DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Aus dem linken Tollhaus

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Juni 2015

Wie Sevim Dagdelen die Linke in Kosova diskreditiert

Und wenn sie nicht bald ausgestorben sind, dann prügeln sie sich munter weiter. Wobei es an und für sich einmal interessant wäre, wenn jemand aus der Parteiführung genau definieren könnte wer, oder was denn eigentlich links im politischen Sinne – in dieser sich selbst so nennenden Partei ist. Höchstwahrscheinlich scheint dazu keiner in der Lage zu sein, da man es selber nicht weiß?

So könnte es für den normalen Wähler oder die Wählerin eventuell sehr aufschlussreich sein zu erfahren, ob sie denn nach einer positiven Wahlentscheidung mit den Marxismus, den Leninismus, den Stalinismus oder auch den  Bolschewismus zu jonglieren haben. Die vielen Ismen aus den Religionen werden dabei bewusst nur am Rande erwähnt, wie auch den Sozialismus oder Kommunismus.

Höchst interessant wäre es auch zu erfahren welch eine Rolle in all diesen Mischmasch dann noch der Monotheismus, der Egoismus, Kapitalismus, Antikapitalismus oder auch der Sexismus spielt. Das alles miteinander vermischt, verrührt und entsprechend geknetet soll ja dann auch noch  Platz für ein beschauliches Leben miteinander, friedliebender Bürger und Bürgerinnen innerhalb einer pluralistisch funktionierenden demokratischen Gesellschaft finden? Oder vielleicht doch eher ein Leben zwischen untereinander konkurrierenden Sekten?

Wenn denn dieses alles irgendwann einmal geklärt wäre ständen immer noch viele Fragen unbeantwortet im Raum. Wie die folgende zum Beispiel: Wo in diesen ganzen Sammelsurium finden den nun die „Wertegemeinschaft“ BRD oder die ehemalige DDR ihr Plätzchen?  Auf der Linken oder doch eher der Rechten Seite?

Wie Sevim Dagdelen die Linke in Kosova diskreditiert

von Agron Sadiku München

Als Mitglied der Partei „ Die Linke“ hat mich wieder einmal die Bundestagsabgeordnete meiner Partei „ Die Linke“ Sevim Dagdelen entsetzt.

Die „ Genossin“ sprach zur Entwicklung in Kosova vor einigen Tagen im Bundestag. Seit dieser Rede sind die Zeitungen in Kosova voll mit Auszügen aus diesem Text . Die reaktionären kosovarischen Medien benützen die Rede dazu,, die Linke in Kosova und Deutschland zu diskreditieren. Frau Dagdelen erklärte zur Situation in Kosova und Mazedonien: „ Die UCK überzieht Mazedonien unter dem Schutz deutscher Panzer mit Terror“ und weiter- „ mit der Anerkennung Kosovas wurde das Völkerrecht gebrochen“. Frau Dagdelen belegt mit diesen Äußerungen wiederum ihre Grundhaltung, welche mit dem Marxismus nichts gemein hat und völlig von der konkreten Situation abstrahiert.

In Mazedonien ist eine rechte Regierung unter Grusevski an der Macht. In Mazedonien hat der Privatisierungsprozess zu extremer Armut geführt. Die Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei über 30%. Besonders hoch ist die Arbeitslosigkeit unter der albanischen Bevölkerung. Albaner und Roma werden in Mazedonien, bei der Vergabe von staatlichen Stellen und der wenigen Sozialleistungen extrem benachteiligt. Gleichzeitig erzielen internationale Investoren aufgrund der niedrigen Löhne in Mazedonien, enorme Extraprofite. Grusevski regiert zusammen mit der Partei des Ex – UCK Führers in Mazedonien, Ali Ahmeti. Beide Parteien bereicherten sich auf der Basis der Korruption, sowie der Klientelwirtschaft. Rebellion ist demzufolge gerechtfertigt. Der wichtigste Handelspartner aus den EU Staaten ist für Mazedonien Deutschland-. Auch Mazedonien wurde durch deutsche Exporteure kaputt exportiert. In Mazedonien werden kritische Journalisten verfolgt und verhaftet.

All dies interessiert diese sogenannte deutsche Linke Dagdelen nicht. Sie steht objektiv an der Seite der mazedonischen Regierung. Die Kämpfe in Komanova waren eine Provokation der mazedonischen Regierung, um den sozialen Protest der einfachen Menschen in Mazedonien im nationalistischen Taumel zu ersäufen. Gleichzeitig nahm Dagdelen wieder gegen das Selbstbestimmungsrecht Kosovas Stellung. Offensichtlich übersieht sie die Tatsache, dass Kosova faktisch eine EU Kolonie ist. Kosova hat keinerlei Souveränität. Als Lösungsmittel empfiehlt sie den alten serbischen Kolonialismus Sie fordert Kosova bei Serbien zu belassen. Denn für die abstrakte Metaphysikerin Dagdelen haben einst bestehende Grenzen faktisch einen Heiligenschein.

Dies hat mit einer marxistischen Position soviel gemein wie eine Kuh mit dem Schlittschuhlaufen. Lenin sprach sich 1905 für die Unabhängigkeit Norwegens von Schweden aus, um die Beziehungen zwischen norwegischen und schwedischen Arbeitern nicht zu belasten. Die Bolschewiki akzeptierten das Selbstbestimmungsrecht Finnlands. Lenin führte seinen letzten Kampf gegen Stalin in der georgischen Frage. Lenin war der Meinung, dass Stalin das Selbstbestimmungsrecht Georgiens verletzte. Der serbische Sozialistenführer Tucevic forderte im Januar 1914 in seinem Buch „ Serben und Albaner“ die serbischen Sozialisten dazu auf ,dass „Recht Kosovas auf Loslösung von Serbien“ zu akzeptieren.

All dies hat Sevim Dagdelen nicht auf ihrem politischen Schirm. Mit ihrem abstrakten Bezug auf das Völkerrecht und den „ heiligen Grenzen“ hat sie die einstige Haltung der französischen Kolonialisten gegenüber Algerien. Bis 1962 bezeichneten die französischen Kolonialisten Algerien als „ unveräußerlichen Bestandteil Frankreichs“. Sevim Dagdelen hat gegenüber Kosova, die selbe Haltung wie einst General De Gaulle gegenüber Algerien. Eine linke Haltung ist dies nicht.

Zudem schadet Frau Dagdelen mit ihrer Rede im Bundestag vor wenigen Tagen der kosovarischen Linken. Die rechte albanische Presse nützt den reaktionären Unfug von Frau Dagdelen aus, um die Linke in Kosova zu schwächen. An all dies denkt die Dame in Berlin nicht. Es bleibt jedoch zu bilanzieren: Frau Dagdelen hat zum Balkan und zu Kosova eine reaktionäre Haltung. Ihre Position gegenüber Kosova ist identisch mit der Haltung der serbischen Tschetniks.

Quelle: scharf – links

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Fotoquelle: Blogsport

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Aufgaben der Vorstände

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Dezember 2010

Landesschatzmeister der Linken in Bayern gibt auf

Das schaft die Linke nicht – aber Markus Söder mit Frau

Da hat dann auch der ehemalige Landesschatzmeister der Linken in Bayern das Handtuch geschmissen und die Partei verlassen. So berichtete es Scharf – Links bereits am letzten Sonntag.

Heute zog mit dieser Meldung RP-Online nach und wiederholte im Großen und Ganzen aus dem Schreiben von Ulrich Voss.

Derweil sitzt der Bundesfürst in seiner Almhütte und spricht in der „Sueddeutschen“ über die Unvernunft in seiner Partei.

Begriffen haben vor allen Dingen die Mehrzahl der LINKEN Vorstände ihre eigentlichen Aufgaben nicht: Vorstände sind an erster Stelle für ein einträgliches Miteinander in den Vereinen oder auch Parteien verantwortlich. Sie haben für ein funktionierendes Arbeiten an der Basis Sorge zu tragen und dazu ist man in den West-Verbänden überwiegend nicht in der Lage. Alte Gewerkschafts Bosse oder  staatliche Angestellte sind es einfachen nicht gewohnt mit ihren „Untergebenen“ auf Augenhöhe zu kommunizieren. Sie glauben Macht ihrer Position sich zu unbeschränkten Herrschern aufspielen zu können. Sie habe nicht realisiert das sich die Gesellschaft weiter entwickelt hat.

Dergleichen Vorkommnisse in einen auf Gewinn ausgerichteten Betrieb würden unweigerlich in den Bankrott führen, worauf diese Partei auch zusteuert. Genau so drückt es auch Ulrich Voss in seiner Austrittserklärung aus wenn er folgendes mitteilt: „Für diese Partei gibt es keine Hoffnung mehr, das Projekt Die Linke ist gescheitert und gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.“ Deshalb  werde ich auch künftig die Vorstellungen der Undemokraten vom Rechten Rand der IG Metall weiter bekämpfen.“

In einem Kommentar auf Lafontaines-Linke schreibt Dieter Carstensen folgendes:
„Tja, Die Linke, in die ich viele Hoffnungen gesetzt hatte und mit mir tausende anderer Menschen.Um ehrlich zu sein, es tut mir weh, zuzusehen, wie diese Partei sich selber zerlegt. Flippen die jetzt alle aus? Jeden Tag sind die Medien voll vom hausgemachten Zank und Streit. Ein paaar bornierte Linke machen den bürgerlichen Medien Vorwürfe! Die können aber nichts für den Streit. Gregor sagt “hüh”, Oskar sagt “hott”, Bodo sagt “Kur”, Halina Wawzyniak und Stefan Liebich sagen “Hilfe” und der chaotische Wolfgang Zimmermann aus NRW sagt “Ich bin’s nicht gewesen.”
Wer soll da noch durchblicken?
Klaus hockt wieder in seiner Almhütte, da bekommt er eh nichts mit, Dietmar Bartsch, Katja Kipping und Dagmar Enkelmann streiten um der Kaisers Bart und so zanken sie alle munter miteinander herum!
Der Volksmund würde sagen, “Wenn es dem Esel zu wohl wird.”
Psychologen und Psychotherapeuten würden bei der Die Linke aktuell “suizidale Gedanken” diagnostizieren.
Als Sozialarbeiter würde ich die ganze “Bande” zu einem Workshop einladen, Thema: “Frustbewältigung, ohne Angriffe auf Mitmenschen”
Vielleicht sollte ich dieses Seminar mal dem Karl-Liebknecht Haus in Berlin anbieten …“

Auch im Neuen Deutschland stellt der Kommentator die Frage aller Fragen und ich zitiere hier:  „Wie lange noch ?
Man reibt sich die Augen und es klingeln einem die Ohren, wenn man führende Politiker der LINKEN über Konflikte in der eigenen Partei reden hört oder liest.“

Bei diesem Durcheinander ist es nicht verwunderlich wenn Mitglieder und selbst ganze Fraktionen sich aus der Partei verabschieden, wie noch vor einigen Tagen in Gelsenkirchen geschehen. Nicht überraschend ebenfalls sind anonyme Kommentare welche auf das Niveau und die Schreiber auf DL hinweisen. Selbstverständlich vergessen sie nicht zu erwähnen, dass nach dem verlassen eines Schreibers das Niveau merklich gesunken sei. Nicht überraschend deshalb da es des öfteren vorkommt das die Brandstifter mit dem Löscher identisch sind. Zur Beruhigung aller sei hier einmal festgestellt das wir ohne Werbung arbeiten und es nicht nötig haben unsere Meinung von obskuren Kommentatoren abhängig zu machen.

IE

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Grafikquelle  : Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

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