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Was würde Marx sagen?

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 10. Juli 2015

Sozialistische Strukturen in der EU

Das ist natürlich eine sehr interessante Frage welche hier gestellt wird und es ist an und für sich ganz natürlich dass auch DL sich mit diesem Thema einmal ausgiebig beschäftigt. So gibt es doch kaum eine Familie in welcher nicht irgendwo noch ein Ur – Ur – Ur – Onkel mit den Namen Karl auftaucht. Sind nicht gerade bei uns Deutschen die Bücher voll mit Geschichtchen welche über große und kleine Arschlöcher mit diesen Namen berichten?

Meistens über die Kleinen welche in Ihren ganzen Leben nur das Ziel hatten sich maßlos zu vermehren und um sich persönlich auf Kosten der Allgemeinheit einen schönen Tag zu machen. So wurde dann ein gutbetuchter Sponsor gesucht, welcher aus Mitleid mit der Frau und den Kindern eine lebenslange Unterstützung zahlte, da durch eine, unsinnigen Beschäftigung kaum ein Überleben möglich war.

Solch ein Karlchen fanden wir auch in unserer Familie als Ur – Ur – Ur – Onkel. Dieser Mensch fühlte sich wohl nicht berufen hinter dem ererbten Anwesen den Boden zu bereiten und mit der Aussaat zu beginnen. Er ging lieber beim Nachbarn ernten und züchtete Eichhörnchen welche zwar kaum für einen vollen Magen sorgten, dafür aber recht unterhaltsam im Käfig hinauf und herunter sprangen. Genau der richtige Anschauungsunterricht  für jemanden welcher sich heute gerne den Sport im Fernsehen ansieht, aber den eigenen Bewegungen eher skeptisch gegenübersteht um die entsprechende Sitzfläche nicht zu mindern.

„Sich regen bringt Segen“, so hieß es auch schon zu den Zeiten der Ur – Ur – Ur – Onkel. Und ehrlich, wir wollten innerhalb dieses Artikel an und für sich nicht an den Zustand der Partei DIE LINKE erinnern. Nur, wer laufend von Versprechungen satt werden soll, möchte auch irgendwann einmal von den zu erwarteten Einlösungen leben können. Andernfalls erlitten wir das gleiche Schicksal wie unsere Ur – Ur – Ur – Onkel und müssten irgendwann auch die Radieschen von unten abbeißen.

Aber letztendlich sind wir dann doch wieder zu den Linken zurückgekommen.  Denn dort sitzen zwar keine Eichhörnchen, dafür aber fette Hennen und Hähne auf der Stange um anderen bei der Arbeit zuzusehen und um dann deren Fleiß auch entsprechend ironisch zu kommentieren. Nur gut dass der eigene Mist so tief auf diejenigen fällt welche sich wenigstens noch aktiv bemühen etwas zu ändern.

Die Karlchen, welche, wie wir heute erfahren durften, absolut keine Linken waren, sondern dafür viel zu faul, sollten wir also schnellstens vergessen und uns auf die Suche nach wenigstens einen Echten dieser scheinbar recht seltenen Spezi machen.

Da stoßen wir, natürlich rein zufällig auf einen Dr. welcher den erforderlichen Anforderungen besser entsprechen würde. Dr. Frankenstein – zwar kein Karl aber auch ein Ur – Ur – Ur – Onkel aller Linken. Operierte er doch wie uns aus unbestätigten Quellen berichtet wurde, diesen bekannt wallenden Bart an die Wangen des faulen Karlchen. Dieser Bart pflanzte sich im Laufe der Generationen über die Gene bei einigen Spezi der Modernen weiter, gerade so wie wir es bei einem Pastor im Saarland schon gesehen haben.

Was würde Marx sagen?

Die griechische Regierungspartei wird in der europäischen Linken als Heldin des Antineoliberalismus verehrt. Aber ist sie das wirklich?

Ein Marxist muss die momentane Debatte um den faktischen Bankrott des griechischen Staates seltsam finden. Eine Analyse des wichtigsten Kritikers der politischen Ökonomie hätte zumindest noch angefügt: Eine Politik, die sich nicht den Zahlen, also den Fakten stellt, kann keine sein. Einen linken Kader wie Gianis Varoufakis, für den Zahlen nur „Technisches“ waren, hätte er nicht ernst genommen.

Marx hätte über eine Volkswirtschaft gespottet, deren Eliten sich nicht selbst helfen wollen, durch Können, Kompetenz und ökonomisierbare Ideen. Er hätte angemerkt, dass einem Land, das über keine nennenswerte, geschweige denn konkurrenzfähige Industrie verfügt, nicht zu helfen ist, wenn es nur Moral mobilisiert. Ein Land also, das sich selbst in der Fantasie wiegt, die EU sei ihr schuldig, es aus dem Schlamassel zu holen – er hätte es so milde bespottet wie einst die Iren.

Zu Recht ist die linke Sammlungsbewegung gewählt worden – die alten Eliten, sozialdemokratische wie konservative, und ihre WählerInnen sind mit dem Wort korrumpiert nur unzulänglich beschrieben. Aber: Auch Tsipras und seine Leute haben nichts unternommen, um administrativ ihr Land in die Moderne zu führen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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