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RENTENANGST

Die Propagandapolitik

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2011

vom Fachkräftemangel

Das wäre schon eine Fachkraft und kein „Experte“wie die  politischen Hilfsarbeiter

Der Journalist Lars Niggemeyer beschreibt hier sehr genau die Vorsätzliche Täuschung der Menschen durch die Politik und die Allmacht der Wirtschaftsverbände. Auf DL haben habe wir bereits des öfteren auf die Problematik und die verbreiteten Fehlinformationen hingewiesen.

Zuletzt noch am 26. 04. 2011 unter dem Titel „Das Bellen der Hunde“. Ist dieses, wie vieles andere auch, eine bewusste Propaganda der Regierung um die Bürger in die Irre zu führen und die Ruhe im Land zu bewahren? Dienen alle diese Aussagen dazu die Menschen auf ein weiteres Drücken der Löhne, wie mit der Hartzgesetzgebung  geschehen, vorzubereiten?

Hier der Artikel:

„Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zum Schlüsselproblem für den deutschen Arbeitsmarkt und nicht die Arbeitslosigkeit“, erklärt Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, und Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt fordert unentwegt „wirksame Maßnahmen“ dagegen.

Das alles geschieht, obwohl ab dem 1. Mai die Freizügigkeit in arbeitsrechtlicher Hinsicht auch für Arbeitnehmer aus den acht osteuropäischen Staaten gilt, die 2004 der Europäischen Union beigetreten sind. Dann dürfen Bürger aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn in Deutschland uneingeschränkt arbeiten. Ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt also tatsächlich so dramatisch, wie Brüderle und Hundt behaupten? Keineswegs. Die Debatte zeigt vielmehr, wie interessengeleitet die Diagnose eines angeblichen Fachkräftemangels ist.

Zunächst einmal wird hier die Wirklichkeit radikal verkehrt. Denn die Klage über einen Fachkräftemangel lenkt davon ab, dass die allgemeine Lage am Arbeitsmarkt weiterhin ausgesprochen schlecht ist. Nach wie vor herrscht Massenarbeitslosigkeit, 2010 waren offiziell 3,2 Millionen Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Zu den registrierten Arbeitslosen kommen noch die Menschen hinzu, die sich wegen Aussichtslosigkeit nicht mehr bei den Arbeitsagenturen melden oder nicht mitgezählt werden, weil sie sich in Maßnahmen der Agentur befinden. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit ist also viel höher. Sie lag 2009 bei rund 5,37 Millionen fehlenden Arbeitsplätzen. Hinzu kommen weitere 2,04 Millionen unfreiwillig Teilzeitbeschäftigte, die eine Vollzeitstelle suchen. Insgesamt sind damit rund 7,4 Millionen Personen in Deutschland von Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung betroffen.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

IE

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