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RENTENANGST

Auch Linke hängt man hoch

Erstellt von DL-Redaktion am 21. August 2013

Wer hoch gehangen wird – kann tief fallen

Draußen im Wald war er einst zu Haus,
dann holten ihn dort die Linken heraus
so wurde er schnell zum politischen Riesen,
auf das die Genossen die Krise jetzt kriegen.

Er ist hier der Herr im eigenen Laden,
und wurde vom Clan zu Ehren getragen.
Dem Chef dieses Kreises gebührt das Plakat,
nun fühlt er sich richtig als Potentat.

So fand er im Landtag auf einmal sich wieder,
Sang dort in der Bütt manch feiste Lieder.
Auf Oskar, er lebe recht lange und gut,
denn er sorgte sicher, gegen Hunger und Not.

Dann griff er nach Sternen vom Firmament,
die waren doch sicher für ihn all bestellt.
Sie leuchteten klar auch in dunkler Nacht,
das reicht für sein Leben, so hat er gedacht.

Er war nun der Herr und auch der Gebieter,
Ließ Menschen sich bücken und auch manchmal tiefer,
stellte den Fuß dann hoch auf den Rücken,
auf das er laut jauchzte und das voll entzücken.

Vom Schuster zum Macher nur kurz war der Weg,
das wird erst bemerkt wenn man fällt von dem Steg.
Einst wie ein Hund noch zärtlich gestreichelt,
findet er sich nun wieder, zum Streuner gebeutelt.

Der Herr hat gegeben und dann auch genommen,
so heißt es nicht nur in den Kreisen der Frommen.
So sahen wir ihn einst auf großen Flächen,
heut‘ nur noch baumelnd, von Laternen aus lächeln.

Jetzt ist auch die Zeit für die alten Untertanen,
sich zu benehmen wie einst die Vandalen.
So sie beschmieren Plakate und Wände,
doch dies seht als Hinweis, bald kommt das Ende.

2013 Ingo Engbert

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Fotoquelle: Lafontaine election poster, 1990

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