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RENTENANGST

Merkels Strafe – Vatikan ?

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2014

Merkels Strafe – Vatikan ?

Was ist der große Unterschied zwischen den Politikern und der Salzsäure? Es gibt keinen. Beide fressen sich überall durch. Ja, natürlich ist das ein alter Witz, sogar mit Bart, aber trotzdem wird er immer wieder nach oben gespült. Dafür sorgen dann eben, wie gesagt die Politiker. Wobei, früher sagten wir schon einmal „unsere“, wofür wir uns heute an und für sich schämen sollten.

Das ist das Spiegelbild unserer Parteien, mit Zustände welche in Italien mit Mafiös bezeichnet werden? Denn auch hier waschen sich diese in trauter Gegenseitigkeit nicht nur die Hände. Einmal innerhalb dieser Strukturen oben angekommen ist es einzig wichtig die Verbindungen nicht abreißen zu lassen. In dieser Strömung lässt es sich schön und sorglos treiben

So zum Beispiel auch die Schwimmerin Anette Schavan. Als ehemalige Bildungsministerin zurückgetreten, trotz gerichtlichen Einspruch den Dr. Titel verloren, steht sie nun sogar „formal“ ohne Hochschulabschluss da, welcher als Zugangsvoraussetzung zum diplomatischen Dienst benötigt wird. Dieses aber gilt nur für den normalen BürgerIn, nicht aber für Politikerinnen. Da zählen Seilschaften vor Bildung.

Zur Belohnung ihrer Uneinsichtigkeit, auch einmal ein Vergehen einzugestehen, wird die ehemalige Vizepräsidentin des katholischen Zentralkomitees nun Botschafterin im Vatikan. Passt doch irgendwie perfekt zusammen. Sagen wir doch auch: „Der Teufel sch… immer auf den größten Haufen“ und diesen Teufel treibt der Papst? nun mit der Beelzefrau aus? Ihre Zukunft ist bis dahin aber gesichert, denn 10.000 Euro monatlich Netto können sich schließlich sehen lassen.

Aber die Politik hat auch noch weitere, solche schweren Kaliber aufzuweisen. Einen Freiherrn von und zu. Auch dieser fiel einst auf die Nase. Er stolperte ebenfalls über einen Dr. Titel. Nun wehrt er sich gegen die namentliche Erwähnung in einem Satirebüchlein.  Und das kommt uns wiederum irgendwie bekannt vor. Ist es doch scheinbar für einige Mitmenschen nicht so einfach sich an ihre einst gelegten Brände zu erinnern.

Wundert sich hier noch jemand wenn Bürger dann an Wahltagen wichtigeres Vorhaben als sich zur Abgabe ihrer Stimme in ein Wahllokal zu begeben? Sind sie denn nicht ehe alle gleich, und dann noch Gleicher als die Bürger dieses Staates? Zumindest von den Moment an, wo sich die Möglichkeit für eine Partei ergibt, Teil einer Regierung zu werden. Denn welcher Bürger hatte in dieser „Demokratie“ in irgendeiner Art Einfluss auf die von den Parteien nach Brüssel zu entsenden Personen.

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Nicolae Petrescu Găina (1871–1931) Auf die Infoboxvorlage des Erstellers verlinken

Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

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Linker Umschwung auch im Vatikan

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Februar 2014

Mit Schavan im Vatikan

Auf geh’s, in den Vatikan!

Da braut sich wohl etwas zusammen, in und um den Vatikan herum. So waren wir, die Deutschen nicht nur für mehrere Jahre Papst sondern, wir haben es sogar geschafft jetzt eine weibliche Person dort unterzubringen. Eine Diplomatin von Merkels Gnaden. Wie uns aber weiter berichtet wurde stehen noch viel größere, weittragende Änderungen im nächsten Umfeld dieser Machtzentrale vor der Verwirklichung.

Lesen wir nicht in alten Büchern: „Die da sitzen zur Rechten und zur Linken“ ! Dieses soll jetzt entsprechend den Schriften auch umgesetzt werden. Wobei die Rechten ja seit ewigen Zeiten bekannt sind und entsprechend freie Plätze für Meisner oder auch Tebartz-van Elst bereits reserviert wurden. Die rechte Seite soll nun aber auch mit Diakonen, jungen Burschen versteht sich, verstärkt werden um damit auch Ländern ohne Bischofssitz eine entsprechende Mitsprache zu ermöglichen.

Auf der linken Seite, vormals auch angeblich von Teufeln besetzt, welche nun noch weiter nach links auf die Notsitze zu rücken haben, werden dann auch protestantische Pfarrer ihren Platz finden. Soll doch diese Geste zur Vereinigung der großen Strömungen beitragen. Natürlich wird auch den, zu Lebzeiten angetrauten Ehefrauen, der nötige Respekt nicht verwehrt. Sie müssen nur ihren heiligen Stuhl selber mitbringen und haben dafür Sorge zu tragen nicht durch Nachlässigkeiten in denselben zu treten. Auch haben sie für alle Ewigkeit ein Schweigegelübde abzulegen und es ist ihnen nicht erlaubt die Titel ihrer Männer mitzutragen. Also nichts mehr, mit Herr oder Frau Pfarrer, wenn Frau in Wirklichkeit zuvor nur als Kochmamsell eingetragen war.

Bedingt durch die nun größere Auswahl soll auch die Eingangskontrolle verstärkt werden. Besonders einem der geltenden Grundgesetze könnte dadurch wieder mehr Beachtung gezollt werden. Dieses alberne Getue, man kennt es aus der Tierwelt als „Nachäffen“, sichtbar gemacht durch Äußerlichkeiten wie Haar und Bartwuchs, hat gänzlich zu unterbleiben. Der Schein sollte das Sein nicht verdecken. Du sollst keine fremden Götter neben mir haben, heißt es ja nicht umsonst seit alten Zeiten.

Vorbei die Beobachtung, von sich selbst aufblasenden männlichen und weiblichen  Meinungszwergen die mit Ausdrücken auf sich aufmerksam machen, welche zu nutzen, sie sich auf ihren zuvor besetzten Arbeitsplatz nie getraut hätten. Du sollst nicht falsches Zeugnis geben, wider deinen Nächsten hatten sie zuvor von ihrer Kanzel zu predigen, wobei sie glauben, dass sie nun, sich nach ihrer Pensionierung, als wahre Dreckschleudern betätigen dürfen.

Aber da ist schon vieles faul im Staate Deutschland betrachten wir all diese seltsamen Heiligen welche vielfach nicht dass liefern können was ihre Titel eigentlich aussagen sollten. Aus den Supermärkten und der Politik sind uns diese Angebote als Mogelpackungen seit langen bekannt und es ist schon als Hinweis auf den Wertezerfall innerhalb der Gesellschaft zu sehen, wenn die Bürger sich nicht einmal darauf verlassen können, dass in einer Soutane nicht in jeden Fall auch eine Ehrenperson steckt.

Der in dem folgenden Artikel erwähnte Erzbischof Georg Gänswein, der schönste Bischof der Welt, ist seit langen auch in Köln als möglicher Nachfolger von Meisner im Gespräch.

Mit Schavan im Vatikan

Christdemokratinnen unter sich – vorigen Sonntag schanzte Angela Merkel ihrer Busenfreundin, der arbeits- und farblosen Annette Schavan, eine neue christliche Verwendung zu. Denn direkt neben Pfennigfuchser-Papst Franziskus wird ein Stuhl frei für die bekennende Katholikin: vakant bald der Posten des deutschen Botschafters im Staate Vatikanstadt. 18 Jahre lang hat Schavan brav gewerkelt, als Kultus- und Gedönsministerin in Bund und Land. Und jetzt das, Dienst am Heiligen Stuhl! Heilig’s Blechle, mag sich die langjährige Baden-Württembergerin darob gedacht und ein wenig neue Büro-Garderobe geshoppt haben. Mit der kann sie jetzt allerdings niente anfangen in der ewigen Stadt, der lässigen città eterna.

Roma! Wir schreiben den April 2015, ein lindes Lüftchen weht über die sieben Hügel und quer durch die vermieften vatikanischen Kabuffe. Annette Schavan öffnet den obersten Knopf ihrer graubeigefarbenen, gestärkten Hemdbluse. Sie ist auf einen informativen Espresso mit Don Giorgio alias Georg Gänswein verabredet, dem wieselflinken Privatsekretär beider Päpste, des gewesenen Ratzingers und des amtierenden Franziskus. Dolce Vita! Schon beim Erstanblick des lecker aussehenden gleichaltrigen Schwarzwälders war es um die auf der Berliner Bühne eher asexuell wirkende Schavan geschehen. Als sich Don Giorgio noch als „scharfer Hund“ der Glaubenskongregation vorstellte, bebten die Brillengläser der Exbundesgeschäftsführerin der Frauen Union.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Citanova Düsseldorf

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Spiele mit der Macht

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2013

Ei, ei, all ihr schmarotzenden Helmutigen und Merkeligen

Jetzt rücken sie wieder aufeinander zu, sie stützen sich gegenseitig, die Inhaber der Macht! Die Mächtigen dieser Welt, egal welcher Religion oder Politik auch immer. Der Rücktritt des Papstes lädt dazu ein, ist ein willkommener Anlass sich in trauter Gegenseitigkeit mit Lobhudeleien zu überhäufen. Die Gutherzigkeit des Menschen und seine Leistungen gehören entsprechend gewürdigt, –  von anderen Inhabern der Macht.

Genau so aber arbeitet Macht und hält sich entsprechend an derselben. Jeder Bürger konnte in den letzten Jahren das Versagen dieses Papstes mitverfolgen, in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Es hagelte nur so von Kritiken auf die Kirche. Und heute wird er von all seinen einstigen Kritikern schon auf einer Wolke in die (ewigen) Lüfte emporgehoben. Vielleicht da er nun seine einzige Großtag vollbracht hat? In all den Jahren! Die Ankündigung seines Rücktritt, denn es gehört Größe zu dem Eingeständnis geistig nachzulassen. Ei, ei, all ihr schmarotzenden Helmutigen und Merkeligen.

Bleiben wir also innerhalb der Religion und sagen: Gott sei Dank, er ist gegangen. Freiwillig! Gleichwohl, ändern wird sich nicht viel, der Nachfolger steht schon bereit und sagt man nicht ? „Was wir haben das wissen wir, was kommt ist die Ungewissheit“. Macht bleibt gleich, von Anbeginn der Menschheit.

Gleiche Lobeshymnen hörten wir auch bei anderen Rücktritten und bezeichnen dieses als Teil des „Peter – Prinzip“.  Wir denken dabei an Wulff, Guttenberg oder Schavan. Da wird sogar in der Politik mit Auferstehung gedroht. Da werden aus „politischen Scharlatanen“ plötzlich Größen aus einer anderen Welt, welche ihre Posten aber nur verlassen mussten, da der Druck von unten zu groß wurde. Es geht also, oder?

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Die Frage der Machterhaltung ist das Ergebnis des Zusammenhalt an der Spitze. Dabei ist die Form des herrschenden System weniger ausschlaggebend was an Ländern wie Syrien, Libyen, Ägypten oder auch Saudi-Arabien sichtbar wird. Man stützt sich gegenseitig und Namen sind beliebig austauschbar egal ob Mubarak, Sadat, Gaddafi, Obama, Merkel oder Hollande. Letztendlich ist alles nur eine Frage des Geldes und der damit verbundenen Wirtschaftskraft. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

Politisch ist die Erhaltung der Macht nur möglich wenn es gelingt die Opposition zu spalten und damit auszuschalten. Diese Opposition fehlt im Bundestag zum Beispiel vollkommen oder ist nicht wahrnehmbar da die SPD und Grünen die Macht der Regierung stärken. Staatsräson ist hier ein schönes Wort, welches nur mit dem bei den Protesten gegen Stuttgart 21 aufgekommenen Wort entkräftet werden kann: „Lügenpack“.

An Stuttgart 21 wird sich wohl das Schicksal der Grünen entscheiden. Wird der Bahnhof nicht gebaut werden die Grünen einen enormen Zulauf bekommen. Merkel hat dieses Projekt zur Chefsache erklärt und muss alles daransetzen den Bahnhof fertigstellen zu lassen. Koste es was es wolle? Wollen wir einmal sehen wie lange noch? Es sind letztlich Spiele um die Macht.

Um hier mitspielen zu können ist die LINKE innerhalb ihrer Strukturen viel zu zerrissen. Eine innerparteiliche Einigung der verschiedensten Interessengruppen wird sich auch kaum noch bewerkstelligen lassen. Von Beginn an wurde von zu Vielen nur an den persönlichen Vorteil gedacht. Zuviel an Glaubwürdigkeit wurde in den letzten Jahren verspielt. Zu sehr hat man sich selbst an die Ränder der Gesellschaft begeben. Zu einem Spiel mit der Macht braucht es andere Voraussetzungen, in einer Demokratie nennen wir sie Mehrheiten.

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Fotoquelle: Wikipedia

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Attribution: I, Dfmalan

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Widewidewitt bum bum

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Februar 2013

Widewidewitt bum bum

Das wäre ein Vergleich welcher interessant werden könnte aber noch aussteht und so nie geführt werden kann. Ein Vergleich zwischen der Ex – Dr. Schavan und dem berühmten Dr. Eisenbarth.

Widewidewitt bum bum

Wie also hätte wohl der Doktor Eisenbarth, der tüchtige Operateur von Hernien und Steinschneider, der Erfinder des Polypenhakens, die Vorwürfe entkräftet, die die Ministerin Schavan den Titel kosteten? Vielleicht so:

„Ich bin die Frau Ministerin,
widewidewitt bum bum.
Gewissen ist bei mir nicht drin,
widewidewitt bum bum.
Zitate sind mir eh ein Graus,
da mach ich liebe Thesen draus.“

 Und weiter:

 „Mich heimlich schämen tu ich nicht,
widewidewitt bum bum.
Das mache ich im Rampenlicht,
widewidewitt bum bum.
Ich bin jetzt die Annette pur
und habe nicht mal Abitur.“

„Gloria, Viktoria, widewidewitt juchheirassa!
Angela, Viktoria, Katharinawitt dum dum …“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia

Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber

Benutzer:AxelHH

Der Urheberrechtsinhaber dieser Datei hat ein unentgeltliches, bedingungsloses Nutzungsrecht für jedermann ohne zeitliche, räumliche und inhaltliche Beschränkung eingeräumt.

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Februar 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Für Steinbrück ist das Treten in Fettnäpfe wohl einfacher als Politik für die Wähler der SPD zu machen und er stellt sich so auf die gleiche Stufe der Ungeschicklichkeit wie Meisner.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Katze von rechts ins Fahrrad.

Was wird besser in dieser?

Kinder erschrecken nicht mehr, wenn sie mein Auge sehen.

Was wird eher fertig? Der Berliner Flughafen oder S 21?

Ich. Redaktionsschluss. Man sollte es Journalisten machen lassen! Wird pünktlich fertig, hält aber nur bis morgen.

Der hessische FDP-Vorsitzende und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn hatte infrage gestellt, ob die Gesellschaft einen „asiatisch aussehenden Vizekanzler“ noch länger akzeptiere. Tickt der noch ganz richtig?

Wolfgang Schäuble diktierte dem Stern 1997: „Ein Krüppel als Kanzler? Ja, die Frage muss man stellen.“ Der Zentralratsvorsitzende Ignatz Bubis wehrte 1993 eine Kampagne der Zeitschrift Die Woche ab, die ihn als Bundespräsidenten vorschlug: „Es (wäre) auch nicht gut für die Juden in Deutschland. Ich bin sicher, dass eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung es weder verstehen noch akzeptieren würde.“ In beiden Fällen erstens schade, zweitens überholt: Unser Starensemble aus einer Ex-FDJ-Sekretärin, einem Schwulen, einem gebürtigen Vietnamesen und einem Rollifahrer hätten wir uns lange selbst nicht zugetraut. Drittens waren es in den genannten Beispielen die Betroffenen selbst, die Zweifel formulierten. Wenn es Hahn um die Sache ginge, hätte er Rösler unter vier Ohren vorgeschlagen, eine solche Debatte anzustoßen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

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Amerika entdeckt Gutti

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Januar 2013

Die Flucht in die USA hat den feisten Herrn kaum geholfen

Datei:Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg with Robert M. Gates in November 2009.JPG

Obwohl das Plagiatsverfahren gegen die Kultusministerin Schavan die Schlagzeilen in der Presse bestimmt, wird dem Neuzeit „Urheber“ dieser Verfahren, dem schönen Freiherrn von Guttenberg zu wenig Beachtung geschenkt. Vielleicht weil er glaubte sich in Amerika in Sicherheit zu befinden? Weit entfernt der Heimat?

Weit gefehlt, er wird selbst dort von den Amerikanern, welchen ansonsten nachgesagt wird, nur um ihr eigenes Land interessiert zu sein, mit Verachtung bestraft. So wurde eine Einladung zu einen Vortrag an der Universität aufgrund von Studentenprotesten abgesagt.

Der „Transatlantiker“ wollte an der renommierten US-Universität Dartmouth in Hanover (US-Bundesstaat New Hampshire) über sein Lieblingsthema, die transatlantischen Beziehungen dozieren. Dieser Vortrag wurde von den Studenten per Online-Petition verhindert. Das berichtete die Zeitung der Universität Darthmouth auf ihrer Internetseite.

>>> HIER <<<

Den Anstoß zu diesen Protest ging von der Germanistik-Professorin Veronika Füchtner aus. Sie initiierte  am Wochenende eine Petition gegen den Guttenbergs Auftritt, welche binnen drei Tagen von mehr als 100 Studierenden und Hochschullehrern unterzeichnet wurde. Die Professorin sein schockiert über die Ankündigung gewesen, dass Guttenberg einen Vortrag halten wollte. Allein schon die fehlende Entschuldigung für seine Taten, sei „ein zynisches Ausbeuten der studentischen Interessen.“ wurde von einen anderen Professor erklärt.

In der Uni-Zeitung nennt der ehemalige Gast-Professor Manfred Pfisterer Guttenbergs Verhalten samt seinen folgenden Verschleierungstaktiken einen „Skandal für jeden Akademiker“. Der Uni zufolge sagte der deutsche Politiker schließlich aus „persönlichen Gründen“ ab.

Diese war nicht die erste Bekanntschaft des skurrilen Dr. CSU mit den Studenten in den USA. Im letzten  Herbst  verließen 15 Studenten der Yale Universität aus Protest seine Vorlesung.

Er selbst sagt von sich aus, beruflich nicht in ein Loch gefallen zu sein und nennt als fernes Ziel eines Tages nach Deutschland zurückzukommen. Ob privat oder in einer Funktion sei offen. Er ist heute als Experte für die renommierte Denkfabrik CSIS in Washington und als Berater der EU-Kommission für Internet-Fragen tätig.

Es zeigt sich auch in diesen Fall wieder einmal das sich die Gemeinschaft der Politiker, quer durch alle Parteien, sehr gut zu versorgen weiß. Hartz 4 oder auch Sozialleistungen bleiben für diese Volkstreter Fremdworte.  Auch für Linke. So sind wir sicher: Die Blaublütigen aus der CSU werden einen aus ihrer Reihe nur allzu gerne wieder aufnehmen.

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Grafikquelle  :

Quelle http://www.defenseimagery.mil; VIRIN: 091119-D-9880W-033
Urheber Robert D. Ward, Department of Defense
Genehmigung
(Weiternutzung dieser Datei)
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Politik und ihre Doktoren

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Oktober 2012

Fällt jetzt auch der Doktorhut der Anette Schavan?

Annette Schavan Portrait 2013.jpg

Es ergebe sich das „charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise“. So zitierte der Spiegel gestern den Prüfer Stefan Rohrbacher der Universität Düsseldorf. Ein ganz dickes Dementi kommt natürlich von der Merkel Vertrauten, welche eine Täuschungsabsicht entschieden zurückweist und nur kleinere Fehler einräumt. „Hier und da hätte man noch sorgfältiger Formulieren können“ ließ sie verlauten.

So solle es insgesamt auf 60 der 351 Seiten zu beanstandende Textstellen geben, welche auf „leitende Täuschungsabsichten“ schließen lassen könnten. Diese Textstellen sind Grundlage für die Beratungen des Promotionsausschusses, welcher am Mittwoch tagen wird. Von dort soll auch eine Empfehlung an den Fakultätsrat abgegeben werden, der dann über eine mögliche Aberkennung des Doktortitels entscheidet.

Tritt Schavan damit in die Fußspuren der Scheindoktoren Guttenberg, Koch-Mehrin oder Chatzimarkakis um hier einmal nur auf die bekanntesten Rosstäuscher aus der letzten Zeit hinzuweisen?  Es scheint sich als ein Zeichen unserer Zeit herauszukristallisieren das der Schein immer  wichtiger als das Sein wird.

Wurden diese, früher Hochstapler genannten Betrüger, einst hauptsächlich auf den Märkten der Brautwerbung oder Wirtschaft angetroffen, scheinen sich diese Gangster einen neuen Tätigkeitskreis zugewandt zu haben. Während die Hochstapelei in den Gebieten außerhalb der Politik von den Gerichten verfolgt wird, ist dieses in den Bereichen der Landes- und des Bundes -tages nicht der Fall. Unter der Narrenkappe eines Politikers scheint der vorsätzliche Betrug als Teil des dort gängigen, guten Benehmens anerkannt zu sein.

Das Moral in der Politik kein Maßstab, sonder nur für die Bevölkerung als Richtschnur gilt, wird daran ersichtlich, dass diese Betrüger ein wenig aus den Blickwinkel der Öffentlichkeit geschoben, aber ansonsten ihre schmutzigen Spielchen ungehindert weiter fortführen können. Nie war der immer wieder zitierte Spruch angebrachter als in der Politik: „ Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Am A… und am Kopf finden sie sich wieder alle zusammen.“

Dieser Zusammenhalt gilt hier über alle Parteigrenzen hinaus. Die privilegierte Stellung welche diese Täter noch immer innerhalb der Gesellschaft genießen bröckelt zwar, ist aber noch nicht aufgelöst worden, da auch im Zeitalter der verstärkten Aufklärung die Mühlen sehr langsam mahlen. Aber sie mahlen und und werden auch nicht mehr gestoppt werden können.

Da hatte doch einmal jemand bei seinen Amtsantritt getönt die Politik und Bevölkerung miteinander versöhnen zu wollen. Alles schon wieder in Vergessenheit geraten? Oder wurde der Versuch wieder aufgegeben? Wo bleibt hier der alt-pastorale Aufruf nach Ethik und Moral in der Politik?  Erschöpft sich das gaucken in sonntägliche Lustreisen um die Welt um auf diese Weise die Versagenden in der Heimat hinter sich zu lassen?

Und dieses in einer Zeit in welcher Friedrich Schorlemmer, in brüderlicher Geisteshaltung, seinen Theologischen Ziehvater Martin Luther verleumdet, indem er der Pussy Riot Band den Preis der Stadt Wittenberg, „für gesungenen Scheißdreck“ nicht zugestehen will?

Waren nicht seine gebrüllten Parolen nach Freiheit zu der damaligen Zeit, in den Augen der DDR Machthaber, auch nur ein „Scheißdreck“?  Ist es nicht so das eine jede Revolution zuallererst ihre eigenen Kinder frisst? Wir zumindest haben schon geistvollere Theologische Sprüche gehört womit wir dann auch wieder bei der Wertung von Professoren und Doktoren Aussagen innerhalb der Politik angekommen wären. Im Volksmund wird dieser Hut heute schon als Dummdeckel ohne Wert bezeichnet.

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Grafikquelle   :    Annette Schavan, MdB

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Fachkräfte

Erstellt von Gast-Autor am 18. Oktober 2010

In aller Munde: Der Fachkräftemangel

Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an

Experten nennen es „blauäugig“, wenn danach gerufen wird, mit der Zahl der Langzeitarbeitslosen die Lücken der Fachkräfte zu füllen. Allein 2009 habe der Fachkräftemangel der Gesellschaft Verluste von 15 Milliarden eingebracht. So tönt Wirtschaftsminister Brüderle – wenn man ihn richtig verstanden hat. Natürlich ist mit Gesellschaft der Steuerzahler gemeint – eben auch der Steuerzahler, der der Zwangsmitgliedschaft der Lohnsteuerzahler angehört. Die Zumwinkels & Co hatten und haben längst Wege gefunden, sich der gesellschaftlichen Beteiligung zu entziehen. So bleibt es in der Regel einmal mehr am sogenannten „kleinen Mann“ (und natürlich auch Frau) hängen!

Die Unterstellung der Blauäugigkeit durch die eingangs erwähnten Experten am Arbeitsmarkt ist natürlich fatal, aber zwangsläufigerweise stellt sich die Frage, warum es diesen Fachkräftmangel überhaupt gibt.

Ohne Zweifel hat der Mangel an Fachkräften etwas mit der „Ausbildungsfreudigkeit“ der deutschen Wirtschaft zu tun. Und wenn man die Praxis hinsichtlich der Praktikantenstellen analysiert, sind diese Machenschaften der Wirtschaft und Industrie alles andere als motivierend für die Absolventen der Bachelor – Studiengänge. Facharbeiter und Ingenieure sind Mangelware. Der Logik folgend ist das schlicht ein selber verursachtes Problem der deutschen Wirtschaft. Sie hat es versemmelt, die Industrie! Man hat globalisiert; d.h. Produktion wurde in das Ausland verlegt – um des schnöden Mammons wegen. Oder wie man es auch nennen kann: Gewinnmax- und optimierung. Die Ausbildung hat man schleifen lassen. Und der kleine Handwerksbetrieb hat hinsichtlich der Ausbildung Auflagen zu erfüllen, die er aus Kostengründen kaum allein stemmen kann.

Es gibt zig-tausend arbeitslose Jugendliche, potentielle Facharbeiter und Ingenieure von morgen, die händeringend eine Lehrstelle suchen. Sie finden sie nicht. Es gibt tausende von arbeitslosen kompetenten Ingenieuren und Facharbeitern, die fehlgelenkt von ‚Arbeitsamt‘ und ARGE, in nutzlose Umschulungen geschickt werden, als sie dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt zuzuführen. Das System ist krank. Allerdings bekämpft man nicht die Ursachen, sondern sattelt immer wieder etwas Neues drauf, anstatt wirklich Dinge an der Wurzel anzupacken.

Bildungsministerin Schavan plant das schnelle Anerkennen ausländischer Qualifikationen und wird dabei von Brüderle unterstützt. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland etabliert den Bachelor- und Master-Studiengang, um scheinbar internationalen Standards gerecht zu werden. Man hat aber nichts gegen den einwandernden 30-jährigen Automechaniker, dessen Ausbildungszertifikat im Staate ‚D‘ nichts gilt, der dann allerdings in Deutschland den Mechatroniker gesponsert bekommt, um danach in einer Kfz-Werkstatt arbeiten zu können. Kann der geneigte Leser dieser gefühlten Logik folgen?

Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, fordert mehr Zuwanderung aufgrund des Fachkräftemangels. Kein Thema: Wunderbar lenkt er damit von den erwähnten Versäumnissen der Industrie ab.

UP.

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Grafikquelle :  Bild aufgenommen während des Wikipedia-Bundestagsprojektes 2014. Kabinett Merkel III.

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