DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Kohls Reise ins Nirgendwo

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Juli 2017

Wie eine Dampfwalze

Autorin Daniela Dahn

Helmut Kohl Eine Mehrheit in Ost und West wollte die Einheit mit mehr Zeit – und im europäischen Rahmen. Doch so hatte der große Europäer nicht gewettet

Nachrufe auf Politiker sind meist überzogene Erfolgsgeschichten. Sie gehen aber in jene Geschichtsschreibung ein, über deren Deutungshoheit die Mächtigen verfügen. Unter all den lobenden Erinnerungen an Helmut Kohl überraschte in den letzten Tagen eine, die auch gleich wieder unterging. Im Deutschlandfunk wurde an ein vertrauliches Gespräch Kohls mit dem Historiker Fritz Stern erinnert, in dem dieser den damaligen Kanzler fragte, ob er im Prozess der Vereinigung Fehler gemacht habe. Kohl habe länger überlegen müssen (was nicht überraschend ist) und dann gesagt, doch, er habe versäumt, ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, dass nicht alles in der DDR falsch war und nicht alles im Westen richtig. Das mag zunächst wie ein lässliches Versäumnis klingen. Aber Fritz Stern fügte hinzu, dass eine solche Wertung des Kanzlers am dringendsten nötig gewesen wäre und genau das war, was am meisten von allem fehlte.

Kohl war nicht der Kanzler der Einheit, sondern der Kanzler dieser Einheit. Der Legende von den mangelnden Alternativen sollte daher auch im Respekt vor seinen tatsächlichen Leistungen ein kritisches Erinnern entgegengesetzt werden. Dem geschickten Taktiker der Macht war das Ende der DDR nicht in den Schoß gefallen. In einem Fernsehinterview brüstete er sich damit, dass die ungarische Führung, der bei einem Geheimtreffen in Bad Godesberg „enorme wirtschaftliche Hilfen“ zugesagt wurden, den Zeitpunkt der Öffnung ihrer Grenze für DDR-Bürger auf die Minute nach Kohls Wunsch getimt hatte. Pünktlich zur Eröffnung des CDU-Parteitages, auf dem er, wie er wusste, wegen seines angeschlagenen Images gestürzt werden sollte, verkündete er die Erfolgsmeldung, und alle Umsturzpläne versanken im Jubel. Sein Geschick zur Überrumpelung setzte er dann durch seine Strickjacken-Diplomatie mit dem gutgläubigen Gorbatschow fort.

Kniefall war angesagt

Erst als die Dynamik die gewünschte Richtung annahm, ging er zu seinem erbarmungslos konfrontativen Auftreten über. Obwohl er doch wusste, dass beide Seiten in unterschiedlichem Maße Positives und Negatives aufwiesen, war eine Begegnung auf Augenhöhe nicht mehr möglich. Nicht mal auf Bauchnabelhöhe. Nun war Kniefall angesagt. Die zahllosen Aktivbürger der DDR, die mit politischer Reife und Besonnenheit in den aus dem Boden geschossenen räteähnlichen Bewegungen den mehrheitlichen Willen zum Wandel und zu würdevoller Einheit betrieben, wurden arrogant vom Runden Tisch gewischt.

Da der führende Historiker wider besseres Wissen ins Horn flächendeckender Delegitimierung blies, wurde die zum Mainstream. Und der zum tauglichen Erfüllungsgehilfen neoliberalen Plattmachens. Die im Osten plötzlich zugängliche Westpresse erfreute sich großer Glaubwürdigkeit, verständlich, war doch die mangelnde Öffentlichkeit in der DDR schwerer zu ertragen, als der Mangel an Konsumgütern. (Eine Feststellung, die auf mich als Autorin zutraf, die zu verallgemeinern aber zu meinen Irrtümern gehörte.)

„Es wurde die hanebüchende Behauptung verbreitet, DDR-Funktionäre hätten ihren Untertanen bei lebendigem Leibe Organe entnommen, um für die greisenhafte Führung eine Art Ersatzteilbank anzulegen.“

Kaum jemand hatte es damals für möglich gehalten, in welchem Maße diese Presse durch Verbreitung von Fake News die Stimmung anheizte und zum Kippen brachte. Etwa durch die schon aus medizinischer Sicht hanebüchende Behauptung, DDR-Funktionäre hätten ihren Untertanen bei lebendigem Leibe Organe entnommen, um für die greisenhafte Führung eine Art Ersatzteilbank anzulegen. Zeiten der Revolution sind nicht Zeiten des Dementis. So auch nicht nach der sensationslüsternen Behauptung des damaligen Kanzlerberaters Horst Teltschik, die Zahlungsunfähigkeit der DDR stünde unmittelbar bevor. Viel später hat die Deutsche Bank die Auslandsverschuldung der DDR als nicht besorgniserregend beschrieben. Beide Seiten hatten an der Nahtstelle konkurrierender Ideologien über ihre Verhältnisse gelebt. Gemessen an der Inlandsverschuldung von 20.000 DM pro Kopf, sind die offensichtlich in Saus und Braus lebenden Westdeutschen sogar verschuldeter in die Einheit gegangen. Teltschik sagte dieser Tage, Kohl wäre „wie eine Dampfwalze marschiert“, ohne ihn hätte es die schnelle Einheit nicht gegeben. Das wäre auch besser gewesen. Im Frühjahr 1990, so die Forschungsgruppe Wahlen, waren zwar fast alle Deutschen für die Einheit. Aber selbst da noch verlangten die absolute Mehrheit der Ostdeutschen und gar eine Zweidrittelmehrheit der Westdeutschen, man möge sich damit Zeit lassen. Viele wünschten sich eine Einigung im Rahmen Europas. Doch so hatte der Europäer Kohl nicht gewettet.

Denn der Demokratisierungsdruck aus dem Osten begann auf die Bundesrepublik überzugreifen. Schon schlägt die SPD einen Runden Tisch auch für Bonn vor. An der theologischen Fakultät der Universität Tübingen wird eine Resolution verabschiedet: „Es ist Zeit für eine grundlegende Kritik des Kapitalismus.“ Und Bündnis 90 vergreift sich am Heiligsten, will einen Volksentscheid über den Erhalt des Volkseigentums. Nun aber schnell durch Rechtsangleichung blockieren. In Kohls Auftrag verhandelt Innenminister Schäuble mit sich selbst den Einigungsvertrag, dessen Kern die im Anhang versteckte Regelung der offenen Vermögensfragen ist.

Die wenigen in Ost und West, die Kohls der heimischen Lobby verpflichteten Politik widersprachen, wurden überhört, beschimpft und der Ostalgie bezichtigt. Das habe ich mit meinen Nachwende-Büchern deutlich zu spüren bekommen. In Westwärts und nicht vergessen zitierte ich den Sozialphilosophen Oskar Negt mit seiner Warnung, man könne nicht die Biografien eines ganzen Volkes mit einem Schlag für null und nichtig erklären. Wer andauernd in einem demütigenden Entwertungszustand gehalten werde, der beginne mit der Wiederherstellung seiner Würde auf einer rebellierenden Ebene. Die Unruhe zeigte sich zunächst in einem enormen Aderlass an jungen, kreativen, gebildeten und lebendslustigen Menschen, die im gewendeten Osten keine Zukunft mehr sahen.

Nationalismus der Deklassierten

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rafikquelle   :   DL / privat  – CC BY-SA 3.0

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Ein Trauerspiel

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Juni 2017

Wenn eine  „Birne“ nach-   faulen Äpfeln-   tritt

Vermächtnis – Noch zu Lebzeiten hat Helmut Kohl Anweisungen zu seiner Beisetzung formuliert. Der Altkanzler wollte sich über den Tod hinaus zum Helden und großen Europäer stilisieren lassen. Was hingegen haften bleibt, ist das Bild eines gekränkten Mannes

von Anja Maier

Seinen Tod hat Helmut Kohl in ganz großem Stil geplant. Bei den Details aber hinterlässt der einstige Kanzler der Bundesrepublik Deutschland posthum den Eindruck von irritierender Pingeligkeit.

Europäischer Trauerakt in Straßburg, Rheinfahrt im Sarg, Gedenken im Speyerer Dom, Bestattung im Schatten der Friedenskirche – all dies entspricht seinen Wünschen. Alles atmet maximale Aufgeladenheit. Das Verhindern eines Staatsaktes in Deutschland hingegen, ein Sohn, der mit Polizisten um den Zugang zum früheren Elternhaus rangeln muss, eine Witwe, die versucht haben soll, Angela Merkel als Trauerrednerin zu verhindern – das ist irritierend kleines Karo.

Helmut Kohl ist tot. Aber seine grimmigen Schallwellen streifen weiter kühl dieses Land, seine Bürger und deren politischen Vertreter.

Fast zwanzig Jahre ist es her, dass Kohl das Kanzleramt geräumt hat. Zwei Dekaden Abstand und seine sechzehn Kanzlerjahre aber haben ihm offenbar nicht gereicht, um einstigen Gegnern zu vergeben. Um das Vertrauen zu entwickeln, dass sein politisches Vermächtnis für sich steht. Trotz aller Brüche und Fehler, die zu seinem wie zu jedem Leben gehören. All die lange Zeit hat nichts geheilt. Sein Misstrauen und seine Wut sind bis zum Ende – und darüber hinaus – nicht vergangen.

Es fängt mit den Abläufen des Gedenkens und der Beisetzung an und hört bei den Trauerrednern noch lange nicht auf. Nach Kohls Tod am Freitag vergangener Woche hat es sagenhafte vier Tage gedauert, bis das Bundespräsidialamt Weisung ans Innenministerium geben konnte, wie Deutschland seines ehemaligen Kanzlers gedenken kann. Besser: gedenken darf.

Denn einen Staatsakt wird es nicht geben. Stattdessen, teilt das Ministerium mit, werde es am 1. Juli ein „staatliches Trauerzeremoniell in Deutschland“ geben. Zuvor werde in Straßburg ein „europäischer Trauerakt“ stattfinden. Und zwar, auf diese Formulierung kommt es in der kein Wort zu viel enthaltenden Erklärung an, „auf Wunsch der Witwe“.

Eben diese Witwe, Maike Kohl-Richter, konnte offenbar von den Mitarbeitern der Protokollabteilung nicht von der Notwendigkeit eines Staatsaktes überzeugt werden. Und gegen den Willen der Angehörigen gibt es keinen. Maike Kohl-Richter, berichtet Spiegel Online, habe sogar verhindern wollen, dass bei einer wie auch immer gearteten Feier Angela Merkel spricht.

Stattdessen soll sich ihr verstorbener Mann einen der ärgsten Feinde der Kanzlerin als Trauerredner gewünscht haben: den ungarischen Ministerpräsident Viktor Orbán. Was Kohl anderes als Merkel-Gegnerschaft mit Orbán verbunden haben mag, bleibt unklar. Der Fidesz-Politiker kam erstmals nach Kohls Kanzlerschaft an die Macht.

Quelle  :  TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :    Wahlplakat der CDU 1998

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Die Rache Gottes

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Juni 2017

HELMUT KOHL

Autor: U. Gellermann

Wenn es denn einen Gott gibt, dann hat der offenkundig ein langes, gründliches und rächendes Gedächtnis. Dieses Erinnerungsvermögen geht den deutschen Medien völlig ab. Zum Tod von Helmut Kohl fällt denen nur süßliches Gequatsche ein: Der Kanzler der Einheit soll er sein, ein großer Europäer sei er gewesen, gar ein Glücksfall für die Deutschen. Annehmend, dass es keinen Gott gibt, wird Kohl eher als ein Unfall notiert werden müssen. Aber in der Rechnung der Geschichte, auf deren Konto Millionen toter Russen, Juden, Völker aller Art stehen, wäre er als Rache an den deutschen Verursachern dieser Opfer durchaus geeignet.

Als in Russland ein Mann an die Spitze der kommunistischen Partei geriet, der den intellektuellen und ökonomischen Verfall der Sowjetunion aufhalten wollte, zeigten sich auch die personellen Mittel der Kommunisten am Ende. Mit Michael Gorbatschow fand sich ein freundlicher Herr ein, der seine Aufgabe als Konkursverwalter im Wesentlichen in der Preisgabe der internationalen Machtpositionen der Sowjetunion begriff. Parallel glaubten die Bewohner der DDR für einen ziemlich kurzen Moment, dass Reisefreiheit der wichtigste Teil der Freiheit sei und Reisen mit einer westlichen Währung kostenfrei wären. Dieser Irrtum befreite viele Menschen in der DDR von Arbeit und kostete sie ihr Volksvermögen. Diese Sorte von Einheit erklärte Helmut Kohl als von ihm persönlich hergestellt und sammelte die Krümel ein, die vom großen sowjetischen Kuchen unter den Tisch fielen.

Auch in West-Europa galt die Bewegungsfreiheit als schönste Eigenschaft der Selbstbestimmung. Von A nach B zu reisen ohne den Ausweis zeigen zu müssen, war immer das populärste Argument für die Europäische Union. Kohl hatte auch hier die Gunst der Stunde begriffen, als er auch noch den lästigen Umtausch der D-Mark in fremde Währungen abschaffen ließ. Wer Helmut Kohl, den Kanzler des Euro, als Befreier von ausländischem Kleingeld feiern wollte, der hätte Grund genug: Vorbei die Zeit, als nach den Reisen noch Lira, Gulden oder Francs die Taschen ausbeulten. So wie das Kleingeld schwand, schwand auch die Souveränität europäischer Nationen. Nicht mal in Deutschland, dem Gewinner-Land der westeuropäischen Vereinigung, weiß man noch, wo gerade welche Gesetze gegen wen beschlossen werden. Zumeist ist der wichtige Vorgang gerade nach Brüssel unterwegs. Der metaphorische Ort Brüssel wurde bereits im sicher berühmtesten deutschen Roman, der Feuerzangenbowle, exakt definiert: „Da stellen wir uns mal ganz dumm, Brüssel ist ein großer schwarzer Raum mit zwei Löchern. Durch das eine kommt das Steuergeld rein, und das andere kriegen wir später“.

Im Feuerschein der von sozialdemokratischen Kanzlern verantworteten Bundeswehr-Einsätzen im Ausland, erglänzt das Denkmal des Herrn Kohl als Friedens-Kanzler. Zu gern wird unterschlagen, dass es die letzte Regierung Kohl war, die gegen die Regierungen Frankreichs und Großbritanniens für eine Zerschlagung Jugoslawiens plädierte und mit einer vorschnellen Aberkennung Kroatiens und Sloweniens den nationalistischen Brandsatz in das kokelnde jugoslawische Haus warf. Dieser deutsche Akt der Zerteilung des jugoslawischen Fells bei lebendigem Leib eines Vielvölkerstaates mündete folgerichtig im NATO-Krieg gegen Jugoslawien und dem ersten Bundeswehreinsatz im Ausland nach dem letzten Welt-Krieg.

Unter den vielen Verdienstkränzen, die sich in diesen Tagen auf dem Grab Helmut Kohls türmen, fehlt die Anerkennung seiner Verdienste um die Abschaffung des Ehrenwortes. Denn im Ergebnis der CDU-Spendenaffäre, als in den schwarzen Kassen der CDU zwei Millionen Mark verschwunden waren, die ziemlich eindeutig die Lieferung von Fuchs-Spürpanzern nach Saudi-Arabien schmieren sollten, gab Kohl dem deutschen Volk und wer es sonst noch wissen wollte sein Ehrenwort: Er wisse nicht wer denn die Spender dieser Millionen gewesen seien. Dass in den Nachrufen auf den früheren Kanzler diese Groß-Betrügerei als Marginalie erscheint, wirft ein grelles Licht auf die deutschen Medien: Immer gern bereit, Korruption und ihre Hintermänner in Deutschland zu verschweigen, aber gern und ausführlich über Fake-News in Nachbars Garten zu reden.

Unter den vielen schweren Verfehlungen gegen die Deutschen will keiner der Nachrufenden die schwerste nennen: Helmut Kohl hat uns Angela Merkel beschert, die Fortsetzung des schwarzen Riesen mit anderen Mitteln aber ähnlichen Methoden: Wo Kohl den pfälzischen Biedermann spielte, da führte Merkel die sparsame Hausfrau auf, wo Kohl mit seinen „blühenden Landschaften“ dem Potemkinschen Dorf zur Wiederauferstehung verhalf, da gelang es Angela Merkel mit diesem Satz „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Osama bin Laden zu töten“ dem US-Western der 50er Jahre zu einem Comeback auf der Menschenrechts-Rampe zu verhelfen. Doch während Helmut Kohl wohl endgültig von der politischen Bühnen abgetreten ist, wird Angela Merkel leider weiter auf dem Berliner Spielplan stehen: Kein barmherziger Vorhang ist in Sicht.


Grafikquelle    : DL / privat  – CC BY-SA 3.0

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7 Luxuswagen für Schröder

Erstellt von DL-Redaktion am 10. November 2012

Wie  Bürger von den Polikern vergast werden

Wie sehr die Politik ihre ehemaligen „Staats oberen“ hofiert und verhätschelt verbreitet der Focus heute in einen Artikel. Der Vorstoß der SPD im Haushaltsausschuss war wohl im besonderen gegen  ehemalige Bundespräsidenten wie Christian Wulff gerichtet, die ihre erste Amtszeit vorzeitig beendeten. Diese sollten die verteilten Privilegien nur so lange in Anspruch nehmen dürfen, wie sie zuvor im Amt gewesen waren.

Dieser Vorstoß schlug nun aber wie ein Bumerang auf die Partei zurück, wurde doch so öffentlich dass laut Angabe der „Hamburger Morgenpost“ alleine Gerhard Schröder Anspruch auf sieben gepanzerte Luxuslimousinen hat. Auch für Helmut Schmidt stehen durchgehend vier Dienstfahrzeuge zu seiner Verfügung.

Das für diese Ausgaben ebenfalls alleine der Steuerzahler aufkommen muss, versteht sich von selber. Dieser begreift aber nach dem Lesen solcher Artikel langsam warum der Staat für andere, wichtigere  Ausgaben keine Gelder mehr zur Verfügung hat. Musste die Sozialgesetzgebung geschliffen werden um weiterhin die Privilegien von Ehemaligen bedienen zu können?

Grundgesetz § 1 : Vor dem Gesetzt sind alle gleich!

Quelle: Focus Online >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia / gemeinfrei

Quelle Eigenes Werk
Urheber Garitzko

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Alles Zweckoptimismus ?

Erstellt von DL-Redaktion am 28. September 2012

Wir sagen einfach, was mit uns geht

Datei:Katja Kipping Bernd Riexinger Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 02.jpg

Ein Dummer kommt selten Allein

Oder wie anders sollten die Aussagen aus Artikel und den Interview gewertet werden ? Es ist ja auch in der Politik ein seit langen erprobtes Ritual:  „Lobt mich schon kein anderer, lobe ich mich eben selber. Bei den Lesern kommt Eingenlob aber für gewöhnlich nicht so gut an. Sagt doch der Volksmund hierzu: „Eigenlob stinkt“! Auch ist solch ein Vorgang schon als Zeichen für den gesellschaftlichen Wandel anzusehen. Galt doch Bescheidenheit einst als eine der wesentlichen Grundlagen guter Erziehung.

Das Leben wäre doch sehr einfach und auch ungerecht wenn mit einem Wechsel in der Führungsspitze einer Organisation die Vergangenheit einfach vergessen und ausradiert würde. Dieses gilt sowohl für das Gute als auch das Negative. Als bestes Beispiel für solch eine Aussage kann auch hier wieder die Politik benannt werden.

Wird  doch gerade dort sehr viel Wert darauf gelegt die Vorgänger im Amt nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, da große Feste als beste Medizin gelten von dem eigenen Versagen abzulenken. Wenn einst auch spinnefeind läßt sich Helmut Kohl heute von Merkel zum feiern durch die Säle fahren. Hier ein amüsanter Artikel als Gesellschaftskritik dazu:

Dead Man Walking

WAS SAGT UNS DAS? Helmut Kohl äußert sich kaum öffentlich. Ein Götze, im eigenen Fleisch erstarrt.

Der andere Helmut redet und redet. Helmut Schmidt, ehemaliger Kanzler, SPD, sagt zu allem etwas: Europa, Krieg, Trombose-Spritzen. Agil, amüsant, meinungsstark.

Und der wahre Helmut? Helmut Kohl, längster Kanzler, Vater Europas, der Einheit etc. pp., weitere Titel bitte anhängen – der mindestens ebenso viel zu sagen haben müsste wie Schmidt? Manchmal werden Satzfetzen kolportiert, die von ihm stammen sollen. Etwa jener, die CDU solle Europa nicht kaputt machen. Manches davon wird gleich wieder dementiert, vieles ist beliebig, vage. Letztendlich ist das Schweigen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Auch ist in der Politik ein jeder persönlich darum bemüht nicht selber auf den Müllberg der Geschichte zu landen. Wir von DL wünschen weiterhin viel Erfolg in der Schönfärberei und weisen mit den folgenden Riexinger Interview auf gewisse Ähnlichkeiten hin.

„Wir sagen einfach, was mit uns geht“

taz: Herr Riexinger, Sie sind jetzt seit 120 Tagen Chef der Linkspartei. Was ist Ihnen gelungen?

Bernd Riexinger: Wir streiten uns in der Partei wenig und haben im Sommer unsere Themen – Eurokrise, Mindestlohn, Ostrente – nach vorn gebracht.

Und was ist misslungen?

Da fällt mir nicht so viel ein. Die Umfragen gehen wieder nach oben. Nach dem Göttinger Parteitag lagen wir zwischen 4 und 6 Prozent, jetzt liegen wir zwischen 6 und 8.

Sie haben also keinen Fehler gemacht?

Niemand macht keine Fehler, aber große waren nicht dabei.

„Streit in der Linkspartei“ ist aus den Schlagzeilen verschwunden. Ist der Preis für den innerparteilichen Frieden Unauffälligkeit?

Nein. Wir werden als Oppositionspartei wahrgenommen. SPD und Grüne haben ja für Merkels Politik in der Eurokrise gestimmt, nur wir haben eine Alternative aufgezeigt. Das ist für eine kleine Partei wie unsere nicht schlecht. Auch dass andere Parteien jetzt die Altersarmut, die die Linkspartei schon lange als Thema hat, entdecken, zeigt, dass wir wirksam sind.

Sind Sie beleidigt, wenn man Sie farblos nennt?

Das sagt niemand, der mich kennt. Als ich nach Ostdeutschland gefahren bin, um der Basis zuzuhören, stand in einigen Zeitungen, dass mir das Charisma von Oskar Lafontaine fehlt. Wie soll ich denn große Reden halten, wenn ich dort bin, um zuzuhören? Da werden Klischees bedient.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :

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Namensnennung: DerHexer, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

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Der Arsch vom Dienst

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Juli 2012

Der Arsch vom Dienst

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Und der Ärscher waren zwei – nielleicht kam Merkel früher zurück

Der Beginn des Sommers ist zugleich auch der Beginn der Hauptreisesession hier im Land. Die Schulferien beginnen und viele Bürger fahren in den Urlaub. So auch die Politiker welche alles hinter sich liegen und stehen lassen um endlich richtig auszuspannen. Doch stopp, so einfach geht das nicht, einer muss die Telefone besetzen und den Laden unter Kontrolle behalten. Wie dieses von der Regierung gehandhabt wird erklärt der später verlinkte Artikel.

Gleiches, im Artikel als Stallwache oder „Der Arsch vom Dienst“ benannt ist auch für die Oppositionsparteien von großer Wichtigkeit und die Frage der Loyalität spielt hier mit Sicherheit eine große Rolle. Vielleicht teilt man die Urlaubszeit untereinander auf? Erst Kipping und anschließend Riexinger?

Letztendlich kann es doch nur das oberstes Gebot sein im besonderen die Kleinen nicht aus dem Blickfeld zu verlieren denen beim erwandern oder er radeln ihrer Heimat die krudesten Ideen kommen. Da reicht dann schon eine Pause in der Saarschleife zum Rückblick auf die Bötchenfahrt. Erschrecken wird man bei der Feststellung das die Fahrt stromabwärts ging.

Aber nicht nur in den Parteien, auch unter den Ökonomen ist der Streit um dass berühmte Sommerloch lange entbrannt. Unter ihren Anführer, Hans-Werner Sinn vom ifo Institut macht eine Gruppe dieser Spezies zur Zeit jedermann klar, wie viel Schwachsinn sie jahrelang zuvor ihrer Klientele auf Kosten der Steuerzahler verkauft haben. Ein Beispiel dafür was zu starker Regen auf überhitzte Köpfe anrichten kann?

Wir warten schon ganz gespannt auf weitere neue Nachrichten zur Sommerzeit.

Hier der Artikel:

Der Arsch vom Dienst

Was für Helmut Schmidt der Brahmsee und für Helmut Kohl der Wolfgangsee war, ist für Angela Merkel die kleine Insel Ischia. Jedes Jahr begibt sich die Kanzlerin mit ihrem Mann in den Golf von Neapel, um dort unter Italiens Sonne ihren Urlaub zu verbringen. Ischia liegt abseits der großen Ströme des Tourismus und ist doch zugleich nah genug an der deutschen Hauptstadt, um notfalls bei einer Krise zurückeilen zu können ins Kanzleramt und die Zügel wieder in die Hand zu nehmen. Was in diesem Jahr durchaus vonnöten sein könnte, denn die Eurokrise ist noch längst nicht ausgestanden. Jeden Tag kann es den ganz großen Bumms geben.

Aber da ist ja auch noch die Stallwache. Vor Beginn der Ferien wird einer der Minister ausgeguckt von der Kanzlerin, der während der Urlaubszeit in Berlin bleiben muss und ein Auge haben soll auf die Alltagsgeschäfte, vor allem aber auf die Hinterbänkler, die sich in einem unbeaufsichtigten Moment gern mit irgendeinem Unfug in die Boulevardmedien drängen, um wenigstens einmal im Jahr am Brunnen der öffentlichen Aufmerksamkeit eine Hand voll Beachtung zu schöpfen. Dann verlangen sie, dass Mallorca 17. Bundesland wird, oder fordern ein Gesetz, das Männer zu Sitzpinklern macht. Ist die Merkel aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikqulle    :      Mooning means to show of your butt

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Lust auf alte Männer ?

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Dezember 2011

„Gemeinsam sind wir dümmer“

Heißt es nicht so schön: „ Alter schützt vor Torheit nicht“ ? Oder geht es mehr darum das Macht doch krank macht oder als solche auch eine ist? Andersherum, wie macht man es Verständlich das sich ein 93 jähriger an einen Rollstuhl gebunden, auf den Weg macht den Jungen den Lauf der Welt zu erklären?

Es ist doch keine Überraschung das politische Parteien egal welcher Couleur sich unentwegt auf die Suche nach alten Lokomotiven machen, da die „Jungen“ egal aus welcher Partei den eigenen Bedürfnissen scheinbar nicht entsprechen. Was dann dabei herauskommt ist nicht so wichtig da das Gloriefizieren der Vergangenheit die Dunkelheit der Zukunft überdecken soll. So ist es dann auch in der SPD. Der Einzige welcher dort noch qualmt, also „Feuer unterm Hintern“ hat, ist scheinbar Helmut Schmidt mit seinen 93 Jahren. Der andere „Altkanzler“ begnügt sich vermutlich derweil damit seine ehemaligen Lehrlinge an die Front zu schicken, um so in aller Ruhe dem „Lupenreinen Demokraten“ Putin mit demokratischen Tricks (siehe DIE LINKE) ins Amt zu helfen und Wahlen zu gewinnen.

Das Schmidt von der „Jungen Garde“ immer wieder gesucht wird, finden lässt er sich natürlich gerne, wurde in den letzten Jahren mit dem Neu-Wort Schwarmintelligenz bezeichnet, mit welchen sich auch der Spiegel in seinen Artikel „Gemeinsam sind wir dümmer“ befasst.

Beispiele dieses Nostalgie verhalten finden wir ja auch im täglichen Leben wieder. Denken wir nur an die Bahn welche in schöner Regelmäßigkeit den Freizeitwert dadurch erhöht in dem sie zu Bummelfahrten in Uralt Zügen zum bestaunen schöner Landschaften einlädt wobei man dann, bei schönen Wetter und geöffneten Fenstern, noch in den Genuss vom Qualm der rauchenden Lokomotive kommt. Oder auch die Flohmärkte welche an nahezu jedem Wochenende zum Kauf nostalgischer Dinge einladen.

Einen ganz besonderen Schwarm hatte sich ja auch unsere heutige Familienministerin in Form eines anderen Helmut ausgesucht. Mit 15 Jahren solch ein Vorbild! Das hat was und spiegelt sich dementsprechend in ihren heutigen Politikverständnis wieder.

Aber halt, wie beurteilen denn all diese Schwarmintelligenzen die heutige Jugend. Was sagen die Besucher von Parteitagen dazu wenn ihnen ihre Kinder alles nachmachen? So sehen wir junge Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahre auf Pop (Konzerte) Plakate hochhaltend mit den Worten „Ich will ein Kind von dir“.

Der Unterschied zwischen den Besuchern vieler Parteitage und denen von Pop (Veranstaltungen) scheint so groß gar nicht zu sein. Die SchwärmerInnen hinterlegen ihre Intelligenz beim Eintritt dieser Veranstaltungen an der Tür oder der Kasse.

Lust auf alte Männer

Helmut Schmidt hat mehr recht als Gott“, spöttelte kürzlich der Witzeschreiber für Harald Schmidt, Ralf Husmann. Angesichts der Huldigungen, die dem bald 93-Jährigen dieser Tage entgegengebracht werden, muss man feststellen: Die Realität hat die Satire wieder mal rechts überholt.

Schmidt befindet sich „Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral“, liefert „Neue Beiträge zum Verständnis unserer Welt“, um nur zwei Buchtitel zu nennen. Unlängst agierte er als Königsmacher für seinen Zögling Peer Steinbrück und mahnte auf dem Parteitag der SPD, das deutsche Herz für Griechenland zu entdecken und aufzuhören, von der Eurokrise zu reden. Die gebe es nämlich nicht.

Deutsche im Ausland schützen?

Betrachtet man Schmidts politischen und publizistischen Werdegang genauer, ist seine moralische Unangreifbarkeit befremdlich. Nein, hier sollen nicht die bekannten Geschichten ausgegraben werden: Schmidt, der in den späten 1970er Jahren den sogenannten Nato-Doppelbeschluss – Aufrüstung mit neuen Pershing-II-Raketen und Verhandlungsangebot an die UdSSR – maßgeblich vorangetrieben hat; der ein entschiedener Befürworter der Atomkraft ist; der Schröders „Agenda 2010“ als nicht weitgehend genug kritisiert und die „Zumutbarkeitskriterien für Arbeitslose“ deutlich verschärft sehen will; der Multikultur als „Illusion“ betrachtet und sich vehement für die „Nichteinmischung in innere Angelegenheiten“ starkmacht. Das alles ist gut dokumentiert.

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Grafikquelle    :  Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Jacquelinekato /  CC BY-SA 3.0

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Im Wandel der Zeit

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Juli 2011

Kohl im Wandel der Zeit

File:Bundesarchiv B 145 Bild-F028914-0003, Ludwigshafen, CDU-Kongress, Helmut Kohl.jpg

Datei:Helmut Kohl und Maike Richter-Kohl.jpg

Für sechzehn Jahre galt er als der Übervater der Nation, stand einsam an der Spitze und teilte mit niemanden. Heute, im hochbetagten Alter hat er Konkurrenz bekommen. Eine Vielzahl von „krauts“, wie es aus dem englischen herüberkommt, überschwemmen das Land und versuchen uns mit immer neuen Einblicken aus dem Leben des wahren Helmut Kohl zu überraschen.

Nur wer interessiert sich für die private Leben des Helmut Kohl denn wirklich? Die Klatsch- und Tratsch- Presse ja, ein auch nur ein wenig sich für die Politik interessierender Mensch kaum, da diesem politisch ehe nichts mehr überraschen kann. Wie heißt es doch im Volksmund: “ Wer nichts wird, wird Wirt und wer dann immer noch nichts wird geht in die Politik“.

Wären sie nicht beliebig austauschbar, die sich selber für die Großen haltenden dieser heutigen und der vergangenen Welt, ob sie nun Adenauer, Putin, Bush, Berlusconi, Napoleon, Schröder, Obama oder Merkel heißen oder hießen? Würde ein Putin als Präsident der Amerikaner anders regieren als Obama? Wäre die Bürgerschaft gleich der heutigen, mit Sicherheit nicht, denn es heisst doch auch: „Jede Gesellschaft bekommt die Führung welche sie verdient“.

Von Karikaturisten als „Birne“ oder “ dem „Dicken“ getauft wurde er als Stillstand  und bleierne Trägheit empfunden. Auf der Suche nach dem ästhetischen machte man sich über seine Klamotten und sein Auftreten lustig, während er gleichzeitig von anderer Seite ob seines Beharrens und seiner Standfestigkeit bewundert wurde.

Unter seiner Regierung hat es kein Hartz IV gegeben und  wurden Aktionäre nicht mit portioniert zugeschnittenen Häppchen aus der Staatsschatulle bedient. Man war damit beschäftigt ein Europa zusammenzubauen und in den Zeiten des Kalten Krieges tauchten auch keine Araber auf welche die Straßenbahnen mit Bomben sprengen wollten. Auch zu damaliger Zeit wären die Großmächte in der Lage gewesen diese Welt in Schutt und Asche zu zerlegen. Selbstverständlich wurde das Wort Korruption zu seiner Zeit gleich Buchstabiert.

Musste er nicht erst  von dem „Genossen aller Bosse“ Gerhard Schröder in Union mit Fischer abgelöst werden um mit der Demontage des Sozialstaates beginnen zu können. Das Wort Alternativlos wurde so zu einem Schlagwort leerer, hilfloser Politiker Köpfe in der Folgezeit.

Heute erleben und sehen wir Helmuts beste Schülerin als Regierungschefin in Aktion und dieses in jeder Variation. Unter Männern durfte man noch über die eigenen Vorstellungen von Ästhetik in  der Mode und über breit aus sitzende unförmige Gestalten fabulieren, was heute in Zeiten zunehmender Gleichberechtigung jedermann abzuraten wäre.

Heute hören wir dafür die Reden von der Globalisierung mit welchen man den Bürgern das auseinanderfallen Europas, die Finanz- und Banken -skandale und  eine rasante Zunahme von Millionären und Milliardären zu erklären versucht. So sind die Worte Alternativlos und Globalisierung als Synonym für ein andauerndes politisches Versagen geworden.  Über eine Verarmung des anderen Teil der Bevölkerung, die Entrechtung und Untergrabung der Menschenwürde durch einige Mitarbeiter in den Behörden und den ARGEN schweigt man nicht nur geflissentlich sondern versucht die vorhandenen Missstände beharrlich zu leugnen. Selbst dann wenn die Vorwürfe von internationalen Institutionen vorgebracht werden erscheinen eilfertig politische Millionäre auf der Bildfläche (Mattscheibe) um diese Kritiker der Unwahrheit zu bezichtigen.

Jetzt werden sie wieder reden und sich verteidigen, ja unter Kohl war die Situation anders und besser. Was damals möglich war geht heute nicht mehr. Was unter Kohl noch als unzumutbar galt nennt Merkel heute Stabilität.

IE

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Grafikquelle   :

Jung – Oben  1969

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Attribution: Bundesarchiv, B 145 Bild-F028914-0003 / Gräfingholt, Detlef / CC-BY-SA 3.0

Alt —  Unten  2009

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Privates wird politisch

Erstellt von DL-Redaktion am 8. März 2011

Das Private bleibt politisch

File:Seehofer Merkel Westerwelle.jpg

Mit Beginn der Regierung Merkel / Westerwelle wurde von einer Gruppe PolitikerInnen aus der Koalition immer mehr das Privatleben einzelner in Ihr politisches Handeln eingebracht. Man möchte auch sagen bewusst, der politischen Arbeit vorangestellt. Interessant da das Privatleben der Deutschen Politiker von der Presse bis dato durchaus bewusst außen vorgelassen wurde. Anders als in vielen anderen Ländern der Welt in der sich die Politiker durchaus mit ihrem Privatleben auch in der Öffentlichkeit rechtfertigen müssen.

Anzumerken ist hier dass die Verbindung von Privat und Politik eindeutig von den Politikern so initiiert wurde. Jetzt nach einiger Zeit kann ruhig konstatiert werden dass die privaten Belange vorgeschoben wurden um so politische Defizite zu vertuschen. Ganz deutlich sichtbar bei Guttenberg welcher sich zu einer einzigen Mogelpackung entwickelte. Ursula von der Leyen steht ihrem männlichen Raubritter in nichts nach. Ebenfalls das neue Gesellschaftsküken Schröder welche die Geburt ihres ersten Kindes demnächst vielleicht als direkt Übertragung aus dem Plenarsaal live bei Phönix übertragen lassen wird. Bild sprach zuerst mit dem Baby.

Was außer ihr Privatleben haben die hier als Beispiel genannten Personen bislang in der politischen Arbeit vorzuweisen? Nichts. Erstaunlich scheint es auch warum diese Personen bislang keine Debatte über Moral und Familienwerte auslösten, da uns genau diese Personen eine Scheinwelt vorgaukeln welche einen normalen Bürger nie geboten werden.

Aus dem Schatten dieser genannten Personen hat sich langsam ein Buch in die Aufmerksamkeit der Betrachtung geschoben. Das Buch hat Sarrazin von Bestseller Platz verdrängt und beschreibt ebenfalls das Leben eines Politikers. Es lässt uns die Wirklichkeit welche sich hinter diesem vorgespielten Glamour verbirgt erahnen. Es geht um das Leben des ehemaligen Kanzlers Helmut Kohl, geschrieben von seinem Sohn Walter Kohl.

Der angeführte Kommentar ist keine Vorstellung des Buches macht aber neugierig auf dasselbe, da sich der Schreiber Klaus Walter sehr intensiv mit besagter Familie befasste. Ich zitiere hier einen
Ausschnitt:

„Man könnte mal wieder die Ärzte spielen. Die Berliner Band hatte mal einen Hit, der auf dem Index landete, weil er gegen den Kodex verstieß. Und weil er ein Körnchen Wahrheit enthielt ? Der Refrain lautete: >Hannelore ist allein, sie wollte doch nur glücklich sein, Hannelores Tag ist grau, denn Helmut Kohl schlägt seine Frau. Er ist ein Mann wie ich und du, und Helmut Kohl schlägt wieder zu.>“

Hier das Video der Ärzte:

[youtube ld2iQjvIznc]

Verglichen mit Bunga-Bunga und Copy & Paste sind Helmut Kohls kleine Sünden nicht mal Kavaliersdelikte.

Das Private bleibt politisch.

Als die Grünen 1983 in den Bundestag einzogen, war die Aufregung groß über Blumentöpfe, Rauschebärte, Strickzeug, Hippiegewänder. Und als die Abgeordnete Waltraud Schoppe im Plenum von Orgasmusschwierigkeiten sprach, reagierten Altpartei-Herren mit verklemmter Häme. Doch bald gewöhnten sich die Grünen an die Kleiderordnung, Debatten über Lebensstil und sexual politics dagegen wurden in außerparlamentarische Subkulturen ausgelagert. Mit ihrer stillschweigenden Akzeptanz der Etikette wurden die Grünen regierungsfähig.

Das Private ist politisch: Diese 68er-Parole verlor an Glamour, nachdem Helmut Kohl 1982 Kanzler wurde und seinem Land eine geistig-moralische Erneuerung verordnete. Sexuelle Befreiung, antiautoritäre Erziehung, Wohngemeinschaften, die großen Themen der Frauenbewegung – all das schimmert seither nicht mehr im Glanz einer revolutionären Utopie.
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IE

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