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Spitzentänzer der LINKEN

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Februar 2013

Der Spitzentanz der Linkspartei

Haw Par Villa, Singapore

Könnte dieser folgende Artikel, gelesen im Magazin Forum, wie uns berichtet wurde ein „Ostermann Blättchen“ im Saarland, schon als Aufnahmeantrag in die LINKE gewertet werden? Falls die SPD dem Interessenten die kalte Schulter zeigen würde? Möglich ist alles, da die LINKE bekanntlich auf ein jedes Mitglied angewiesen ist, besonders dann wenn er auch noch finanziell gut bestückt ist.

Da soll doch sogar jemand in Saarbrücken fortlaufend aus einem offenen Fenster brüllen: „Echte Sozialisten gesucht, bei Hummer und Kaviar“. Der Journalist scheint den Ruf sehr wohl gehört zu haben und gibt seinen Chef durch diesen Artikel schon einmal versteckt zu verstehen, dass in der saarländischen LINKEN alles nur über eine Person läuft, über Oskar. Und wenn es dann läuft, dann  wirklich alles und nicht nur die Nase!

Wir anderseits hoffen das Ostermann verstanden hat auf was er sich denn da einlassen würde. Erst einmal würde, so nennt man es dann wohl, der absolute Kadavergehorsam erwartet, dem eventuell später einmal, im sozialistischen Traumland angekommen, für die Ur-,  Ur- Enkel die private Enteignung folgen könnte. So nach dem Motto: „Alles dem Führer“. Linke Führer können sehr alt werden was ist Moskau zu besichtigen ist, da wartet immer noch einer auf seine Verwesung. Ist wohl gedopt worden?

Dabei scheint die LINKE im Osten langsam zu begreifen wie Fehlentwicklungen innerhalb einer Demokratie am Wirkungsvollsten bekämpft werden. Nicht durch weglaufen, wegsehen sondern durch aktiven Widerstand. Der Baum des Sozialabbau wächst im Laufe der Jahre immer schneller und die Verästelungen werden immer kräftiger, unübersichtlicher. Einmal Versäumtes ist nicht wieder aufzuholen da Politik kein Unrecht kennt. Der Starke hat immer Recht.

Das Abwenden von Missständen ist aus einem bestehenden System immer leichter als erst ein neues aufzubauen. Die Grünen haben ihren Aufbau nach 40 Jahren heute noch nicht vollendet. Die heute zu erreichenden 15 Prozent reichen bei weiten nicht, eine Gesellschaft entsprechend zu verändern. Im Gegenteil, nach mehr als 40 Jahren sind nun erste Anzeichen zu sehen. Auch die Grünen sind aus einer Spaltung der SPD entstanden.

Die Sympathien waren zu Schröders Zeiten, sagen wir einmal vorsichtig, zumindest verteilt. Das Weglaufen eine Trotzreaktion, anerzogener Familiengehorsam zur eigenen Partei, vielleicht auch Dankbarkeit für das durch die Partei erreichte. So wie die SPD immer tickte, das sehen wir heute in der West-LINKEN in der sich das Gerümpel versammelt hat, in der politischen Mottenkiste. Darum laufen dieser Partei letztlich auch die Wähler und Mitglieder weg. Ein Duplikat wird nicht gebraucht. Peerlusconi und Peerfontaine als Doppelpack würde dieses Land vielleicht nicht überstehen. Obwohl, so groß ist nun der Unterschied auch nicht, beide kassieren für ihre Taten ganz schön ab.

Unverständlich auch die Eloge auf die Vergangenheit. Für einen Politiker? Dieser hat auf die Zukunft ausgerichtet zu sein und darf sich nicht jeden Tag erst abstauben lassen. Wo liegt denn der  Unterschied zwischen einen feigen Wegläufer und einen Rechtsabbieger? Beide füllen sich erst die Taschen und gehen dann ihrer eigenen Wege.

Ein Spitzentanz der Linkspartei mit Sahra als den sterbenden Schwan aus einer „attraktiven  Dreierlösung?“ Pornographisches hätten wir in einen politischen Artikel allerdings am wenigsten erwartet. Aber was wird nicht alles geschrieben um seine Favoriten im Blickfeld zu halten. Die Gesellschaft wurde in Lafontaines 40 jähriger aktiver politischer Zeit nicht zum Vorteil verändert, im Gegenteil. Worauf lassen sich diese hohen Erwartungen nun begründen? Auf den natürlichen Alterungsprozess oder an den Drei prozentigen Durchschnitt der Linken Wählerschaft im Westen der Republik?

Was die SPD mit Lafontaine in ihren drei Regierungszeiten mit um die 40 % der Wähler nicht schaffte, vollbringt er heute mit drei Prozent? Tätschelt dieser Artikel vielleicht doch zu kräftig den Bauch des saarländischen Buddha? Obwohl, bei den Chinesen soll das streicheln desselben Reichtum und Glück bringen. Aber nicht für den Buddha!

Der Spitzentanz der Linkspartei

Das Wahlkampfteam der Linken steht, doch einer fehlt: Oskar Lafontaine. Das ist kein Zufall. Noch immer kämpfen die Parteiflügel mehr gegeneinander als miteinander. Auch persönliche Eitelkeiten gefährden den Erfolg. Dabei wird es Zeit, aus der Kakofonie einen gemischten Chor zu machen.

 „Acht Köpfe für einen Politikwechsel“ hat die Linkspartei kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert und dabei gute Leute aufgeboten: Gregor Gysi, der schlagfertige Entertainer, soll 2013 dafür sorgen, dass die Linke von den Medien weniger geschnitten wird. Sahra Wagenknecht hat in Niedersachsen bewiesen, dass sie mittlerweile auch tief im Westen hoffähig ist. Jan van Aken ist zwar außerhalb der Partei kaum bekannt, hat im Bundestag aber bewiesen, dass die Linke auch in der zweiten Reihe exzellente Redner hat. Nur einer fehlt auf dem Bild, der unbedingt dazugehört: Oskar Lafontaine.

 Das erstaunt, denn längst ist klar, dass Lafontaine sich im Herbst für einen Bundestagssitz bewerben wird und den auch bekommt, sollte die Linke erneut über fünf Prozent kommen, woran keine vernünftigen Zweifel bestehen. Warum Lafontaine fehlt in der Riege der acht, stattdessen recht erfolglose „Apparatschiks“ wie Ex-Parteichef Klaus Ernst präsentiert werden, ist erstaunlich, und so richtig will die die Partei das auch nicht erklären. „Wir müssen Oskar Lafontaine nicht extra präsentieren“, versucht sich Martin Sommer, Sprecher der Saar-Linken, gegenüber FORUM an einer Begründung. Der werde sowieso eine starke Rolle im Bundestagswahlkampf spielen, das verstehe sich ja von selbst.

 Was Sommer nicht sagt, die acht Kandidaten sind ein schlechter Kompromiss. Schuld daran sind mal wieder die Personaldebatten in der Partei. Gregor Gysi hatte ein Kandidatenduo mit seiner Stellvertreterin Sahra Wagenknecht abgelehnt. Parteichef Bernd Riexinger wiederum hatte Kritik an einer alleinigen Spitzenkandidatur Gysis durchblicken lassen. „Die Zeit einsamer Häuptlinge“ ist vorbei, twitterte er kürzlich seinen Genossen in die Smartphones. Jan van Aken, einer der Stellvertreter Riexingers, sieht das genauso. Eine politisch attraktive Dreierlösung Lafontaine, Wagenknecht, Gysi hätte die Parteirechte nicht mitgetragen, fürchtet sie doch, das grandiose Duo Lafontaine und Wagenknecht steuere die Partei zu weit nach links.

Quelle: Magazin-Forum >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Buddha / Wikipedia / Gemeinfrei

Taken by User:Sengkang

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