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Nachruf Egon Bahr

Erstellt von DL-Redaktion am 20. August 2015

Möglichkeiten, immer und überall

Von Bettina Gaus

Der SPD-Politiker war das Vorbild unserer Autorin – obwohl sie oft stritten. Doch ein Ziel stellte Egon Bahr über alles andere: Frieden.

Meine Generation – ich bin Jahrgang 1956 – hat es nicht so mit Vorbildern. Allzu dicht waren wir noch dran an den falschen Propheten, denen viele Eltern und Großeltern nachgelaufen sind. Selbst wenn wir jemanden ganz großartig finden, scheuen die meisten von uns vor dem Wort „Vorbild“ zurück. Das, was damit ausgedrückt werden soll, lässt sich auch anders formulieren.

Im Hinblick auf Egon Bahr will ich es nicht anders formulieren. Er ist, war und bleibt mein Vorbild. In mehrfacher Hinsicht.

Selbstverständlich auch deshalb, weil ich im Alter furchtbar gerne so wäre wie er: wach und neugierig. Vor einigen Jahren telefonierte ich mit seiner Frau Adelheid, um ein Treffen zu verabreden. In den nächsten Wochen sei das schwierig, sagte sie. Egon habe einen Termin in – war es Aserbaidschan? Ich erinnere mich nicht genau. „Und danach will er natürlich die Gelegenheit nutzen, die Seidenstraße entlang zu fahren.“ Natürlich. Das ist ja das, was Leute im Alter von Mitte 80 so zu tun pflegen. Auf eigene Faust. Wie sonst?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :   Egon Bahr auf der Leipziger Buchmesse 2013

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