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In Orangengehirnen

Erstellt von DL-Redaktion am 23. September 2015

In Orangengehirnen

Der auf dem Foto abgebildete Schimpanse könnte schon den neulich in Südafrika, in einer Höhle gefundenen Spezies sehr ähnlich kommen. Vor 2.5 Millionen Jahren soll die heute als Homo Naledi bezeichnete Menschenart in der Umgebung von Johannesburg gelebt haben, um bei ca. 1,50 m Größe und einem Gewicht von ca. 40 – 50 kg nur das Gehirnvolumen einer Orange aufzuweisen. Das allerdings lässt den Schluss zu, dass diesem Individuum sehr starke Grenzen in seinem Wirkungsradius vorgegeben waren.

Überraschend auch die doch große Anzahl von 15 Skeletten in einer sehr schwer zugänglichen Umgebung. War die Gegend in Südafrika doch zu diesen Zeiten eher nicht als Treffpunkt der Politiker bekannt. Die nur sehr geringe Größe der Gehirne lässt aber erahnen, das es sich hier um eine sehr unselbständige Gruppe von Menschen handeln muss, welche sich vielleicht nicht einmal selber versorgen konnte und auf die Wohltaten aus ihrer Umgebung angewiesen waren. Die selbständige Verrichtung von Arbeiten scheint ihnen wohl auch nicht so von der Hand gegangen zu sein.

Die auffällige Ansammlung solch vieler Skelette an einen Ort weist aber auf einen ganz speziellen Platz für Begräbnisse hin. Ähnlich den Zentralfriedhof Friedrichsfelde, im Volksmund auch Soziallistenfriedhof genannt, was den heutigen Bürgern vor vormachen soll, dass einer der dort liegenden je schon einmal etwas mit anderen geteilt haben würde.

Die Gehirne der Politiker dürften auch heute kaum ein größeres Volumen aufweisen. Haben sie doch scheinbar schon innerhalb weniger Generationen vieles von dem wieder verlernt was sie früher scheinbar mühelos beherrschten. Dafür haben sie sich andere Eigenschaften angewöhnt wie Betrügereien, die maßlose Selbstüberschätzung, eine größer werdende Gier nach Macht und Reichtum, oder auch die Hochstapelei.

In Orangengehirnen

von Valentin Witt

Der kürzlich gefundene Urmensch gibt viele Rätsel auf. Das größte lautet: Wie konnte aus dieser fixen Idee eine Erfolgsstory des Menschen werden?

Die afrikanische Savanne, unendliche Weiten, Windel der Menschheit. Hier, wo sich Gnu und Löwe Gute Nacht sagen, bekamen Höhlenforscher kürzlich den Schreck ihres Lebens: In den Tiefen einer Felsgrotte stießen sie auf menschliche Gebeine. Fünfzehn weitgehend vollständige Skelette lagerten hier und gähnten die Abenteurer aus hohlen Schädeln an.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und stellte sie bald wieder ein. Hinweise auf Gewalteinwirkung konnte an den Toten nicht festgestellt werden. Selbst bei einem Mord wären die Taten vermutlich verjährt gewesen. Denn die Skelette sind alt, sehr alt. Von bis zu zweieinhalb Millionen Jahren ist die Rede, die damalige Gesetzeslage ist allerdings in höchstem Maße unklar, mögliche Täter wären ohnehin längst verstorben.

Paläoanthropologen nahmen sich des schauerlichen Fundes an und fanden heraus, dass es sich bei den Hingeschiedenen um Individuen einer bislang unbekannten Frühmenschenart handelt, genannt Homo naledi: Klasse der Säugetiere, Ordnung der Primaten, Familie der Menschenaffen, Tribus der Hominini. Wie es den Urzeitleuten gelang, sich derart präzise in die biologische Systematik einzuordnen, noch dazu mit einem lateinischen Namen, werden wir wohl nie erfahren. Es ist nur eines von vielen Rätseln, die das Grab aufgibt.

Ein Gehirn für dürftige Gedanken

Wer waren unsere Vorfahren? Wie kamen sie in diese Höhle? Warum genügte ihnen ein Gehirn von der Größe einer Orange, während heute jeder Depp meint, unbedingt ein Riesenzerebrum zum Spazierenfahren seiner dürftigen Gedanken zu benötigen?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Chi King

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