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Sahra als lebende Wendeltreppe

Erstellt von DL-Redaktion am 26. März 2015

Plant Sahra jetzt den Rückzug vom Rückzug

Sollte DIE LINKE Sahra Wagenknecht vielleicht auf die Resterampe der Partei geschoben haben? Wie heute allgemein in der Presse verbreitet wird, hätte Sie dem Tsipras doch so gerne die Hand gegeben. Aber es ging nicht, da nur Gysi und Kipping zur Audienz geladen waren. Nach Tsipras Abreise wurde verbreitet das einer von der deutschen Seite auf Ihre nicht Teilnahme bestanden hätte.

Setzt Sie sich mit Ihren Rückzug vielleicht selbst ins politische Abseits der Partei? Oder wurde dort bemerkt dass bei Ihr augenscheinlich die privaten Interessen den Vorrang erhalten. Die von Ihr ausgegebene Begründung auf die Abstimmungsniederlage innerhalb der Fraktionssitzung ließ schon aufhorchen: „Sie habe sich mit dieser Sitzung nicht so sehr befassen können, da Sie sich auf die folgende Talkshow bei Maybritt Illner hätte vorbereiten müssen“. Eine eindeutige Aussage ist solch eine Erklärung ganz sicher.

Es ist schon eigenartig und bei vielen dieser Abgeordneten zu beobachten. Für Ihre eigentlichen Aufgaben, wofür sie von der Bevölkerung bezahlt werden, finden sie keine Zeit. Obwohl, gerade in den Randparteien, – von der Bevölkerung gewählt wurden sie ja nicht, – sondern von den Parteien gesandt die Interessen derselben wahrzunehmen. Quoten Frauen und Männer. Was vielleicht auch eine Erklärung dafür sein könnte, dass sich die Politiker immer mehr von den Bürgern entfernen.

Innerhalb dieser Auseinandersetzung gestand Wagenknecht jedoch Vorwürfe ein, welche ihr über den Streit um Inhalte vorgeworfen wurden. Sie sei zu oft abwesend und arbeite nicht genug für eine gemeinsame Politik. Zu Überheblich würde Sie sich in Entscheidungen nur auf Ihre Argumentationen verlassen. Zu versuchen jeden einzelnen Abgeordneten von Ihrer Meinung zu überzeugen, sei nicht so Ihr Ding. Auch wolle Sie sich nicht so weit von Ihren Positionen verabschieden.

Nach Ihren Verzicht auf den Chefposten in der Fraktion hat Sie für Fernsehtermine auch in Zukunft Zeit. Ein Nachfolger für Gysis wird sich bei der guten Dotierung sicher auch noch finden lassen. Vielleicht hängt dieser  selbst noch weitere Jahre dran. Nach der Bundestagswahl 2017 könnte Wagenknecht dann wieder aus der Höhle vorkriechen. Denn so soll Sie am Mittwoch gesagt haben: Ihr Verzicht gelte zunächst nur für die Fraktionswahlen in diesem Herbst. Sieht so ein Wiedereinstieg in den Ausstieg aus?

Lahme Ente aus freien Stücken

Es ist schwer, im Gesicht von Sahra Wagenknecht irgendetwas zu lesen. Ein bisschen ist es wie mit Drei-Wetter-Taft: Ob Sonne, Regen oder Sturm – das Haar sitzt. Immer gleich. Nur einmal ist in Wagenknechts Gesicht so etwas wie eine mimische Reaktion auf eine Frage zu erkennen an diesem Mittwochmorgen im „Goldenen Saal“. Hierher lädt Sie als stellvertretende Fraktionsvorsitzende alle paar Wochen zu Pressegesprächen ein. Die Frage also lautet, ob sie jetzt noch so etwas wie Karrierepläne habe, oder ob es ihr reiche, die Frau von Oskar Lafontaine zu sein. Da schürzt sie für einen Moment die Lippen.

Die Frage ist natürlich unverschämt. Aber sie trifft einen wunden Punkt. Vor zweieinhalb Wochen, einem Freitag, hat sie ihre bis dahin noch gar nicht erklärte Kandidatur für den Fraktionsvorsitz zurückgezogen. Im Herbst hätte, das war der Plan, Gregor Gysi sich von der Spitze verabschiedet.

Quelle: Sueddeutsche >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Blogsport

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