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Von Quoten an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 10. März 2011

Internationaler Frauentag

Hier ein auf der Website „DIE LINKE: Landesverband Saarland“ veröffentlichter Kommentar zum 100. Internationalen Frauentag von Tatjana Heffinger. IE

Gleicher Lohn und gleiche Chancen für die gleiche Arbeit – Benachteiligungen von Frauen endlich bekämpfen“
Quelle: Politik/Presse

Zum 100. Weltfrauentag am Dienstag erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Saar-Linken und stellvertretende Landesvorsitzende, Tatjana Heffinger:

„Wir sollten uns nicht nur an einem Tag im Jahr für die volle Gleichstellung einsetzen. Aber dieser Tag ist wieder einmal Anlass, Bilanz zu ziehen. Und dabei müssen wir leider feststellen: Frauen sind in vielen Bereichen immer noch deutlich benachteiligt. Nach wie vor verdienen Frauen für dieselbe Arbeit oft weniger als Männer. Nach wie vor ist der Anteil von Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft viel zu niedrig – und eine Frauenquote, wie sie in anderen Ländern selbstverständlich ist, fehlt.

Frauen stehen noch lange nicht alle Türen offen. Im Niedriglohnbereich, bei den Billig-Jobs, sind Frauen dagegen besonders stark vertreten. Im Vergleich zu anderen Bundesländern haben im Saarland auch besonders wenig Frauen eine Stelle.

Es gibt also wirklich viel zu tun. Auch nach 100 Jahren Frauentag haben wir immer noch eine Art ‚Männerwirtschaft‘. DIE LINKE fordert deshalb auch ein Gleichstellungsgesetz für die Wirtschaft. Es muss wieder gelten: Gleicher Lohn und gleiche Chancen für die gleiche Arbeit.“

Zu diesen Artikel erreichte uns folgende Stellungnahme:

Oh Gott – Ein Quotenei!

Wie gut, dass unser mitgliedsstarker Landesverband so eine starke Quotenfrau an der (stellvertretenden) Spitze hat! Jetzt konnte sie sich endlich mal zu Wort melden und zum 100. Mal verkünden, was jeder eigentlich weiß und deshalb keine Sau  und – um politisch korrekt zu bleiben – keinen Eber mehr interessiert: Die Frauen sind immer noch nicht gleichberechtigt!

Meine bittere Bilanz: Wir haben innerhalb unseres Landesverbandes, der sonst so gerne auf diverse Bundesstatuten pfeift, eine strikte Frauenquote! Warum, frage ich mich angesichts der teilweise hier agierenden oder besser gesagt im Amt befindlichen Frauen, haben wir unsere Musikalität nicht an dieser Stelle unter Beweis gestellt? Um eins klarzustellen: Es geht mir nicht um das unterstützenswerte Anliegen per se, sondern um die hiesigen Persönlichkeiten.

Wenn ich mir betrachte, wen man (– verdammt: frau!) zum Teil da alles in eine „vertikale Position“ hinaufquotiert hat, muss ich doch die Effektivität dieses Gleichstellungsinstrumentes ernsthaft in Zweifel stellen.

Fangen wir mal bei der Autorin des o.g. Artikel an: Mir selbst ist sie durch eine zweifelhafte Beschwerde der dritten Art, welche ich hier aus juristischen Gründen nicht näher beschreiben möchte, in sehr „liebenswerter“ Erinnerung! Aber jetzt mal rein objektiv: Wer im Saarland kennt Frau Heffinger? Bestenfalls diverse Immobilienbesitzer, upps – natürlich auch Immobilienbesitzerinnen. Aber auch bei denen habe ich nicht das Gefühl, dass sie – wie heißt sie noch mal – zu einem Kaffee eingeladen würde …

Ein Dorn im Auge oder auf welcher Party besauf ich mich da eigentlich?

Dank Quote gibt es da ja noch eine weitere Stellvertreterin unseres Loyalitäts-Hardliners und Kritikrestistenz-Saarlandmeisters R.L.: Kennen Sie Sandy Stachel? Der Name piekst einem (upps: einer!) schon ins Auge! War das nicht die, die bei der durch den Landesvorstand der LINKEN bekannt gemachten Burschenschaft „Ghibellinia“ ein Jura-Semester absolviert hat (oder so ähnlich …)? Nebenbei gesagt: Die Debatte um diese eigentlich bisher unbedeutende Mantel- (des-Schweigens-)und-Degen-Truppe hat schon karnevalistische Züge angenommen. Da meldet sich ein Büttenredner nach dem anderen aus diversen politischen Ecken zu Wort und lässt seine Zoten von sich, die eigentlich auch niemanden interessieren. Manch eine tanzt dabei auch noch gerne zu deftiger „Deutsch-ist-die-Saar-Marschmusik“. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. War das nicht auch eine, die sogar in der größten Disco von Berlin versucht mitzutanzen? Wie hieß die denn noch?

Kommen wir zurück zum Weltfrauentag und zu einem Punkt, an dem ich einer Meinung mit Tatjana Heffinger bin: Gleicher Lohn und gleiche Chancen für die gleiche Arbeit. Aber welche Konsequenzen hätte eigentlich eine derartige Forderung für die genannte Autorin? Das überlasse ich Ihnen …

Werbekampagnen (auch für Burschenschaften…) statt kritischer Aufarbeitung!?

Nachtrag:  Um den Quotenfrauen mal gleich den Wind aus den Segeln zu blasen (klingt das jetzt zu sexistisch?): Kann sein, dass mich auch kein Schwein kennt. Kann sein, dass mein Kommentar auch niemanden interessiert. Aber ich habe wenigstens eine eigene Meinung … Und übrigens warte ich immer noch auf eine Analyse des Mitgliederschwundes bei den saarländischen LINKEN oder zumindest auf eine Rückantwort einer diesbezüglichen Anfrage (notfalls auch von einer Quotenfrau)…

Dirk Scholl
(Quotensau)

Mit bunten Bildern zu lesen auch -Hier-

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Grafikquelle :Plakat für den Frauentag am 8. März 1914

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