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RENTENANGST

Politik für die Spitze

Erstellt von DL-Redaktion am 5. März 2013

Politik für die Spitze

Das war es dann wohl auch mit den Dr. Titel von Koch-Mehrin. Wie die Presse heute einstimmig meldet muss sie mit einer Niederlage im Streit um ihren Doktortitel rechnen. Die von ihren Anwälten monierten Verfahrensfehler bei der Aberkennung des Titels seien nicht relevant, sagte die Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht Karlsruhe am Montag. Eine endgültige Entscheidung will das Gericht aber erst innerhalb der kommenden zwei Wochen bekanntgeben. (Spiegel)

Frau Koch-Mehrin ist nicht die Erste und wird auch nicht die Letzte sein, die in der letzten Zeit ihren Dr. Titel abgeben musste, wobei der Fall von Frau Schavan noch lange nachhaltig wirken wird. Ist es doch nicht nur der erschwindelte Dr. Titel welcher für Aufmerksamkeit sorgt sondern gleichzeitig auch das komplette Versagen welches diese Aufschneider mit in ihre Arbeit einbringen.

Die mangelnde Qualität ihrer Arbeitsleistung wurde nicht nur bei von Guttenberg, sondern wird auch bei Frau Schavan in den folgenden Artikel besondere Beachtung finden.

Politik für die Spitze

Nun hat Angela Merkel vor Ende der Legislaturperiode auch noch ihre am längsten amtierende Ministerin verloren. Anfang Februar nahm Annette Schavan ihren Hut, nachdem die Universität Düsseldorf ihr den Doktortitel wegen Plagiatsverdachtes entzogen hatte. Um „das Amt, das Ministerium, die Bundesregierung und auch die CDU“ mit der von ihr angestrebten Klage nicht zu beschädigen, entschied sich Schavan für einen raschen Abgang. Nur „sehr schweren Herzens“ nahm die Bundeskanzlerin Angela Merkel den Rücktritt der „anerkanntesten und profiliertesten Bildungspolitikerin Deutschlands“ an. Wie aber verhält es sich mit der Bildungspolitik nach fast acht Jahren Annette Schavan?

 Eigentlich kann von Bildungspolitik keine Rede sein: Was von Annette Schavans Politik in Erinnerung bleiben wird, lässt sich sämtlich der Forschungspolitik zuordnen – sie steht für die Exzellenzinitiative, hat mit den Ländern den Hochschulpakt vereinbart und das Deutschlandstipendium eingeführt. Das drängendste Bildungsproblem, das seit Jahren auf Lösung wartet, ist sie jedoch nicht angegangen: Viel zu viele Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss und viele, die zwar einen Schulabschluss vorweisen können, haben keine ausreichende Lesekompetenz. Sie finden keine Ausbildungsplätze, werden in mehr oder weniger sinnvollen Trainingsprogrammen geparkt und haben oft noch Jahre nach dem Schulabschluss keinen Arbeitsplatz. Damit schauen sie häufig in eine trostlose Zukunft, in der sie dauerhaft auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sein werden.

 In der Bildungspolitik liegt daher die größte Herausforderung der „Bildungsrepublik Deutschland“. Der jedoch hat sich Schavan nicht gestellt.

 Fatales Kooperationsverbot

 Und das vor allem aus einem Grund: Seit 2006 darf sich der Bund gar nicht mehr in die Bildungspolitik der Länder einbringen. Für seine Entmachtung trägt Schavan selbst eine wesentliche Mitverantwortung. Als Landeskultusministerin in Baden-Württemberg hatte sie sich vehement dafür eingesetzt, dass das sogenannte Kooperationsverbot im Rahmen der Föderalismusreform verabschiedet wurde. Seitdem ist es dem Bund untersagt, die Länder inhaltlich und finanziell in Bildungsfragen zu unterstützen.[1] Lediglich für die Hochschulen gibt es zeitlich befristete Ausnahmen (eben die Exzellenzinitiative, den Hochschulpakt und das Deutschlandstipendium).

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juni 2011

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Wie geht es und, Herr Küppersbusch?

Der Wochenrückblick beschäftigt sich diesmal mit dem Stuttgarter „Bauen und Hauen“, Koch-Mehrin und dem Bundessuppenkaspar Köhler.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Inspektor Columbo, Peter Falk, ist tot.

Was wird besser in dieser?

Normal kommt er immer noch mal rein, weil er da noch eine Frage hat.

Bei Protesten gegen Neonazis spähte die Dresdner Polizei im Februar zehntausende Handydaten aus. Nun sieht Datenschützer Schaar die Demonstrationsfreiheit bedroht. Telefonieren oder protestieren?

Hier in Dortmund nutzt eine linke Szenekneipe eigene Fassaden-Kameras, um die Polizei zur Ergreifung von Nazi-Schlägern zu ertüchtigen. Das war ein Stück Weg vom „Orwell-Staat“ hin zu linken Überwachungsfreunden.

Ab nächstem Jahr müssen wir ohne die bunten Kostüme von Thomas Gottschalk wetten. Wetten, dass … Hape Kerkeling sein Nachfolger wird?

Sechs bis acht fette Shows pro Jahr und das wars – das mag verlockend sein. Mit Uschi, Horst Schlämmer und den Möbelhübner-Irren kriegt er das Sofa allein voll, und zwar gut. Trotzdem: Das Format hats gehabt, und HaPe hätte es nicht verdient, an einem überlebten Konzept Schaden zu nehmen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Die Parlaments Blender

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Juni 2011

Nun also auch Koch – Mehrin

File:Silvana Koch-Mehrin 8669.JPG

Nach der Guttenberg Lüge ist nun auch die zweite Dissertation-Lüge aufgeflogen und die Universität entzieht Silvana Koch-Mehrin den Doktortitel. Laut Aussage sollen sich auf rund 80 Textseiten mehr als 120 Stellen zu finden, welche als Plagiat zu klassifizieren seien.

Der Umfang der Plagiate lege „zwingend die Schlussfolgerung nahe“, dass die Arbeit von Koch-Mehrin keine „selbstständige wissenschaftliche Arbeit“ im Sinne der Promotionsordnung der Fakultät und des Landeshochschulgesetzes Baden – Württemberg darstelle, sagte Manfred Berg, Dekan der Philosophischen Fakultät.

Und weiter: „Angesichts der Vielzahl und des systematischen Charakters der Plagiate kann kein Zweifel daran bestehen, dass sich Frau Koch-Mehrin in ihrer Dissertation fremdes geistiges Eigentum angeeignet und als das eigene ausgegebenhat.“

Noch hat kein Doktortitelträger, der ins Visier der Internet-Wikis geraten ist, seinen Titel nach Prüfung durch die jeweilige Universität behalten können, was für die sehr gute Arbeit der Untersuchenden spricht.

Die überführte FDP-Politikerin hat auf den Entzug reagiert: Koch-Mehrin will rechtliche Schritte gegen die Aberkennung ihrer Doktorarbeit prüfen. Die Entscheidung der Universität findet sie völlig unverständlich – und so weist sie ihren damaligen Prüfern eine Mitschuld zu. „Zur guten Praxis gehört es auch, eine vorgelegte Arbeit ordentlich zu prüfen, die wissenschaftlichen Ergebnisse sind bis heute unstrittig und beruhen auf meiner eigenen wissenschaftlichen Leistung.“

Auffällige Einigkeit herrscht zwischen  Koch-Mehrin und Guttenberg in Sachen Uneinsichtigkeit. Beiden scheint während ihrer politischen Tätigkeiten der Sinn für die Realität verloren gegangen zu sein. Ihre dümmliche Arroganz zeigt dass sie wie viele andere ihrer Gattung in den Parlamenten nicht die Geistig-Moralischen Fähigkeiten aufbringen als Vertreter des Volkes dort einen Platz einzunehmen.

In seinem heutigen Kommentar auf WDR 2 äußerte sich Armin Himmelrath im „Kartext“ wie folgt:

„Ganz ehrlich, liebe Volksvertreter: Es reicht. Ich habe die Nase voll von den Blendern, die meinen, mit den zwei Buchstaben und dem Punkt vor dem Namen so wahnsinnig viel besser anzukommen als ohne akademische Ehren. Es langweilt, wenn sich Volksvertreter mit familiärem Stress, Computerproblemen oder unkonventioneller Zitierpraxis herausreden, nachdem fleißige Plagiatsjäger sie der Lüge überführt haben.“

Quelle: WDR 2 >>>>> weiter lesen / hören

Weitere Quellen:TAZ/Sueddeutsche/Spiegel

IE

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Author Michael Lucan

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