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RENTENANGST

Der Medienkongress

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Februar 2011

„Wir verbinden Freibier mit Werten“

Auf dem von „Freitag“ und der „TAZ“ organisierten Medienkongress spielt auch das Thema Open Web eine wichtige Rolle. Mark Surman, Geschäftsführer der Mozilla-Foundation, im Gespräch über die rebellische Marke Mozilla, das revolutionäre Potenzial des Internets und kommerzielle Strategien als politische Intervention. Hier das Gespräch :

INTERVIEW DORIS AKRAP UND MEIKE LAAFF

taz: Herr Surman, der Titel des Medienkongresses, den die taz und der Freitag organisieren, lautet „Die Revolution haben wir uns anders vorgestellt“. Welche revolutionäre Rolle spielt das Internet wirklich?

Mark Surman: Die große Errungenschaft des Netzes ist es, ein Kommunikationsmittel für Leute zu sein, die sonst kein Gehör finden. Das Internet bringt in gewisser Weise den Kollektivismus voran. Aber in einem Sinne, der quer durch das verläuft, was wir früher als links und rechts bezeichnet haben. Unternehmen, die man als konservativ bezeichnet hätte, machen sich heute kollektive Arbeitsstrategien zu eigen, etwa beim Crowdsourcing. Ob etwas im Netz offen oder geschlossen ist, das ist interessant, denn da werden unterschiedliche Zugänge zur Verfügung gestellt, die unterschiedliche politische Narrative erzeugen.

Auch Mozilla und sein bekanntestes Produkt, der Browser Firefox, gilt als revolutionär. Doch die meisten Leute, die ihn benutzen, wissen gar nicht, warum. Was ist das Besondere an Firefox?

Unser Browser ist schneller, hat keine Viren, keine Pop-ups, er ist äußerst flexibel bei der Integration von Anwendungen. Das sind alles Dinge, die User gut finden, weil sie ihnen das Leben einfacher machen, und das ist auch der Grund, warum unsere Marktanteile steigen. Außerdem, und das ist die andere Hälfte des Besonderen, sind alle Produkte von Mozilla offen, frei und für alle zugänglich. Mozilla handelt immer nach seinen Gründungswerten des open web.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Fotoquelle – Wikipedia: Urheber Carlos Latuff

Dieses Werk wurde von seinem Urheber Carlos Latuff als gemeinfrei veröffentlicht

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