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Pressemitteilung BDH

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Oktober 2013

BDH begrüßt Vorschlag zur Anhebung des Pflegebeitrags

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Pressemitteilung

Bonn, 28. Oktober 2013 – Der Sozialverband BDH Bundesverband Rehabilitation begrüßt den Vorschlag einer Anhebung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung um einen halben Prozentpunkt zur Stärkung der Pflege in Deutschland. Der Vorstoß wurde am Rande der Koalitionsverhandlungen in der vergangenen Woche publik und nährt die Hoffnung auf eine Kehrtwende in der Pflegepolitik:

„Die Pflege alter und behinderter Menschen ist ein Problem, das jeden früher oder später, vielleicht auch persönlich, betrifft. Es muss daher in unserem ureigenen Interesse liegen, für die besten Rahmenbedingungen in der Pflege zu sorgen. Der Plan der Großen Koalition in spe, den Beitragssatz zur Pflegeversicherung um einen halben Prozentpunkt bereits im kommenden Jahr anzuheben und so einen Betrag von etwa 5,5 Milliarden Euro in die Pflegekasse zu spülen, weist in die richtige Richtung“, so Ilse Müller, Vorsitzende des BDH, der sich für ein umfassendes Pflegekonzept einsetzt, das sich an den Bedürfnissen einer alternden Gesellschaft orientiert.

Zahlreich und drängend seien die Baustellen in der Pflegepolitik, so die Vorsitzende des Sozialverbands, die sich neben einer besseren Betreuung Demenzkranker vor allen Dingen für eine Joboffensive in der Pflegewirtschaft stark macht: „Wir fahren in der Pflegepolitik seit langem auf Sicht und blenden die ökonomischen Chancen, die eine Pflegeoffensive in ihrem Fahrwasser mit sich bringt, systematisch aus. Die Pflege wird angesichts der Alterung unserer Gesellschaft zu einer der wichtigsten Branchen unseres Arbeitsmarktes überhaupt und zu einem Jobmotor mit zukunftsfesten Jobs.“

Konjunkturelle Bremsspuren seien im Zuge der Anhebung des Beitragssatzes nicht zu erwarten, so die Verbandsvorsitzende. Eine Modellrechnung zeige, dass die zusätzliche Einkommensbelastung gering sei. So müsste bei einem monatlichen Bruttoverdienst von 3.000 Euro mit einer Mehrbelastung von monatlich etwa 7,50 Euro gerechnet werden. „Das muss uns eine bessere Pflege einfach wert sein“, so Ilse Müller, die auf eine breite gesellschaftliche Debatte zur langfristigen Neuordnung des Pflegesektors in Deutschland hofft.

Ansprechpartner:

Pressestelle BDH Bundesverband Rehabilitation e.V.
Eifelstraße 7
53119 Bonn
Telefon 02 28 / 9 69 84 – 0
Telefax 02 28 / 9 69 84 – 99
presse@bdh-bonn.de

www.bdh-reha.de

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Der Arbeitsmarkt

Erstellt von DL-Redaktion am 25. September 2013

Barrieren auf dem Arbeitsmarkt einreißen

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Pressemitteilung

Bonn, 24. September 2013

Unmittelbar nach der Bundestagswahl fordert der BDH Bundesverband Rehabilitation Politiker aller Parteien auf, den Blick für die Probleme der Menschen zu schärfen und sich der diffusen Lage am Arbeitsmarkt zuzuwenden und die Frage der Teilhabe am Erwerbsleben aufzuwerfen. Im Mittelpunkt des Regierungshandelns sollte, so die Vorsitzende des Sozialverbandes, Ilse Müller, eine Arbeitsmarktoffensive stehen, die notwendige soziale Kurskorrekturen vornimmt. Es fehle bislang die Bereitschaft, neben physischen vor allem auch die mentalen Barrieren auf dem Ersten Arbeitsmarkt einzureißen und Menschen mit Behinderung echte berufliche Perspektiven zu schaffen:

„Aus der bedenklich hohen Arbeitslosenquote unter Menschen mit Handicap ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag für die Bundespolitik. Es braucht den Entscheidungswillen der beteiligten Akteure, eine gesellschaftliche Bewegung zu unterstützen, die behinderten Menschen neue berufliche Chancen eröffnet. Die Konstellation einer möglichen Großen Koalition im Deutschen Bundestag bietet die Möglichkeit eines breiten politischen Konsenses, Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu fördern und den Weg in den ersten Arbeitsmarkt möglich zu machen.“

Man müsse Denkblockaden einreißen und, wenn alle Stricke reißen, die verpflichtende Beschäftigungsquote moderat anheben, so die Verbandsvorsitzende, die es als unakzeptabel empfindet, dass nicht einmal ein Drittel der Dax-Konzerne die Beschäftigungsquote für Menschen mit Handicap einhalten. Die Erträge aus der Ausgleichsabgabe sollten aufgestockt und in berufliche Weiterbildungsinitiativen investiert werden, um die Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt zu fördern und mit zielgerichteten Ausbildungsschritten zu flankieren.

„Es ist Zeit, die Bremsen auf dem Arbeitsmarkt zu lösen und faire Bedingungen für alle Menschen in diesem Land offensiv einzufordern. Derzeit können sich Unternehmen mit durchschnittlich 2.100 Euro von ihrer Pflicht, Menschen mit Handicap zu beschäftigen, freikaufen. Beinahe jeder zweite verpflichtete Betrieb kauft sich frei, das ist völlig unakzeptabel. Diesen Ablasshandel müssen wir beenden und mehr Engagement fordern. Öffentliche Verwaltungen und Privatwirtschaft sind aufgerufen, ihrem sozialen Gewissen zu folgen und mehr Menschen mit Handicap zu beschäftigen. Es geht darum, neue Perspektiven für hunderttausende Menschen zu schaffen und zu erkennen, dass ein Job mehr ist als nur Broterwerb. Reguläre Arbeit schafft Selbstvertrauen, Freiheit und Akzeptanz – dafür müssen wir uns einsetzen“, so Ilse Müller.

BDH-Pressestelle

Eifelstraße 7
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Telefax 02 28 / 9 69 84 – 99
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Internet www.bdh-reha.de

V.i.S.d.P.: BDH Bundesverband Rehabilitation e.V.

Über den BDH Bundesverband RehabiliDer BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten. Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Ortenau in Offenburg.

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Grafikquelle    :      Bdh-klinik-greifswaldEigenes Werk

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