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Deutsche und Ägypter

Erstellt von DL-Redaktion am 14. August 2013

Oder die Suche nach den Unterschied !

Die Umstände sind uns eigentlich alle bestens bekannt. Die Demokratie ruft wiedereinmal, alle vier Jahre zu Wahlen auf, da haben wir als Volk einmal das Sagen, und anschließend ärgern sich alle darüber dass die gegebenen Versprechen nicht eingehalten wurden. Dieses alles in schöner Regelmäßigkeit, alle vier Jahre, hier in Deutschland.

Das die Bürger in Ägypten sich diese ständigen Betrügereien durch eine von ihnen gewählte Regierung, im Gegensatz zu den Deutschen, nicht gefallen ließen, spricht an für sich für das Demokratieverständnis der Bevölkerung. So wurde die direkte Konfrontation mit der Macht gesucht.

Zu dieser Art der Auseinandersetzung ist die Deutsche Bevölkerung nicht fähig oder willens. Diese lässt sich in Grüppchen spalten und streitet lieber untereinander: Die Hartz 4 er gegen die Arbeitenden, die Vielverdiener gegen die Geringverdiener, gegen die Behinderten, Kranken, Raucher, Nichtraucher, Vegetarier, Ausländer, Eingebürgerten usw. usw.. Was so weit geht das hier die Einen den Anderen die Häuser abbrennen oder ermorden. An der Spitze sitzt die Macht und amüsiert sich köstlich über die Dummheit ihrer Untergebenen.

Die Deutschen suchen und finden ihre Schuldigen immer in den Randgruppen der Gesellschaft. Diese Vorhaben, von der Macht angefeuert, basiert auf gemachte Erfahrungen und gelingt so gut als dass sie sogar die Opposition auseinandertreiben um diese sodann  unter den Begriff der Staatsräson in ihrer Machenschaften einzubinden.

So haben die Menschen in Ägypten verstanden das ein Neubeginn unter den gegebenen Vorzeichen nicht möglich war und entsprechend reagiert. Gleich wie wir mit dem Erhalt einer Ware umgehen welche wir nicht bestellt haben. Wir verweigern die Annahme oder geben sie zurück. Aber nur bei der Ware und es bleibt unverständlich warum sich Demokraten diese Behandlung von einer Regierung bieten lassen ?

Die Konfusion verstehen

Wir befinden uns in Woche sechs nach der neuen Revolution beziehungsweise dem Staatsstreich in Ägypten. Und die Geschichte, die sich jetzt dazu alle erzählen, geht so: Im Sommer 2012 gewannen die Islamisten die ersten demokratischen Wahlen des Landes. Nach nur einem Jahr an der Regierung wurden sie vom „tiefen Staat“, der sich mit den Medien verbündet hatte, schachmatt gesetzt und schließlich per Staatsstreich vom Militär gestürzt – da es auf die Unterstützung der Liberalen zählen konnte. Die von den Generälen eingesetzte Übergangsregierung, so heißt es weiter, katapultiere Ägypten direkt in die Zeiten Mubaraks zurück.

Loyalität als Falle

 Diese Erzählung ist so falsch wie deprimierend weit verbreitet. Im besten Fall beschreibt sie eine Art Skelett, denn es fehlt das Fleisch. Passiert ist nämlich folgendes: Im Laufe von zwölf Monaten haben Mursi und die Muslimbrüder in jedem Bereich der ägyptischen Gesellschaft die Unterstützung verloren – am Schluss waren nur noch sie selbst als Bündnispartner übrig. Der Regierung Mursi fehlte die politische Kapazität, die Weitsicht und der Wille, Machtpositionen mit qualifizierten Leuten zu besetzen. Stattdessen war Loyalität ihr einziges Kriterium.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia- Author S. Behn

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