DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Auch die Fraktion Solingen

Erstellt von DL-Redaktion am 1. September 2011

Auch die Ratsfraktion von Solingen löst sich auf

Trennt sich jetzt endgültig der Weizen von der Spreu der Partei DIE LINKE ? Nach der Auflösung der Fraktion im Stadtverband Witten, worüber wir gestern berichteten, wurde heute auch die Auflösung der Solinger Linken Ratsfraktion bekannt.

Wie berichtet, wir zitieren:

„Auslöser für die Unruhen in der Linkspartei waren Äußerungen der umstrittenen Partei-Chefin Rebekka Mruck zum Mauerbau. Von einer „klaren Mehrheit des Vorstandes“ sei die Erklärung und Entschuldigung von Mruck für die missverständlichen Äußerungen im Online-Netzwerk „Facebook“ akzeptiert worden, teilte die Partei gestern in einer Presseerklärung mit.

Mruck stehe „in vollem Konsens mit allen kritischen und differenzierten Stellungnahmen der Partei ,Die Linke‘ zu DDR und Mauerbau“. Der Vorstand habe daher keinen Anlass für eine Rücktrittsforderung gesehen. Den Rücktritt von Birgül Ünlü bedauere man. Für die Fraktion war das Anlass zum Handeln, zumal Schlupp in den vergangenen Tagen den Rücktritt von Mruck gefordert hatte.“

Innerhalb eines heute geführten Interview sagte Lothar Bisky, immerhin über viele Jahre Vorsitzender der Partei auf die Frage:

Nach dem Mauer-Titelblatt der „Jungen Welt“ hat Fraktionschef Gregor Gysi einen Anzeigenboykott gegen dieses Blatt angekündigt. In der Fraktion wurden 30 Unterschriften dagegen gesammelt.

Bisky: Ein solches Titelblatt noch zu honorieren, halte ich einfach nur für peinlich.

Wolf Biermann im Interview über die letzten Vorkommnisse: Nachzulesen auf DL „Mumien treffen in Berlin“

Alles nur Pack !

Hier nun der Artikel

Quelle: RP-Online: >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :  Solingen-Gräfrath: Historischer Marktplatz

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Jahn, Gift für die Stasi

Erstellt von DL-Redaktion am 18. März 2011

Roland Jahn – Der Herr der Stasi Unterlagen

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/06/Jahn-Wonneberger-Panitzsch-30.03.14.JPG

In der DDR setzte Roland Jahn der Staatssicherheit Renitenz und Humor entgegen. Vom Westen aus bekämpfte er sie mit Kamera und Mikrofon. Ab Montag ist er der Herr über die Akten des Geheimdienstes. Schon erstaunlich dass er bei seiner Wahl auch 26 Stimmen der LINKEN bekam.

Innerhalb seiner Vorstellungsrede wurde Jahn  bereits sehr deutlich und sprach den Umgang mit seinen zukünftigen Mitarbeitern direkt an: „Die Beschäftigung von ehemaligen Stasimitarbeitern in der Behörde ist unerträglich und ein Schlag ins Gesicht der Opfer“, sagte er. Es gehe um die Glaubwürdigkeit der Behörde, betonte der neue Chef. Diese Glaubwürdigkeit sei die Grundlage für ihre Existenz.

Hier eine etwas ausführlichere  Biografie von dem Mann über den wir in den nächsten Jahren mit Sicherheit einiges zu berichten haben. Der Bericht endet mit einem Hinweis auf ein Lied und ich zitiere“

„Prophetisch hat Rio Reiser 1971 in seinem Scherben-Lied „Alles verändert sich“ benannt, was Jahn und sein Wirken erklärt. Darin heißt es: „Es gibt keine Wahrheit / Wenn wir sie nicht suchen / Es gibt keine Freiheit / Wenn wir sie nicht nehmen.“ Jahn hat dieses Lied in seiner Stasihaft gesungen.“

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Am Tag der Revolution wurde Roland Jahn geboren. Am 14. Juli, dem Tag, an dem im Jahr 1789 mit der Erstürmung der Bastille die Französische Revolution begann. Sein Geburtsjahr war 1953, das Jahr, in dem in der DDR ein Volksaufstand die SED-Diktatur hinwegzufegen versuchte. Wer den 14. Juli 1953 seinen Geburtstag nennen kann, der muss ein Revolutionär werden, ein Freiheitskämpfer. Oder?

Natürlich nicht. Dennoch begann mit der Geburt Roland Jahns in Jena ein bemerkenswertes Leben und ein Duell besonderen Ranges: Der kleine Jahn wurde zu einem der größten Feinde des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Nun, mit 57 Jahren, wird er sie endgültig beherrschen, zumindest ihre Akten, ihr Erbe. Am Montagabend wird Jahn in sein neues Amt als Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde eingeführt. Es wird eine feierliche Zeremonie im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums Unter den Linden geben. Joachim Gauck, Marianne Birthler – und nun Roland Jahn. Erich Mielkes Gerippe dürfte im Grab rotieren.

Denn Jahn war Mielkes Albtraum. In fast jeder der wöchentlichen Runden mit seinen Generälen erregte sich der Stasichef in den Jahren 1988/89 über „die Person des Jahn“, wie es in der blechernen Sprache des Geheimdienstes hieß. Er schickte seine Leute los. Doch am Ende gewann Jahn. Wie hat Jahn das geschafft?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

[youtube h6Eb0pBBdBQ]

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Grafikquelle  :  Roland Jahn und Christoph Wonneberger zur Buch-Präsentation und Podiumsgespräch in der w:de:Kirche Panitzsch am 30. März 2014

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