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Die LINKE Sommertour

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Juli 2012

Kipping und Riexinger auf Sommertour

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Auf dem Bundesparteitag in Göttingen sind sie angetreten einen neuen Aufbruch innerhalb der LINKEN zu organisieren, bislang jedoch ist der Aufbruch der neuen Spitzen für die Öffentlichkeit relativ unbemerkt vollzogen worden. Nun geht es für Katja Kipping und Bernd Riexinger auf eine große Sommertour durch die Republik mit dem ausgemachten Ziel spürbare Akzente für die angeschlagene Partei zu setzen.

Das größte Problem der Beiden ist das sie selbst in der eigenen Partei, dies trifft zumindest auf Riexinger voll zu, doch recht unbekannt sind. Die breite Öffentlichkeit weiß mit den Beiden gar nichts anzufangen. Wobei in Riexinger überwiegend die Person gesehen wird, welche den großen Lafontaine Widersacher und Ostdeutschen Dietmar Bartsch als Parteichef verhinderte.

Während dieser Sommertour wird in folgenden Bundesländern Station gemacht:

Mecklenburg – Vorpommern  6 x

Niedersachsen  6 x

Thüringen    5 x

Brandenburg  3 x

Berlin  3 x

Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und NRW jeweils  1 x

In Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, RLP, Saarland, Bremen und Schleswig-Holstein sind sie scheinbar unbeliebte Gäste und wurden nicht eingeladen ?

Oder ist es so wie wir es neulich schon verbreitet hatten: Der Westen wurde von der Partei bereits aufgegeben und wird den Sektierern überlassen? Auffällig da bereits während des scharfen Streit zwischen den Ost-Realos und den vielen West-Sektierern vor einem endgültigen Scheitern des Projekts gewarnt wurde. Auch nährt sich der Verdacht das nach dem Bankrott von RLP bald weitere West-Bundesländer folgen werden.

Nun soll als Ziel der Sommertour die Kommunikation in der Partei verbessert werden und nicht mehr mit Holzhammer oder wie in NRW mit einer Kettensäge gearbeitet werden. So wird es von Mitarbeitern aus dem Karl-Liebknecht-Haus verbreitet.

Passiert ist allerdings noch nicht viel und das Einarbeiten in einen neuen Job wird einige Zeit dauern. Nur für die Partei ist die Lage zu ernst als das viel Zeit verplempert werden könnte. „Es reicht nicht, nur nett zu allen zu sein und Kochrezepte auszutauschen“, sagte ein Bundestagsabgeordneter der Linken bei SPIEGEL ONLINE. Für die Bundestagswahl möchte man  schon wissen, wofür die beiden stehen.

Wenn es der Partei in der letzten Zeit einmal gelang auf sich Aufmerksam zu machen, kamen die Initiativen aus der Bundestagsfraktion. Wie etwa bei dem Eilantrag und der Verfassungsklage gegen den Euro-Rettungsfonds ESM und den Fiskalpakt. Also war es eben Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi, der erklärte, warum die beiden Vorhaben nicht mit der Linken zu machen seien.

Gysi sei seit seiner Rede auf dem Göttinger Parteitag, in der er auf Konfrontation zu Lafontaine ging, „wie ausgewechselt“, sagen Personen welche ihm nahestehen. Er erlebe gerade „seinen zweiten Frühling“. Gysi gibt sich demnach fest entschlossen, die Fraktion auch nach der Bundestagswahl zu führen und das allein. Jedenfalls nicht mit Lafontaines Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht.

Eine Analyse aus der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung, liest sich wie ein dringender Handlungsaufruf: „Ein ausgeprägtes Negativimage bei der überwiegenden Mehrheit der Wahlberechtigten“, war von dort über die LINKE zu lesen. Für die Umkehr des Negativtrends gebe es lediglich „ein kleines Zeitfenster“. „Das  schließt sich für die Bundestagswahl spätestens im Januar 2013 mit der Wahl in Niedersachsen“. Wobei der „Stern“ in einer heute erschienenen Pressemeldung in einer Wahlprognose von Forsa  4 Prozent für die Landtagswahl in Niedersachsen bekannt gab.

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Grafikquelle   :    Bundesparteitag DIE LINKE Mai 2014 in Berlin, Velodrom: Katja Kipping und Bernd Riexinger

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