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RENTENANGST

Wie der Moral verloren geht

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 14. März 2015

Ja, Gott werden kann er nicht, da sitzt jetzt eine Göttin und so muss er sich eben mit dem Pöstchen eines Minister zufrieden geben und wird entsprechend dem Bedarf von Posten zu Posten durchgereicht. Da reicht es durchaus als Mitglied der Stahlhelmfraktion auf kleine wehrlose Flüchtlinge zu prügeln. Gelernt ist eben gelernt. Ein typischer Verteter seines Fach welchem beim Rundblick durch die enge seiner Amtsstube der entsprechende Weitblick fehlt.

Sie lassen ihn nicht los, diese Menschen, die nach Deutschland kommen, ohne dass er, der Innenminister, es ihnen erlaubt hätte.

von INES KAPPERT

Erst vor zwei Wochen ging de Maizière die Kirchen an, weil diese dreist Menschen in Not ein Kirchenasyl gewähren, obwohl sein Ministerium ihnen bereits den Abschiebebescheid zugeschickt hat. In der Mehrheit wird den Betroffenen nach der Intervention der Kirchen der Aufenthalt in Deutschland übrigens gewährt. Das zum Thema Rechtsstaat und Willkür. Die Kirchen verteidigten das Kirchenasyl und waren über den Vorstoß des ehemaligen Verteidigungsministers nicht amüsiert. Doch ihr Unmut hemmt de Maizières Tatendrang nicht. Gemeinsam mit seinem italienischen Kollegen hat er diese Woche nun die uralte Idee vom Auffanglager auf afrikanischem Boden aufgewärmt. Merke: Der Leiter vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, hat unlängst festgestellt, dass es kaum etwas Schlimmeres für Vertriebene gibt, als in Italien einen Asylantrag stellen zu müssen. Sie bekommen dort keinerlei Hilfe und haben schlicht keine Existenzmöglichkeit. De Maizière aber fühlt sich wohl beim italienischen Nachbarn. Und will gemeinsam mit ihm dafür sorgen, dass die Menschen interniert werden, bevor sie europäisches Festland betreten oder im Mittelmeer ertrinken. Denn, so der Minister: „Zum einen können wir hier ganz klar unterscheiden zwischen jenen, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Zum anderen können wir dadurch den Schleppern den Nährboden entziehen für ihre Geschäftemacherei.“ Na klar.

Quelle: TAZ <<<<< weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Olaf Kosinsky / Wikipedia

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