DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Keine Solidarität in der Linken

Erstellt von DL-Redaktion am 6. September 2015

Keine Solidarität in und außerhalb der Linken

File:Betriebsrätekonferenz der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag in Köln (8670918467).jpg

Die mangelnde Solidarität in der Partei DIE LINKE wird aus der Basis heraus immer öfter hart in der Öffentlichkeit kritisiert. So verbreitet sich schon der Eindruck das Mitglieder in ihren Verbänden gar kein Gehör mehr finden und mehr und mehr den Weg über das Internet suchen.

Ich habe das heutige Schreiben einmal als Anlass genommen einige Beschwerden aus den letzten Wochen zu einen Bericht zusammenzufassen.

So teilte mir einer unserer Leser folgendes mit:

am 10. Oktober 2015 findet in Berlin eine Demo gegen TTIP statt. Die Fahrt ab Bahnhof Frankfurt-Süd  kostet 50.- Euro, was ich mir aber als Hartz4-Empfänger nicht leisten kann. Dennoch halte ich das Thema für wichtig.

Die Linke ist ja angeblich auch gegen TTIP & CETA, hat aber diesbezüglich noch nichts unternommen & erreicht.  Das scheint aber den „linken“ MdEPs & MdBs auch ziemlich egal zu sein.  Eine Möglichkeit wäre m.E. jedeR diesbezügliche Parlamentarier der Linken mietet einen Bus (das wären immerhin über 60 mit ca. 40 Sitzplätzen) und bietet günstig Fahrten zur Demo an.

Das wäre für mich ein  Beispiel praktischer Solidarität. So würden auch schon 2.400 Demonstranten zusammen kommen. In Frankfurt wäre das z.B. MdB Wolfgang Gehrcke, der jetzt bereits seine vierte Legislaturperiode macht, in Offenbach/Main wäre das MdB Christine Buchholz und in Hanau MdB Sabine Leidig.

Die Fahrpreise könnten je nach Einkommen gestaffelt werden (z.B. Hartz4-Empfänger 20 Euro, Gewerkschaftssekretäre 80 Euro u.s.w.). Das könnten diese m.E. sogar von der Steuer absetzen. Tatsächlich laden sie aber nur ihnen genehme UnterstützerInnen zu Berlinfahrten im Bundestag auf Kosten der Steuerzahler ein.

Man sieht, mit der Solidarität der „Linken“ ist es nicht weit her.

Die Preise für Zugfahrten sind  >>>>> HIER <<<<< einzusehen

Ein weiteres, diesmal weibliches Mitglied teilte mir vor einigen Tagen mit, dass schon zum Landesparteitag der Linken 2011 in Gießen die Preise für den Verzehr so hoch geschraubt waren dass sie  für die einfache Besucherin zur einer enormen Belastung wurden. Damals wurde schon für eine Kaffeetasse Gulasch 5,50 Euro verlangt. „Gut, für Fahrkosten brauchte ich dort nicht aufkommen da sich eine Mitfahrgelegenheit  fand, anderseits wäre ich aber auch zu Hause geblieben“.

Nach dem sich ein Parteigenosse bei den Landesvorsitzenden Ulrich Wilken persönlich beschwerte, bekam dieser erwidert, dass dafür die Hallenmiete billiger sei. Des weiteren empfahl er sich doch Butterbrote schmieren zu sollen. „Die typische Antwort eines Zynikers welche ich mir in meiner Freizeit nicht unbedingt anhören musste und darum beschloss die Partei mit solch ungebildeten Leuten schnell wieder zu verlassen“.

Trotz mannigfaltiger Kritik wurde mir berichtet dass sich dieses gleiche Spielchen ein Jahr später innerhalb der gleichen Räumlichkeit wiederholt habe. Nur gut für mich, das ich rechtzeitig den Absprung gefunden habe. Den Sozialismus hatte ich bis dahin ein wenig anders gesehen. Gut das wir alle immer dazu lernen.

Nicht wenige Personen kannten sich ja schon von 2005 als MitgründerInnen der WASG. Darunter auch die heute, stellvertretende Bundesvorsitzende & Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag Janine Wißler. Trotz eines Einkommens von satten 10.000 Euro wurde sie gefürchtet, mehrfach bei einfachen H4-Empfängern um Zigaretten zu schnorren.

„Das kann man scheinbar mit ca. 10.000 Euro monatlich nicht mehr bezahlen! Geschweige denn, das ich jemals einen Dank dafür erhalten habe, sie als ehemalige Langzeitstudentin (> 20 Semester Dipl. Politologie) mit in den Landtag befördert habe“.

Das waren einmal nur fünf verschiedene Stimmen welchen ich hier das Wort geben wollte. Heute morgen schon, hatte ich einmal mehr die Ideenlosigkeit angeschrieben welche in dieser Partei auch mit einer Chaos- Haltung verglichen werden kann, angeschrieben. Die BürgerInnen müssen die Arbeit für das bezahlte Gerümpel der Mandatsträger übernehmen. wobei sich jeder mehr und mehr an die Ränder der Gesellschaft drängt um ja nicht positiv auf sich Aufmerksam zu machen, da frau/man sich gegenseitig schon nicht nehr in die „Fresse“ sehen kann, wie es Pofalla schon einmal vornehm äußerte ?

Das gewisse Gespür für Situationen in der Gesellschaft war nie nie vorhanden. Ist auch im Keller- oder Bunkerleben nicht hineingebracht worden.  Ausgestattet mit euren Möglichkeiten hätte ich am Münchener Bahnhof eine Riesen Sause veranstaltet. Mit Life Band und allem drumherum und so wäre die Partei ohne weitere Kosten auf jeder Fernsehstation in Europa über die Bildschirme geflimmert. Als äüßert positive Werbung. Aber keine Sorge, das kann man nicht lernen – so etwas hat Einer oder Einer kann es nicht. Ihr könnt es nicht, dass ist jetzt sicher.

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Prekarität lebenswert,

Erstellt von Gast-Autor am 17. Februar 2012

ein Lebenswert?

Als Prekarität am Arbeitsmarkt wird die verringerte soziale Sicherheit von Beschäftigten durch systematisch leicht und kurzfristig lösbare Beschäftigungsverhältnisse bezeichnet.

Der Prekäre ist ein Gescheiterter. Er ist selber schuld. Er hat seinen Aufstieg zum nachgefragten Leistungsträger verpasst. Er ist ein Ausgeschlossener, ein sich schuldhaft selbst ausschließender. Die täglich als Ideal beworbenen Lebenswelten, geprägt von Konsum, Mobilität, Moden und käuflicher Unterhaltung bleiben dem Prekären verschlossen. Er lebt in einer Parallelwelt, in einem Schattenreich der Ungleichheit. Er ist (sich) weniger wert. Gemessen wird sein Wert am Erwerbseinkommen. Geld ist Kommunikationsmittel, Geld ist Treibstoff der Teilhabe. Ohne Geld entschwindet seine Eigenschaft als Bürger bis auf den kläglichen Rest, zu einer Wahl gehen zu dürfen, wo ihm versprochen wird, dass es keine Alternativen zu seiner Lage gäbe.

Der Prekäre ist ein „Freier“, ein Befreiter.  Die Gesellschaft hat sich ihm gegenüber von sozialer Verantwortung befreit. Er ist ein Unternehmer seiner selbst. Er ist alleinig seines Glückes Schmied.  Er ist ein flexibler Manager seines Lebens. Er hat nicht einmal mehr die Wahl zu jedem Preis und zu jeder Stunde willig zu dienen oder weiter sozial rasant abzusteigen, er ist auf Abstieg programmiert. Auf dem Arbeitsmarkt wird der ganze Mensch, Muskel, Nerv und Hirn nachgefragt, beansprucht und gewinnbringend für den Käufer verschlissen. Der Verkäufer seiner selbst muss stets bemüht sein sich im „Selbstmanagement“ marktgerecht zu optimieren und soll im Glauben leben, allein sein Marktwert bestimme die Nachfrage.

Der Prekäre wird für sich ein überflüssiges, ein verworfenes Leben. Er ist ein Erfolgsprodukt der sich ständig optimierenden Wirtschaftsweise, kapitalistische Rationalisierung und Aneignung, globale und nationale Billigarbeitsmärkte und die systemimmanente Anarchie der Produktions- und Zirkulationsweise produzieren die Schattenmenschen.

Der Prekäre ist eine Drohung, eine hässliche Bedrohung. „Hauptsache Arbeit“, „Sozial ist, was Arbeit schafft“ sind die Begleitslogans einer Abwärtsspirale. Wo die Löhne sinken muss die soziale Fürsorge das Lohnabstandgebot halten, weniger Reichtum, Armut für die abhängig Beschäftigten, liegt im Trend.

Jeder Mensch ist Leben. Leben heißt, seine Kräfte konstruktiv anwendend, sich selbst zu spüren. Leben heißt, sich für und mit anderen um Leben zu sorgen, Menschen oder einer Sache berufen zu widmen.

Gibt es Leben in der Prekarität? Gibt es Gerechtigkeit in der kapitalistischen Wirtschaftsweise? „Bereichert“ wachsende soziale und kulturelle Ungleichheit?

Ein Nachtrag: Karl Marx sprach von der doppelten Freiheit des Lohnarbeiters, frei von Leibeigenschaft und Eigentum (an den Produktionsmitteln). Ein zum Verkauf seiner Ware Arbeitskraft gezwungenes Subjekt, ein Klassenbildendes Merkmal. Heute kehrt er in eine neue Leibeigenschaft zurück, als Bürger ist er seiner selbst entleert, seine Gouvernementmentalität lässt ihn „freiwillig“ tun, was er soll. Das moderne Prekariat im Kapitalismus 2.0 wird in den Glauben versetzt, (allein) selbstverantwortlich für sein „Schicksal“ zu sein. Er setzt allein darauf sein Leben auf seine individuelle Verwertbarkeit hin – lebenslang – zu optimieren. Weder ist er fähig zur Klassenbildenden Solidarität, noch erfährt er sie durch die Noch-Nicht-Prekären und deren Organisation (Gewerkschaften). Er ist im doppelten Sinne aus der Gesellschaft gefallen, für ihn gibt es keine Gesellschaft und für die Gesellschaft gibt es ihn nicht. Der Schein zivilisatorischer Errungenschaften im sozialstaatlich regulierten Kapitalismus verschwindet, so wie dem Kapital der Systemkonkurrent abhanden kam. Der Kapitalismus ist ein entfesselter, ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem ohne die Verkleidungen eines schönen Scheins. Vor dem Kapital, das nur Profite und dazu notwendiges „Humankapital“ und keine Menschen kennt, ist er nackt und schutzlos. Die doppelte Freiheit ist reduziert auf die einfache Freiheit von jeglicher Verfügung über Produktionsmittel, die Quellen der Reichtumsproduktion und der ihr dienenden politischen Macht. Die verworfenen Leben der Prekären zählen global in Milliarden. In den Metropolen wollen wir an ihre Minderheit, an ihre Ausnahme, an ihre Existenz als Ausfluss schlechter Politik glauben. Aber sie sind Resultat der Logik einer Wirtschaftsweise, die für sich allein Geltung und Zukunft beansprucht.

Ihre soziokulturelle und politische Existenzweise hat sich aufgelöst in „Einzelschicksalen“, deren bewusste Organisationsfähigkeit erloschen ist. Mit dem Prekariat und den Gefangenen der westlichen Lebensweise zwischen Leistung und Konsum verschwand das Proletariat und mit ihm die traditionellen Bedingungen für seine Solidarisierungsfähigkeit.

Der Kapitalismus 2.0 ist die Barbarei des 21. Jahrhunderts, reich, trendy und stylisch in seinen Konsumtempeln und arm in seinen Abgründen.

Es lohnt darüber nachzudenken, ob es „fundamentalistisch“ ist, einer solchen Wirtschaftsweise Zukunft und Vorbildrolle nur deshalb zuzusprechen, weil ein demokratisches Käppchen das wahre Gesicht verhüllt.

„Von Arbeit muss man leben können“, „Arbeit muss sich wieder lohnen“, wer solches vom global entfesselten Kapitalismus und seinen politischen Werkzeugen zur Eigentums- und Bereicherungssicherung fordert ist im Irrtum Dahin kann mit der kapitalistischen Wirtschafts- und Herrschaftsweise nicht zurückgekehrt werden. Das sozialdemokratische Projekt der Zähmung des Kapitals ist gescheitert. Der heutige Kapitalismus wird weder durch eine globale Organisation der Ausgebeuteten, noch durch konkurrierende Systeme gezähmt. Hinzu kommt, dass das (internationale) Kapital sich in einer Verwertungskrise trotz fortgesetzten Wachstumsfetischismus befindet. Die Produktion von Waren trifft auf einen Weltmarkt fehlender zahlungsfähiger Nachfrage. So können die neuen Millionen Billigarbeiter in China oder die Prekären in Deutschland (die die Lohnsumme senken helfen und so die Marktfähigkeit „deutscher“ Produkte sichern) auf den Märkten nicht als Käufer auftreten. Der Kapitaleigner bleibt auf seinen angehäuften Geldwerten sitzen, er findet mangels Nachfrage keine realwirtschaftlichen  Anlagemöglichkeiten. Eine Welt der tausenden Superreichen und der Milliarden Armen ist ökonomisch nicht dauerhaft möglich. Nachdem das Kapital wieder Weltmacht geworden ist, hat es nach zwei Jahrzehnten seines Triumphes das Ende (seiner wirtschaftlichen) Erfolgsgeschichte eröffnet.

Der Kapitalismus verschwindet nicht allein von der Weltbühne, sondern er rettet sich durch die Produktion verworfener Leben, durch den kulturellen Krieg um die Hirne, die Seelen von Milliarden Menschen. Tittytainment, billige Massenlebensmittel (Nahrung, Wohnen usw.)  und elektronische Unterhaltung, Zurichtung auf die Selbstausbeutung und zur Schaustellung auf den simulierten Arbeitskraftmärkten der Castingshows, die Produktion von Traumwelten in 3D und im Nirwana des Web 2.0. Das Hauptmassengeschäft im Web ist die Pornographie, arm und sexy ist die „Schöne neue Welt“. Wird dem Kapital der freie Lauf gelassen so gehen  wir nicht in einen alten Faschismus unter, sondern in die Welt der MATRIX.

Es bräuchte eine politische Ordnung, die das Ziel der Produktion auf den (Gebrauchs-)Wert der Produkte und der Produktionsweise für das menschliche Leben, auf den nachhaltigen Umgang mit dem Planeten orientiert und die demokratische Kraft zur Vergesellschaftung der Wirtschaft entfaltet. Die Produktivkräfte hat die kapitalistische Wirtschaftsweise längst zu einer solchen Höhe gebracht, dass „genug für alle“ da ist, wobei das Maß für das Genug sich nicht am Konsumfetischismus in den Zentren der Metropolen orientieren dürfte. Der Mensch kann seinen Lebenssinn, sein Glück niemals kaufen!

Die hohe Staatsverschuldung ist ein Symptom für die Tatsache, dass der bürgerliche Staat – der dem Kapital und den BürgerInnnen Leistungen gewährte – nicht bereit war, diese Kosten auch den Kapitaleignern in Rechnung zu stellen. Viele der staatlichen Sozial-, Kultur-, Bildungs- und sonstige Ausgaben der Vergangenheit, die dazu dienten einen Kapitalismus mit menschlichen Antlitz vorzuzeigen, die auch mehr waren, als die ökonomischen und politischen Reproduktionsbedingungen des Kapitalverhältnisses zu sichern, wurden mit Staatsschulden bezahlt. Das Haushaltsdefizit ist ein Symptom ausgebliebener Vergesellschaftung der Quellen des Reichtums, der massenhaften Stilllegung menschlicher Schaffenskräfte und der parasitären Ausgaben des bürgerlichen Staates (Rüstung, kalte und heiße Kriege u.a.).

Die Billiglöhner der Welt, das Löhne senkende Erpressungspotential der Erwerbslosen auf dem Arbeitsmarkt, die globale Ausbeutung von Mensch und Natur – ohne Nachhaltigkeitssicherung – dienen einzig der Profit- und Herrschaftssicherung. Die Kaufkraft unsere Löhne im reichen Westen und  die Kaufkraft der Einkommen aus dem Sozialtransfer wären bei den heutigen Kräfteverhältnissen zwischen den Kapitaleignern und ihren ReichtumsproduzentInnen um vieles niedriger, wenn es diese globale Ausbeutung und Ungleichheit nicht gäbe.

Die global vernetzte Weltwerkstatt des produktiven Kapitals und nicht die Finanzströme sind der Quell von Macht, Reichtum, Ohnmacht und Armut. Die politischen und sozialen Auseinandersetzungen der Zukunft erfordern eine Risiko- und Leidensbereitschaft, ein Maß von Mündigkeit, welches im reichen Westen in den wohl temperierten, duftenden und beschallten Konsumtempeln, in den flachen Hierarchien des Teamworking und dem Freiheitsduft der flexiblen Arbeitswelt den Ausgebeuteten abgekauft wurden.

Stuttgart 21 war eine Protestbewegung der „Sorgenfreien“, der Wohlstandsbürger. Was ist der größere Skandal, Stuttgart 21 oder Hartz IV, Wulff oder eine Wirtschaft im Demokratie freien Raum?

Es ist die Akzeptanz für Ungleichheit, die Gleichgültigkeit gegenüber fehlender Gerechtigkeit, der Irrglaube an (eine neue) Gerechtigkeit im Kapitalismus, der mich erstaunen lässt!

Eine Linke, auch ein Crossover Projekt, welches den Irrglauben an den läuterbahren Kapitalismus bestärkt, ist ein Ausdruck der Ohnmacht und der Dummheit

Dipl. Phil. Bernd Wittich
Hochdorferstr. 2 – D-67127 Rödersheim-Gronau
Tel. 06231-98812 – Fax 06231-98846 – D1 01701827952 Skypekontakt auf Nachfrage.
Fax & Fon Rufnummer via T-Online: +4932223742158
E-Mailgröße bis 50 MB
Bernd.Wittich@t-online.de
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E-Postbriefe mailto:Bernd.Wittich@epost.de

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Grafikquelle  :   Demonstrantin am 1. Juni 2013

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DGB Seminar-Solidarität

Erstellt von Gast-Autor am 13. Mai 2011

Ein Seminar zum Thema: SOLIDARITÄT

File:2014-05-01 1. Mai, Trammplatz Hannover, (039) vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisierter Demonstrationszug, Friedrichswall.jpg

Zwischen Egoismus und Gemeinsinn: Wertewandel, soziale Ungleichheit und Krise des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Liebe KollegInnen,  liebe Freunde,

politische Bildung hat im Lande keine Konjunktur, umso erfreulicher ist es, dass ich euch auf drei Wochenseminare aufmerksam machen kann. 2012 wird es in Folge der Haushaltspolitik der Bundesregierung um einen Tag verkürzte Seminare geben. Ich bitte darum politisch interessierte Menschen dafür zu gewinnen, ihr Recht auf Bildungsurlaub in Anspruch zu nehmen. Demokratische Politik braucht politisch kluge BürgerInnen.

Veranstalter ist das DGB-Bildungswerk Bund e.V., welches alle DGB-Gewerkschaften gemeinsam finanzieren. Die Seminarführung habe ich, gemeinsam mit einem kompetenten Journalisten-Kollegen und Aktivisten aus den sozialen Bewegungen.

Wer sich rechtzeitig anmeldet, hat die gute Chance auch eine Bestätigung zu erhalten. Bitte über die Internetseite direkt anmelden.

Konditionen

Die Konditionen sehen so aus: Wer in RLP berechtigt ist Bildungsurlaub zu beantragen bekommt eine bezahlte Freistellung von der Arbeit. Die Seminare sind in RLP anerkannt. Der Arbeitgeber kann die Teilnahme aus inhaltlichen Gründen („Keine berufliche Verwertbarkeit“) nicht ablehnen. Freistellungen können auch für Erwerbslose erfolgen.

Die Seminare sind inklusive Seminarhotelunterkunft in Einzelzimmern und Vollpension.

Wer die Einkommensvoraussetzungen erfüllt und eine berufliche Verwendung geltend machen kann, der  kann für 50% der Seminarkosten einen Bildungsgutschein beantragen.

Das Anerkennungsverfahren liegt in RLP bei den VHS.
Informationen zur Teilnahme an Bildungsurlaubsseminaren

Die Veranstaltungen des DGB Bildungswerks – Forum Politische Bildung stehen allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist unabhängig von der Mitgliedschaft in einer DGB-Gewerkschaft möglich.

Zu den Seminarinfos und der Anmeldung im Internet
Hinter den Links findest du auch die Seminarpläne und die Anmeldeinformationen.

10.7.2011 – 15.7.2011

Zwischen Egoismus und Gemeinsinn: Wertewandel, soziale Ungleichheit und Krise des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Forum politische Bildung

Forum politische Bildung – Seminar

Seit den 70er Jahren hat sich die Gesellschaft stark verändert: Die durch Solidaritätserfahrung geprägte industrielle Arbeiterklasse existiert nur noch als Restgröße, die feministische Bewegung hat die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern verändert und es sind neue soziale Milieus entstanden, deren Lebensstile eher konsum- und freizeitorientiert sind. Die „Eliten“ fliehen immer mehr aus der sozialen Verantwortung und die Spaltung der Gesellschaft – zwischen Arm und Reich, zwischen verschiedenen Gruppen der Erwerbstätigen sowie zwischen ihnen und den Erwerbslosen – hat sich vertieft. Werte wie Hilfsbereitschaft und Solidarität sind in der modernen Konkurrenzgesellschaft scheinbar weniger gefragt als Egoismus oder Selbstverwirklichung. – Wie können mehr Gemeinsinn und solidarischere Lebensweisen entstehen?

Bernd Wittich Ludwigshafen, Tel. 06231-98812 bernd.wittich@t-online.de

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Grafikquelle  :

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Source Own work
Author Foto: Bernd Schwabe

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Solidarität? Nein Danke!

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Februar 2011

Die Aufnahme ist nicht von der letzten Doggenschau in Dortmund!

Hat die Solidarität in diesem Land das Ende der Fahnenstange erreicht? Nachgedanken zur Landtagswahl in Hamburg mit Blick auf die im März stattfindenden Wahlen macht sich Albrecht von Lucke auf Blätter. Er schreibt unter anderen und ich zitiere: „Diese Lage ist auch Ausdruck der anhaltenden Schwäche der Linken. Die parlamentarischen Linksparteien scheinen derzeit kaum in der Lage, dem Frontalangriff auf den bisher gültigen Gesellschaftsvertrag irgendetwas entgegenzusetzen. Die Deutungshoheit in den politischen Debatten liegt eindeutig bei der Union.“ Um dann ein wenig später fortzufahren: „Den willkommenen Anlass dazu bot der unsägliche Aufsatz von Gesine Lötzsch über „Wege zum Kommunismus“ in der „Jungen Welt“. Sowohl Grüne wie SPD gingen daraufhin auf deutliche Distanz zu jeder Form der Zusammenarbeit.

So können wir sicher sein dass Chronisten in einigen Jahren schreiben werden, dass die Linke eine große Möglichkeit zur politischen Gestaltung leichtsinnig vertan hat. „Es war ihr nicht gelungen sich aus der Vergangenheit so zu lösen um Politik für die Zukunft zu gestalten zu können.“ IE

Solidarität? Nein Danke!

Die Wahl in der Hansestadt ist geschlagen, das Ergebnis bekannt. Ruft man sich noch einmal in Erinnerung, dass vor zehn Jahren Ronald Barnabas Schill aus dem Stand 19,4 Prozent erreichte, womit er fast im Alleingang Rot-Grün (wie auch den damaligen Innensenator Olaf Scholz) erledigte und den „liberalen“ Ole von Beust erst an die Macht brachte, steht der Ausgang dieser Wahl vor allem für eins, nämlich eine erfreuliche Normalisierung der Verhältnisse an der Elbe.

Und doch war die Hamburg-Wahl nur das Präludium für den wohl entscheidenden Wahlmonat dieses „Superwahljahres“. Dreimal wird in diesem März gewählt: am 20. in Sachsen-Anhalt und eine Woche später in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.[1] Anschließend könnte die Lage auch im Bund eine andere sein. Dabei steht die baden-württembergische Landtagswahl im Mittelpunkt des Interesses. Völlig ohne Not hatte die Kanzlerin diese in der Bundestagsdebatte vom 15. September vergangenen Jahres zur Abstimmung über das Milliardenprojekt Stuttgart 21 erklärt und mit ihrem eigenen Schicksal verbunden.

Wer aber geglaubt haben sollte, dass die Stuttgarter „Wutbürger“ Angela Merkel und Amtsinhaber Stefan Mappus einen Strich durch die Rechnung machen und die seit 58 Jahren ununterbrochene CDU-Regierung im Ländle beenden werden, dürfte sich geirrt haben. Schlichter Heiner Geißler ist seiner Aufgabe aus Sicht der Union glänzend gerecht geworden. Seine Befriedung der Proteste gegen Stuttgart 21 hat gewirkt, der zeitweilig angeschlagene Ministerpräsident sitzt wieder fest im Sattel.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle  :Gunther Krichbaum (links)

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MAN – Solidaritätsfest

Erstellt von Gast-Autor am 3. Januar 2011

Gemeinsam sind wir stark

Der Solikreis “Gemeinsam sind wir stark” aus Oberhausen lädt alle Unterstützer, Freunde und politisch Motivierte zu einem internationalen Solidaritätsfest nach Oberhausen ein. Das weitere entnehmt bitte dem als Grafik beigefügten Einladungsplakat. Achtung: Zum Vergrößern der GrafiK bitte einmal einen Klick mit der linken  Maustaste auf diese Grafik.


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Grafikquelle  :

Name an der Frontblende eines Lkw 2008

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Solidaritätsdumping.

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Oktober 2010

Regierung spielt mit der Volksgunst

Schon vielfach haben wir uns hier mit selbsternannten Gutmenschen, den Wohlfahrtsverbänden, den Tafeln oder anderen Ehrenamtlichen Pöstchen in vielen Artikeln und Kommentaren auseinandergesetzt. Die Ergebnisse dieser ganzen Tätigkeiten ist überwiegend negativ zu bewerten. Ich zitiere aus dem dann folgenden Artikel:
„Hierbei handelt es sich nur zum Teil um ehrenamtliche Tätigkeiten im klassischen Sinne – viele sind eigentlich Vollzeitjobs für Angelernte oder gar Fachkräfte. Das wissen auch die Institutionen, die sie vergeben, und locken daher immer öfter mit kleinen oder größeren „Aufwandsentschädigungen“. Dieser Trend zur Monetarisierung von scheinbar ehrenamtlichem Engagement schafft neue Formen von Billigjobs.“ IE

ENGAGEMENT Soziale Arbeit wird verstärkt in Pseudoehrenämter ausgelagert. Diese Billigjobs werden vor allem von Frauen übernommen: ein fataler Trend.

Rund 23 Millionen Menschen in der Bundesrepublik engagieren sich ehrenamtlich, meist neben ihrem Hauptberuf oder ihrer sonstigen Beschäftigung. Das ist mehr als ein Drittel der Wohnbevölkerung, die über 15 Jahre alt ist.

Der typische Ehrenamtler ist ein berufstätiger, mittel bis gut verdienender Familienvater im mittleren Lebensalter. Sein Engagement spielt sich vorzugsweise im Sport und im sonstigen Vereinswesen ab. Man findet ihn auch in öffentlichen Ehrenämtern in der Justiz, den öffentlich-rechtlichen Kammern, bei der Feuerwehr oder in der Jugendarbeit – Funktionen, für die es häufig gesetzliche Freistellungsregelungen und steuerlich begünstigte Aufwandsentschädigungen gibt. Die weibliche Entsprechung ist die nichtberufstätige Ehefrau oder die Rentnerin, deren Kinder aus dem Haus sind, und die sich im Kulturbereich oder sozial-karitativ engagiert. Daneben hat sich das sogenannte neue Ehrenamt etabliert: in Projektgruppen, Bürgerinitiativen oder Selbsthilfe-Netzwerken.

Krankenpfleger gesucht

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle : UnbekanntArchiv Michael Klose

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