, mit dieser Meinung steht, laut Gysi, Neskovic alleine da. Alleine ist er aber so wie so, da er nicht Mitglied der Partei ist. Aus Mangel an eigener Qualität konnten seinerzeit auch Nichtmitglieder der Partei auf die Liste der Linken kandidieren. Nur so alleine Neskovic mit seiner Meinung in der Partei steht, so alleine steht die Partei mit ihrer Meinung in der Republik.

Die Gralshüter des Bundestag, und dazu ist auch die LINKE zu zählen, werden sich hüten den Verfassungsschutz aufzulösen, ist dieser doch die beste, und auch einfachste Möglichkeit, die Machtbefugnisse der Parteien ab zu sichern. Denn das Ziel einer jeden politischen Vereinigung ist es ausschließlich sich selber an die Macht zu halten, egal in was für einem System auch immer. Den Weg in diese Richtung hat auch die LINKE schon lange beschritten und es ist ihr bewusst das sie beruhigt ihre Einzelmeinung vertreten kann. Aus der Minderheit heraus besteht keine Gefahr.

So lesen wir denn im Tagesspiegel folgendes:

Gysi distanziert sich von Fraktionskollege Neskovic

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Neskovic hat ein Konzept zur Stärkung des Verfassungsschutzes präsentiert. Das kanzelt Fraktionschef Gregor Gysi als „Einzelmeinung“ ab. Er fordere nach wie vor die Auflösung.

Der Vorstoß heizt die Spekulationen an, ob Neskovic erneut auf aussichtsreicher Position für den kommenden Bundestag aufgestellt wird. Der frühere Bundesrichter ist seit 2005 Abgeordneter, der Partei aber nicht beigetreten. 2009 gewann er im Wahlkreis Cottbus/Spree-Neiße ein Direktmandat. Bei einer Bewerbung dort für 2013 muss er nach einem Bericht des „Neuen Deutschlands“ mit einer Gegenkandidatin rechnen, einer „allseits hoch geachteten Lehrerin“, die sich allerdings „rhetorisch mit Neskovic nicht messen“ könne. Gysi sagte, über die Wiederaufstellung entscheide die Basis, doch werde der Verfassungsschutz-Vorstoß „die Leute schon beeinflussen“. In Parteikreisen hieß es, vor allem der linke Flügel – auch Ex-Parteichef Oskar Lafontaine – mache sich dafür stark, dass Neskovic auch zur nächsten Fraktion gehört.

Quelle: Der Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

Die nächste Story ist schon ein paar Tage älter, aber nicht minder brisant und wie alles gegen die LINKE Partei aus einer weiteren neoliberalen Zeitung. Der Stern berichtet über Neues aber doch für Insider Altes. Über das Nicht-mehr-Verhältnis zischen Lafontaine und Gysi.

In die Öffentlichkeit getragen wurde der Zwist bereits auf den Bundesparteitag in Göttingen welcher auch durch den Verschleierungstripp auf der Saar nicht kaschiert werden konnte. Auch die Nichtakzeptanz einer Sahra Wagenknecht im Ostteil der Republik ist seit langen Fakt. Warum auch sollte sie sich sonst in NRW auf eine Wahlliste setzen lassen, um einen Zugang zum Bundestag zu bekommen. Dieses war ist nur über das bevölkerungsreichste Bundesland möglich. Das ganze erinnert sehr stark an den Titel eines Film aus diesem Jahr. Das sind die typisch politischen Wanderinnen zwischen den Welten.

So wird mit dem Ausspruch,„Ihr im Westen seit dann tot, Oskar. Aber die Linke im Osten kann es auch allein in den Bundestag schaffen“, Gysi ein heraufziehendes Szenario in den Mund gelegt. Das könnte schneller Realität werden als es manche Sektierer glauben möchten. Wagenknecht als Spaltpilz, so haben wir es immer als Stimmen aus dem Osten vernommen. Von dort kommen auch die Aussagen das sich viele weitere SED anhängige Karrieristen in den Westen abgesetzt hätten, da sie im Osten politisch als verbrannt galten.

Der Stern schreibt dazu folgendes:

Lafontaine bedrängt Gysi mit Wagenknecht

Sie werden keine Freunde mehr: Gregor Gysi und Oskar Lafontaine.

Der Machtkampf eskalierte, weil der Saarländer seine Freundin fördert. Mit allen Mitteln.

Das Zerwürfnis zwischen Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, den beiden Spitzenpolitikern der Linken, ist größer als bislang angenommen. Wie der stern in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat Lafontaine versucht, seine Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht neben Gysi zur gleichberechtigten Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag zu machen. Darüber kam es bei einem gemeinsamen Abendessen von Gysi und Lafontaine am 7. Mai 2012 in Essen zum offenen Streit der beiden. Gysi lehnte das Ansinnen Lafontaines schroff ab. „Das würde die Spaltung der Partei bedeuten“, sagte Gysi. „Ihr im Westen seid dann tot, Oskar. Aber die Linke im Osten kann es auch allein in den Bundestag schaffen. Dafür würde ich in jeder Hausgemeinschaft die Stimmen höchstpersönlich einsammeln.“ Die stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende Wagenknecht gehört, anders als Gysi, dem radikalen Flügel der Linken an. Gysi ist seit 2009 alleiniger Vorsitzender der Bundestagsfraktion.

Quelle: Der Stern >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle :  Blogsport

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