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RENTENANGST

Der Sturz-Honeckers Ende

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2012

Das Ende der Ära Honecker

Die Ausstrahlung der TV-Dokumentation über Margot Honecker in der ARD löste bei vielen Politikern Empörung aus. Wir halten eine solche Ausstrahlung für einen Teil von Volksbildung und plädieren dafür dergleichen Filme auch in den Schulen als Unterrichtsstoff vorzuführen. Die in diesem Film im Original zu hörenden menschenverachtend, zynischen Anmerkungen der Frau Honecker könnten im Verbund mit manchen Aussagen unserer Kriegstreibenden Politiker über den Afghanistan Krieg, als gutes Lehrstück für negative Politik gelten.

Als einzige Entschuldigungen möchte man der Frau ihr hohes Alter gelten lassen. Margot Honecker wurde am 17. April 85 Jahre alt und in dem Alter treten bei vielen Menschen entsprechende Erinnerungslücken auf, so dass der langjährigen DDR-Volksbildungsministerin selbst die Rolle welche ihr heute bei staatlich durchgeführte Zwangsadoptionen von Kleinkindern zugesprochen wird, ohne jegliche Zeichen von Reue oder Einsicht über sich ergehen ließ. Das sie das ehemalige DDR Regime und den Kommunismus verteidigt, gehört genau so zur Normalität wie auch unsere Politiker sehr selten zu den von ihnen gemachten Fehlern stehen.

Interessant hierbei das Schweigen unseres neuen Freiheitsapostel Gauck und im Gegensatz dazu die Empörung von Wolfgang Thierse welche als ehemaliger Stallgefährte besonders wichtig ist. Thierse äußerte sich in der „Bild“-Zeitung mit folgenden Satz: „Die Aussagen bestätigen noch einmal die Wut, die wir schon zu DDR-Zeiten auf Margot Honecker hatten. Stasi-Chef Mielke und Volksbildungsministerin Honecker waren die meist gehassten Figuren des DDR-Regimes.“

Margot Honecker hatte in den Interview-Passagen der Fernsehdokumentation die Politik des SED-Regimes gerechtfertigt, sich abschätzig über DDR-Flüchtlinge geäußert welche selber Schuld hatten die Mauer überklettern zu wollen und ihre Rente in Höhe von 1500 als „unverschämt wenig“  bezeichnet. Das zynische in ihren Aussagen legt hier die Kälte des System offen.

Wer aber, wie vielleicht manche Opfer des SED-Regimes, so etwas wie Reue oder wenigstens den Anflug von Einsicht von der ehemaligen Ministerin für Volksbildung erwartet, kann sich den Film sparen. Sehenswert ist „Der Sturz. Honeckers Ende“ freilich trotzdem. Denn Margot Honecker ist aus der Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und der Friedlichen Revolution nicht wegzudenken.

Von 1963 bis 1989, also ein atemberaubendes Vierteljahrhundert lang, agierte sie als Ministerin für Volksbildung in der DDR. Sie war für die ideologische Gleichschaltung in den Schulen ebenso verantwortlich wie für den militärischen Drill auf dem Pausenhof. Vor Gericht musste sie sich deshalb nie verantworten; ihr Mann erlebte die vermeintliche Härte der „Siegerjustiz“ für kurze Zeit als Häftling in Berlin-Moabit. Weil er zu der Zeit bereits schwer erkrankt war wurde auf eine weitere gerichtliche Verfolgung verzichtet.

Erich Honecker starb in Chile, das er als „Exil“ betrachtete. In diesem neuen, wiedervereinigten Deutschland, das gnädig mit dem Diktatorenpaar umging, habe sie nichts verloren, sagt Margot Honecker heute.

Im Vergleich zu vielen anderen politischen Änderungen blieb die Wende in Deutschland friedlich, den Honeckers wurde kein Haar gekrümmt. Im besonderen aber von alten Genossen wurden sie nach der Wende herumgereicht wie heiße Kartoffeln. Erich und Margot Honecker waren wohl die berühmtesten Obdachlosen der DDR. Ausgerechnet ein Pfarrer, welcher nicht auf den Namen Gauck hörte, namentlich der Leiter der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal bei Berlin, Uwe Holmer, gewährte dem Diktatorenpaar Asyl. Der Christ, dessen Kinder trotz Begabung wegen Margot Honeckers ideologischer Auslese kein Abitur machen durften, räumte er zwei Zimmer unter dem Dach frei und nahm die beiden für einige Monate auf.

Ein Wort des Dankes findet Margot Honecker bis heute nicht, auch im Interview beschreibt sie diesen ungeheuren Akt christlicher Nächstenliebe eher als einen Randaspekt des historischen Materialismus: „Wir wollten leben und überleben!“ Sie haben überlebt, weil sich Uwe Holmer mehrfach aufgebrachten Bürgern in den Weg stellte, die seinen berüchtigten Untermietern zu Leibe rücken wollten.

In den Zusammenhang mit Margot Honecker sollte man auch immer daran erinnern das im Kreisverband der Partei der LINKEN Warendorf eine Alt-Kommunistin frei herumläuft welche sich rühmt eine gute Bekannte der Margot Honecker zu sein. Dieser muss man zugestehen in der Anwendung der politischen Säuberung eine sehr gute Lehrmeisterin gefunden zu haben. Das Dossier welches vor einigen Wochen in Bayern auftauche mag wohl als Bedienungsanleitung zur Durchführung Landesweit verwendet worden sein.

Sehr interessant, besonders in Verbindung mit dieser Dokumentation, der Kommentar zu den Wahlkampf in NRW.  Es ist schon faszinierend wie Menschen in diesem Land über etwas urteilen von dem sie nicht die geringste Kenntnis besitzen. Das so viel an Dummheit dann auch noch als Mandatsträger gewählt werden wollen war und an öffentlichen Schulen unterrichten ist ein Skandal.
Hier der Kommentar einer ehemaligen DDR Bürgerin:

Kamenzer sagt:
Donnerstag 5. April 2012 um 19:10 e
Wenn sich westdeutsche Linke aus NRW, die niemals nimmer mehr in der DDR gelebt haben, so himmelhochjauchzend über die ach so super gute DDR äußern, dann kommt mir das !! Ko!!!

Sie können überhaupt und niemals sich eine Meinung bilden, was dort jeden Tag in der Realität unter dem Deckmäntelchen einer “Entwickelten sozialistischen Gesellschaft” geschah. “Alles zum Wohle des Volkes!”, jawohl und die “Diktatur des Proletariats” schikanierte und bespitzelte jeden Bürger. Wenn auch vieles nicht schlecht war, aber dies diente immer dazu, die Außenwirkung gegenüber dem sogenannten “Klassenfeind” zu beschönigen. Das war Kalter Krieg. Wo zwei Gesellschaftsordnungen sich gegenüber standen.

Alles, was an Positivem in der DDR erreicht wurde, diente den Klassenkampf und alles im Sinne des Sozialismus, den Sozialismus einer elitären Gesellschaft. Die Menschen, welche damals nach diem Krieg die DDR aufgebaut haben, wollten ein besseres Leben. Nicht das, was bis 1989 entstand.

Als ostdeutscher Bürger habe ich ein Riesen Problem mit Besserwissern, die nichts, aber auch gar nichts aus der Geschichte gelernt haben und so habe auch ich meine negativen Erfahrungen gemacht, besonders in dieser Linken Partei.

Das für diese Aussage entsprechende Video ist unter den Artikel: „Die Linke vor dem Abgrund“ zu sehen.

[youtube AmhXh61N-SI]

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Grafikquelle  :     Margot Honecker (1986)

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Vorgelebter Sozialismus

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Februar 2012

Angestellte prangert Zustände in Chile an

Grundlagen unserer Ethik und Moral beziehen wir sowohl aus Lebensbeispielen der Vergangenheit als auch der Gegenwart. So werden vor allem der Jugend immer wieder Lebensläufe vor Augen geführt um diese zum nacheifern anzuregen. In den Religionen kennt man die Heiligen, der Staat ernennt seine Helden und die Parteiführer ihre Vorgänger.

Auch in der sich selber nennenden einzigen Partei für soziale Gerechtigkeit, der LINKEN bekennt man sich zu solchen Vorbildern. So wird versucht den Bürgern zu verstehen zu gegeben sich im besonderen für die Randgruppen der Gesellschaft einzusetzen, um deren Lebensstandart zu erhöhen. Auch wird und dieses ganz speziell immer wieder auf die größer werdenden Unterschiede zwischen Arm und Reich hingewiesen.

Vergessen wird hierbei natürlich dass es auch innerhalb der Partei dieses bekannte „Oben und Unten“ und „Reich – Arm“ Verhältnis gibt und das sogar in einen besonders ausgeprägten Sinn. Mandats- oder Funktions- träger genießen ein besonders privilegiertes Leben auf Kosten ihrer Wähler und Beitragszahler. So wäre es doch empfehlenswert und auch bestimmt eine gute Parteiwerbung übernehme ein jeder dieser „Spitzenleute“ je nach Höhe des Einkommens Patenschaften für Parteimitglieder welchen es schlechter geht.

Vorgelebte Solidarität wäre ein reales Beispiel und würde den unwissenden Bürgern das Leben im Sozialismus an Hand eigener Aktivitäten erklären. Es wäre ein Anreiz für die Menschen sich der Partei als Mitglied anzuschließen und fände bei den Wählern mit Sicherheit mehr Gehör als immer wieder die Mantra ähnelnden Versprechungen welche so wie so nicht eingehalten werden können, da es an erforderliche Mehrheiten fehlt.
Das Beispiel im folgenden Artikel zeigt wie es gehen könnte:

Angestellte prangert Zustände in Chile an

Der Aufstand der Nanas

In Chile werden Hausangestellte, Gärtner und Handwerker diskriminiert. Der Protest der „Nanas“ löst nun einen Kulturkampf zwischen Dienstpersonal und Neureichen aus.von Gerhard Dilger

In Chile tobt ein Kulturkampf besonderer Art. Ausgelöst hat ihn Felicita Pinto, die als Hausangestellte in einer Gated Community außerhalb von Santiago arbeitet. Als die 57-Jährige neulich etwas früher am Haupteingang der Anlage „El Agarrobal II“ ankam und sich zu Fuß auf den Weg zu ihrer Arbeitsstelle machte, wurde sie von Wachmännern unsanft aufgehalten.

Nanas, wie Hausangestellte in Chile heißen, Gärtner oder Handwerker dürfen sich nämlich auf den breiten Straßen der exklusiven Siedlung nur in dem dafür vorgesehenen Kleinbus bewegen – „damit sie keine Einbrüche begehen oder Informationen über die Privatsphäre anderer Nachbarn mitteilen können“, wie die Verwaltung erklärte.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle     :     Sebastián Piñera

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