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RENTENANGST

Sommer — Engelen Kefer

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2013

Arbeitnehmerflügel der SPD lädt nach “Intervention”
von DGB-Chef Sommer – Ursula Engelen-Kefer aus

Heute wurde ich von der ehemaligen DGB-Vize, Ursula Engelen-Kefer, auf folgenden Vorgang aufmerksam gemacht. Er ist nicht nur wegen des mehr als fragwürdigen persönlichen Umgangs des DGB-Chefs, Michael Sommer, vielsagend, der offen gesagt in meinen Augen einem skandalösen Mobbing gleichkommt, sondern scheint mir generell ein Phänomen zu unterstreichen, das selbst in den Gewerkschaften wie auch in der Politik nicht eben selten anzutreffen ist: dass zwischen politischem Anspruch und persönlicher Wirklichkeit ein tiefer, tiefer Abgrund gähnt.

Der Arbeitnehmerflügel der SPD, die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), hatte Engelen-Kefer zur Teilnahme einer Podiumsdiskussion im Rahmen der 40-jährigen Jubiläumsfeier der AfA in Duisburg eingeladen. Thema und Besetzung des Podiums: “AfA Gestern-Heute-Morgen”; Klaus Barthel, Rudolf Dressler, Friedhelm Farthmann (AfA-Mitgründer), Ursula Engelen-Kefer, Fierat Aslan (JAV Bayer) und Rainer Bischoff Moderation, hieß es in dem mitgesendeten Programm.

2014-09-12 - Ursula Engelen-Kefer MdB - 8855.jpg

Trotz der Kurzfristigkeit der Einladung – die Veranstaltung findet am 31. August statt, die Einladung erreichte Ursula Engelen-Kefer am 26. August – reagierte Engelen-Kefer unmittelbar mit Zustimmung. Nicht einmal zwei Stunden, nachdem die Einladung an sie per E-Mail gesendet wurde, antwortete Engelen-Kefer: “…auch wenn dies eine sehr kurzfristige Einladung ist, bin ich infolge jahrzehntelangem Streitens innerhalb und außerhalb von Gewerkschaften und SPD für die Sozialpolitik gerne bereit, Eurer Einladung zu folgen. Freue mich darauf, langjährige Mitstreiter wieder zu sehen. Außerdem setze ich mich gerade mit Blick auf die nächsten Bundestagswahlen gerne für Euch als AfA in NRW und damit natürlich auch für unsere Partei ein.”

Quelle: Wirtschaft und Gesellschaft >>>>> weiterlesen

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Grafikquellen    :

Rudolf Dreßler beim AfA-Bundeskongress 2008 in Kassel

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Von rumpelnden Gespenstern

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Januar 2013

Rolle der Gewerkschaft im Wahljahr
Im Zweifel gegen Steinbrück

File:Peer Steinbrück, Rhein-Ruhr-Halle Duisburg, 2005.jpg

Nichts ist schöner in diesen Tagen der Kälte als die Schlagzeilen in der Presse zu lesen. Die eine Zeitung lässt sich hier über den Sommer empören, was den Michael scheinbar aber kalt lässt und in einen anderen Artikel lesen wir dann weiter das sich im Zweifel sowieso alles gegen die Härte des Steins verbrüdern oder verschwestern will. Die entsprechenden Schlüsse aus diesen Nachrichten wirr war sollte ein Jeder letztendlich selber ziehen.

Aber, nun ganz im ernst, ist es nicht die Pflicht eines Gewerkschaftsführers mit Jeden in Kontakt zu treten, Gespräche zu führen um dann die entsprechenden Schlüsse zu ziehen? So entlarven sich die Vorwürfe aus der LINKEN mehr als blinder Aktionismus? Wo sind sie denn hin, die Funktionäre der dem heutigen Führungspersonal der Gewerkschaften unterlegenden, überwiegend in DIE LINKE, um dort wenigstens noch aus der zweiten oder dritten Reihe heraus an den Zitzen des Staates zu saugen.

So werden alle Parteien zu Gesprächen von Michael Sommer eingeladen und es ist richtig zuerst mit den großen Parteien zu reden, da diese voraussichtlich auch in den nächsten Jahren das Sagen haben werden. Das hier die Splitter eines Wahlvereins mit Namen DIE LINKE dann erst im Februar an der Reihe sind, ist real Politik. Erst kommt das große Fressen und anschließend der Gang zur Toilette.

Auch die Verbundenheit des Michael Sommer mit Merkel ist doch so neu auch nicht mehr. Insbesondere wenn hier berücksichtigt wird das ein entsprechendes Parteibuch keine Aussagekraft mehr hat. Steinbrück und SPD? Der ließe sich mit einem Panzer vergleichen welcher auf einen vollbesetzten Parkplatz eine Fläche für sich freimacht. Da kommt die Merkel doch wesentlich sozialdemokratischer daher als ein Steinbrück welcher seine Partei immer tiefer in den Keller treibt.  Warum sollte sich Sommer mit Verlieren verbünden?

So lesen wir in dem Tagesspiegel folgendes:

Rolle der Gewerkschaft im Wahljahr
Im Zweifel gegen Steinbrück

Michael Sommer, Chef des Gewerkschaftsbundes, lobt lieber Angela Merkel.

Von Michael Sommer ist bekannt, dass Merkel ihm näher steht als Steinbrück. Obwohl der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ein SPD-Parteibuch besitzt, hegt er einen Groll gegenüber dem sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, weil dieser die von Sommer seit Jahren bekämpften Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 bis heute verteidigt. Wohingegen Sommer die etwas trockene und unaufgeregte Art von Angela Merkel so zu schätzten scheint, dass er sie selbst zu Beginn des Wahljahres 2013 öffentlich lobt. Ihr sei es zuzuschreiben, meint der Chefgewerkschafter, dass unter Schwarz-Gelb die Rechte von Arbeitnehmern nicht geschliffen worden seien.

Quelle: Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

So sollten wir denn auch sehr aufmerksam und genau lesen was von den nun tagtäglich gemachten Angeboten des LINKEN Wahlverein gegenüber der SPD und den Grünen realistisch ist. Es wird versucht hier ein Gespenst durch den Blätterwald zu jagen, vor dem sich wirklich keiner zu fürchten braucht. Noch ist das Abendland also nicht verloren.

Da helfen auch die zwei in manchen Augen attraktiven weiblichen Blendgranaten Sahra und Katja wenig.

Dazu lesen wir folgendes:

Das rot-rot-grüne Gespenst

SPD und Grüne wollen am liebsten gar nicht über die Linke reden. Die dagegen versucht, sich mit Koalitionsangeboten ins Gespräch zu bringen.

Beim TV-Wahlkampf-Duell mit David McAllister, CDU-Ministerpräsident in Niedersachsen, sah sein Herausforderer, der SPD-Mann Stephan Weil, einen Moment lang richtig schlecht aus: bei der Frage nach der Linkspartei. Das sei „eine Splitterpartei“, mit der sich die SPD überhaupt nicht zu befassen brauche.

Doch Kooperationen mit der Splitterpartei ausschließen mochte Weil dann auch nicht. Offenbar erinnert man sich in der SPD an das selbstzerstörerische Ausschlussdogma, das nach der Landtagswahl in Hessen 2008 Andrea Ypsilantis Karriere beendete.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen:

Hier werden zwei Lockvögel in Front geschoben, um für gutes Wetter zu sorgen während im Hintergrund das Rumpelstilzchen von der Saar seinen Tanz um das Feuer aufführt. Welch erfüllende Partnerschaft: Während die Eine der Gegnerschaft Avancen unterbreitet prügelt der Partner auf die Gegner ein. Zuckerbrot und Peitsche.

Genau dieses ist das Spiegelbild der LINKEN Partei. Nach außen hin wird mit offener Gestik eine gebende Haltung gezeigt, während den Nehmern von hinten der Teppich unter dem Hintern weggerissen wird. Eigen-Sozialismus pur. Selbst wenn er mit seinen Äußerungen so ganz falsch auch nicht liegen mag, spricht es für einen schlechten Stil seine Partnerin so der Lächerlichkeit preiszugeben. Das ist die gezeigte Gleichberechtigung in der LINKEN ? Noch schlimmer ist es, sich als Frau für so etwas herzugeben.

So ist es normal das die SZ hier die LINKE an den Hörnern packt:

Lafontaine provoziert SPD mit rüder Hartz-IV-Kritik

SZ-Korrespondentin Susanne Höll hat die Reaktion der SPD-Generalsekretärin Andreas Nahles eingeholt. Die bezeichnete die Äußerung als eine „gehässige Verzweiflungstat“. Nahles‘ Konter:

„Im Abstiegskampf scheinen Lafontaine alle Mittel recht – je unbedeutender die Linkspartei desto verantwortungsloser.“

Quelle: SZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :     Steinbrück

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Attribution: BlackIceNRW

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Eine Lobbyaktion des DGB ?

Erstellt von DL-Redaktion am 28. September 2011

Staaten tilgen ihre Schulden niemals in Zeiten der Krise

Mit einer Anzeigenaktion starteten auch die großen Gewerkschaften gestern mit ihrem Veto pro Europäischer Rettungsschirm. Sie erhöhen damit den Druck auf die Abgeordneten sich durch ihrer Zustimmung für die Interessen dieser Regierung einzusetzen. In vielen großen Tageszeitungen wurde folgender Wortlaut geschaltet: „Ohne gemeinsame Anstrengungen aller Länder der Euro-Zone droht der Zerfall der gemeinsamen Währung mit weitreichenden Folgen für Wohlstand und Beschäftigung.

Dieser Appell wird vom DGB sowie acht Einzelgewerkschaften getragen. „Unsere Mütter und Väter haben ein friedliches Europa auf den Trümmern zweier Weltkriege aufgebaut. Es ist unsere Verantwortung, das geeinte Europa für unsere Kinder und Enkel zu bewahren“, heißt es in dem Aufruf. Bei der Rettung von Griechenland und der Sicherung der Währungsunion gehe es deshalb auch „um unser gemeinsames europäisches Projekt“.

Ob diese Erklärung denn auch im Sinne der von ihr zu vertretenden Klientele ist, wird sich leider erst in naher Zukunft erweisen. Vergessen sollten wir aber gerade in solch einer Situationen nicht das es noch nicht allzu lange her ist, als die Gewerkschaften auf einen Zug der Schröder-Regierung aufsprangen, welcher heute mit dafür verantwortlich ist, dass über Länder wie Griechenland überhaupt so viel geredet oder geschrieben werden muss.

Das es in diesem Land auch gegensätzliche Meinungen zur Regierungspolitik gibt wird scheinbar nicht in die Betrachtungen einbezogen. Wäre es vielleicht möglich das auch heute wieder nahezu blind auf einen Zug aufgesprungen wird, der von der Regierung gesteuert wird und angeblich wieder einmal Alternativlos ist ?

Hier eine Gegensätzliche Meinung von Wilhelm Hankel, einstmals die rechte Hand des Wirtschaftsministers Karl Schiller (SPD). Später leitete er die Hessische Landesbank.

„Staaten tilgen ihre Schulden niemals in Zeiten der Krise“

taz: Herr Hankel, Regierung und Opposition, linke und rechte Ökonomen sind beim Thema „Euro“ überwiegend einer Meinung: Die Krisenländer bleiben drin. Ein Griechenland-Rausschmiss stieße das Land dauerhaft ins Elend.

Wilhelm Hankel: Wie kommen Sie dazu? Nur der Austritt aus der Euro-Union kann Griechenland davor bewahren, entmündigt und ins nackte Elend gestürzt zu werden. Ob links oder rechts: Ich zweifle an den volkswirtschaftlichen Grundkenntnissen unserer Euroretter.

Griechenland ist kein Exportland. Das Land könnte doch gar nicht von einer Weichwährung, von eine schwachen Drachme profitieren.

Aber ja doch. Es gewönne sein an die Türkei verlorenes Tourismusmonopol zurück.

Die Chance wäre Tourismus?

Nicht nur Tourismus. Das Land verfügt über andere klassische Exportprodukte: Wein, Öl, Oliven, Rosinen. Es kann Frühobst und -gemüse anbauen. Es hat eine leistungsfähige Kleinindustrie im Norden.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle

Es passt einfach! Darum hier eine Verlinkung mit Facebook:

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DGB – Werner Bäumler

Erstellt von DL-Redaktion am 2. August 2011

Sozialverträglichkeit nach Art des DGB

File:Köln Hans-Böckler-Platz 1 DGB-Haus.jpg

Heute wurden wir auf den Aufruf des Förderkreis Sasel aufmerksam gemacht, dessen Ausfruf wir hier gerne verbreiten helfen.

Der DGB Vorsitzende Michael Sommer und der Geschäftsführer des DGB Bildungswerkes haben bei jeder Gelegenheit in die Öffentlichkeit hinausposaunt, dass die Schließung der Bildungsstätten Hamburg und Niederpöcking sozialverträglich erfolgen wird. Was die unter sozialverträglich verstehen will ich hiermit zur Kenntnis geben. Am 28. Juli 2011 haben die Beschäftigten des Bildungszentrums Niederpöcking, die im so genannten Personalhaus wohnen, die Kündigung ihrer Wohnungen von Dieter Eich erhalten. Daraus geht hervor, dass die Mieter zum 31. Dezember 2011 aus ihren Wohnungen raus müssen (Ein schönes Weihnachtsgeschenk des DGB). Dabei stört es den Eich anscheinend nicht, dass es Kündigungsfristen zwischen sechs und neun Monaten gibt. Nach Adam Riese laufen diese von August 2011 bis April 2012. Verträge, die vom Bildungswerk mit Kolleginnen und Kollegen geschlossen wurden, werden einfach ignoriert.

Man will den Kolleginnen und Kollegen buchstäblich den Boden unter den Füßen und das Dach über dem Kopf wegziehen. Nachdem es sich, laut Eich, um Werkswohnungen handelt, weist er lapidar darauf hin, dass der Betriebsrat zu der Angelegenheit angehört wurde. Er fand es aber nicht der Mühe wert, das Ergebnis dieser Anhörung an die Kündigung anzuhängen, was bei Kündigungen sonst üblich ist.

Die Mieter werden sich das nicht bieten lassen. Die Situation wird eskalieren. Die Medienwelt wird sich die Finger abschlecken wenn sie sich an der höchst unsozialen Vorgehensweise von Gewerkschaften laben kann. Darauf können die Mieter, deren Existenz zerstört wird, keine Rücksicht nehmen. Die haben nichts mehr zu verlieren. Den Arbeitsplatz und die Wohnung haben sie schon verloren.

Ich frage mich, wie lange eine Frau Sehrbrock, ein Herr Eich und ihre Lakaien ihr Unwesen noch treiben können. Wird nur in den Bildungsstätten Hamburg und Niederpöcking abgebaut? Was ist mit dem Wasserkopf in Düsseldorf wenn nur noch eine Bildungsstätte übrig bleibt? Einzig und allein die betriebliche Altersversorgung eines Dieter Eich kann als sozialverträgliche Lösung bezeichnet werden.

Mit kollegialen, solidarischen Grüßen

Werner Bäumler

Quelle: Förderkreis Sasel >>>>> weiterlesen

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Source Own work
Author HOWIHorsch, Willy

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