DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Von Mängeln und Milliarden

Erstellt von DL-Redaktion am 18. August 2013

Kein Projekt funktioniert

An RQ-4 Global Hawk unmanned aircraft

So sehen letztendlich die Ergebnisse aus, wenn Staaten von politischen Hilfsarbeitern  regiert werden. Wenn für Posten in den Ministerien aller Wahrscheinlichkeit nach das „Richtige“ Parteibuch wichtiger ist als Fachkenntnisse für einen Manager Posten. Du stehst loyal zu deinen Chef, dass scheint die beste und einzige Voraussetzung zu sein, Minister zu werden. Die angerichteten Schäden bezahlt ehe das Volk mit Steuergeldern.

Hier ein Ergebnis maroder Politik:

Von Mängeln und Milliarden

Die Explosion der Euro-Hawk-Kosten ist keine Ausnahme. Es gibt ständig viel teurere Pannenprojekte. Aber niemand verändert die Strukturen

Dank Wahlkampf und Sommerloch hat es ein Rüstungsprojekt geschafft, hohe politische Aufmerksamkeit zu bekommen. Das ist gut, immerhin geht es beim Euro Hawk um einige hundert Millionen Euro Steuergelder. Trotzdem befasste sich der Untersuchungsausschuss zum Euro Hawk nur ansatzweise mit der Frage, warum Rüstungsbeschaffungen regelmäßig zu Pannen und Pleiten führen, die das Euro-Hawk-Debakel locker in den Schatten stellen. Die Mehrheit der Abgeordneten im Verteidigungsausschuss wollte nicht über Grundsätzliches sprechen. Daher ist es unwahrscheinlich, dass der Ausschuss zu Empfehlungen kommt, die etwas grundlegend ändern werden.

Kein Projekt funktioniert

Denn Pannenprojekte sind die großen Beschaffungsvorhaben allesamt. Der Eurofighter – mit Kosten von bisher 14,5 Milliarden Euro für 108 Flugzeuge – wurde teurer und teurer. Mitte der 1990er Jahre sollten sie weniger als 50 Millionen pro Stück kosten, jetzt liegt der Preis pro Flugzeug bei über 133 Millionen Euro. Das erste Transportflugzeug vom Typ A-400M (Kosten für 40 Flugzeuge etwa 6 Milliarden) wurde wegen verschiedener Probleme nicht wie vorgesehen 2010, sondern erst in diesem Jahr in Dienst gestellt, aber es zeigten sich weitere Mängel.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: U.S. Air Force photo by Bobbi Zapka

This image or file is a work of a U.S. Air Force Airman or employee, taken or made as part of that person’s official duties. As a work of the U.S. federal government, the image or file is in the public domain.

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Mein Name ist Euro Hawk

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Juni 2013

ich spiele den Luftikus für Drohnen Uschi

Mein Name ist Euro Hawk

Heute wollen wir einmal in der Natur bleiben, völlig unpolitisch und uns mit den Bienenvölkern beschäftigen. Wir legen großen Wert auf die Feststellung das alle Auffälligkeiten mit bekannten Personen aus Politik und Wirtschaft auf keinen Fall beabsichtigt und rein zufälliger Natur sind.

Einige Leser werden natürlich versuchen das hier gelesene mit bekannten Figuren wie einer gebär- freudigen und einer eher un- freudigen Person oder auch einen Kriegsminister im Zusammenhang zu bringen. Diese alle haben aber nichts mit den Bienen gemeinsam, und bringen im besonderen nicht das gleiche soziale Interesse für ein ganzes Volk zum Ausdruck. Wir sehen also auch auf den zweiten Blick, das derlei Vergleiche an den Haaren herbei gezogen sein müssen.

Auch das hier zu lesende Untergangsszenario kann so nicht eintreffen, da natürliche Vorgänge nicht mit menschlicher Vorgehensweise vergleichbar ist. Der Mensch richtet Warteschleifen, wie bei einem Call-Center ein, um die beabsichtigte Vergänglichkeit des Nutzlosen zu verschleiern. Diese Nutzlosigkeit finden wir dann in der Form von Tafeln, oder auch die der  Leiharbeit oder auch unter wohlklingenden Namen wie Sozialverbände wieder, welche aber nur den Eigennutz verschleiern sollen. Es ist sehr wichtig den noch Benötigten nicht ihre im Alter folgende Überflüssig- und Nutzlosigkeit frühzeitig anzuzeigen.

Die Reaktion der Drohnen auf die Abdrängung von ihren Futterplatz konnten wir am letzten Wochenende sehr schön in der Türkei und Frankfurt beobachten als es der unsolidarischen Macht vielleicht zum letzten Mal, mit nahezu gleichen Mitteln gelang, die Oberhand zu behalten. Die Schwarmzeit der Bienen hat aber gerade erst begonnen!

Hier eine Erklärung:

Bei den ganzjährig staatenbildenden Honigbienen treten die Drohnen nur in der Vermehrungsphase des Bienenvolks, der Schwarmzeit, auf, etwa von April bis August, hauptsächlich aber im Mai und Juni. Die Drohnen beteiligen sich nicht an irgendwelchen Arbeiten im Bienenstock oder am Sammeln von Pollen und Nektar. Sie sind im Gegensatz zu den Männchen solitär lebender Bienenarten nicht einmal in der Lage, Nektar aus Blüten aufzunehmen, sondern sind zu ihrer eigenen Ernährung auf den sozialen Futteraustausch (Trophallaxis) (oder auch römischer Dekadenz red.) im Bienenvolk angewiesen. Nach der Geschlechtsreife fliegen sie regelmäßig aus, um nach begattungsfähigen Bienenköniginnen zu suchen, siehe auch Drohnensammelplatz.

Ein häufig verwendeter Begriff ist die sogenannte Drohnenschlacht am Ende dieser Zeitspanne, etwa zur Sommer-Sonnenwende. Den Drohnen wird der soziale Futteraustausch verweigert und sie werden bereits am Flugloch abgedrängt, also nicht mehr nach ihren Ausflügen in das Bienenvolk gelassen. Es kann auch vorkommen, dass jüngere Drohnen von Bienen aus dem Bienenstock herausgezerrt werden. Die Folge davon ist, dass sie aufgrund von Nahrungsmangel schließlich nicht mehr flugfähig sind und verhungern. Häufig kann man in dieser Phase herumkrabbelnde, sterbende Drohnen beobachten.

Quelle: Auszüge aus Wikipedia

Der Luftikus

Bald, in nicht allzu ferner Zukunft, wird in einem Hangar abseits eines deutschen Flugplatzes ein bucklig und blind aussehendes Fluggerät mit 40 Meter Flügelspannweite stehen. Unter diesen Flügeln werden Spinnweben hängen. Der einzige Euro Hawk, der es aus den USA nach Deutschland geschafft hat.

 Einige hundert Millionen Euro hat das Bundesverteidigungsministerium für einen amerikanischen Flieger versenkt. Denn dieser wurde als Vehikel gebraucht, um eine deutsche Überwachungstechnik fertig zu entwickeln. Die Drohne diente bloß als Hülle für eine Überwachungstechnik aus Bayern, von EADS. Die Technik wird dann wahrscheinlich in ein blinkendes Flugzeug mit Pilot eingebaut, das hoch am Himmel Daten aller Art aufsaugt. Sie wird sich zweifellos auch gut in alle Welt weiterverkaufen lassen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Hier der „Offene Brief“ einer Drohne. Jetzt spricht der Euro Hawk! Persönlich. Ehrlich. Schonungslos

„Liebes deutsches Volk,

mein Name ist Hawk, Euro Hawk. Ursprünglich war ich einmal das Lieblingskind von Thomas de Maizière, wurde gehegt und gehätschelt und der Öffentlichkeit als Superdrohne verkauft. Seit Tagen nun werde ich nur noch als Desaster oder Debakel bezeichnet und bin der Auslöser für eine waschechte Affäre. Das habe ich nicht verdient!

Ich bin in dieses Land gekommen, um ihm zu helfen, ihm zu dienen. Ja, glaubt ihr Deutschen denn wirklich, die Welt da draußen ist nur Champions League? Deutschland wird nicht in Wembley verteidigt!

Einige wenige Deutsche beklagen sich darüber, dass für meinen Kauf angeblich irrsinnige Unmengen an Steuergeldern verschwendet wurden. Aber ich sage Ihnen: Ausländische Spitzenkräfte haben nun einmal ihren Preis. Und etwas mehr als eine halbe Milliarde Euro sind für Europas Wirtschaftswunder-Spitzenland doch höchstens Peanuts. Damit könnte man eine hoch verschuldete Stadt wie Bielefeld gerade mal zur Hälfte sanieren.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia

Author Waugsberg

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Juni 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Rock hat Politikerbesuch verdient, mit Handys wischt sich kein Bauarbeiter den Arsch ab, und Matjes fällt aus.

 taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbuch: Irgendjemand hat eine Drohne auf Verteidigungsminister de Maizière angesetzt.

Was wird besser in dieser?

Ein Ministerium, das nicht mal de Maizière in den Griff kriegt, muss man auflösen.

Cem Özedmir verbietet in einem Facebook-Eintrag den Konservativen den Rock ’n‘ Roll. Darf er das?

Ja, und Linke sollten keinen Wohlstand genießen, und Rechte müssen sich erklären, wenn sie noch keinen Migranten verhauen haben. Das Argument, wenn nicht Özedmirs Facebook-Praktikant einfach so einen rausgehauen hat, ist selbst ultrakonservativ, denn R’n’R mag vor 50 Jahren mal rebellisch und damit gefühlt links gewesen sein. Bei Schröder und den Scorpions hingegen wusste ich nicht mehr, wer mit wem bestraft wurde, nur: Es geschah beiden recht. Das stärkste Ferment von Popkultur ist ihre Kraft, sich abzugrenzen. Wer das nicht mehr schafft, hat Politikerbesuch verdient.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Mai 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Verteidigungsminister Thomas de Maizière steckt in der Pubertätskrise, und Steuersünder Uli Hoeneß bleibt uns erhalten

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Angela Merkel möchte keinen Mindestlohn. Na ja, wer möchte den schon.

Was wird besser in dieser?

Hoeneß wollte nicht vor dem CL-Finale zurücktreten. Die Woche fängt gut an.

Thomas de Maizière erlebt mit der Drohne „Euro Hawk“ sein politisches Waterloo. Braucht Deutschland die Dinger überhaupt?

Ja klar, für verfassungswidrige Angriffskriege sind die Dinger doch wie gemacht. Technisch taugen sie zur Kernaufgabe der Bundeswehr – Landesverteidigung – genau gar nicht. Es sei denn, Merkel wollte Baden-Baden unauffällig von einzelnen Russen befreien. Wogegen man damit gut Leute am Arsch der Welt umbringen kann, ohne ihnen vorher den Krieg zu erklären oder überhaupt sich als Angreifer erkennen zu geben. So was wie Terror ohne Bekennervideo. Das allerdings liegt vor – de Maiziere erklärte im Januar im Parlament, die Deutschen seien noch mit der Postkutsche unterwegs, während die anderen Züge bauten. Und: Wer die Drohne nicht wolle, erhöhe zynisch das Risiko für die eigenen Soldaten. Genau das – Soldaten, die im Ernstfall ein unmoralisches Kriegshandeln ablehnen – hieß bei uns mal „Konzept des Bürgers in Uniform“. Miterfunden von de Maizières Vater Ulrich. Nun haut der Sohn es um. Pubertätskrisen sind grausam, auch mit 59.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Bloß weg vom Hindukusch

Erstellt von DL-Redaktion am 1. August 2012

Die Bundeswehr soll 2014 Afghanistan verlassen

Stopped Convoy.jpg

So und nicht anders lautet die Maxime heute wenn über den Abzug aus Afghanistan gesprochen wird. Der Rückzug aus solch ein Gebiet ist immer eine sehr gefährliche Angelegenheit da die Deckung fehlt.

Hier ein Kommentar von Thomas Ruttig

Die Debatte darüber, wie man nun die Bundeswehrsoldaten wieder sicher aus Afghanistan herausbekommt, ist schon skurril. Und sie ist ungeheuer nabelschaumäßig, aber so wurde ja der ganze Afghanistaneinsatz politisch und medial behandelt.

Wird Deutschlands Freiheit tatsächlich am Hindukusch verteidigt? Wie viele Büchsen Bier bekommt jeder Soldat im Feldlager? Der Bundespräsident kommt! Die Kanzlerin kommt! Paul Kalkbrenner kommt und legt vor Bundeswehrsoldaten auf!

Jetzt werden Abzugsrouten und Transitgebühren debattiert. 4.800 Soldaten, 1.700 Fahrzeuge, 6.000 Materialcontainer – das kostet. „Die Rückverlegung ist ein komplizierter Prozess“, sagt der Verteidigungsminister. Zum Glück hat sich Deutschland ganz am Anfang strategisch günstig gleich hinter der Grenze in Kundus und Masar-i-Scharif positioniert.

Über die Einheimischen redet man nicht so gern. Gerade hat man ihnen auf der gefühlt hundertsten internationalen Afghanistankonferenz in Tokio eine Beruhigungspille im Wert von 16 weiteren Milliarden US-Dollar an Entwicklungshilfe gedreht. Denn angesichts des für 2014 angekündigten Nato-Abzugs und der Befürchtung, dass die Taliban zurückkehren, breitet sich Angst aus.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :   A convoy of Norwegian, Swedish, Afghan National Army and U.S. military vehicles stops after a civilian vehicle ran into it as the convoy was returning to Camp Span, Afghanistan, following a medical civil action project Nov. 29, 2006. (U.S. Army photo by Sergeant Bertha A. Flores) (Released)

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Gauck in neuer Mission

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Juni 2012

Die Friedenstauben sind dem Prediger davongeflogen

Datei:ATF Dingo in German service (Afghanistan).jpg

„Stütze unserer Freiheit“, „Mut-Bürger in Uniform“, „Teil des deutschen Demokratiewunders“: Im  benutzen  großer Worte hat Gauck noch nie Probleme gehabt. Auch nicht bei seinen Antrittsbesuch bei der Bundeswehr in Hamburg. Empfangen wurde er mit allen militärischen Ehren von den Kriegsminister unserer Regierung.

Als Pfarrer seiner evangelisch-lutherischen Kirche, welcher kein normaler Job ist, sondern in den Augen seiner Kirchgänger ein Berufener, Lebenslang. Auch als friedlicher Revolutionär nahm Joachim Gauck nie eine Waffe in die Hand.  So wäre es seine wichtigste Aufgabe gewesen seiner Berufung folgend, die Bevölkerung für ihre überzeugende Einstellung zum Frieden zu loben.

Als Bundespräsident vertritt er nun auch die Bundeswehr – und verteidigt bei seinem Antrittsbesuch deren Einsätze im Ausland.

„Vom deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen.“ So lautete immer ein Grundsatz Deutscher Politik. Nicht nur in der BRD sondern auch in der früheren DDR hatte dieser Satz seine Gültigkeit ! Und wenn die Mehrheit der Bürger an diesen Satz festhalten, haben sich die Politiker danach zu richten und diese Aufforderung zu respektieren.

Stattdessen soll er deutliche Worte gefunden haben indem er die Bürger für eine gewisse Arroganz gegenüber den Soldaten rügte. Er stelle in der Bevölkerung eine Tendenz zum „Nicht-Wissen-Wollen“ fest, was zwar menschlich sei, da sie nicht mit Leid und Terror behelligt werden wollen. Aber „‚ohne uns‘ als purer Reflex kann keine Haltung sein, wenn wir unsere Geschichte ernstnehmen“, sagte Gauck.

Im Gegensatz zu Gauck nehmen viele Deutsche ihre Geschichte sehr ernst, denn sie stellen fest das aus der Bereitschaft Kriege führen zu wollen oder zu müssen, die beiden größten Weltkriege vom Deutschen Boden ausgegangen sind. Auch die zwei Diktaturen welche er selbst als eine „Begrenzung der Freiheit“ bezeichnete, sind aufgrund dieser Kriege entstanden.

„Freiheit und Wohlergehen sehen viele als Bringschuld der Demokratie und des Staates“, kritisierte Gauck. „Manche verwechseln Freiheit mit Gedankenlosigkeit, Gleichgültigkeit und Hedonismus.“ Eine funktionierende Demokratie erfordere aber auch Einsatz, Aufmerksamkeit, Mut „und eben manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben“.

Diese Sätze sind eine ungeheure Arroganz und Anmaßung gegenüber der Bevölkerung und eines Präsidenten „der Herzen ?“ unwürdig. Warum erinnert er hier nicht an einen seiner Vorgänger, Horst Köhler welcher für die Auslandseinsätze der Bundeswehr im fernen Ausland, eine ganz andere Begründung gab. Hatte er nicht alle Muße und Gelegenheit zu Zeiten der DDR seine Freiheit dort mit der Waffe zu verteidigen? Aus der Freiheit heraus lässt es sich einfach reden und als Alt-Bürger welcher seinen Kopf aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stellen muss, allemal.

„Verlange nie etwas von Anderen, was zu bringen du selber nicht mehr fähig oder bereit bist“. Auch ein abgewandelter, alter Spruch.

Die Bundeswehr arbeitet zur Zeit an einer Erhöhung des Frauenanteils in den Streitkräften. Die Gesamtquote soll von neun auf 15 Prozent steigen. Nachwuchsprobleme gibt es trotz Aussetzung der Wehrpflicht angeblich nicht. Vielleicht könnten sich unsere kühnen Kämpfer, Bundespräsident und Kriegsminister mit Frau von der Leyen zusammensetzen. Diese plant laut uns vorliegenden Informationen eine Kampagne unter dem Motto: „Schlecker Frauen an die Front“ und hofft das viele der Frauen dieses Angebot zur Umschulung annehmen.

Familienministerin Kristina Schröder begrüßte den Vorschlag. „Es geht hier nicht darum, jemanden in eine Umschulung zu pressen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass unter diesen lebenserfahrenen Frauen viele mit Freude und Engagement diese neue berufliche Chance ergreifen wollen“, sagte die CDU-Politikerin der Süddeutschen Zeitung. Auslandseinsätze seien schon bald vorstellbar. Die Schlecker-Frauen seien Kummer ebenso gewohnt wie die Ungewissheit, aus heiklen Situationen gerettet zu werden. Außerdem, so die Ministerin, hätten sie bereits Kompetenzen darin erworben, gegen Männer mit gestrigen und menschenverachtenden Ideologien zu kämpfen. Der Koalitionspartner FDP äußerte sich dazu bisher nicht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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ISAF Headquarters Public Affairs Office

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Wird Merkel jetzt Griechin

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Oktober 2011

Wird Merkel jetzt Griechin?

File:Athens Acropolis.jpg

In der Presse wurde sie Troika genannt, die Kommission der EU welche sich in den letzten Wochen in Griechenland aufhielt um denen dort zu lehren, wie unter anderen die Deutsche Bank gerettet werden kann. Als wichtigste Erkenntnis des Besuches scheint die Kommission aber dort gelernt zu haben, wie das Beamtentum in ihrer finanziellen Ausstattung hier, vor Ort verbessert werden kann.

So nehmen die Umrisse der geplanten Bundeswehrreform langsam Gestalt an. Aufgrund hoher Abfindungen  wird der Personalabbau sehr teuer werden.  Gespart werden soll dagegen  bei  den Rüstungsprojekten. So sollen rund 36.000, zumeist Beamtenstellen sozialverträglich abgebaut werden.

Hierbei geht es unter anderen um Dienstzeitverkürzungen für Zeit- und Berufssoldaten sowie den vorzeitigen Ruhestand für Berufssoldaten mit mehr als 20 Dienstjahren. Außerdem soll es eine „versorgungserhaltende Ausgliederung“ für Soldaten ab dem 50. Lebensjahr geben, den berühmten  „goldenen Handschlag“. Bei diesen Vorhaben lässt der heute noch, auch aus den Reihen der Regierung sehr hart kritisierte ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm recht herzlich grüßen.

Bei Mangelberufen will das Verteidigungsministerium zusätzliche Prämien zahlen, um mit der Privatwirtschaft konkurrenzfähig zu sein. Laut allgemeinen Verlautbarungen können diese Kopfgeld Prämien durchaus mehrere Zehntausend Euro pro Person umfassen, hieß es, was dem Steuerzahler allein bis 2015 rund eine Milliarde Euro kosten soll. Hier lassen auch die Banken Boni grüßen! Selbstverständlich wird man dafür Sorge tragen dass diese wohl überwiegend treuen CDU/FDP Wähler nicht unter die Hartz Gesetzgebung leiden müssen, da die Regierung für die „Oberschicht“ immer noch ein Sozialstaat bleiben muss, um wiedergewählt zu werden. Vielleicht wird schon bald der Ruf ins Saarland gehen: „Hallo Professor Bierbaum übernehmen sie“.

Gespart werden soll an den Neukauf bei Kriegsgeräten und die Truppe soll deutlich weniger mit Kampfjets, Schützenpanzer, Kampfhubschrauber sowie Transporthelikopter ausgerüstet werden, als bislang geplant.

Wie wir lesen und hören wird sich der Kriegsminister de Maizière heute mit Vertretern der Rüstungsindustrie treffen, um mit diesen über die Kürzung der Ankäufe zu beraten (Oder um sich dort die Erlaubnis zur Kürzung einzuholen ?), und er ist sich sicher dort eine Lösung zu Beider Zufriedenheit aushandeln zu können.

Wir von  DL schlagen dem Kriegsminister vor, in absehbarer Zukunft für mehr Kriege im fernen Ausland Sorge zu tragen um durch den internationalen Mehrverbrauch an Waffen und Geräte die Verluste der Hersteller zu kompensieren. Da wir uns ja auch alle zu den Käufern und Verbrauchern zählen, wäre in den nächsten Tagen auch der Gang in den Supermarkt zu empfehlen um dort anzufragen, ob es denn recht sei, wenn wir in nächster Zeit etwas weniger einkaufen würden.

In der Lausitzer Rundschau lesen wir zu diesen Thema heute folgenden Kommentar:

Wie die Griechen. Zum „Goldenen Handschlag“ für ausscheidende Bundeswehrangehörige

Wer in der freien Wirtschaft arbeitet, erst recht natürlich wer keine Arbeit hat, der wird angesichts der Aktion „Goldener Handschlag“ bei der Bundeswehr die Faust in der Tasche ballen. Tatsächlich ist das Programm aber nur ein kleines Beispiel für das, was in den höheren Beamtenetagen normal ist.

Dort leben sie noch immer jenseits von gut und böse, frei von allen Dimensionen der strikten Sparsamkeit und Effizienz, die den Rest der Republik prägt und plagt. Auch übrigens den Rest des öffentlichen Dienstes, die Krankenschwester, den Lehrer, den Polizisten.

Wer durch die Flure der Hardthöhe, anderer Ministerien oder oberster Bundesbehörden streift, bekommt das Gefühl behaglicher Zeitlosigkeit, die gegen die Stürme der Veränderungen das Beamtenrecht gesetzt hat. Reformen daran verhindert zuverlässig die Angst der politisch Verantwortlichen vor einem stummen Apparat, der sein nicht vorhandenes Streikrecht jederzeit in Form von Dienst anzuwenden weiß.

Quelle: Lausitzer Rundschau: >>>>> weiterlesen

IE

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Foto gemacht und zur Verfügung gestellt von Fantasy 🙂

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Kriegspielende Kinder

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Juni 2011

Tag der offenen Tür bei der Bundeswehr

Am 28.05. 2011 machten wir mit dem  Artikel „Bundeswehr Werbung“ auf die skandalöse Art und Weise der Werbung bei der Rekrutierung von Soldaten aufmerksam. In den letzten Tagen wurden wir auf den „Tag der offenen Tür“ in der Bad Reichenhaller Kaserne aufmerksam wo Kindern jeglicher Altersgruppen erlaubt wurde, mit echten Waffen zu spielen

In dem diesen Artikel angehangenen Video beugt sich ein circa neun Jahre alter Junge über das Maschinengewehr MG3. Sein Vater bückt sich und hilft ihm dabei den Munitionsgurt in die Waffe einzuführen.

Bevor ein Rekrut in der Grundausbildung eine solche Waffe – ohne Munition – in die Hand bekommt, muss er etliche Belehrungen und Unterrichtsstunden über sich ergehen lassen. Waffen dürften zudem grundsätzlich erst von 18-Jährigen in die Hand genommen werden. Großkaliber von 21-Jährigen. In Bad Reichenhall, spielten die Kinder damit.

Am 28. 05. 2011  machte auch das linke Bündnis „rabatz“ die Bilder von den Kindern, die mit Waffenattrappen auf das Miniatur-Dorf „Klein-Mitrovica“ schossen. Im Zweiten Weltkrieg waren Gebirgsjäger in der kosovarischen Stadt Mitrovica an einem Massaker beteiligt. Von 1999 an waren sie erneut als Teil der Friedenstruppen dort im Kosovo stationiert.

Wir bringen kein Verständnis für Eltern auf, welche mit ihren Kindern einen „Tag der offenen Tür“ bei der Bundeswehr besuchen. Das scheinen aber genau die Erzieher zu sein, welche ihre Kinder zu Weihnachten mit Kriegsspielzeug beglücken. In einer Zeit in der Ballerspiele auf dem Computer als Alibi für Amokläufe in Schulen herhalten müssen gibt es für solcherart staatlich organisierter Vorführungen der Gewalt Verherrlichung kein Verständnis. Die Vorkommnisse weisen aber darauf hin dass in diesem korrupten Staat letztendlich nichts unmöglich ist, solange es eine politische Clique für richtig hält. Die Verherrlichung von Kriegen wird uns bei Abstimmungen im Bundestag via Fernsehen vor Augen geführt.

Trotz aufwendiger Werbung gelingt es dem Kriegsminister nicht genügend Personal für das Töten von anderen Menschen in fremden Ländern zu finden. Sie sind überwiegend nicht bereit auch für ein scheinbar gutes Gehalt die  Rückreise in einer Holzkiste zu buchen während es sich die eigentlichen Brandstifter zu Hause gemütlich machen und weiterhin ihren Geschäften nachgehen. Da muss man dann versuchen Kinder als Kanonenfutter zu trainieren. Kann das vollständige Versagen einer staatlichen Institution noch klarer aufgezeigt werden? Wir fordern den Rücktritt der dafür politisch Verantwortlichen.

Nachtrag: Das ursprügliche Video wurde wohl ein Opfer des Kriegsministeriums und entfernt. Hier nun ein anderes, einige Szenen gleichen dem Ersten.

[youtube pYU0O0w2KU0&feature=related]

 

IE

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Grafikquelle  :   Kriegsspiel mit Holz- und Pappschwertern

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Bundeswehr Werbung

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Mai 2011

Freiwillige Krieger vortreten

Nach  Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht versucht die Bundeswehr in den letzten Wochen vermehrt mit Stellenangeboten in der Presse auf sich aufmerksam zu machen. Dabei wird versucht, junge Menschen mit salbungsvollen Worten auf einen hierzulande längst ausgestorben geglaubten Beruf, aufmerksam zu machen: Den Beruf des Kriegers !

Mit dem Angebot einer abwechslungsreichen Tätigkeit, der Überbrückung einer Wartezeit bis zum Studium oder der Berufsausbildung bei attraktiven Gehalt wird unseren heranwachsenden Kindern und Jugendlichen vorgegaukelt, damit einen sicheren Arbeitsplatz besetzen zu können. Die Gefahren, welche ein solcher Job mit sich bringt, werden wohlweislich nicht erwähnt.

Wir leben in einer Zeit, in der bei  Arzneimitteln auch innerhalb der Werbung schon auf die Nebenwirkungen aufmerksam gemacht wird. Folgen wir dem Slogan, heißt es auch in der TV Werbung: „Fragen sie ihren Arzt und Apotheker“. Ist das, was uns hier die Bundeswehr in ihrer Werbung bietet, nicht schon als irreguläre Werbung zu verurteilen?

Müssten junge Menschen nicht davor gewarnt werden, dass eine Fortsetzung der vielfach kritisierten  Ballerspiele am Computer, hinein in die Realität des täglichen Lebens, eine sehr große Gefahr für Leib und Leben in sich birgt? Müsste nicht gerade schon in solch einer Werbung auf die Folgewirkungen dieses Berufes aufmerksam gemacht werden?

Es ist schon skandalös, innerhalb eines demokratisch geführten Staates seiner Wehrmacht das Mäntelchen „Verteidigungsarmee“ umzuhängen und diametral dazu politisch von einer steigenden Verpflichtung zu Auslandseinsätzen zu fabulieren. Und damit haben wir dann auch keinen Verteidigungsminister mehr sondern einen Kriegs – Minister! Es faselt der Grüne Trittin davon, dass sich „… die BRD internationaler Verantwortung stellen muss“. Wer gibt hier die Richtlinien zum Einsatz vor? So wie der ehemalige Präsident Köhler bereits erwähnte: Die Industrie!? Es geht nur um die Ausnutzung der in fremden Erden liegenden Bodenschätze zu selbst diktierten Schnäppchenpreisen und zur Sicherung der Transportwege heim ins gelobte Reich!!!

Stellen die Damen oder Herren Politiker auch ihren  eigenen Nachwuchs zu den Kriegsspielchen zur Verfügung? Da wäre es angebracht diese in einer speziellen Kompanie zusammenzufassen, um eine  Elitetruppe für ganz besondere Aufträge zur Verfügung zu haben. Heißt es nicht immer, das gute Beispiel geht voraus? Wäre das Stellen dieser Frage nicht auch einmal eine Aufgabe der Opposition?

Sagt man nicht immer: Mit Beginn eines Krieges zeigt sich das Versagen der Politik? Ist unser Land schon wieder soweit? Merkel hat in diesem Zusammenhang auf der ganzen Linie versagt, nur hat keiner den Mut, ihr das zu sagen? Die Bevölkerung scheint hier wesentlich klüger zu agieren: Im Landkreis Herford wurden laut WDR Nachrichten rund 30.000 Jugendliche angeschrieben. Nur 200 davon haben reagiert und das ihnen angebotene Informationsmaterial angefordert. Das sind gerade mal lächerliche 0,6 %!!! Dr. Guggelberger lässt grüssen.

Erinnern wir uns zum Schluss an ein Zitat von Friedrich dem Großen. Dieser soll während der Schlacht bei Kolin, die Preußen gegen Östereich verlor, seinen fliehenden Soldaten im Zorn zugerufen haben:

„Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“

Modernisiert wurde dieser Auspruch durch einen Film von 1959 nach dem Roman von Fritz Wöss. Titel:

„Hunde, wollt ihr ewig leben“

Dieser Film behandelt den Kessel von Stalingrad und sollte jedem freiwilligen Bewerber vor Leistung seiner Unterschrift pro Bundeswehr vorgespielt werden.

IE

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Grafikquelle   :  Bundeswehr de.

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Aus Farce wurde Ernst

Erstellt von DL-Redaktion am 3. April 2011

Aus Farce wird Ernst

File:Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg - Eurofighter.jpg

Fast in Vergessenheit geraten in den Turbolenzen um Libyen und Japan, sowie den Wahlen im Südwesten des Landes, ist der „saubere Baron“ von Guttenberg. Der Journalist Albrecht von der Lucke weist den Leser eindringlich auf die politischen Fehler dieses von der CDU/CSU und der Presse so stark aufgeblasenen Saubermann hin.

Es sollte auch die Tatsache nachdenklich machen, dass es einem offensichtlichen Betrüger mit einfachsten Mitteln gelingen kann, in solch kurzen Zeitraum, soviel Zustimmung in einem demokratischen Land erringen kann. Sollte sich die Bevölkerungsgruppe der Unbelehrbaren denn schon wirklich wieder mit der Hilfe eines Teils der Presse auf die Suche nach einem neuen Führer gemacht haben?

Wie tief muss die Verzweiflung innerhalb dieser Gesellschaftsschicht sitzen, dass man sich ausgerechnet auf ein Mitglied aus jeder Gruppe stützt welche dem allgemeinen Volk noch nie positiv gegenüber gestanden hat? War es nicht gerade der Adel welcher sich immer durch die Ausnutzung einer fleißigen Bürgerschaft ein Leben in Saus und Braus gemacht hat? Einer Gesellschaftsschicht welche heute noch von dem Reichtum lebt, welchen sich ihre Vorfahren im Laufe von hunderten von  Jahren auf Kosten von Sklaven erwirtschaftet hat?

Guttenberg ff.: Aus Farce wird Ernst

Grundsätzlich gilt: Ist eine Wahl gelaufen, ist der Wahlkampf Schnee von gestern. Im Falle der jüngsten Landtagswahlen verhält es sich völlig anders. Hier waren die Ereignisse im Vorfeld das eigentliche Politikum. Erst versetzte eine im Nachhinein nur als Farce zu bezeichnende One-Man-Show das ganze Land in einen Zustand hysterischer Erregung.

Anschließend sorgte die Katastrophe von Fukushima schlagartig dafür, das sich die Regierung Merkel wieder wichtigen Ereignissen widmen musste, was sie in erstaunlicher Weise tat. Die Ergebnisse in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg werden auf diese Weise fast zur Makulatur angesichts dessen, was eine hochgradig angeschlagene „bürgerliche Koalition“ vorab vollführte, um wenigstens diese dürftigen Wahlresultate zu erzielen.

Die neue Herrenmoral

Der ganze Umgang mit der „Plagiatsaffäre“ Karl-Theodor zu Guttenbergs, der sich längst zu einem der größten Skandale der jüngeren Republikgeschichte ausgewachsen hat, stand von Anfang an unter einer Devise: die Wahl in Baden-Württemberg, Angela Merkels „Schicksalswahl“, zu gewinnen. Gerade nach dem Desaster der Union im Norden, der krachenden Wahlniederlage in Hamburg, wurde in der Causa Guttenberg alles dem Willen zum Machterhalt im Süden der Republik untergeordnet, koste es, was es wolle. Die Kollateralschäden dieses „Schurkenstücks“ im Vorfeld haben das Land jedoch bereits heute wesentlich stärker verändert als der Ausgang der Wahlen selbst. Als die schwarz-gelbe Regierung vor knapp anderthalb Jahren antrat, schmückte sie sich mit dem vermeintlichen Ehrentitel einer bürgerlichen Koalition. In der Plagiatsaffäre konnte man nun beobachten, was unter dieser Form der „Bürgerlichkeit“ tatsächlich zu verstehen ist: ein Regiment nach Gutsherrenart. Wir konnten erleben, wie ein der vielfachen dreisten Aneignung fremden geistigen Eigentums bereits überführter Minister erst alles rundum abstritt, sich dann angesichts der Unhaltbarkeit dieser Position kurz für den verzapften „Blödsinn“ seines Plagiats entschuldigte – und sich damit regelrecht selbst verzieh. Die sonst so häufig bemühten Sekundärtugenden waren plötzlich völlig irrelevant geworden. „Legal, illegal, scheißegal“ lautete stattdessen die alt-neue Unions-Devise, der ehemalige Ehren(wort)vorsitzende Helmut Kohl lässt grüßen.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  :

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Das Guttenberg-Syndrom

Erstellt von DL-Redaktion am 12. März 2011

Ein Guttenberg als Hochstapler

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Hatten wir nicht geglaubt wenigstens die Zeiten des Adels weit, weit hinter uns gelassen zu haben und den Rest der in diesem Land sich noch umtriebigen  Restbestände als schillernde Facetten der „Blaublütigen“ aus der Illustrierten „Bunte“  mitleidig zu belächeln? Geben wir uns mit der Erklärung zufrieden welche besagt das die Bevölkerung nach Vorbildern suche und eines davon in KT zu finden geglaubt habe, oder erkennen wir dass diese Aussage nur Teil einer weiteren Volks Verdummung ist  ?

Vorbilder aus Kreisen des Adels? Mitglieder aus der Gruppe der größten Schmarotzer welche in Europa über viele Jahrhunderte die Menschen so stark ausgenutzt haben, um auch heute noch von den damals zusammen gestohlenen Reichtum zehren zu können? Das ist schlicht unglaublich und zeugt von der Vorspiegelung falscher Tatsachen. Wir sollten uns besser an die Zahlen orientieren welche von der Beteiligung an den Sympathieversammlungen „für Guttenberg“ bekannt wurden. Über das ganze Land verteilt einige wenige Hundert.

Das genaue Gegenteil müsste der Fall sein. Hat uns nicht der scheinbar betrügerisch erschlichene Titel eindringlich auf die noch immer existierende Großmannssucht der ehemaligen Eliten hingewiesen? Ist dieser Vorfall nicht ein Spiegelbild der Historie dieser ehemaligen Raubritter und selbst ernannten Edel-Männer -Frauen? Kann einer Bevölkerung besser aufgezeigt werden als das diese Kaste uns auch heute noch das Vorleben möchte was sie immer gemacht hat, sich auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes unbeschwertes Leben zu machen? Etwa vergleichbar mit Hartz IV Empfänger welche sich laut Aussage vieler Politker ja auch nur auf Kosten der Anderen einen schönen Tag ohne Arbeit machen wollen?

Sollte nicht ernsthaft hinterfragt werden was so ein Titel heute noch Wert ist und ob die Vergabe überhaupt noch einen Sinn hat? Vor allem im Angesicht der Tatsache, das die Vergabe von Titeln heute auch zu einem großen Geschäft geworden ist. Im Internet gibt es schon Angebote für 400 Dollar und ich glaube kaum das besonders die Politik auf die Vergabe von Titel verzichten kann.

Ist es doch eine gute Möglichkeit ein Gehirngetrocknetes Mauerblümchen im Bundestag risikolos in eine wunderschöne Orchidee zu verwandeln. Siehe den Adel unseres „Hohen Hauses“. Auch wird sich der Staat schwerlich den Markt verbauen für den Preis eines Ordens, auch das ist ein Titel, wertvolle Rohstoffkämpfer für den Krieg in Afghanistan oder demnächst folgende weitere Kriege einzukaufen. IE

Hier ein Kommentar von RAINER KREUZER.

Es gibt Leute, die beinahe schon als Chef, Leiter oder Vorstand zur Welt kommen: Menschen, die bereits nach wenigen Monaten Berufserfahrung zum Chefredakteur aufsteigen oder sofort irgendetwas leiten: eine Abteilung, ein Ressort, ein Ministerium oder am besten den ganzen Konzern.

Man sieht es ihnen auf den ersten Blick an, dass ihr Weg direkt nach oben führt. Egal welche Schnitzer sie sich erlauben, welche handwerklichen Fehler und Mängel: Jeder Flop führt sie einen Schritt weiter – mit oder ohne Doktortitel.

Auch in den Medienbetrieben findet man sie. Deutschlands mächtigster Medienboss etwa, der Bild-Zeitungs-Chef Kai Diekmann, konnte es sich sogar erlauben, sein Studium abzubrechen. Der akademische Abbruch, der einem sonst gern als mangelndes Durchhaltevermögen ausgelegt wird und die Berufschancen fast in Richtung Hartz VI mindert, bildete bei Diekmann den Start in eine wunderbare Karriere. Schon vier Jahre nach dem Beginn seiner Ausbildung trug er den Titel „Chefreporter“. Auch die Mehrheit der Vorstände in den DAX-Unternehmen hat es zu keiner Doktorwürde geschafft, dafür aber an die Spitze der Macht.

Wer den Doktor noch braucht

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle  :  46. Münchner Sicherheitskonferenz 2010: Karl-Friedrich Freiherr zu Guttenberg, Verteidigungsminister, Deutschland, nach einem Bilateralen Gespräch.

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Zum Töten in Afghanistan

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Dezember 2010

„It’s a war, right“

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Einen Reisebericht der TAZ Chefredakteurin Ines Pohl aus Afghanistan. Sie erzählt von Michael, einem amerikanischen Soldaten welcher mit seinen gerade einmal 26 Jahren bereits seinen fünften Kriegseinsatz ableistet. Er sagt: „It’s a war, right“. Und er musste auch töten! Weiter schreibt sie und ich zitiere hier: „Ich begegne zum ersten Mal in meinem Leben bewusst jemandem, der Menschen getötet hat. Hier, an diesem unwirklichen Ort, spreche ich das aus. In Michaels grünblauen Augen ist nicht der leiseste Schimmer von List: „Wirklich?“, wundert er sich. Ich habe schon länger nicht mehr an meine Großväter gedacht.

Beim Lesen eines solchen Berichtes fällt mir dann auch ein dass gerade unser Kriegsminister mit seiner Chefin in Afghanistan weilt. Wie sagte die Chefin gestern zu den Deutschen Soldaten: „Das ist für uns eine völlig neue Erfahrung. Wir haben das sonst von unseren Eltern gehört im Zweiten Weltkrieg.“ Das sei aber eine andere Situation gewesen, weil Deutschland damals der Angreifer gewesen sei.

Weiter konnten wir hören dass das militärische Engagement am Hindukusch auch der Sicherheit Deutschlands diene.  „Ohne Sie könnten wir nicht so sicher leben, und das müssen wir den Menschen auch sagen“. Sie räumte ein, dass die Bevölkerung den Einsatzzum Teil skeptisch“ sehe – „und trotzdem ist sie stolz auf Sie.“

Wenn ich solch politischen  Nonsens höre, läuft es mir immer kalt den Rücken herunter und ich frage mich was in den Köpfen solcher „Menschen“ eigentlich vorgeht? Gar nichts, wo nichts drin ist kann auch nichts vorgehen ? Der Krieg am Hindukusch sorge hier für ein sicheres Leben? Für wie dumm hält hält man ein Volk im 21. Jahrhundert ? Wie beruhigend auch für die Bevölkerung das „nur Soldaten“ ihr Leben verlieren und nicht unsere Politiker welche das alles lieber aus sicherer Entfernung beobachten.

Viele Experten sind der Meinung das es ohne die Kriege im Irak und Afghanistan keine Terroristen gäbe. Sie sind der Meinung das  hier Kriege einzig im Interesse der Wirtschaft geführt wurden und noch werden. Will man diesen Experten glauben und ich glaube denen mehr als jeden gekauften Politiker, geht es hier nur um Oel und Bodenschätze. So etwa sprach ja auch der vor kurzen zurück getretene Bundespräsident Köhler aus.

[youtube OZJwGSeCg7Q]

Hier der Reisebericht:

„It’s a war, right“

„Chicks“ ist in Pink auf die Toilettentür gesprüht. Drinnen stinkt es nach Chemikalien, überall knirscht Sand, die Spiegel sind verkratzt. Die Toilette wirkt verwaist. Von den rund 1.500 Soldaten hier in der Basis sind nur 60 Frauen.

Eine Stunde hat der Flug mit dem Helikopter von Kundus nach Ghazni gedauert. Endlich erleichtert stell ich fest, dass ich mich verlaufen habe. Keine Ahnung, wo der Rest meiner Truppe ist. Diese Unaufmerksamkeit wird mir den besten Teil der Reise bescheren. Ich höre Einschätzungen, für die die Amerikaner mir diesen Trip wohl nicht bezahlt haben. Denn wir sind embedded.

Wir, das ist eine Gruppe von zwei US-Journalisten, einem Kollegen aus Istanbul, einem aus Paris, einem aus London und mir, der einzigen Frau. Wir sind von den jeweiligen US-Botschaften eingeladen worden zu einer sechstätigen Informationsreise nach Afghanistan.

Eigentlich haben wir hier gar nichts zu suchen. Sondern sollten in eine ganz andere FOB (Forward Operating Base, Außenlager) gebracht werden. Dort hätten die Soldaten gewusst, was sie sagen sollen, wenn sie mit uns sprechen. In diesem sandigen Lager aber ist keiner auf uns vorbereitet. Unsere Piloten, Mitglieder privater Sicherheitsfirmen, die für die Embassy Air arbeiten, haben irgendwie die Karte falsch gehalten; uns abgesetzt und sich dann aus dem Staub gemacht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  :

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  • Derivative work: Poxnar
  • All four pictures in the montage are taken by the US Army/Navy.
Permission
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