DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Die Welt nach Snowden

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Dezember 2014

Der »Guardian« und sein Kampf um Aufklärung

von Alan Rusbridger

Die Snowden-Enthüllungen haben auch in Großbritannien hohe Wellen geschlagen. Eine herausragende Rolle bei der Aufdeckung der nahezu lückenlosen Überwachung durch US-amerikanische und britische Geheimdienste spielte die britische Tageszeitung »The Guardian«. Ihr Chefredakteur Alan Rusbridger muss in diesem Monat vor dem britischen Unterhaus zu dem Vorwurf Stellung nehmen, seine Zeitung gefährde Geheimdienstoperationen und spiele damit den Feinden des Landes in die Hände. Rusbridger hingegen verteidigt die Rolle des »Guardian« und fordert stattdessen eine stärkere demokratische Kontrolle der Dienste. – D. Red.

Ein Apple MacBook Pro nach britischen Regierungsstandards zu zerstören, ist schwieriger als man denkt. In einer vollkommenen Welt würden die Beamten dieses in eine Art Riesenmixer werfen und zu Staub zermahlen. In Ermangelung einer solchen Ausrüstung kaufte der „Guardian” am 20. Juli eine Bohrmaschine und einen Winkelschleifer, um die fraglichen Geräte – unter den wachsamen Blicken zweier staatlicher Beobachter – mit Brachialgewalt unbrauchbar zu machen.

Eine schweißtreibende, staubige Arbeit war das an jenem Samstag, im Keller des „Guardian”. Der 20. Juli 2013 verdient es, in jedem künftigen Geschichtsbuch zum regierungsamtlichen Umgang mit der Presse in heutigen Demokratien gewürdigt zu werden, zumindest per Fußnote. Der britische Staat hatte nämlich angeordnet, es „reiche“ jetzt mit der öffentlichen Debatte um die Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden. Falls der „Guardian“ sich weigere, die einschlägigen Dokumente zurückzugeben oder zu vernichten, müsse ich als Herausgeber des „Guardian” entweder mit einer einstweiligen Verfügung oder einem Besuch der Polizei rechnen – mit was genau, wurde nie klar gesagt. Auf jeden Fall drohte der Staat an, die Berichterstattung und Erörterung in der Presse vorab einzuschränken, ungeachtet des öffentlichen Interesses oder des Gewichts der Angelegenheit. Das entsprach eher den Gepflogenheiten des 18. Jahrhunderts als denen der britischen Gegenwart.

Vor dem 20. Juli hatten wir die Regierungsvertreter in Gesprächen noch davon zu überzeugen versucht, dass es nicht nur grundsätzlich rechtswidrig, sondern auch nutzlos sei, ein Nachrichtenorgan zu knebeln. Schließlich gibt es in anderen Ländern weitere Kopien des Snowden-Materials. So erklärten wir den Beamten, dass der „Guardian” mit amerikanischen Nachrichtenorganen zusammenarbeitet. Dass Glenn Greenwald, der als erster Journalist mit Snowden zu tun hatte, in Rio lebt. Und dass die Filmemacherin Laura Poitras, die ebenfalls mit dem früheren NSA-Analysten in Kontakt gekommen war, in Berlin weiteres Material besaß. Was glaubten sie wohl erreichen zu können, wenn sie in London ein paar Festplatten demolierten?

Die Regierungsleute antworteten, die Existenz weiterer Kopien sei ihnen „schmerzlich bewusst“, doch man habe sie nun einmal angewiesen, die „Guardian“-Operation in London zu stoppen, indem sie die Computer mit Snowden-Material zerstörten. In gewisser Weise waren sich unsere Gesprächspartner vermutlich darüber im Klaren, dass das Spiel heute anders abläuft. Die Technologie, von der die Schlapphüte so begeistert sind – mit Augen ausgerüstet, die buchstäblich alles sehen, was im Leben von Milliarden Menschen vor sich geht – , ist aber zugleich so gut wie unkontrollierbar und kaum einzudämmen. Doch alte Gewohnheiten halten sich lange, also versucht man, die Veröffentlichung gerichtlich zu stoppen. Das US-Spionagegesetz von 1917 wirft ebenso wie der British Official Secrets Act von 1911 lange Schatten. Beide entspringen dem Geist der Kriegszeiten und des Spionagefiebers.

Auch die Vereinigten Staaten von Amerika haben ihre eigenen Schwierigkeiten mit Journalisten und ihren Quellen. Nichtsdestotrotz bieten sie all jenen ein freundlicheres Umfeld, die nach den Snowden-Enthüllungen eine allgemein gewünschte Debatte über das Verhältnis von Sicherheit und Privatsphäre in Gang bringen wollen. Der wichtigste Vorzug besteht darin, dass es für eine amerikanische Regierung – so hoffe ich jedenfalls – undenkbar ist zu versuchen, eine Veröffentlichung im Voraus zu verhindern. Die Existenz einer geschriebenen Verfassung, der Erste Verfassungszusatz und das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA von 1971 im Fall der Pentagon Papers – dies alles hat zur Etablierung von Schutzvorkehrungen beigetragen, die es im Vereinigten Königreich gar nicht gibt. Jill Abramson, die Chefredakteurin der „New York Times“, wird so schnell keine Bohrmaschinen und Winkelschleifer kaufen gehen.

Das Treiben der Geheimdienste

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

—————————–

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Citanova Düsseldorf

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Abgelegt unter International, Regierung | Keine Kommentare »

Privatsphäre als Menschenrecht

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Juli 2014

Edward Snowden und die Kontrolle der Macht

von Peter Schaar

Im Juni 2013 sorgte Edward Snowdens Enthüllung der gigantischen Abhörung durch die US-amerikanische NSA und das britische GCHQ für einen globalen Aufschrei. Ein Jahr danach ist die Frage nicht nur berechtigt, sondern drängt sich geradezu auf, ob es überhaupt wirksame Mittel gegen die lückenlose Registrierung und Überwachung der Geheimdienste gibt.

Eines jedenfalls ist klar: Ein Zurück in die analoge Zeit vor dem Internet wird es nicht geben. Wenn wir auf die Segnungen der Informationstechnologie nicht verzichten wollen, werden wir uns damit arrangieren müssen, dass in erheblichem Umfang Daten – auch solche mit Personenbezug – verarbeitet werden. Illusorisch wäre auch die Hoffnung, die staatlichen Überwachungsaktivitäten auf Null zurückfahren zu können.

Trotzdem wäre es falsch, den Kopf in den Sand zu stecken und einfach der Dinge zu harren, die da noch kommen mögen. Es gibt durchaus einige Ansätze, die uns helfen können, die Überwachungsschraube zurück zu drehen und unsere Privatsphäre auch in der digitalen Welt besser zu schützen – auf rechtlicher wie auf politischer Ebene.

Allerdings entfalten Gesetze ihre Schutzwirkung grundsätzlich im jeweiligen territorial definierten Geltungsbereich. Das Internet ist dagegen so konstruiert, dass Landes- oder auch Kontinentalgrenzen technisch keine Rolle spielen. Wenn etwa ein deutscher Internetnutzer die Webseite eines deutschen Anbieters abruft, können die übertragenen Daten durchaus über amerikanische Netzknoten geleitet (geroutet) werden. Global agierende Internetunternehmen speichern Daten auf Servern, die auf verschiedene Kontinente verteilt sind.

Deshalb machen es sich, wenn es um globale Geheimdienstaktivitäten geht, diejenigen zu einfach, die stets nur auf die Einhaltung des heimischen Rechts pochen. Vertreter der amerikanischen und der britischen Regierung hatten offenbar kein Problem mit der Überwachung, soweit ihre Nachrichtendienste beteuerten, sich an – das eigene – Recht und Gesetz zu halten.

Heute wissen wir, dass dies gelogen war. Darüber hinaus blendet der Hinweis auf die angebliche Gesetzeskonformität gegenüber dem eigenen, heimischen Recht die in den letzten hundert Jahren entwickelten Rechtsprinzipien weitgehend aus, die gerade nicht mehr territorial beschränkt sind. Auch wenn diese Prinzipien – insbesondere die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 – Reaktionen auf die Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs waren und Fragen des Umgangs mit Informationen nicht im Mittelpunkt standen, bieten sie Ansatzpunkte für die Zivilisierung der zunehmend globalisierten Informationsgesellschaft.

Hinzu kommt: Gerade bei der Auslandsaufklärung wird systematisch gegen Rechtsvorschriften im Operationsgebiet verstoßen. Selbst wenn sich die NSA an US-Recht hält und der GCHQ britische Gesetze beachtet, können sie durchaus ausländisches – etwa deutsches – Recht brechen. Und sie haben dies in der Tat getan: Wenn etwa ein ausländischer Geheimdienstcomputer deutsche Nutzer mittels Trojaner infiltriert und überwacht, erfüllt dies den Straftatbestand des Ausspähens von Daten. Auch Geheimdienste, die mittels Telekommunikation übertragene nichtöffentliche Daten deutscher Teilnehmer unter Anwendung von technischen Mitteln abfangen oder sich aus der elektromagnetischen Abstrahlung einer Datenverarbeitungsanlage verschaffen, begehen eine Straftat. Und auch die Tatsache, dass Spionage nicht gegen Völkerrecht verstößt, stellt Spione keineswegs straffrei. So verbietet Paragraph 99 StGB die geheimdienstliche Agententätigkeit für eine fremde Macht.

Das Versagen der deutschen Strafverfolgungsbehörden

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

.

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Mike Herbst from Berlin, Germany

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Abgelegt unter International, Kriegspolitik, Kriminelles, Positionen, Traurige Wahrheiten, Überregional | Keine Kommentare »

Die sabotierte Aufklärung

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Juni 2014

Ein Jahr Snowden: Die sabotierte Aufklärung

 Von Daniel Leisegang

Am 6. Juni liegen die ersten Enthüllungen der NSA-Totalüberwachung genau ein Jahr zurück. Seitdem verging kaum eine Woche ohne neue Meldungen über die Ausspähaktionen westlicher Geheimdienste. Inzwischen wissen wir, dass allen voran der US-amerikanische Militärgeheimdienst NSA und das britische GCHQ weltweit nahezu die gesamte elektronische Kommunikation ausspionieren. Nie zuvor in der Geschichte hat es einen derart umfangreichen und systematischen Angriff auf die Privatsphäre gegeben.

Das eigentlich Überraschende aber ist, dass dieser Angriff bislang keine nennenswerten politischen Folgen gezeitigt hat – weder in den USA noch in der EU. Und auch die Bundesregierung hat von Anfang an eine Strategie des Verschleppens betrieben. Daran hat sich bis heute, trotz eines Wechsels des „kleineren“ Koalitionspartners, nichts geändert.

Damit ist der NSA-Skandal längst auch Ausdruck einer politischen Bankrotterklärung der Regierung Merkel – und zwar in dreierlei Hinsicht: Erstens hat diese gezielt die parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste blockiert; infolgedessen hat sie zweitens ihre eigene politische Legitimität eingebüßt; und drittens hat die Bundesregierung der demokratischen Öffentlichkeit nachhaltigen Schaden zugefügt.

Die langfristigen Folgen sind dramatisch: Die NSA-Affäre untergräbt nämlich nicht nur das ohnehin geringe Vertrauen in die Nachrichtendienste und in den Schutz unserer Privatsphäre, sondern längst auch in die demokratischen Prozesse und Institutionen.

Die Entmachtung des Parlaments

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Citanova Düsseldorf

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“

Abgelegt unter Amerika, Friedenspolitik, Regierung | Keine Kommentare »

„Jeder benutzt Snowden“

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Mai 2014

„Jeder benutzt Snowden“

William Binney war technischer Direktor der NSA, bis er den Geheimdienst wegen der ausufernden Überwachung nach 9/11 verließ. Binney soll vor dem NSA-Untersuchungsausschuss aussagen. Edward Snowden rät er, in Russland zu bleiben

 INTERVIEW JOHANNES GERNERT

taz: Herr Binney, in Deutschland beraten Parlamentarier eines NSA-Untersuchungsausschusses gerade, wie sie Edward Snowden anhören können. Auch Sie stehen als ehemaliger technischer Direktor der NSA auf der Vorladungsliste. Haben Sie schon eine Einladung bekommen?

William Binney: Nein. Aber ich weiß, dass ich offenbar aussagen soll.

Für die Anhörung von Edward Snowden stehen drei Optionen im Raum: Er kommt nach Deutschland. Er wird in einer Moskauer Botschaft gehört. Oder man macht eine Videoübertragung übers Netz. Was würden Sie ihm raten?

Das Beste wäre, das übers Netz zu erledigen. Dann könnte er seinen Aufenthaltsort weiter verbergen. Jeder weiß, wo die Deutsche Botschaft ist. Da kriegen sie ihn, wenn er das Gebäude verlässt.

Der Vorsitzende des Ausschusses hat die Schweizer Botschaft vorgeschlagen.

Ich würde keiner einzigen Botschaft trauen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

———————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia – Namensnennung: Photograph by Rama, Wikimedia Commons, Cc-by-sa-2.0-fr

Abgelegt unter Friedenspolitik, International | Keine Kommentare »

Ohne Judas kein Christentum

Erstellt von DL-Redaktion am 20. April 2014

„Ohne Verräter keine Revolution“

Narrenschiff

Autor: DANIEL SCHULZ

Die Deutschen sind ein Volk von Verrätern. Sie haben dem Führer die Juden und alle, die ihm sonst nicht passten, verraten, sie haben den Führer an seine Gegner und das nachfolgende politische System verraten, und aus der Zeit der DDR wissen wir von mehr als 600.000 staatlich zertifizierten Verrätern – auf 90 Einwohner kam ein Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit. Von der Bundesrepublik und ihren Spitzeln wissen wir viel zu wenig, aber wir wissen, dass die älteste Partei dieses Landes eine Verräterpartei ist, denn wer hat uns verraten – Sozialdemokraten! Ostern ist also ein sehr deutsches Fest, denn schließlich gäbe es das nicht ohne den größten Verrat aller Zeiten.

Der Jünger Judas verrät Jesus an die Römer und an die jüdischen Schriftgelehrten, der Heiland wird ans Kreuz genagelt, weil er die Mächtigen herausgefordert hat, politisch oder religiös – da streiten sich die Schriftgelehrten von heute. Jesus jedenfalls steht nach ein paar Tagen von den Toten wieder auf, das Christentum ist geboren. Die Kirche macht aus Judas den Teufel in Menschengestalt, er überdauert als Buhmann und als Grund für Gewalt gegen Juden die Jahrhunderte. Sein Name wird im Dritten Reich zum Synonym für alle Juden. Dem Krieg gegen „den Judas“ opfern die Deutschen alles: die Kinder der anderen ebenso wie die eigenen, Würde, Menschlichkeit, das Leben – es ließe sich fast von einer gewissen Obsession sprechen.

Vielleicht ist es diese Besessenheit vom Verrat, die dieses Land und sein Parlament mit dem größten Verräter der Jetztzeit beschäftigt hält: Edward Snowden, Offenbarer vieler Geheimnisse seines ehemaligen Arbeitgebers, des US-Geheimdienstes NSA. Soll der Mann herkommen und vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagen? Soll er sogar hier bleiben dürfen? Dahinter die Frage: Ist der Mann ein Verräter oder ein Held?

Und ist das ein Gegensatz?

Wir lernen: ja. Verrat, das ist Missbrauch von Vertrauen, zerstörerisch im engsten Umfeld – zwischen Freunden, Verwandten, Liebenden. Und zerstörerisch für komplexe Gebilde wie heutige Gesellschaften. Denn diese sind so arbeitsteilig, verwinkelt und unüberschaubar, dass die Menschen einander zwangsläufig vertrauen müssen. Der Soziologe Georg Simmel hat das vor über hundert Jahren, zu Zeiten deutscher Kaiser, beschrieben, als er das Phänomen des Geheimnisses untersuchte. Er scheidet moderne Gesellschaften von anderen durch den Grad des erforderlichen Vertrauens: „Bei reicherem Kulturleben steht das Leben auf tausend Voraussetzungen, die der Einzelne nicht bis zu ihrem Grunde verfolgen und verifizieren kann, sondern die er auf Treu und Glauben hinnehmen muss. In viel weiterem Umfang, als man sich klarzumachen pflegt, ruht unsere moderne Existenz von der Wirtschaft, die immer mehr Kreditwirtschaft wird, bis zum Wissenschaftsbetrieb, in dem die Mehrheit der Forscher unzählige, ihnen nicht nachprüfbare Resultate anderer verwenden muss, auf dem Glauben an die Ehrlichkeit des andern.“ Vertrauen zu missbrauchen wäre demnach ein die Existenz bedrohendes Vergehen. Die achte Todsünde.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Thomas Bühler

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“ lizenziert.

Abgelegt unter International, Kultur, Regierung | Keine Kommentare »

Riexinger als Marktschreier

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Dezember 2013

Wer hat noch nicht und will nochmal

Wer hört Riexinger noch zu?

Sie kommen vom Mars und gehen zu den Sternen. So wird derjenige denken welcher sich die neuesten politischen Ergüsse des Linken Chef Riexinger anhört. Riexinger kräht wieder einmal als Niexinger, wobei die Forderung Snowden aufzunehmen auch bereits von anderen Politikern gestellt wurden. Wer den Fall Chodorkowski nun auch noch mit dem von Edward Snowden vergleichen möchte, na der findet auch keinen Unterschied zwischen Äpfel und Birnen, oder stammt wirklich vom Mars.

Aber die Meister des Populismus werkeln wieder einmal indem sie laut Forderungen stellen. Wobei das Arbeiten für Snowden und Chodorkowski bislang den anderen Parteien überlassen wurde. So hörten wir von Ströbele dem Grünen, welcher extra nach Moskau reiste,  Von Marieluise Beck, ebenfalls eine Grüne, Hans-Dietrich Genscher aus der FDP, und wir hörten und staunten auch über unsere Mutti welche ebenfalls an den Strippen ehemaliger Seilschaften zog? Vielleicht auch als deren Gesandte andere Möglichkeiten hatte?

Wo bleibt denn hier die Linke Wahlgemeinschaft, dann wenn es einmal nicht um die Verteilung von Mandate oder andere lukrative Einkommensquellen geht, dann wenn ehrliche Arbeit und Ideen gefordert werden? Wieder alle unter eine wärmende Bettdecke gekrochen, die Kuba und Nord-Korea Sympathisanten?  Ähnlich wie bei allen anderen Forderungen z.B. der Abschaffung von Hartz IV, der Bankenregulierung oder vielen anderen dringend erforderlichen Umstrukturierungen innerhalb der Gesellschaft?

Das letztendlich ist genau das Thema welches wir immer wieder beobachten. Dieses Land bewegt sich immer weiter rückwärts. Die BürgerInnen büßen nach und nach, nahezu unbemerkt mehr und mehr Freiheiten ein. Trotz einer Linken oder gerade deswegen?

Wollte sie nicht einmal als eine Partei der Kümmerer gelten. Rühmen sich nicht viele der Rotköpfe  ununterbrochen die einzige Demokratische Partei im Lande zu sein. Wie aber sieht die Partei im Alltag aus? Wir haben eine Partei von Maulhelden, welche sich die Erfolge Anderer an das Revers heftet um dann damit gleich stolzen Pfauen posieren zu gehen um sofort ununterbrochen neue Forderungen hinauszuposaunen welche die anderen erledigen sollen.

Ist es nicht ein Skandal wenn in diesem Land immer wieder altgediente ehemalige Politiker im hohen Alter von 85 oder 95 Jahren ins Blickfeld rücken. Das ist ein Hinweis auf das Versagen von mehr als einer Generation dieser Kaste, ein Hinweis dass das Geld des Steuerzahlers für unfähige, politische Dilettanten unnütz aus dem Fenster geworfen wird.

Die staatlichen Unterstützungszahlungen für die Parteien müssten unverzüglich abgeschafft und die Annahme von Spenden verboten werden. Partei müssen von ihren Mitgliedern, der Basis abhängig werden und das geht nur über die finanzielle Schiene. Keine Mitglieder, kein Geld, dann ginge die Macht wieder dorthin wie sie hingehört, ins Volk! So wäre die SPD nach der Schröder Politik mutmaßlich lange pleite, da sich die Partei inzwischen halbiert hat. Als tolle Warnung für alle anderen.

Linke will nach Chodorkowski

auch Snowden in Deutschland

Linken-Chef Riexinger hat die Bundesregierung aufgefordert, Edward Snowden aufzunehmen. Wie bei Chodorkowski sei dessen Aufnahme nur eine Frage des Willens.

 Nach dem Erteilen eines Visums an den russischen Regierungskritiker Michail Chodorkowski hat die Linke ihre Forderung bekräftigt, dass Deutschland auch denEx-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden aufnehmen soll.

 Deutschland sei jetzt effektiv Exilland für Chodorkowski geworden, sagte der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger der Passauer Neuen Presse. „Lösungen finden sich also, wenn man nur will.“ Snowden habe so viel für Deutschland geleistet, dass die Bundesregierung die vorhandenen rechtlichen Spielräume ausnutzen sollte.

Quelle: Die Zeit >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————————–

Fotoquelle: Wikipedia – Author Ralf Roletschek (talk) – Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de

This file is licensed under the Creative Commons Attribution 3.0 Unported license.

Abgelegt unter P. DIE LINKE, P.Die Grünen, Überregional | 1 Kommentar »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 4. November 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Es zeigt sich immer mehr dass Deutschland nur sehr zögerlich der Pubertät entwischst. NRW fängt nun mit dem bedingungslosen Grundeinkommen bei Eon und RWE an.

Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Immer noch Prostitution in unserer Gesellschaft.

Was wird besser in dieser?

Bild streicht das Honorar von Alice Schwarzer.

Hans-Christian Ströbele hat Edward Snowden besucht – und ihn nach Deutschland eingeladen. Wird die Überwachung durch die NSA jetzt im Bundestag aufgeklärt?

Erst mal möchte ich hier für das Erbströbeltum als neue Verfassungsgrundlage plädieren. Das hat er wie ein rüstiger Nebenerwerbsbundespräsident gemacht, Hut ab! Snowdens Post ist eindeutig: Aussage gegen Asyl. Denn Putin hat Snowdens Aufenthalt an Schweigen gekoppelt. Der Unions-Vorschlag, ihn in Moskau anzuhören, ist fadenscheinig: Die Union hat oft Putins Willkürjustiz kritisiert. Nun wollen sie ihn dort anhören, wo er definitiv nichts sagen darf.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, Positionen, Überregional | Keine Kommentare »