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RENTENANGST

Armutsbericht=Armutszeugnis

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Februar 2013

Armutsbericht = Armutszeugnis einer Regierung

So, auch bald hier? Zur Erhaltung und Mehrung des Reichtums unserer Politiker ?

Da sprach die Opposition gestern von Täuschung, Schönfärberei, Zensur und Verschleierung im Bundestag. Auf der Tagesordnung stand eine Debatte zum Armuts- und Reichtumsbericht des Landes welcher von der Regierung alle vier Jahre dem Parlament vorgelegt werden muss.

Gehen wir einmal davon aus das dieser Bericht von einem „Unabhängigen Sach- und Fachgremium“ erstellt worden ist. Wenn dieser Bericht dann von Teilen der Regierung nach ihrem Gusto verändert wurde, handelt es sich nicht mehr um einen Bericht sondern eine Regierungserklärung. Wieso bekommt ein jeder Hansel das Recht in einen solchen Bericht nach eigener Betrachtung zu schmieren?

Wir versuchen hier einmal die denkwürdige Wortfolge von Trapattoni (Fussballtrainer) politisch umzusetzen: „Was erlauben Rösler, dieses kleine Würstchen aus der Mövenpick Partei? Redet über volle Bäuche, iiiss leer.“

Laut SPD Angaben gehen sechs Millionen Menschen in Deutschland für weniger als acht Euro in der Stunde arbeiten und müssten daraufhin beim Sozialamt „betteln“ gehen. Zwölf Millionen lebten an oder unter der Armutsgrenze. Diese Zustände verschweige die Regierung. Sagen sollte die SPD in diesen Zusammenhang aber dann auch, dass ROT- Grün maßgeblich an diese Entwicklung beteiligt ist und war. Leider gehört die Ehrlichkeit aber nicht zu den bevorzugten Charaktereigenschaften unserer Politiker. Nach dem verlassen der Regierungssessel scheint ehe die Alzheimer verfrüht zu zu schlagen.

In diesen Zusammenhang ist es interessant heute zu lesen das der CDU Hinterbänkler Hartwig Fischer die wegen des Pferdefleischskandal aussortierten Produkte an Bedürftige spenden lassen  will. Der „Kleine“ Mann startet klein, wenn er mit Pferdefleisch beginnt, sicher lässt er später Dioxin Eier und gekeulte Schweine folgen, um schneller Organe für den Handel zur Verfügung zu bekommen? So etwas darf sich in diesen Land Volksvertreter nennen? Wer wählt so etwas ? Eselfleisch soll auch gefunden worden sein, sollen wir dieses für den Blutsbruder reservieren?

Einen sehr guten Bericht von Dietmar Bartsch zu diesen ganzen Umverteilungen lesen wir in der Wochenzeitung „Jungle World Nr. 8 vom 21. Februar 2013 auf den wir hier gerne hinweisen möchten:

Damit die Staatsfinanzen saniert werden können, müssen die Einnahmen des Staates steigen. Die Linkspartei will deshalb den Millionären ans Portemonnaie.

Vermutlich besitzen wenige Leserinnen und Leser dieser Zeilen ein Vermögen von 88 000 Euro. Das jedoch, so sagt die Statistik, ist bundesdeutscher Durchschnitt. Pro Erwachsenem! Nun, auch der Dorfteich war im Schnitt einen Meter tief und dennoch ist die Kuh ersoffen. In der reichen Bundesrepublik besitzen zehn Prozent der Bevölkerung die Hälfte des Vermögens. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung verfügt über gerade mal ein Prozent.

Die Ungleichheit zwischen Arm und Reich wächst weiter. Das Vermögen der privaten deutschen Haushalte beträgt zurzeit rund zehn Billionen Euro. Zwei Billionen davon entfallen auf 0,6 Prozent aller Haushalte! In Deutschland stieg die Zahl der Vermögensmillionäre (in Dollar) in jedem Jahr der Krise, inzwischen sind es 951 000. Zugleich leben immer mehr Kinder und Jugendlichen in Armut. Das Einkommen des reichsten Zehntels der Bevölkerung stieg von 1999 bis 2009 um 16,6 Prozent, das des ärmsten Zehntels fiel um 9,6 Prozent. Sinkende Einkommen führen zwangsläufig zu massenhafter Altersarmut.

Quelle: Jungle World >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia

Slum life, Jakarta Indonesia. Picture taken by Jonathan McIntosh, 2004.

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Keine Tiergerechtigkeit

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Februar 2011

Es gibt kein Biohuhn#

Industrial-Chicken-Coop.JPG

Ein „Bio“ ist besser als normale Tierhaltung. Trotzdem bleiben Probleme welche mit dem Wort Bio nicht beantwortet werden. Hier ein Kommentar über die Hühnerhaltung. IE

Neulich schrieb ich anlässlich des Dioxinskandals einen Kommentar über Bioeier. Ich wies darauf hin, dass es sich der Biokunde zu einfach macht, wenn er glaubt, dank eines Biosiegels automatisch ein ethisch vertretbares Nahrungsmittel zu erwerben. Auf meinen kurzen Kommentar hin bekam ich einige heftige Leserbriefe, von denen mir die meisten vorwarfen, ich würde Bioeier sozusagen nestbeschmutzen. Hier nun meine ausführliche Antwort. Vorab sei die Bemerkung erlaubt, dass der Grundsatz „Artgerechtigkeit“, den wir mit „bio“ assoziieren, in Bezug auf Legehennen streng genommen ohnehin keinen Sinn ergibt. Artgerecht ist es, wenn ein Vogel eine bestimmte Anzahl von Eiern legt, sich darauf setzt und brütet. Doch genau das vereiteln wir ja, damit wir Eier als Nahrung nutzen können. Den Legehennen, die heute an die 300 Eier pro Jahr legen, wurde der Bruttrieb weitestgehend weggezüchtet. Die Arterhaltung liegt daher komplett in Menschenhand.

Es gibt kein Biohuhn

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die Legehennenzucht immer stärker dem Imperativ der Effizienz gebeugt, und so ist Geflügelhaltung heute derjenige Zweig der Biolandwirtschaft, in dem Tiergerechtigkeit am schwierigsten umzusetzen ist. Fast alle heute auf dem Markt verfügbaren Hühner sind Hochleistungshybriden. Rentable Biozüchtungen gibt es fast nicht. Die Zuchtunternehmen, die die Elterntiere liefern, sind große, quasimonopolistische Firmen. (Der Weltmarktführer Lohmann Tierzucht zum Beispiel empfiehlt auf seiner Website „Lohmann Tradition“ und „Lohmann Brown-Classic“ als „für die alternative Haltungsform gut geeignet“.)

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle : Hühner in industrieller Käfighaltung

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Alles Bio – oder was?

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Januar 2011

Wird dieser Skandal ohne Gewinner bleiben?

Cubalaya

Wäre es nicht an der Zeit einmal darüber nachzudenken warum diese Skandale immer wieder so eintreten wie geschehen? Nach dem falschen Umgang mit Rindern die Schweine jetzt die Hühner. Von uns, den Menschen spricht keiner? Es gab auch schon einmal Zeiten einer politischen Kultur des nicht Erkennens – gleich Versagen! Wo für brauchen wir Politiker, welche nicht einmal in der Lage sind das Volk vor Unbill zu schützen? Vom täglichen Leben eines Biobauern wird hier geschrieben.

Skandal ohne Gewinner.

Früher, ja, früher war dir ein Ei wie das andere, und du wusstest nur: Wenn’s Portemonnaie leer ist, fährst du mit Knickeiern günstig. Heute stehst du beim Biobauern im Matsch und fragst ihn: Wie er das denn hinkriegt, dass in seinen Eiern nix drin ist, und vor allem: kein Dioxin.

Da zieht der Biobauer, der Johannes Erkens heißt, die Brauen zusammen, guckt ein bisschen streng und sagt doch glatt: Nein, also so etwas, das könne er nicht versprechen. Kann ja keiner behaupten, der ehrlich ist – dioxinfrei. Hoppsa!, gackernd stieben ein paar Hühner davon, die den Besuch kritisch beäugen, und du versuchst gerade, nicht umzufallen, während du auf einem Bein die Plaste-Überschuhe auf die Stiefel stülpst. Die sind nötig, hygienetechnisch, weil’s gleich in den Stall geht. „Wir leben alle unter einem Himmel“, sagt Erkens, „auf derselben Erde.“ Und dioxinfrei gibt’s da nicht mehr, nirgends. Auch ein Biobauer könnte sich da höchstens rausträumen.

Auch Bio-Landwirtschaft ist schließlich ein realistisches Geschäft. Aber ein ehrliches, mindestens wenn’s nach Erkens geht, wie hier, auf dem Kudammhof in Adelheidsdorf-Großmoor bei Celle, mit seinen durchschnittlich 5.000 Hühnern, die Herde à 1.000 Tiere, Erkens stellt sie als Amberlink Legehybride vor. Also die berüchtigten Turbohühner? „Wir brauchen eine Leistung von 250 Eiern pro Huhn“, erklärt er. Rassehühner schaffen bestenfalls etwas mehr als die Hälfte, „damit würden wir nicht hinkommen“. Die Küken werden auf Bestellung vom Züchter angeliefert. Wie gesagt, ehrlich. Und realistisch. Und in der Dioxinfrage garantieren Erkens und seine Frau Friederike Schultz, die den Hof vor 20 Jahren vom Vater übernommen hat, eben nur dafür, dass die eigenen Böden streng kontrolliert sind, dass sie selbst keine neuen Schadstoffe eintragen und den Hühnern kein zusätzliches Dioxin übers Mischfutter zuführen.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  Kruppert

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Dioxin Eier zum Tafeln?

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Januar 2011

Der NDR berichtet folgendes:

File:Huehnereier 2989.jpg

Gestern: Ein sehr kleiner, unauffälliger Artikel in der Presse, nur eine Randnotiz. Titel:

Mehr Eier-Spenden für die Tafeln. Natürlich hiess es im nächsten Satz das diese Lebensmittel unbedenklich sind. So wie alles andere auch in diesem Land. Alles nur vom Feinsten als da wären Atomkraftwerke, Politiker, die Erzeugung von Kriegsmaterialien usw..

Es ist doch immer wieder rührend zu lesen wie sehr unsere Gutmenschen bemüht sind auch die von der Politik abgehangenen Schichten der Gesellschaft zu umsorgen. Ist es zynisch festzustellen das auf Grund des Dioxin Skandal viele Eier in den Lebensmittelgeschäften des Einzelhandels nun nicht mehr verkauft werden können und so an Wert verlieren? Vielleicht räumen ja nun auch die Futtermittelhersteller ihre Kühlschränke und erfüllen so durch ihre Mildtätigkeit noch einen guten Zweck? Eine Mitteilung  in den nächsten Wochen  über einen enormen Rückgang der Hartz IV Empfänger nach dem Dioxin Skandal käme doch mit Sicherheit manchem Haushaltsexperten nicht ungelegen.

Wird der Norddeutsche Eispickel, unsere Mehrfachmillionärin mit ihren sieben Kindern jetzt auch ihren Kühlschrank leeren? Das wäre doch ein Verhandlungsvorschlag für die Vermittlungskommission: Ich gebe euch fünf Euro und zusätzlich fünf schöne Eier mit Langzeitwirkung.

Der NDR berichtet folgendes:

Tafeln „profitieren“ vom Dioxin-Skandal

Sie kümmern sich um das, was woanders übrig bleibt oder was niemand haben will: Die Tafeln für bedürftige Menschen verteilen überschüssige Lebensmittel aus dem Einzelhandel – und profitieren in Niedersachsen offenbar ausgerechnet vom Dioxin-Skandal: „In etlichen Tafeln bekommen wir von den Geschäften erheblich mehr Eier und abgepackte Wurstwaren gespendet als sonst“, sagte die Vorsitzende des niedersächsischen Landesverbandes, Edeltraut Graeßner. Eine Tafel habe berichtet, dass sie in der vergangenen Woche sogar die 15-fache Menge an Eiern erhalten habe als sonst üblich.

Gespendete Lebensmittel offenbar unbedenklich

Die gespendeten Waren seien nach menschlichem Ermessen unbedenklich, sagte Graeßner. Der Landesverband stehe in Kontakt mit der Lebensmittelkontrolle. Viele der spendenden Geschäfte hätten der Ware auch Unbedenklichkeits-Zertifikate beigelegt. „Aber gegen kriminelle Machenschaften sind wir genauso hilflos wie die Bauern, die im guten Glauben Futter eingekauft haben.“ Allerdings erhielten nicht alle Tafeln mehr Lebensmittel. Bei rund der Hälfte habe es keine Veränderungen gegeben, so das Ergebnis einer Umfrage.

Immer mehr Menschen wenden sich an Tafeln …

Quelle : NDR >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  :

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Source photo taken by Rüdiger Wölk, Münster, Germany
Author Rüdiger Wölk /  Münster

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Januar 2011

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Ihre empörende Kürze.

Was wird besser in dieser?

Freude auf den nächsten Urlaub.

Die CSU widersteht bei ihrer Klausur in Kreuth der Versuchung, Parteichef Horst Seehofer zu demontieren. Warum eigentlich?

Das Medienprodukt zu Guttenberg hat eine weiche Stelle: der glaubt den Quatsch, den er über sich verbreitet. Kerner wird nicht mitfliegen zum Trachtenfest in Tirschenreuth. Und Seehofer kennt die Mühle, in der man zum Superhorst aufsteigt und jäh als rammelnder Rebell bruchlandet. Die Fantasie, der Baron werde auch noch Kanzler und der bejubelte Zerstoiber von gestern müsse weg, ist das aktuelle Maximum, was zu Guttenberg erreichen kann. Danach käme die Strafe: München.

Im Skandal um Dioxin-Eier haben die Kontrollen versagt. Muss ein neues System her?

Gibt’s. Die Futtermittelindustrie hat sich unter dem Schock des BSE-Skandals ein Qualitätssicherungsverfahren auferlegt. Damals zielte das gegen Tiermehl, nun führte es immerhin zur Selbstanzeige des verantwortlichen Herstellers. Vor den Ergebnissen staatsanwaltlicher Untersuchungen läst sich nur sagen: 1. die Rückfirmierung Aigners zur „Landwirtschaftsministerin“ ist ein teurer Knicks vor Usama bin Loden und seiner Bauernlobby, die jetzt schon nach Staatskohle ruft. Und 2. Industrieabfälle im Hühnerfutter sind auch nicht lustiger, wenn Dioxin nicht mehr mitmachen darf. Die Positivliste „Was darf ins Futter“ ist 68 Seiten lang.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Schriftenquelle: Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

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