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RENTENANGST

Der Ringel ist gerettet

Erstellt von DL-Redaktion am 15. August 2015

Linke-SPD und eine Lyoner

Lyoner beziehungsweise Fleischwurst ist eine Brühwurst ohne Einlage. Das Rezept stamm
ursprünglich aus der französischen Stadt Lyon – dort wird sie Cervelas genannt. Wikipedia

Nein ein Krieg wir sicher nicht ausbrechen, im Saarland. Ein Krieg zwischen der SPD und den LINKEN, um das Recht von sich behaupten zu dürfen eine Wurst gerettet zu haben. Nein, nicht gerade eine Normale, sondern „die Lyoner“, Made im Saarland. Muss es nicht jedem stolzen Saarländer ein wenig traurig stimmen, beim Verzehr immer daran denken zu müssen auf einen Franzosen und nicht auf einen Saarländer herumkauen zu müssen. Aber allen zum trotz, die Politik kennt nur einen Sieger und der Verlierer darf dann den Hans – Wurst machen.

Wobei es die Fraktion der Linken im Landtag ausdrücklich begrüßt, da nun der Markenschutz, bitte nicht verwechseln mit „Mackenschutz“, erhalten bleibt. Auch für die nächsten 10 Jahre kann weder in Rio noch Jakarta eine Lyoner als Pariser verkauft werden. Zur Bekräftigung wurde extra das Linke Schwergewicht, der wirtschaftspolitische Sprecher der Linken Fraktion  Prof. Heinz Bierbaum ins Gefecht geschickt. So machte er darauf aufmerksam dass der Schutz der ArbeitnehmerInnen oberste Priorität habe. So wie Anfang August 2011 bei der Nürnberger Druckerei Prinovis.

Nur, so richtig verstehen kann ich diesen Prof. dann auch wieder nicht wenn er sich hier für eine große Wurst einsetzt. Wenn er schon eingestehen muss zu wissen, dass diese Würste teilweise unter sehr schlechten Bedingungen produziert werden, möchte er sich vielleicht bei der SPD anbiedern und lässt somit wieder einmal viele kleine Würstchen im Regen stehen? Für jeden normalen  Verbraucher auch einsichtig. Wenn der Inhaber der Markenrechte nicht einmal 3000 Euro aufbringen kann um für seinen eigenen Markenschutz bezahlen zu können und dafür Klinken putzen geht, würde ich in einem solchen Laden auch keine Wurst kaufen. Oder bezahlt der mir meine Miete wenn ich einmal knapp bin.

Gut das es da noch einen Verbraucherschutzminister aus der SPD gibt, denn dem äußeren Anschein nach haben sich endlich auch an der Saar Laurel und Hardy zu einer Einheit gefunden. Aber, um rot-rot-grün  noch zusammenzubekommen werden sie sich beeilen müssen, damit sich beide Parteien nicht schon zuvor aus der Politk verabschiedet haben. An und für sich typisch für die Zwei welche seit Jahren einen riesigen Etikettenschwindel betreiben und sich viele Großkotze als Sozialisten und  Demokraten ausgeben, letztendlich aber genau wie andere Großverdiener ihr Leben bevorzugt über aqllen anderen schwebend genießen, Hauptsache der eigene Bauch ist voll. Und die idiotischen Wähler wählen die politischen Betrüger noch.

So können wir doch die Lyoner ganz gut mit den Parteien vergleichen. Wir lesen die aufgedruckten Herstellerhinweise auf denen geschrieben steht was in der Fleischwurst alles enthalten sein soll. Was wirklich enthalten ist erfahren wir nach den Wahlen, oder wenn wir uns nach dem Essen übergeben haben, da der Fleischanteil nur noch aus 8 % besteht.

Presserklärung:

Prof. Heinz Bierbaum: Lyoner schützen – Beschäftigte im Fleischerei-Handwerk aber auch

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag begrüßt es, dass der Markenschutz für den Lyoner verlängert werden soll, fordert aber, dass es eine finanzielle Förderung des Landes nur dann gibt, wenn auch soziale Standards eingehalten werden. Der wirtschaftspolitische Sprecher Prof. Heinz Bierbaum erklärt: „Der Schutz des Lyoners ist ein ehrenwertes Anliegen im Saarland – dabei darf aber der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht vergessen werden. Die Rechte der Beschäftigten wiegen schwerer als die Namensrechte von Fleischwurst. Die Landesregierung darf nicht ignorieren, unter welchen Bedingungen Lyoner oftmals produziert wird, nämlich meist ohne tarifliche Bezahlung und unter Einsatz von schlecht bezahlten und kaum abgesicherten Arbeitern mit Werksverträgen. Landesmittel, das heißt Steuergelder, sollten aber nur dort zum Einsatz kommen, wo soziale Standards gelten.“

Quelle : DIE LINKE LV Saar

Der Ringel ist gerettet

Der Markenname „saarländischer Lyoner“ bleibt weiterhin europaweit geschützt. Darauf verständigten sich gestern Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) sowie Landesinnungsmeister Volker Weider und Innungs-Geschäftsführer Markus Strauß.

Der Markenname „saarländischer Lyoner“ bleibt weiterhin europaweit geschützt. Darauf verständigten sich gestern Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) sowie Landesinnungsmeister Volker Weider und Innungs-Geschäftsführer Markus Strauß. Jost zückte zwar keinen Scheck über 3000 Euro. Soviel Gebühren kostet die Verlängerung der Markenrechte um weitere zehn Jahre. Das musste er auch nicht. Da sich die Innung als Inhaber der Markenrechte diesen Betrag nicht leisten konnte, kamen zahlreiche Spenden zusammen.

Quelle: Saarbrücker Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Author Rainer Zenz

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