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Schröders SPD Vermächtnis

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Juli 2011

Comeback der Stones

Die SPD wirbt mit einer neuen Troika, um in den Fußstapfen ihres Vorgängers Gerhard Schröder zu wandeln welcher 1994 die Gruppe mit Scharping und Lafontaine anführte. Für Scharping kam das Aus schon 1995, für Lafontaine 1999.

Zu Zeiten der Schröder Troika votierte die  Parteibasis völlig überraschend für Scharping als Parteichef und damit als nächsten Kanzlerkandidat. Die beiden anderen, Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine trauten diesem den Sieg über Kohl nicht zu. Scharping trauten sie überhaupt nichts zu, und schon gar nicht trauten sie einander selbst.

Damals bezeichnete sich jeder als ein Enkel von Willy Brandt welches das fehlende Vertrauen untereinander nicht übertünchen konnte. Der Kampf gegen Helmut Kohl mit Scharping als Kanzlerkandidat ging total daneben. Lafontaine stürzte dann Scharping und Schröder wurde Kanzler, Lafontaine desertierte und Schröder führte die SPD an den Rand des  Abgrundes. Von dem sich die Partei bis heute nicht erholt hat, da auch bis zum heutigen Tag kein echter Paradigmenwechsel stattgefunden hat.

So hatten sie sich denn auf dem Podium zur Pressekonferenz versammelt : Steinbrück Links, Gabriel in der Mitte, so dass die rechte Seite für Steimeier übrig blieb. Alle drei waren einst Steigbügelhalter von Gerhard Schröder und wer nach so kurzer Zeit schon die politischen Lumpereien unter Rot – Grün vergessen hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Hier führen Mitverursacher ein Schauspiel auf dessen offensichtliche Verlogenheit nur in der Politik möglich ist, was zeigt das die Mitglieder aus der Vergangenheit nichts gelernt haben, da sie sonst Sturm laufen müssten.

Alle anderen Mitstreiter dieser neuen Troika haben sich als Lobbyisten der Wirtschaft angedient und ihre Zugehörigkeit zur damaligen Regierung vergoldet. Niemals ist auch nur ein Wort der Verachtung gegen die ehemaligen Cliquengenossen laut geworden. Diese Drei waren nicht nur Mitverursacher unter Rot – Grün, sondern haben auch in der dann folgenden „Großen Koalition“ nicht nur nichts besser gestaltet, sonder es in der Gesetzgebung mit ermöglicht, die Märkte noch mehr zu unterstützen. Sie waren also entscheidend mitbeteiligt an dieser Staatsmisere, so dass heute ein jedermann nach der Feuerwehr  schreit. Das klassische Beispiel eines Brandstifters welcher auf seinen Löscheinsatz wartet.

IE

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Zu dem Thema auch der Leitartikel aus der Frankfurter Rundschau

Comeback der Stones

Steinbrück,Steinmeier, Gabriel – die SPD sollte sich an eine neue Troika gewöhnen. Die Umfragen lassen Hoffnungen keimen. Ohne Programm aber nutzt der beste Kandidat nichts.

Gerade zwei Jahre ist es her, da verabschiedete sich die große Koalition in ihre letzten Sommerferien. Die Wähler ärgerten sich über das Dienstwagen-Affärchen von Ulla Schmidt, sie wunderten sich über das 18-köpfige Kompetenzteam des SPD-Kanzlerkandidaten wie über die chronischen Selbstzweifel der Genossen – und schickten ein paar Wochen später die Sozialdemokraten mit 23 Prozent gnadenlos in die Opposition. Die Hoffnung der SPD, am Ende für die Arbeit in zentralen Ministerien belohnt zu werden, erfüllte sich nicht. Die Ernte des schwarz-roten Bündnisses fuhr allein Angela Merkel ein.

Pünktlich zur Halbzeit der neuen schwarz-gelben Koalition unter Merkels Leitung nimmt die Geschichte eine bemerkenswerte Wendung: In Ex-Finanzminister Peer Steinbrück und Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier haben sich in den Umfragen zwei sozialdemokratische Aushängeschilder der einstigen großen Koalition weit nach vorn geschoben. Beide Politiker schneiden im direkten Vergleich deutlich besser als Merkel ab. Plötzlich erhält der mögliche Wechsel im Kanzleramt 2013 konkrete Gesichter.

Quelle: Frankfurter Rundschau >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :  Die drei Affen von Nikkō

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