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Weihnachtsgrüße aus RLP

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Januar 2013

Die Bekanntgabe eines Parteiaustritt

Hier die Wiedergabe eines Briefes welchen wir in der Liste der Kommentare fanden. Wir finden den Brief für interessant, da er sehr gut die Stimmung an der Basis wiedergibt, so das wir einen eigenen Artikel für angebracht halten. Die Einsendung erhielten wir von „Ichbins“, wo für wir uns recht herzlich bedanken.

Auch aus RLP gibt es folgendes zu lesen:

Liebe Genossinnen,

seit etwa 12 Jahren bin ich in verschiedenen Funktionen auf verschiedenen Ebenen in unserer Partei aktiv und habe gemeinsam mit meinen Genossinnen in Mayen-Koblenz versucht, unsere Partei vor Ort aufzubauen und meinen Teil dazu beizutragen, dass die gute und gerechte Sache, für die unsere Partei steht, vorankommt und gelingt.

Ein Teil der darauf verwandten Energie ist in den Kampf für eine Partei geflossen, die ihre nach außen proklamierten Werte auch nach innen lebt, die gemeinsam, fair und offen über Wege und Ziele diskutiert, die bestenfalls das Ziel einer solidarischen, gerechteren Gesellschaft bereits im innerparteilichen Umgang miteinander lebt. Vor einigen Jahren ist unsere Landespartei in die Hände von Leuten gefallen, die ein gänzlich andere Vorstellung von Partei haben: Ihren Taten konnten wir über die Jahre entnehmen, dass ihnen unsere Partei nichts anderes als ein Instrument zur Erlangung von bezahlten Mandaten ist.

Die Kämpfe, die unsere Partei in den letzten Jahren zerrissen und gelähmt haben, waren keine inhaltlichen Auseinandersetzungen, sondern galten alle der Bekämpfung innerparteilicher Konkurrenten eines Bundestagsabgeordneten. Die Bildung eines Sprecherrates bedeutet nicht das Ende dieser Auseinandersetzungen, sondern seine Verstetigung: Zwei der Personen, die in der Vergangenheit unter Beweis gestellt haben, dass die Durchsetzung ihrer Interessen für sie oberste Priorität hat, dass sie dazu Mitgenossinnen mit anderen Meinungen mit allen Möglichkeiten bekämpfen, ihnen Beteiligungsmöglichkeiten entziehen und dass sie dazu auch vor Partei schädigendem Verhalten nicht zurückschrecken, wenn es ihren Zwecken dient. Die Leitung der Landespartei Menschen anzuvertrauen, die für ihren desolaten Zustand eine große Verantwortung tragen, wird unsere Probleme nicht lösen, sondern vermutlich verschärfen – spätestens, wenn es wieder um die Verteilung von Listenplätze für lukrative Mandate geht.

Dass die neu Gewählten für unsolidarisches Verhalten in der Vergangenheit stehen, für Satzungsbrüche, Ausschlüsse von interner Opposition, dass sie eine Aufklärung der Schuldenkrise der Landespartei verweigert haben und die Kreisverbände bis heute nicht wissen, wer welche der ihnen zustehenden Parteigelder wofür verausgabt hat, dass sie Beschlüsse der Landesgremien missachtet, persönliche Versprechen gebrochen und unseren KV wiederholt belogen haben, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Für meine Person gebe ich den Kampf für eine solidarische, pluralistische Partei mit der Wahl von Alexander Ulrich und Wolfgang Ferner verloren.

Aus diesen Gründen erkläre ich hiermit meinen Austritt aus der Landespartei.

Ich wünsche der Landespartei alles Gute und viel Erfolg und dass die Kräfte um Genossin Alexandra Erikson die Oberhand in der innerparteilichen Auseinandersetzung behalten. Nach meiner Auffassung ist das die vorerst letzte Chance unserer Partei in RLP.

Mit solidarischen Grüßen

Klaus Schabronat

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