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Schämt euch, Versager!

Erstellt von DL-Redaktion am 27. November 2011

Schämt euch, ihr Versager!

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Griechenland

In diesem sehr gut geschriebenen Artikel zeigen Mitbürger deren Familienwurzeln irgendwann einmal in Griechenland gepflanzt waren auf, wie sehr eine Deutsche Regierung bemüht ist das Deutschtum wieder an die Spitze von Europa zu bringen. Sind wir Deutschland, wir sind Europa.

Die Linie der Diskriminierung mit Beschimpfungen über die faulen, chaotischen, immer nur an Urlaub denkenden Ausländer hat aber hier, im eigenen Land mit der Beschimpfung der eigenen Bürger begonnen. Die meisten der eigenen Landleute haben es mit der bei vielen eigenen Gleichgültigkeit hingenommen, von Volkstretern als faul, unwillig zum Arbeiten, Drückeberger oder auch als Personen welche über ihre Verhältnisse leben, beschimpfen zu lassen. Sie haben sich mit rot angelaufenen Kopf geduckt und ducken sich immer noch, um sich im Stundenlohn von 15 Euro auf 5 Euro herab stufen zu lassen.

Auf die ehrliche Antwort für dergleichen Vorgehen, auch von Seiten der Opposition, warten betroffene  Bürger bis heute vergeblich. Wo wagen es nicht an der Regierung beteiligte, Personen wie Merkel oder von der Leyen offen zu sagen, dass diese für Stundenlöhne von fünf oder auch 7,50 Euro gefälligst selber Arbeiten sollen. Die Bürger lassen sich für das Versagen der Politiker die Löhne kürzen und damit den für den Widerstand benötigten Stolz ohne Gegenwehr nehmen.

Wo wird von Bürgern in diesem Land die kostenlose Hilfe in gerne genannte Ehrenämter verweigert? Die Politik macht nichts ohne Bezahlung! Schon in den Parteien rechnen die in Vorständen sitzenden jeden Kilometer sorgfältig ab. Eine Bundesschiedskommissionen der LINKEN  reist auf Kosten von  Hartz 4 beziehenden Beitragszahlern und nächtigt im Bonner Hilton. Professoren und sonstige Großverdiener versuchen sich gerade, so wie einst die „Größen“ in der DDR oder anderen Ländern, unter dem wärmenden Deckmäntelchen des Sozialismus oder Kommunismus wieder gemütlich einzurichten. Sind das keine Skandale die einen jeden zum Widerspruch anregen müsste?

Frohe Minen danken es Ihnen in den Glauben mit solcherart Unterwürdigkeit in dieser Gesellschaft etwas verändern zu können und lassen dabei die Geschichte völlig außer acht. Ohne den aktiven Widerstand oder die Aufmüpfigkeit vieler ist es bislang weder einer Gruppe noch einer Partei jemals gelungen etwas zum Besseren zu verändern.

So muss wieder einmal das Ausland den Deutschen zeigen wie der Widerstand gegen Obrigkeiten organisiert wird. Nehmen wir diese Länder als positives Beispiel und lassen eine weitere Diskriminierung nicht weiterhin Widerspruchslos geschehen.

Hier der bereits im Vorwort erwähnte Artikel:

Es ist unglaublich, mit welcher Konsequenz der Wert der Menschen in Griechenland nun herabgestuft wurde. Die Griechen mussten erst mal als genuin faul, chaotisch, undiszipliniert gebrandmarkt werden, um sie sozial- und lohnpolitisch leichter entrechten zu können, als es das Leben eines vollwertigen europäischen Bürgers zulässt. Darin offenbart sich die Logik eines postliberalen Rassismus.

Es ist nicht derselbe Rassismus der Neonazi-Mörder, doch er besitzt eine Gemeinsamkeit mit ihnen. Während die rechten Terroristen umbringen, wer ihrer Meinung nach nicht dazugehört, aber an der Realität der Einwanderungsgesellschaft nichts ändern können, stellt der liberale Rassismus nicht die Zugehörigkeit an sich infrage, aber doch die Gleichberechtigung, die daraus erwächst.

Ein Ausdruck dessen ist, dass mit der Griechenland-Panik im Rücken auch noch der letzte abgehängte Deutsche sich als europäischer Blockwart aufspielen kann. Als in diesem Sommer DemonstrantInnen am Düsseldorfer Hauptbahnhof ihre Solidarität mit Griechenland bekundeten, riefen ihnen sogar einige Junkies zu: „Geht erst mal arbeiten!“

Hinter den Phrasen des „die Griechen kosten uns zu viel“ steht ein Rassismus, der dieses Mal an den Graecoalemannos ausprobiert, inwieweit sich die Gleichheit unter Bürgern zurücknehmen lässt. Wie beim Rassismus gegen Muslime thematisiert auch die „westliche“, latent antigriechische Haltung nicht mehr grundsätzlich unsere kulturellen Unterschiede, sondern stellt unsere staatsbürgerliche Fähigkeit, Deutsche oder Europäer zu sein, infrage.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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