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RENTENANGST

Wunschzettel

Erstellt von Redaktion am Montag 13. Dezember 2010

Weihnachts-Wunschzettel an Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau

File:Petra Pau Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 01.jpg

Presseerklärung der Hartz4-Plattform
Wiesbaden, 12. Dezember 2010

Brigitte Vallenthin hofft auf Ausstieg der HartzIV-muss-weg-Partei-Vertreterin
aus dem Kuratorium der Berliner Tafel Stiftung und stattdessen auf ihre Unterstützung beim Umbau der Tafeln in Arbeitslosen-Hand

„Adventszeit ist Weihnachts-Wunsch-Zeit. Und da wünschen wir uns von der Bundestagsvizepräsidentin der HartzIV-muss-Weg-Partei, dass sie uns ganz konkret bei der Umwandlung eines Tafel-Prototyps in Erwerbs-Arbeitsplätze für Arbeitslose und Armutsstempel-freie Nutzung von Rest-Lebensmitteln des Handels unterstützt,“ beschreibt Hartz IV-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin ihren Wunschzettel zum dritten Advent. „Die ersten Gedanken für diesen Wunsch hatte ich auf einer Podiumsdiskussion, auf der Sabine Werth, die Mutter der Tafeln in Deutschland, davon berichtete, die Unternehmensberatung McKinsey habe ihr ein Tafel-Handbuch geschrieben habe und sei auch im Beirat der „Berliner Tafel Stiftung“, deren Vorstandsvorsitzende sie ist, beratend vertreten. Als ich nun bei der Recherche zu dieser Stiftung darauf stieß, dass Petra Pau in deren Kuratorium sitzt, gab es zwingend nur eine einzige Ergänzung für den Weihnachtswunsch unserer Hartz IV-Bürgerinitiative – nämlich die Bitte, dieses Organ zur Unterstützung der Armuts-Industrie sofort zu verlassen.“

Die „Berliner Tafel Stiftung“ (http://www.berliner-tafel-stiftung.de/01_geschichte.php) ist – soweit ihre Homepage darüber Auskunft gibt, eine Geld-Sammel-Organisation für die „Berliner Tafel e.V.“ (http://www.berliner-tafel.de/01_geschichte.php) Vereinsvorsitzende der Berliner Tafel und Vorstandsvorsitzende der Stiftung ist Sabine Werth, Inhaberin eines Familienpflege-Dienstes. Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung ist Gisela Pfeifer-Mellar, Geschäftsführerin der „Goldnetz gGmbH“ (http://www.goldnetz-berlin.org/index.php?id=7). Dieses Unternehmen präsentiert sich im Internet als „arbeitsmarktpolitischer Dienstleister“ mit einem breiten Rundum-Paket und „bietet“ von hochmodern aufwändig designten Räumen seines Büros „die Entwicklung und Umsetzung von Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekten im Rahmen der Arbeitsförderungs-, Bildungs- und Sozialpolitik an. Im Wesentlichen sind das die Instrumente und Programme des SGB II“ – kurz alles, was mehr als „Fordern“ denn als „Fördern“ mittels so genannter Eingliederungsvereinbarung Druck macht. Ansonsten ist die Tafel Stiftung mit öffentlicher Transparenz sehr zurückhaltend: eine Satzung fehlt ebenso wie ein Hinweis auf Stifter. Und zur Seite des Beirats gibt es zwar einen Link. Der führt aber zu einem weißen Blatt.

Dass wir in dieser Gesellschaft eine Links-Partei-Abgeordnete finden (http://www.berliner-tafel-stiftung.de/02_kuratorium.php), hatten wir nicht erwartet – schon gar nicht die mit Direktmandat und mit üppigen 47,6 % im Berliner Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf gewählte Bundestagsabgeordnete Petra Pau. „Wo ein starker Wirtschaftsmarkt ist, ist meistens auch McKinsey“ (http://www.mckinsey.de/html/profil/index.asp) – heißt es auf der Deutschen Seite des internationalen Beratungs-Konzerns“ – „aber doch bitte nicht ein prominentes Mitglied einer Anti-Hartz-Partei“, wünscht sich Brigitte Vallenthin.

„Da bleibt uns nur zu hoffen“ schließt Brigitte Vallenthin ihren Weihnachts-Wunschzettel ab, „dass sich diese Funktion von Petra Pau als Irrtum erweist und sie sich noch bis zum Fest des weihnachtlichen Schenkens für ein Geschenk an uns entscheidet, diesen Job hinzuschmeißen und mit uns zusammen den Aufbau einer neuen, Sinn- und Arbeitsplatz-stiftenden Lebensmittel-Verwertung zu starten.“

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6 Kommentare zu “Wunschzettel”

  1. UP. sagt:

    Ich möchte aus aktuellem Anlass an den Artikel von unserem Autor D. Carstensen erinnern.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang der Kommentar des ‚Dortmunders‘.

    Ich persönlich halte von den Tafeln ebenfalls nichts. Die Menschen werden damit ruhig gehalten, und es wird verhindert, dass sie auf die Strasse gehen.

    Aber genau das wäre nötig!


    UP.

  2. Ingo Engbert sagt:

    Das ist auch der Grund warum die Tafeln vielfach von CDU/FDP nahen Gutmenschen geleitet werden.

  3. UP. sagt:

    … und von linken Bundespolitikerinnen beaufsichtigt werdengrinz

  4. Bundesdemokrat sagt:

    und von kirchlichen Trägern unterhalten werden.

  5. Gabriel van Helsing sagt:

    Ich wünsche mir zu Weihnachten, dass diese Funktionärin der Linken zurück tritt.

    Am besten, sie könnte noch einige andere aus dieser Riege auch dazu bewegen.

    Ist doch gut, dass solche Verfehlungen zu Tage treten.
    Es gibt doch genug andere Vereine, auch Gemeinnützig, da hätten bestimmt beide etwas davon.
    Wasser predigen, aber selbst Wein saufen! Noch ein FunktionärInn der Linken, die unglaubwürdig ist.

    Neben den Sondermüllgebühren ersparen sich die Firmen das Personal zum aussortieren.
    Auch die Transportkosten zur Sondermülldeponie, oder Verbrennung ersparen sich diese Firmen.
    Personal zum aussortieren wird auch eingespart.

    Dafür werden von den Gutmenschen als Fußvolk 1 EURO-Jobber angeheuert, die obiges erledigen dürfen.
    Damit diese den Ball flachhalten, dürfen sich diese vor den Verteiltermin selbst eindecken.

    Besagte Firmen verlangen gleichzeitig eine Spendenbescheinigung über ihre abgelaufenen Lebensmittel.
    Kündigen aber ihr eigenes Personal fristlos, wenn sich diese einen abgelaufenen Pudding einverleiben.
    So hat der spendende Lebensmittelladen dreimal verdient.

    Hat Frau Pau da auch mitgemacht? So dumm kann sie doch gar nicht sein!

  6. Brigitte Vallenthin sagt:

    Wir haben die Bundestagsvizepräsidentin und Bundestagsabgeordnete der LINKEn auch persönlich angeschrieben und um Dialogaufnahme mit uns gebeten, um den Tafel-„Saustall“ in saubere selbst verwaltete Arbeitsplätze für die umzuwandeln, die da jetzt in der Schlange stigmatisiert werden.

    Noch haben wir keine Antwort. Aber vielleicht hilft’s ja, wenn viele ihr Schreiben an diese eMail-Adresse:

    petra.pau@bundestag.de

    Aussitzen werden wir jedenfalls nicht durchgehen lassen!
    Wir bleiben am Ball.

    Brigitte Vallenthin
    http://www.hartz4-plattform.de

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