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RENTENANGST

The Black Baron

Erstellt von Redaktion am Freitag 18. Februar 2011

Großmannssucht oder Hochstapelei

Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg - World Economic Forum Annual Meeting 2011.jpg

Frau Schavan wußte wohl zuniel und wurde befördert

Einen Rücktritt lehnt dieser CSU-Politiker nach wie vor ab. „Die Menschen in diesem Land erwarten, dass ich mich um das fordernde Amt des Verteidigungsministers mit voller Kraft kümmere, […]“, sagte „Guggelberg“.

Weit herbeigeholt – diese Aussage! Das war nicht die neueste Statistik. Einer Internet-Umfrage des WDR2 vom heutigen Abend zufolge wollen ihn nahezu 65 % nicht!!!…mehr.
Woher – potzblitz – nimmt dieser Lorbass diese Chuzpe!?

Gnädig allerdings gab er zu, dass seine Doktorarbeit „fraglos Fehler“ enthalte. Er habe aber nicht „bewusst getäuscht“. So gaben einige Medien-Mainstreamer ihn wieder.
Er führte jedoch in seiner Presskonferenz im Verteidigungsministerium vor ‚erlauchtem‘ Publikum aus, dass nicht bewusst getäuscht oder die Urheberschaft bewusst nicht kenntlich gemacht wurde. Diese passive Ausdrucksform kann in ihrer rhetorischen Formulierung sehr bedeutsam sein; denn sie schliesst so gar nicht aus, dass er diese „Doktorarbeit“ selber gar nicht einmal geschrieben hat! Das wäre der absolute Clou!
Fragen waren bei der Erklärung übrigens nicht zugelassen.In Übrigen strotzte seine knappe Erklärung von einer Art dekadenter Überheblichkeit, die man fast als adelig bezeichnen könnte.

Gleichzeitig fand zur gleichen Uhrzeit die dreimal in der Woche stattfindende Bundes-Pressekonferenz statt. Dass die Vertreter der in der Hauptstadt akkreditierten Presse stinkesauer waren, ist nur allzu verständlich, da man erwartete, dass der Minister diese Bundes-Pressekonferenz nutzte, um weitreichende Erklärungen abzugeben.
So kam es in der 60-jährigen Geschichte der Bundes-Pressekonferenz zu einen noch nie dagewesenen Eklat: Die Journalisten liessen die Vertreter und Pressesprecher des Ministers und der Regierung sitzen.

Schau’mer mol, wie lange der Hosenanzug menschlich und politisch noch hinter ihm steht; denn eigentlich ihr sollte es recht sein, wenn er vom Parkett verschwindet – könnte er sich doch als ernsthafter Konkurrent hinsichtlich künftiger Kanzlerschaft herausstellen. Im Gegensatz zu diesem 10-Minuten-Typ, den sie nach Brüssel abgeschoben haben. Jedoch – zum Kanzler taugt er nicht, so wenig wie zum Kriegsminister – auch wenn man ins Kalkül zieht, dass der Hosenanzug in die Wüste geschickt wird. Das eine hätte das andere nicht aufgewogen.

Der Baron wird nie mehr das sein, was er scheinbar – aus welchen Gründen auch immer – einmal war: GLAUBWÜRDIG
Gysi hat in diesem Zusammenhang eine entsprechende Erklärung abgegeben, die ich ihm mental gar nicht zugetraut hätte. Und ich stelle mir die Frage, ob diese Beliebheitszahlen wirklich true sind. Ich schliesse die Ungeheuerlichkeit nicht aus, dass die Zahlen gekauft wurden.

Auch wenn Seehofer als nicht unwichtige Person als Parteivorsitzender der CSU vordergründig hinter ihm steht, darf man dabei nicht vergessen, dass neulich zumindest eine durch die Medien inszenierte Konkurrenzsituation hinsichtlich des Vorsitzes der CSU geschaffen wurde. So ein guter Freund kann Seehofer nicht sein, als dass er dem Baron den vom Mainstream der Presse angedachten Vorsitz der CSU nicht übel genommen hat.
UP.

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Update

Der manische Minister

KOMMENTAR VON BETTINA GAUS

Es gibt Fehlverhalten, für das man um Entschuldigung bitten kann. Und wenn man Glück hat, wird einem verziehen. Wer im Affekt betrunken vor Fernsehkameras herumpöbelt, mag auf Milde hoffen. Es kommt dann auf die Umstände an. Bei fortgesetztem Betrug ist das anders. Da kann an der bösen Absicht kaum ein Zweifel bestehen.

Oder doch? Karl-Theodor zu Guttenberg, der noch immer amtierende Verteidigungsminister, weist Plagiatsvorwürfe zurück und behauptet, „es“ (sic!) sei bei seiner Dissertation „zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht oder bewusst die Urheberschaft nicht kenntlich gemacht“ worden

Was will er damit sagen? Möchte Guttenberg mitteilen, dass „es“ – oder er – nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war, als er selbst die Arbeit abgab? Wenn der Oberbefehlshaber der Streitkräfte derlei erklärt, dann ist das ein wenig beunruhigend. Zumal sich alle Interessierten im Netz informieren können, wie groß der Anteil fremder Texte an dieser Doktorarbeit ist. Es geht nicht um einige Fußnoten, sondern um den Kern der Leistung.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle  : World Economic ForumFlickr: Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg – World Economic Forum Annual Meeting 2011

  • CC BY-SA 2.0
  • File:Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg – World Economic Forum Annual Meeting 2011.jpg
  • Created: 28 January 2011

 

2 Kommentare zu “The Black Baron”

  1. niederbayer235 sagt:

    Sehr überzeugt ist der ‚Guggelberger‘ nicht von seinem Titel: Man kann ihn nicht einfach ablegen …und ihn wieder tragen, würde, könnte … nach 14 Tagen – sondern was man kann, ist keinen Wert drauf legen. Das machen die Doktoren, die wirklich was drauf haben, wenn sie wissenschaftlich gearbeitet haben und etwas wirklich Neues oder auch Altes aus dieser Sicht innovativ betrachtet haben und

    Seltsame Doktoren sind mir auf dem alten Staatsgebiet der alten DDR begegnet: Ich arbeitete in Dresden für zwei Jahre, und wir hatten da einen Excel-Programmierer, der Heizungsfachmann war und einen Dr. (h.c.?) vom DDR-Staat (JA! vom Staat; denn der ermöglichte dieses Mist) hinsichtlich Verdienste im Sport verliehen bekommen hatte. Da gab es noch mehrere!

    Und die in Aachen werden immer seltsamer! Und sowieso: Wenn einer persönlich nicht erscheint, wird er auch kein Ritter.

    Jedoch: Irgendwie passt es: PARTIZIPIEREN, aber NIX DAFÜR TUN!!!

    Hat der Mann eigentlich Kinder???

  2. Doktorenvermarkter sagt:
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    Wir möchten unseren geschätzten Kunden heute den
     

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    USB 5.0. – Verbindungskabel liegt bei; das Teil installiert sich natürlich selber. Auf Wunsch mit Zusatzsoftware für das automatische Suchen vom Themenkreisen zur Dissertation.
    Der Tastenblock kann in verschiedenen Farben geliefert werden – vorzugsweise in den Farben der etablierten Parteien. Die obige Beispielabbildung steht in ihrer tiefschwarzen Eleganz der CSU nahe, die Tasten sind in adeligem Grau gehalten; als Sonderausstattung können die Tasten in einem öligen Strähnen-Design ausgeliefert werden. Die Farbe Lila ist der Partei DIE LINKE vorbehalten, was nicht heisst, dass dort alle schwul sind, sondern das ist leider die Farbei, die dieser Partei vom Mainstream der Presse ohne Not verliehen wurde.
     
    Kleingedrucktes
    Oben lesen sie den Text der Verkaufsanzeige, wenn dieses Stück Platik funzen würde. Das Teil ist natürlich elektrisch tot, denn es funzt natürlich nicht, sondern es soll – neben den Klapprechner gelegt – dokumentieren, dass sie dazugehören, wenn ihnen das dumme Volk über die Schulter schaut. Das allein rechtfertigt den Preis. Auf Wunsch senden wir ihnen auch einen stabilen Bausatz aus laminiertem Karton zu. Der Preisaufschlag dafür beträgt nur 2,50 euronen. Warum? Wegen des entgangenen Gewinnes für das Original. Verstanden? Nein? Egal!

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    Anmerkung der Redaktion
    Das Teil kann über uns bezogen werden. Der Begriff „Guggelberger Tastenblock“ unterliegt dem © der DL-Redaktion; der Produzent möchte unerkannt bleiben. Sollte die LATEX-Version aus produktionstechnischen Gründen oder egal welchen nicht lieferbar sein, wird zum gleichen Preis die Papp-Version ausgeliefert. Auf den Preisaufschlag wird dann verzichtet!
     
    Beispielfarbgebung
    DIE LINKE
    Die Tasten werden grundsätzlich in dieser ekelig adeligen Farbgebung gehalten, weil sonst der strähnige Öleffekt nicht zur Geltung käme. Ein Beispiel ist nachfolgend abgebildet:
     

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