DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Der Eugeniker

Erstellt von DL-Redaktion am 30. August 2010

Thilo Sarrazin, der Eugeniker

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Auch Thilo Sarrazin war SPD-Politiker und damit einer von den Abzockern,

welcher ohne Politik nie seinen Weg gemacht hätte.

„Sarrazin selbst glaubt, dass er ein Tabu bricht, wenn er formuliert, „dass wir als Volk an durchschnittlicher Intelligenz verlieren, wenn die intelligenteren Frauen weniger oder gar keine Kinder zur Welt bringen“. Doch ist dies kein Tabu – sondern wissenschaftlich unhaltbar.“

So schreiben die Journalistinnen Ulrike Herrmann und Alke Wierth in ihrem heutigem Faktencheck über das Buch von Sarrazin.

An und für sich nichts Neues möchte man als aufmerksamer Beobachter der politischen Szene anmerken, wenn denn die Hetze gerade in unserem Land nicht so gefährlich wäre, und auf die sich heute häufenden Missstände nicht schon vor mehr als 20 Jahren immer und immer wieder hingewiesen worden wäre. So ist es an der Zeit, auch einmal darauf hinzuweisen, dass gerade in heutiger Zeit die gegenseitige Hetze Grundlage einer fast jeden politischen oder religiösen Auseinandersetzung ist.

Wir finden diese Partei- oder Religions- Hetzer in jeder dieser Gruppierungen, wo es als das wichtigste Ziel angesehen wird, die jeweils andere Ideologie zu verteufeln. Ich möchte hier nur an die noch vor kurzem geäußerten Tiraden eines Westerwelle von „Rechts“ gegenüber den Hartz IV EmpfängerInnen, als auch der gleichen von „Links“ gegen die Kandidatur eines Gauck erinnern. In beiden Fällen ging es nur darum, wie bei Sarrazin, die andere Seite in einem schlechten Licht darzustellen, und beides hatte mit Politik wenig gemeinsam.

So können wir denn eine Linie ziehen von Möllemann, Roland Koch über Westerwelle, Gysi, herunter zu Ingrid Remmers und Günter Blocks hinein in die Kreis-Verbände, wo man dann auf Un-Personen wie Müller oder Vöcking trifft. Alles Typen der ziemlich gleichen Couleur, mit gleichen Zielen und Eigenschaften, wobei es nur wichtig erscheint, die eigene Profilierung auf Kosten anderer zu fördern. Diese Anti-Menschen glänzen für gewöhnlich durch eine ausdauernde Kritik, ohne auch nur ansatzweise in der Lage zu sein, die kritisierten Missstände durch eigene Ideen aus der Welt zu schaffen. Ziel dieser Menschen kann es ja letztendlich auch nicht sein, die von allen mehr oder weniger erkannten Missstände zu beseitigen, da man dann ja selber überflüssig würde. Ziel ist es nur an die reichlich gefüllten Fleischtöpfe der Nation zu kommen und mit leeren Versprechungen Wahlen zu gewinnen.

So sind wir dann wieder bei Sarrazin angekommen, welcher seine Ansichten nun schon seit vielen Jahren aus immer der gleichen Partei heraus in die Welt trommelt. Ab und an, mehr oder weniger hörbar, aber relativ ungestört. Vielleicht werden die Alt-Parteien wie CDU, SPD, FDP und die Grünen wieder einmal zu den Schluss kommen, dass Trommeln von Rechts mit weiteren Restriktionen in der Ausländerpolitik begegnen zu können. IE
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Die Gene sind schuld

Thilo Sarrazin vermischt in seinem neuen Buch über den angeblichen Untergang der Deutschen Halbwahrheiten mit Unsinn – und das in einem schrillen Tonfall.

VON ULRIKE HERRMANN & ALKE WIERTH

Thilo Sarrazin hat ein Buch mit 465 Seiten, 538 Fußnoten, 33 Tabellen und 10 Schaubildern verfasst. Der Titel ist zwar denkbar reißerisch und lautet „Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“, trotzdem ist dem Autor sehr daran gelegen, dass es ein wissenschaftliches Werk sein soll. „Ich stütze mich in meinen Ausführungen auf empirische Erhebungen“, betont der Bundesbanker, Sozialdemokrat und einstige Berliner Finanzsenator.

Diese „empirischen Erhebungen“ erscheinen am heutigen Montag, und selten hat ein Buch im Vorfeld derartige Diskussionen ausgelöst. Denn Sarrazin argumentiert dezidiert biologistisch. Für ihn ist die Unterschicht nicht sozial benachteiligt, sondern genetisch bedingt dümmer als die Oberschicht. Es handle sich um eine „negative Auslese“.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Zum Abschluss hier noch eine Presserklärung der LINKEN welche meine geäußerten Ansichten zu den Parteien bestätigen.

Werte Petra Pau,
diese Erklärung enthält weder Deutung, noch Hilfe, schlichtweg nichts. Damit betreiben Sie weder Aufklärung noch Diskussionsbereitschaft und sie ist einer Oppositionspartei unwürdig. Ist Ihnen nicht bekannt das Hass neuen Hass nach sich zieht? IE

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

29.08.2010, Petra Pau
Kopfkrank oder Rassist und die Kassen klingeln

Zu den „Gen-Theorien“ von Thilo Sarrazin erklärt Petra Pau, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE und im Innenausschuss:

Sarrazin wird mit den Worten zitiert: „Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden“.
Wenn Sarrazin das so gesagt hat, ist er entweder kopfkrank oder ein Rassist.

Die „Random House Deutsche Verlags-Anstalt“ wiederum lässt mit Sarrazins Ungeist bei der Bertelsmann-AG die Kassen klingeln. Ein Geschäft mit Hass.

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Weitere Informationen:
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Pressestelle
Platz der Republik 1, D-11011 Berlin
pressesprecher@linksfraktion.de, linksfraktion.de
Fax: +49.30.227.56801
Hendrik Thalheim, Pressesprecher, Tel. +49.30.227.52800

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Fotoquelle : Thilo Sarrazin am 3. Juli 2009

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Juli 2010

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Der CDU bleibt nur noch Ballack, die Bahn kriegt zu viel Dresche und die FDP stellt die Familienministerin bloß.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Oettinger, Koch, Köhler, Rüttgers, Wulff, von Beust … ob die CDU vielleicht Ballack jetzt nimmt? Dann kann Lahm Kapitän bleiben, das wäre wichtig.

Was wird besser in dieser?

Union fängt sich, ist eh keiner mehr zum Zurücktreten über.

Kristina Schröder, Familienministerin, würde beim Elterngeld für Geringverdiener gern noch mehr sparen. Das regt auch bei Union und FDP viele auf. Das ist doch nur die konsequente Durchsetzung schwarz-gelber Ziele. Oder nicht?

Okay, wenn man Politikdesignern aufgegeben hätte: „Erfindet mal eine sozialpolitische Grausamkeit, der selbst der Habsuchtssekte FDP zu weit geht.“ Ungefähr das wäre dabei rausgekommen. Prompt dröhnt FDP-Fraktionsvize Miriam Gruß, Schröder möge doch lieber „bei Millionärsgattinnen Elterngeld streichen“. Ich glaube, als christliche Sozialpolitikerin von der FDP bloßgestellt zu werden müsste ungefähr die Höchststrafe sein.

Maria Jepsen ist von ihrem Bischofsamt zurückgetreten. Wenn man sich mal anschaut, wie schwer sich Katholiken auf solchen Posten damit tun – sind die Protestanten zu weich?

Prima, dass christliche Glaubensführer immer spektakulärer dem Umstand begegnen, dass ihre Dogmen und Lehren eh nicht lebbar sind. Wobei ich mir so eine Käßmann-Kirche der gescheiten Gescheiterten wesentlich menschlicher vorstelle als den Mixa-Bund der Fehlerlosen. Immerhin ist Jepsen für das Übersehen der Fehler anderer zurückgetreten. Mit der Begründung könnte Ratzinger täglich.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Juni 2010

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Der Putsch der Königlosen, feixende Hausdetektive, eine Kandidatin mit lustiger Frisur, Jünther Gauck und Brasilien. Die Woche mit Friedrich Küppersbusch.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in dieser Woche?

Friedrich Küppersbusch: Rüttgers und Börnsen amtswalten interimsmäßig durch die Gegend

Was wird besser in dieser?

Alle machen mit! Deutschland schaltet auf Autopilot!

Koalitionspartner heißt auf Schwarz-Gelb jetzt „Wildsau“ oder „Gurkentruppe“. Was ist da los?

Der Putsch der Königslosen. Für sich genommen kann Merkel die Abgänge von Koch, Köhler und anderen zuvor – Althaus, Merz, Stoiber – wegstecken. Die Demontage von Rüttgers, Oettinger und Tillich. In der Summe ist das ein Enthauptungsschlag gegen die herkömmliche CDU.
Zweitens: Die neuen Jungs heißen Annette, Ursel, Kristina, Ole. Da passen manche Kritiker samt Gemächt durch keine Tür mehr.
Drittens: Der FDP-Angriff auf die Hütten entglitt zum Selbstmordanschlag der Palastbesitzer. Merkels Sparbeschlüsse zeigen, dass sie immer noch nicht kapiert hat, Vorsitzende auch der Zentrumspartei zu sein.
Viertens: Springer war seit dem „Umfaller Kohl“-Titel nicht mehr so deutlich gegen einen CDU-Kanzler. Damals wurde danach ein Chefredakteur gefeuert. Der Gauck-Jubel jetzt ist wie ein Jagdsignal für Merkelmörder.
Aber, und schließlich, fünftens: Sie haben keinen. Merkel wie Westerwelle haben ihre Parteien von Konkurrenten gesäubert. Deshalb wird dieser Putsch der Königslosen – scheitern. Wulff könnte putschen, doch wenn er putschte, wäre er nicht mehr Wulff. Die Opposition sollte lieber Politik machen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Mai 2010

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Die Glosse der Woche. Koch hat keine Sorgen um Nachruhm, Köhlers Äußerung fehlen die Nachwehen und Sommermärchenmädchen Lena hat den Fußballern Last abgenommen. IE

taz: Was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Der blödsinnige Name „Top Kill“.

Was wird besser in dieser?

Muss sich auch keiner merken.

Wann wird das denn nun endlich was mit einer Regierung, da drüben bei euch in NRW?

Die späte Hochkultur der indigenen Ruhrvölker gebar die postdemokratische Regierungsform des sogetrunkenen Rauismus. Regierungshandeln konzentriert sich hier wesentlich auf regelmäßiges Ausstoßen von Mantren wie „Prost“, „Du kommst raus“ oder ganz zentral dem sogenannten Opel-Mantra „Aber die Arbeitsplätze!“. Letzteres umschreibt die dem Rauismus eigene milde Form der Anarchie, in der praktisch jeder machen kann, was er will, wenn er Eon, Bayer, Rheinmetall, RAG oder ersatzweise Investor heißt. Der dynastische Erbrauismus mit den Thronfolgern Clement, Steinbrück und Rüttgers transformierte die vom Ursprung her politische in eine allgemein folkloristische Form, Fachleute sprechen hier von der Epoche der Vermillowitschung. Auch der schieren Größe des Reservates geschuldet, ist den Eingeborenen in dieser Phase zum Teil unklar, ob in Düsseldorf jemand regiert, zum anderen Teil egal. Hier lappt der Rauismus spielerisch ins Buddhistische und ist ältlichen, wahlgebundenen Gesellschaftsformen weit überlegen und voraus. Wie war noch mal die Frage?

Roland Koch ist politische Vergangenheit. Gibt es einen Grund, ihm eine Träne nachzuweinen? Wenigstens eine?

Mit Merz und Koch, vielleicht noch Pflüger und derlei Konsorten brüten Brutusse mit und ohne Dolch im Gewande: Wie kann es sein, dass wir tapferen Christdemokraten 68 gegen jeden Trend in die CDU gegangen sind – und jetzt kommt 68 in die CDU und vergrault uns? – Die Merkelunion stellt Frauen, Schwule, Ausländer, so ziemlich alles nach vorne, wovor die völkisch veranlagten Jungs damals in die konservative Partei getrotzt bis geflohen sind.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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