DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Linke noch aktiv ?

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Juni 2010

Diese Frage stellen sich derzeit viele Berichterstatter

Der Potsdamer MdB Norbert Müller hat immerhin gelernt
mit vier Hände zu kassieren

Immer mehr gehen die Linken in Bund und Ländern auf ideologische Tauchstation, beschäftigen sich mit sich selbst, streiten über den besten Begriff, welcher die DDR und die STASI halbwegs freundlich beschreiben könnte und vergessen ihre eigentliche Aufgabe als Partei: Mitwirkung bei der politischen Willensbildung!

Viele fragen sich: Wer braucht die Linkspartei eigentlich noch? Und für diesen Zustand sorgt die einst so enthusiastisch gegründete Partei selbst. Der unsägliche Zusammenschluss der sozialdemokratisch geprägten WASG mit der SED-Nachfolgepartei PDS trägt seit einiger Zeit faule Früchte. Die versammelten K-Gruppen innerhalb der Linken raffen, was sie an Mandaten und Pöstchen ergattern können, schmieden bereits Pläne für so genannte örtliche Zusammenschlüsse und wundern sich dann ernsthaft über die Abkehr der BürgerInnen. Ein Landesgeschäftsführer Blocks in NRW, der sich zum Vordenker aller Autokraten in dieser Partei aufschwingt, wie u.a. durch seine Forderung auf dem Landesparteitag der Linken, die Mehrheitsverhältnisse bei Personalentscheidungen auf nur noch 40%-Zustimmung zu begrenzen. Ist die simple Mehrheit nicht immer jenseits der 50% ? Aber auch das passt in das neue Bild einer Partei, die sich vom Menschen, insbesondere ihres Klientels,  zu entfernen scheint, hin zu einer Kaderpartei alten Musters.

Selbst bei ihren ureigenen Themen versagen die GenossenInnen, wie die Abstimmung im Bundestag zur  Mandatsverlängerung des Sudan-Einsatzes eindrücklich belegte. Ost-West-Konflikte in der Linkspartei sind auf der Tagesordnung, unhaltbare Reiseberichte von Friedensaktivistinnen einer Gaza-Mission und deren einseitiges Israel-Bild prägen das aussenpolitische Bild genauso, wie innenpolitisch die unglückliche Prozedur der zickigen Benennung einer eigenen Kandidatin zur BP-Wahl am kommenden Mittwoch. Die linken Landesverbände im Westen der Republik zeigen sich zerstritten, zu radikal und oftmals zu realitätsfremd. Zu offenbar werden gerade hier Gemauschel und Geschiebe um Posten, Pöstchen und Mandate erkennbar.

Längst finden sich die eigentlich linken Themen bei anderen Parteien, mehr noch bei Gewerkschaften und sozialen Einrichtungen wieder. Eine Partei, die viel zu sehr mit sich und ihren Mitgliedern beschäftigt ist, verlernt das politische Handwerk.

Nicht nur allein wir beklagen diesen Zustand einer Partei, die eigentlich mal antrat, alles anders und besser zu machen. Heutzutage reichen eben Lippenbekenntnisse und dünne Sprechblasen nicht mehr aus.

Andere Kommentatoren sehen das aktuell ebenso. Beispielhaft sei hier  der Artikel der Journalistin D.-A. Langner-Urso aus Berlin erwähnt. Auf der von ihr betriebenen Website „MenschenZeitung“ ist eine Beschreibung über den Zustand der Linken in Deutschland nachzulesen, dem voll zuzustimmen ist. Ins gleiche politische Horn stösst auch der Bericht des Journalisten Nils Minkmar von der FAZ.

Ob die Linkspartei allerdings all diese Rufe vernimmt, ist fraglich. Beratungsresistente wie ein Günter Blocks und andere, werden auch hier nur wieder die „neoliberale“ Pressekeule schwingen. Denn wer nicht für die Linke ist, kann nach den Gedankengängen dieser Fundis nur gegen sie sein. Ein möglicherweise fataler Wesenszug einer Partei, die mal als modern und fortschrittlich gelten wollte, aber an diesem Leitbild kläglich scheiterte.

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Fotoquelle:  : Twitter

Norbert MüllerVerifizierter Account
@Norbert_MdB

Bundestagsabgeordneter für – sozialistisch – links – demokratisch – antifaschistisch

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