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Saarlouis wählt aus 11 = 10

Erstellt von DL-Redaktion am 23. August 2011

Stadtverband DIE LINKE Saarlouis neu gewählt.

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Es war einmal so fingen früher Märchen an. Heute gehen zumindest in der Politik die Märchen damit einen mehr oder weniger schnellen  Ende entgegen. So wurde am Sonntag der Vorstand des Stadtverband DIE LINKE Saarlouis neu gewählt. Einer solchen Einladung folgten noch im Jahre 2009 60 Personen aus der 40.000 Einwohner zählenden Stadt. Am Sonntag fanden sich gerade noch 11 Wahlberechtigte Personen sowie 3 Gäste ein.

So musste dann selbst der MdB Thomas Lutze eingestehen: „Der Kreisverband Saarlouis ist in einem Zustand, der nicht mehr unterboten werden kann, denn es ist einiges in der Vergangenheit falsch gelaufen.“ Ein Satz – mehr nicht, keine Aufarbeitung, keine Fragen, keine Rückschlüsse oder gewonnene Erkenntnisse, nichts. Genau diese Reaktion aber ist eine typische Erscheinung in dieser Partei wie uns aus den Ortsverbänden immer wieder berichtet wird und zeigt der Basis dass die Führenden bereits resigniert haben. Sichtbares Ergebnis: Wenn die Oben schon so wenig Interesse zeigen, warum dann wir?

Als neue Spitze wurde dann Josef Rodack, Schwiegervater des MdB Lutze, zur 2. Vorsitzenden Karola von der Graaf und als Schatzmeister Muhs gewählt. Im vornherein hatten sich die 11 Wahlberechtigten darauf geeinigt den Vorstand auf 10 Personen zu erhöhen. Da Joachim Schulgen aus dem Stadtrat als Mitglied aber in eigener Fraktion tätig, auf eine Wahl verzichtete erhielt so jeder ein Pöstchen.

Thomas Lutze erwähnte das die Linke bei den letzten Kommunalwahlen 12,5 % erreicht und damit einen Wählerauftrag zu erfüllen habe. Im Stadtrat sei man mit einer Fraktionsstärke von fünf Personen gegangen aus der sich nach gewissen Querelen zwei Abgeordnete getrennt haben.

Gilbert Kallenborn berichtete als Gast davon, dass der alte Vorstand nicht entlastet wurde, da kein Rechenschaftsbericht vorgelegt wurde. Für einen neuen Schatzmeister könnte dieses fatale Folgen nach sich ziehen, da eventuell später festgestellte Fehlstände ihm zur Last gelegt würden. Es geht bei Parteigelder immer um Mitgliedsbeiträge und speziell in solchen Dingen reden die Gerichte sehr schnell von Veruntreuung. Bei einem Vorstandswechsel ist normal die Vorlage eines Rechenschaftsberichtes unverzichtbar.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

Quelle: Heimatkundeverein Rodena >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle   : Verkleinerte Version des von mir aufgenommenen Fotos.

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