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RENTENANGST

Wer hat uns verraten ??

Erstellt von Redaktion am Freitag 26. September 2008

 10 Jahre an der Macht

Der Riss durch die

Sozialdemokraten

Endlich der miefigen Kohl-Ära frische Politik entgegensetzen. Das wollten auch Ottmar Schreiner und Walter Riester. Heute verkörpern sie die Lager in der SPD: Pro und Contra Agenda 2010. VON STEFAN REINECKE

Ottmar Schreiner ist braun gebrannt. Er war gerade in der Türkei. Er lässt sich in ein braunes Ledersofa fallen, steckt sich eine türkische Marlboro an und verströmt eine Art Gewerkschaftsgemütlichkeit. Das Sofa steht in seinem Berliner Abgeordnetenbüro und sieht aus, als wäre es schon vor dreißig Jahren schwer aus der Mode gewesen. „Das ist die Couch von Willy Brandt, aus seinem Abgeordnetenbüro in Bonn“, sagt Schreiner.

Anhänger der Latte-Macciato-Fraktion würden dieses Ding – Willy Brandt hin oder her – umgehend auf den Sperrmüll befördern. Aber hier geht Geschichte vor Stil. Wahrscheinlich ist Ottmar Schreiner ein Traditionalist.

Vor zehn Jahren, am 27. September 1998, war Schreiner in seinem Wahlkreis, in Saarlouis im Saarland. „Es herrschte Aufbruchstimmung“, sagt er. Rot-Grün regierte, endlich nach 16 Jahren Kohl. Wer ihn nach der Bilanz von zehn Jahren SPD-Regierung fragt, kann sich auf Zuhören einstellen. Denn was folgt, ist ein Trommelfeuer von Argumenten und Zahlen, mit einer Botschaft: Es war ein Desaster.

Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich ist größer geworden. Der Niedriglohnsektor ist, unter Rot-Grün und beschleunigt durch Hartz IV, explodiert. Die Mittelschicht schwindet. Die Reallöhne sind gesunken. Sieben Millionen leben heute von 400-Euro-Jobs. Leih- und Zeitarbeit sind Massenphänomene geworden. Die SPD hat eine Steuerpolitik für Reiche und Unternehmen gemacht. Und gegen Rentner. Massenhafte Altersarmut ist in der Zukunft kaum noch aufzuhalten. So sieht es Ottmar Schreiner.

Der Verrat der SPD

Quelle :  TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle: Autor –

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