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Trara bei der Linken Saar

Erstellt von Redaktion am Montag 13. November 2017

Streit um Lafontaines Erbe spitzt sich zu

  • Von Jörg Fischer, Saarbrücken

Im saarländischen LINKE-Landesverband stehen sich zwei Gruppen unversöhnlich gegenüber. Inhaltliche Fragen spielen dabei kaum eine Rolle.

Im Saarland konzentriert sich Oskar Lafontaine auf seine Funktion als Landtagsfraktionschef in Saarbrücken. In die Querelen in seinem Landesverband mischt er sich schon seit Jahren nicht mehr ein – zumindest öffentlich. Ob der 74-Jährige die Hoffnung auf einen geregelten Übergang in der LINKEN aufgegeben hat oder ob er weiter im Hintergrund versucht, Strippen zu ziehen, ist offen?

Das ist auch jetzt so. Kurz vor der Bundestagwahl war es in dem seit einem Jahrzehnt schwelenden Konflikt vorübergehend ruhig geworden. Seitdem spitzt sich der parteiinterne Streit wieder zu. Ein Antrag auf Parteiausschluss folgt dem nächsten. Zwei Flügel stehen sich vor der Neuwahl des Vorstandes bei einem Landesparteitag am 25. November gegenüber. Im Groben sind das Gegner und Mitstreiter des Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze. Dabei geht es weniger um Inhaltliches, sondern hauptsächlich um Persönliches. »Im Saarland gibt es keine Reformer und Fundamentlisten wie in anderen Landesverbänden«, meint Lutze, seit Jahren einer der Hauptfiguren in dem Führungsstreit.

Gekämpft wird mit harten Bandagen – geht es doch um die Aufstellung der Partei für die Ära nach Lafontaine. Bei zurückliegenden Wahlen hat der populäre frühere Ministerpräsident dafür gesorgt, dass die Saar-LINKE zweistellige Ergebnisse erzielte. Den Anlass für gleich vier Anträge auf Parteiausschluss gab Mitte Oktober das Saarlouiser LINKE-Mitglied Melan Kolasniac, ein Mitarbeiter von Lutze, mit einem Eintrag im sozialen Netzwerk Facebook. Der hatte gepostet: »Bernd Riexinger Falsche hinterlistige Jude« (sic). Er hatte sich mit der Begründung entschuldigt, es handele sich um einen Tipp-Fehler oder möglicherweise um eine ungewollte Auto-Vervollständigung. Es habe »Judas« heißen sollen.

Quelle  :   ND >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :   Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons

16 Kommentare zu “Trara bei der Linken Saar”

  1. AG Basisdemokratie sagt:

    Herr Fischer hat offensichtlich mit Mama Hu telefoniert…

    Wir glauben Mekan.

  2. SchwarzerMann sagt:

    Die Ära Lafontaine endete mit dem Verlust von drei Landtagsmandaten im Frühjahr d.J. Die „Hofdamen und Hofnarren“ weigern sich der Realität ins Auge zu sehen.
    Lafontaine war einmal….

  3. Marie-Luise sagt:

    Die Lafontaine-Linke braucht kein Mensch – außer seine Marionetten.

  4. Karin Kiefer sagt:

    Meine persönliche Meinung zu der Angelegenheit: In der Partei geht es genau so wie in vielen Firmen…..es wurde der Zeitpunkt verpasst, rechtzeitig einen würdigen + fähigen Nachfolger/Nachfolgerin „heranzuziehen“. Sowas geht nicht von heute auf morgen und man kann nicht damit rechnen, dass plötzlich die ‚eierlegende Wollmilchsau“ – will heißen: die Ideallösung – wie Kai aus der Kiste gesprungen kommt. udn alles regelt. Das braucht Zeit!
    Wahrscheinlich erliegt Lafo dem gleichen Irrglauben wie so viele, nämlich 1) dass er ewig leben wird und 2) dass er unentbehrlich und unersetzbar ist. Leider ist das aber nicht so, denn wir werden alle älter, werden mal abtreten und unersetzlich ist sowieso niemand, das hat garantiert jeder von uns schon mal irgend wann in seinem Leben erfahren müssen.

    Also können wir nur gespannt sein, was sich so tun wird. Mir geht, ehrlich gesagt, der Optimismus und Enthusiasmus zurzeit ein wenig verloren….

  5. Engelstrompete sagt:

    Seit 2013 demontiert Lafo mit seinen Hofschranzen die Partei. Sie werden damit rechnen müssen, am 25.11. mit Gesang empfangen zu werden.

  6. Piratenköpfchen sagt:

    Zitat Fischer: „Das Landesgremium muss auch über einen Antrag auf Ausschluss von Saar-Parteichefin Astrid Schramm entscheiden. Den hat ein Parteimitglied damit begründet, Schramm würde mit Lutze »kungeln«, was diese postwendend zurückwies.“

    Ich lach mich schlapp: „Schramm würde mit Lutze kungeln“.

  7. AntiSpeichellecker sagt:

    Lafoknecht muss weg.

  8. Iwwahëre sagt:

    Zitat: „Das Gericht erklärte sich Ende Juli allerdings für nicht zuständig und die Landeswahlleiterin ließ die Linkspartei trotz Magenschmerzen zum Urnengang am 26. September zu.“

    MAGENSCHMERZEN KONNTE ICH BEI DER LANDESWAHLLEITERIN KEINE ERKENNEN 😀

    FÜR ALLE ADDYLETTE-JÜNGER, DIE HIER MITLESEN:

    DIE LANDESWAHLLEITERIN HAT BEI DER ABSTIMMUNG ALS ESTE DIE HAND GEHOBEN.

  9. Zitrone sagt:

    Radio gehört? Bierbaum schlägt Flackus als Landesvorsitzenden vor!

  10. Demokratikus sagt:

    Unter Bierbaum hat sich die Partei dorthin entwickelt, wo sie heute steht! Am Abgrund.

    Flackus und ein poltiisches Gewicht? Ich komme heute aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.

    Wir brauchen kein neues Sprachrohr aus der Linksfraktion!

    113 SAARTEXT Di.14.11 16:04:01
    NACHRICHTEN
    Saarbrücken

    Bierbaum fordert personellen Neuanfang

    Der frühere parlamentarische Geschäfts-
    führer der Saar-Linken, Bierbaum, hat
    ein Ende der Personalquerelen gefor-
    dert. Es müsse einen umfassenden perso-
    nellen Neuanfang geben.

    Bierbaum sagte im „Interview der Woche“
    des SR, der Landesverband sei derzeit
    „entpolitisiert“. Er rechne damit, dass
    die Landesvorsitzende Schramm einem
    Neuanfang nicht im Wege stehen werde.

    Ein möglicher Nachfolger sei Jochen
    Flackus. Er verfüge über genügend poli-
    tisches Gewicht. Am 25.November kommt
    die Linke zu einem Landesparteitag zu-
    sammen und wählt einen neuen Vorstand.

  11. AG Basisdemokratie sagt:

    Wir wollen Schramm nicht mehr und Jochen Flackus erst recht nicht.

  12. Karin Kiefer sagt:

    #11 – Das Problem dabei ist nur: es sind sich fast alle einig, wen sie NICHT wollen….aber WER ist denn gewollt ? Oder besser: WER ist denn da, um gewollt zu werden ?? Ich habe nicht den Eindruck, dass da wirkliche Persönlichkeiten parat stehen, die das Ganze vielleicht rumreißen könnten. Aber mit dem „vorhandenen Material“ ist der Crash vorprogrammiert, das sollte jedem klar sein, der seinen Verstand noch unter eigener Verwaltung hat. Ich persönlich bin sowas von enttäuscht, wie es unter der Oberfläche bei LINKENs ausschaut…nämlich genau so, wie bei allen anderen auch. Und wenn man dann noch sieht, dass Gruppierungen wie A.L. + Entourage den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen, will heißen: sich Wahrheit + Gerechtigkeit auf’s Fähnchen schreiben und in Wirklichkeit genau geld- posten- und machtgeil sind wie die, die sie verurteilen…..dann denke ich ernsthaft drüber nach, das zu tun, was mein Mann mir noch zu seinen Lebzeiten mit süffisantem Grinsen geraten hat: einen Makramee-Kurs bei der VHS buchen … 😉

  13. Waldschrat sagt:

    Lafontaine nimmt sich zu wichtig. Mehr gibt es zu dem „Alten Mann“ nicht mehr zu sagen.

  14. SchlauerFuchs sagt:

    14.11.2017 20:13 Uhr
    Saarbrücken: Bierbaum fordert personellen Neuanfang

    Der frühere parlamentarische Geschäftsführer der Saar-Linken, Bierbaum, hat ein Ende der Personalquerelen gefordert. Es müsse einen umfassenden personellen Neuanfang geben. Bierbaum sagte im „Interview der Woche“ des SR, der Landesverband sei derzeit „entpolitisiert“. Er rechne damit, dass die Landesvorsitzende Schramm einem Neuanfang nicht im Wege stehen werde. Ein möglicher Nachfolger sei Jochen Flackus. Er verfüge über genügend politisches Gewicht. Am 25.November kommt die Linke zu einem Landesparteitag zusammen und wählt einen neuen Vorstand.

    Für die Personalquerelen ist nur einer verantwortlich. Und der wohnt in Silwingen.

  15. Ein wahrer Linker sagt:

    Und was ist mit Adolf?
    Wechselt der jetzt wieder die Seiten?

  16. schmit sagt:

    A……. Loch

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