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Kein Unterschied zu Merkel

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Februar 2014

Die Linke : – Kein Unterschied zu Merkel

Das sind natürlich Paukenschläge mit welchen sich der Linke Herner Sozialpfarrer Jürgen Klute aus der Eu – Politik verabschiedet. Verabschieden muss, da er von seinen eigenen Leuten fallen gelassen wurde. In der Politik sagen wir: Nach unten durchgereicht wurde, bei Aufstellung der Wahlliste. Aber, da ist er nicht der Einzige, das ging vielen auch in NRW genau so und an ihrer Misere sind sie natürlich zum größten Teil selber schuld. Ein Fluch der bösen Taten.

Alles was in den Ländern Westdeutschlands innerhalb der LINKEN geschieht läuft über die Strömungen, womit jeder Andere sogleich ein Feind ist. Erst kommt die jeweilige Strömung und viel, viel später die Partei. Zur Entstehung dieser Situation haben aber diejenigen, welche jetzt zurückgesetzt werden, in der Vergangenheit tatkräftig mitgeholfen. Sie haben zur Zeit das Pech dass sich ihre eigene Strömung in der Minderheit befindet und jammern auf hohem Niveau.

Genau dieses Thema aber lässt die Partei in Westdeutschland von Beginn an nicht los, daran wird sie auch sehr wahrscheinlich zerbrechen – Bundesweit. Vor den ersten Wahlen nach der Vereinigung wurde das Land NRW im Landesvorstand praktisch aufgeteilt und die „Damen und Herren“ tingelten über Land um für ihre jeweilige Strömung zu werben, nicht für die Partei. So ziemlich jeder welcher nicht bereit war sich der entsprechenden Strömung zu unterwerfen wurde mit Rufmord auch in den Printmedien überzogen.

In den kleineren Zeitungen vor Ort wurde aus Dank anschließend für entsprechende Parteiwerbung bezahlt. Viele dieser damaligen Macher bekamen damals Mandate und werden heute von der anderen Seite aus diesen hinaus gewählt. Wobei die politische Aussage oder Qualifikation heute genau so wenig zählt wie sie damals ein Maßstab war. „Wir müssen die oder den in eine entsprechende Position bringen, ansonsten gerät die oder der in Hartz 4. Wir brauchen Leute welche Erfahrung haben und sich nicht über den Tisch ziehen lassen.“ Anschließend haben sie sich über den Tisch geschoben. Heute schieben sie immer noch.

Wobei die Aussage von Klute ja nicht falsch ist, wie wir es immer wieder schreiben und auch aus eigener Erfahrung bestätigen können. Es kommt ja nicht von ungefähr wenn heute beklagt wird das viele Linke Wähler bei den letzten Wahlen die AfD wählten. Es werden das nächste mal noch mehr sein, da dass Denken in beiden Parteien ziemlich gleich ist. Wenn innerparteilich Mut vorhanden wäre, sollte doch einmal eine Umfrage zu der Abstimmung der Schweizer Bürger vom letzten Wochenende durchgeführt werden. Wetten dass weit mehr als 50 % sich dem Votum der Schweizer anschließen würden.

Fanatismus ist in der kalten Logik der Politik meistens ein schlechter Ratgeber gewesen und auch der Grund für die Probleme in dieser Partei. Wer heute dort Mitglied werden möchte dem sei geraten zuvor das Hirn auszuschalten. Eigenständig Denkende sind dort vollkommen fehl am Platz, und auch unerwünscht. Linke Mehrheiten wird es in diesem Land erst dann geben wenn es gelingt die CDU zu spalten. Alles andere sind Sandkastenspiele welche ohne Erfolg bleiben.

„Kein Unterschied zu Merkel“

ABSCHIED Der linke EU-Parlamentarier Jürgen Klute kritisiert seine Partei: Bloßer Antikapitalismus sei nicht genug für Europa. Die Linkspartei mache denselben Fehler wie die Kanzlerin

taz: Herr Klute, Sie scheiden nach nur fünf Jahren aus dem Europäischen Parlament aus, dabei haben Sie sich in Brüssel einen Namen gemacht. Zu Ihren Erfolgen zählt, dass Sie das Recht auf ein Konto für jeden starkgemacht haben. Warum machen Sie nicht weiter?

Jürgen Klute: Das hat auch mit den Erfolgen zu tun. „Recht auf Konto“ hilft vielen Menschen – aber es ist nicht hundertprozentig antikapitalistisch. In der Linkspartei aber sagen viele nur, „wir wollen das Kapital weghaben und die EU gleich mit“ – und kritteln an der Arbeit der Europaabgeordneten herum.

Ist das denn nicht nur eine Minderheit in der Linken?

Ja, aber in NRW, wo ich herkomme, dominiert dieser Ruf die Partei. Auch in den übrigen Teilen der Partei wird die europäische Ebene bis heute zu wenig ernst genommen. Man verkämpft sich in Abgrenzungen und hat wenig Möglichkeit zu vermitteln.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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