DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Interview mit Geißler

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Juni 2015

»Die Berliner Siegessäule würde ich sofort sprengen«

»Die Berliner Siegessäule würde ich sofort sprengen«

Super!! Absolut lesenswert. Da stecken mehr Linke Überzeugungen drin als in der gesamten Partei DIE LINKE und allen Gewerkschaften zusammen.

Interview: Malte Herwig

Aber aus der CDU würde er nie austreten, nicht einmal wegen jenes Ex-Kanzlers, den er nicht für den Gescheitesten hält: Heiner Geißler, der ehemalige Generalsekretär und Lautsprecher seiner Partei, findet auch mit 85 noch markige Worte.

SZ-Magazin: Als langjähriger Generalsekretär der CDU waren Sie einer der umstrittensten Politiker Deutschlands. Sie wurden beschimpft als »Raketen-Christ«, »der mit Abstand perfideste Politiker in dieser Republik«, »politischer Sittenstrolch«, »Rosenkranz-Marxist« und »seit Goebbels der schlimmste Hetzer in diesem Land«. Haben Sie sich gern Feinde gemacht?

Heiner Geissler: Überhaupt nicht, aber ich habe als Generalsekretär halt die Pfeile auf mich gezogen. Wenn man etwas macht, muss man es konsequent machen. Zu viele zögern, weil sie Angst haben. Angst ist das Schlimmste im menschlichen Leben.

Und in der Politik?

Da gibt es fast nur Angsthasen. Sie fürchten sich vor der Presse, vor Parteifreunden, Wählern und Wahlergebnissen. Alle Leute haben Angst, meist unbegründete Angst, Raketenangst, Fremdenangst. Früher hieß es: Ihr müsst CDU wählen, sonst kommen die Russen. Nun kamen die aber gar nicht, dafür kommen inzwischen andere – und schon wieder gibt es neue Ängste. Die einzige begründete Angst ist die Todesangst. Von hundert Leuten sterben hundert. Natürlich habe ich auch schon mal Angst gehabt, aber die habe ich beim Bergsteigen verlernt. Dort habe ich gesehen, dass man schwierige Situationen beherrschen kann.

Um sich für den politischen Kampf zu stählen, machten Sie im Büro regelmäßig Liegestütze und kletterten in Ihrer Freizeit auf Sechstausender. Kabinettsitzungen schwänzten Sie oft und trainierten sich lieber beim Joggen im Siebengebirge den Ruhepuls eines geübten Marathonläufers an. Haben Sie heute schon Ihren Puls gemessen?

Jawohl, der lag bei 58, obwohl ich untrainiert bin. Mein zweitältester Sohn ist Chefarzt und konnte es kaum glauben.

Das überrascht mich auch, denn beim Verfassen Ihres neuen Buches über Martin Luther haben Sie sich offensichtlich ganz schön aufgeregt. Darin empören Sie sich über das »abstoßende Menschenbild« Luthers und schreiben von dem »heiligen Zorn«, der Sie angesichts der kirchlichen Lehren packt.

Es erregt mich sehr, ja. Die Menschen leben in einer verführerischen, nebelhaften, bedrohlichen Fabelwelt. Die Theologen setzen das voraus, was sie eigentlich erst mal beweisen müssten, nämlich dass Gott existiert. Sie tun so, als ob eine Katastrophe wie der Germanwings-Absturz vereinbar wäre mit dem Bild vom liebenden Gott, das sie den Leuten zeigen. Aber das ist sie nicht. Diese Diskrepanz hat auch Luther nicht überwunden, die Frage der Theodizee, die Frage nach dem gerechten Gott.

Sie schreiben: »Die Pharmaindustrie ist mehr wert als 100 000 Prozessionen und Wallfahrten.«

Es gibt heute Folter in 126 Staaten, jede Woche verhungern auf der Welt 250 000 Kinder. In den Kirchen wird mit viel liturgischem Brimborium Gott in Psalmen und Liedern gepriesen, während die Menschen mit einer ganz anderen Realität konfrontiert sind: Sie haben Bauspeicheldrüsenkrebs, oder ein Tsunami kommt, oder sie werden ermordet, oder der Islamische Staat verbrennt Leute bei lebendigem Leib. Übrigens ist das weniger schlimm, als was zu Luthers Zeiten auf dem Scheiterhaufen passiert ist. Damals haben sie die Leute an einen Pfahl gefesselt und das Holz ringsum angezündet. Die Ketzer sind langsam gestorben – und ihre Mörder haben gleichzeitig Lobe den Herren gesungen.

Was spricht dagegen, den Menschen in der Not Hoffnung zu machen?

Quelle: Sueddeutsche >>>>> weiterlesen

Das umblättern auf Seite 2 beachten

——————————————————————————————————————————

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber CDU / Archiv für Christlich-Demokratische Politik (ACDP)

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“ lizenziert.

Abgelegt unter Debatte, P.CDU / CSU, Überregional | Keine Kommentare »

Vom Mainstream eingeholt

Erstellt von DL-Redaktion am 13. August 2012

Ja sicher, es ist sehr ruhig geworden, das aber nicht nur bei den linken Bewegungen wie hier Attac, sondern auch in der Partei die LINKE, welche bei aller Themenverbundenheit die nicht den erwarteten und von der Öffentlichkeit erhofften Motor spielen konnte. Volle Bäuche machen faul.

Dabei sind die Probleme bei Attac wohl ziemlich ähnlich gelagert wie bei den LINKEN, es fehlt einfach an der Basis, an allen Ecken und Enden. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist fast vollkommen zum erliegen gekommen. Wenn nicht von der der Führungsebene etwas in den großen Zeitungen verbreitet wird, in den Regionalzeitungen ist kaum noch etwas zu lesen.

Auch begnügt sich die breite Masse der Bevölkerung mit dem politischen Gesundbeten der Regierung. Den Grünen und der SPD kann kein Glauben geschenkt werden da sie selber mit Verursacher dieser Krise sind. Die Südländer sind zu Prügelknaben geworden und der Bild-Leser hinterfragt nicht. Der Herdentrieb hat endgültig Einzug gehalten.

Hier ein Bericht über die Lage bei Attac:

Vorne an der Tafel kleben bunte Papierschilder. „WTO und Welthandel“ steht darauf, „Mitglieder“ oder „Rat“. Damit erklärt Stephanie Handtmann die Organisation, deren Geschäftsführerin sie ist. Sechs Frauen und sechs Männer sitzen im Stuhlkreis, die jüngsten sind in den Zwanzigern, die meisten deutlich älter. Der Titel des Workshops im Raum 108 des Philosophicums der Uni Mainz: „Wie tickt Attac?“

Am Ende will einer der Zuhörer wissen: Wer spricht eigentlich für die Organisation? Heiner Geißler? Nein, sagt Stephanie Handtmann. Der bestimmt nicht, er könne höchstens als einfaches Mitglied etwas sagen. Der Fragesteller ist Mitte 40, von Beruf Kriminalbeamter. Er ist zum ersten Mal auf einer Attac-Veranstaltung, in der Hand hält er eine Flasche Coca-Cola. Vor ein paar Jahren dachte er noch, die bei Attac seien alles linksradikale Spinner. Dann aber wurde Geißler dort Mitglied, und er begann sich zu interessieren. Nur eines versteht er nicht: Warum gibt es keine charismatische Figur, die sich zu aktuellen Themen äußert?

Zum zehnten Mal veranstaltet Attac die Sommerakademie. Am ersten Augustwochenende sitzen mehr als 600 „Attacies“, wie sie sich selbst nennen, in schlecht belüfteten Seminarräumen, in Workshops wie „Ökonomische Theorien“ oder „Geld – wie funktioniert’s?“. Vier Tage lang Bildung, Vernetzung, Diskussion. Aber warum hört man außerhalb nur noch wenig von den Globalisierungskritikern, gerade jetzt, in Zeiten der Krise?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Abgelegt unter Attac, Finanzpolitik | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 8. August 2011

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Diese Woche stellt sich die Frage ob denn die Linkspartei schon alle Mauerfans erreicht hat und wo Christoph Daum in Zukunft arbeiten wird. Auch fragt er sich wie denn wohl der totale Krieg des Heiner Geißler aussehen mag.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppsbusch: Viele Verbrecher kündigen ihre Planungen immer noch nicht mit Klarnamen vorher per Mail bei der Polizei an.

Was wird besser in dieser?

Innenminister Friedrich will jetzt die „Anonymität im Internet abschaffen“.

Am Samstag feiert Fidel Castro seinen 85. Geburtstag. Was kann der Kubaner sich noch wünschen?

Castro wurde, auch nach eigenen Angaben, wahlweise 1926, 1927 oder 1928 geboren. So kann er den 85ten drei Jahre durchfeiern, was seiner Neigung zum elaborierten Wortbeitrag entgegenkäme. Obama sei sein elfter und wohl letzter US-Präsident, kommentierte er dessen Amtsantritt. Ein vergleichbares Wunder wie ein schwarzer US-Präsident wäre ein demokratischer Übergang auf Kuba. Zusammen können sie es schaffen.

Ebenfalls am Samstag wird an den Mauerbau vor 50 Jahren erinnert. Eine Umfrage hat jetzt ergeben: 28 Prozent der Linkspartei-Anhänger glauben, dass der Mauerbau damals nötig und gerechtfertigt war, um die Abwanderung von Fachkräften aus der DDR zu stoppen. Was stimmt mit denen nicht?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

—————————————————————————————————–

Schriftenquelle :  Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Wutbürger zu Mutbürgern

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Dezember 2010

Wutbürger müssten Mutbürger heißen

File:Heiner Geißler 2007.jpg

Ein interessantes Interview mit Heiner Geißler Über die Wutbürger welche Richtigerweise Mutbürger heißen müssten. Denkansätze über Neuerungen in den Parlamenten, die Allmacht der Parteien und die Demokratie im Ganzen. IE

taz: Herr Geißler, Ihre Frau hat gesagt, je mehr Streit es gibt, desto glücklicher seien Sie. Da müssen Sie ja ein glückliches Jahr gehabt haben.

Heiner Geißler: Der Satz stimmt so nicht. Das hat meine Frau unseren Enkeln gegenüber gesagt, um zu erklären, dass ich in meinem Leben viel Streit hatte, deshalb aber kein unglücklicher Mensch geworden bin.

Sie finden Streit gut?

Privat zwischen Menschen nicht. Aber die Demokratie ist kein Gesangsverein Harmonie und braucht ständige Auseinandersetzung um den richtigen Weg.

Sehen Sie einen wichtigen Streit, bei dem Sie im kommenden Jahr mitmischen wollen?

Nein. Ich hatte mich ja auch in Stuttgart nicht als Streitschlichter gemeldet, ich bin von beiden Seiten intensiv gebeten worden. Da konnte ich mich nicht entziehen.

Einer Ihrer häufigsten Sätze während der Schlichtung war: „Bitte jetzt nicht, Frau Gönner“ zur baden-württembergischen Umweltministerin. Hat sie genervt?

Frau Gönner ist eine kluge und sehr engagierte Frau und hat sich häufig eingemischt. Ich will es mal so sagen: Die beiden, die am lebhaftesten das Wort ergriffen haben, auch ohne dass sie es hatten, das waren Frau Gönner und Boris Palmer.

Sie sitzen jetzt für manche neben Helmut Schmidt als oberste moralische Welterklärungsinstanz Deutschlands, während Helmut Kohl vergessen ist. Fühlt sich das gut an?

Quelle: TAZ >>>>>weiterlesen

——————————————————————————————–

Grafikquelle :

Source Self-photographed
Author Inforation
Public domain This work has been released into the public domain by its author, Inforadio at German Wikipedia. This applies worldwide.

Abgelegt unter Feuilleton, P.CDU / CSU | Keine Kommentare »

S21 – Der Neubeginn

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Dezember 2010

Nun liegen die Fakten auf den Tisch um Stuttgart 21

File:Abbruch Südflügel Stuttgart 21 2012-03-15 (5).jpg

Ich sehe in diesen Schiedspruch keine Niederlage für die Gegner des Stuttgarter Bahnhof. Im Gegenteil, jetzt erst liegen die Fakten auf den Tisch. Jetzt erst haben die Gegner Argumente bekommen mit denen es möglich sein wird der Bevölkerung nachzuweisen wie sehr die Bürger zuvor über den Tisch gezogen werden sollten. Auch lassen sich mit diesem Wissen die Menschen nun leichter für ihr „Dagegen“ überzeugen. Da sich Politik für gewöhlich als sehr unkreativ und starr erweist, müssen jetzt die Gegenargumente sehr Ideenreich vorgebracht werden. Auch wird bedingt durch die im Frühjahr in Baden Württemberg anstehenden Wahlen das Thema nicht verdrängt werden können und die „Grünen“ werden so zeigen müssen wie ehrlich ihre Politik letztendlich ist. Hier ein Kommentar von Christian Semler. IE

Geißlers Schiedsspruch ist bitter. Doch paart sich Zorn mit Gegenwissen, blamieren sich gemeinhin die Interessen der Mächtigen

Die Niederlage, die die Protestbewegung gegen Stuttgart 21 durch den Schiedsspruch Heiner Geißlers erlitten hat, ist bitter. Sie kann aber nicht vergessen machen, welchen Einschnitt im politischen Leben der Bundesrepublik der Kampf für die Erhaltung des Stuttgarter Hauptbahnhofs bedeutet. Erst recht kann sie nicht die demokratische Perspektive verdunkeln, die sich mit diesem Kampf eröffnet.

Wie die Atomkritiker damals

Was am Stuttgarter Bürgerprotest hervorsticht, ist seine geradezu penetrante Vernünftigkeit. Vernünftig und von den Abrissexperten nicht zu widerlegen waren die technischen, ökologischen und ästhetischen Argumente zugunsten des bestehenden Bahnhofs. Vernünftig aber war vor allem die Verve und Genauigkeit, mittels derer die Kritiker des Neubaus die von den Befürwortern vorgelegten Schätzungen der Kosten auseinandernahmen. Sie mit Gegenrechnungen konfrontierten, die das Zahlenwerk der Bahn dem schlimmsten Vorwurf preisgaben, den man in Stuttgart und Umgebung erheben kann: mangelnde finanzielle Seriosität.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

———————————————————————————

Grafikquelle :

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic license.
Source Own work
Author Harke

Abgelegt unter Baden-Württemberg, Kommentar | 1 Kommentar »

Stuttgart 21- Gegner

Erstellt von DL-Redaktion am 20. November 2010

Stuttgart 21: Zurück in die Zukunft

File:Stuttgart 21 Baulogistikfläche Nordbahnhof.jpeg

Nach der fünften Schlichtungsrunde fordern die Stuttgart 21 Gegner nun die Offenlegung von Gutachten. Es geht bei dieser Offenlegung überwiegend um geologische Risiken über die in 300 Aktenordner berichtet wird. Diese liegen in einen verschlossenen Raum in Frankfurt/Main. Unter der Begründung das mit der Offenlegung der Gutachten die Ausschreibungen beeinflusst werden könnten, hat die Bahn die Sichtung dieser Unterlagen nur mit einem Aufzeichnungsverbot gestattet. Diese Forderung stößt aber auch beim Schlichter auf Unverständnis und er fordert auf die Öffentlichkeit über anstehende Gefahren auzuklären. Hier ein Artikel von Tim Engartner

Stuttgart 21: Zurück in die Zukunft

Mit 250 Stundenkilometern vom Stuttgarter Hauptbahnhof aus über die Schwäbische Alb – davon träumt das politische Establishment im „Ländle“ seit 1994. Aber ob der Haupt- und Sackbahnhof der baden-württembergischen Landeshauptstadt bis zum Jahresende 2019 tatsächlich zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut sein wird, ist ungewiss. Zum einen wächst der Unmut in der Bevölkerung gegenüber Stuttgart 21, zum anderen sind die veranschlagten Baukosten in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Waren die Kosten 1995 noch auf 4,8 Mrd. DM taxiert worden, ergab eine im Dezember 2009 aufgestellte Kalkulation, dass sie sich auf mindestens 4,1 Mrd. Euro belaufen werden.[1] Darüber hinaus werden nun 2,9 Mrd. Euro für die knapp 60 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke Wendlingen-Ulm als wesentlicher Bestandteil des Projekts Stuttgart 21 veranschlagt.

Warum die Debatte um eines der kostspieligsten europäischen Infrastrukturprojekte auch überregional breite Beachtung findet, zeigt ein Blick hinter die Kulissen des Bauvorhabens. So existierten die „Projekte 21“ in den Planungsvorhaben der Deutschen Bahn (DB) AG auch für die Hauptbahnhöfe in München und Frankfurt am Main. Dort sollten ebenfalls die Gleisanschlussstellen in Tieflage gebracht, das vormals oberirdische Bahnareal in attraktiver Innenstadtlage für den Betrieb aufgegeben und – teils samt Immobilien – über die DB Services Immobilien GmbH veräußert werden. Aber während die Projekte sowohl in der bayerischen Landeshauptstadt als auch in der hessischen Finanzmetropole aufgrund der exorbitanten Kosten verworfen wurden, segneten Kommunal-, Landes- und Bundespolitik das Projekt Stuttgart 21 im Juli 2007 ab.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

Hier noch ein Lesegruß für unsere Schwaben:

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen  „Härr … Geißler … Härr Dokt’r Geißler“

——————————————————————————————————

Grafikquelle  :

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International, 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic license.
Author dealerofsalvation / Own work

Abgelegt unter Baden-Württemberg, Positionen | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 8. November 2010

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

China droht, Wolfgang Schäuble geizt, und die Deutschen sind ziemlich undiszipliniertChina droht,

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: „Supertalent“ präsentierte einen jungen Mann mit einer Feuerwerksrakete im Po.

Was wird besser diese?

Die Bundesluftwaffe präsentiert aktuelle Sparvorschläge, s. o.

Am Sonntag startet der CDU-Bundesparteitag. Was sollte dort unbedingt Thema sein?

Die CDU hat die 80er-Jahre-Konzepte Heiner Geißlers weitgehend umgesetzt. Sie ist weiblicher geworden, reklamiert eine bürgerlich-gönnerhafte Sozialpolitik für sich und bekommt so etwas Absurdes hin wie „die Bewahrung des Modernisierungsglaubens“, also eine mildere Form von Ingenieursreligion. Sie hat weit und breit keinen Geißler links und keinen Strauß rechts; sie bleibt 30-plus-x-Partei. Merkels Idee heißt Merkel, mit einem Hauch FDP drin.

Wikileaks-Gründer Julian Assange erwägt politisches Asyl in der Schweiz zu beantragen. Sollen die ihn aufnehmen?

Auch Island komme in Frage, sagt er. Im „Journalistenparadies“ Schweden mit seinem weitgehenden Quellenschutz läuft ein umstrittenes Ermittlungsverfahren gegen Assange. Wikileaks im Mutterland der profitablen Heimlichtuerei – das wäre ein Image-Coup für die Schweiz.

Finanzminister Schäuble hat es nach der Steuerschätzung schwer: Nun wollen alle mehr Geld von ihm. Schäuble hält sich trotzig an die Devise: „Mir gebbet nix.“ Wie lange wird er das durchhalten können?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

entwürdigendes Hartz 4

Erstellt von DL-Redaktion am 29. September 2010

Setzen Sie auch auf den Einfluss von
SPD und Grünen im Bundesrat

File:Protest - "Hartz 4 macht nackig".JPG

Innerhalb eines, der „Die Tageszeitung“ gegeben Interview wurde Heiner Geißler unter anderen auch folgende Frage gestellt: Ich zitiere:

„Setzen Sie auch auf den Einfluss von SPD und Grünen im Bundesrat?

Geißler: Auf die setze ich gar nichts. SPD und Grüne haben ja das Fundament gelegt für dieses Prekariat, das sich durch die Agenda 2010 gebildet hat: 400-Euro-Jobs, 1-Euro-Jobs, Leiharbeitsverträge. Das alles hat die Einkommenssituation in Deutschland grundsätzlich verändert, und zwar zu Lasten gerade der kleinen Leute.“

Wie recht er hat mit dieser Feststellung wird einem jeden Beobachter der politischen Szene fast täglich vor Augen geführt. Die Politik als Ganzes hat sich in den letzten Jahren einfach nur willig gezeigt und damit billig gemacht.  Sie ist zum Stiefelputzer des Kapitals verkommen. Es geht nur mehr um persönliche Vorteile, wobei die Richtung einer Partei vollkommen gleichgültig geworden ist. Wie sagt man so schön: Alle in einen Sack–und dann…. Einen jeden, welcher sich am Sonntag die Muße nahm, in den Sonderparteitag der SPD hinein zu hören, musste es schlecht werden in der Betrachtung der Teilnehmer dieser in scheinbarer Schizophrenie lebenden Versammlung. Wie anders soll man denn den Geisteszustand der an dieser Versammlung beteiligten beurteilen ? Ist denn alles schon aus der Regierungszeit von Schröder/Fischer in Vergessenheit geraten. Wie dumm macht sich eine Versammlung wo die Zuhörer mit leuchtenden Augen Rednern zuhören und applaudieren, welche auch heute nicht in der Lage oder Willens sind, die eigenen Fehler oder die ihrer Vorgänger einzugestehen?

Kann man denn schon vergessen haben das es Lobbyisten wie Schröder, Clement, Steinmeier oder auch Steinbrück waren welche, zwecks eigener Vorteilnahme die ganze Idee der Sozialdemokratie regelrecht verkauft und die eigene Klientel verraten haben? Das diese denn heute Politiker genannt werden, mag dem Zeitgeist beschieden sein. So ist es einfach beschämend mit ansehen zu müssen,  das Menschen mit einem Leuchten in den Augen begeistert dem Ausverkauf ihrer Ideale ohne Aufschreie des Protestes zuhören.

In einem Artikel aus der letzten Woche unter dem Titel „Die Schweden als Vorreiter“ machte ich auf das Dilemma in der SPD aufmerksam. Diese Meinung hat sich nach diesem Sonderparteitag nur noch verfestigt, wobei man aber nie vergessen sollte das auch die Grünen ihre Teilhabe an dem heutigem Elend haben.

Hier nun das komplette Interview mit Heiner Geißler:

Heiner Geißler über die Hartz-IV-Neuregelung

„Davon lässt sich nicht würdig leben“

taz: Herr Geißler, die Verfassungsrichter verlangten eine nachvollziehbare Berechnung der Hartz-IV-Sätze. Halten die neuen Berechnungen der Bundesregierung diesen Anforderungen stand?

Heiner Geißler: In den jetzigen Berechnungen stecken schwere Fehler. Es war falsch von den Ministerialbürokraten, den sogenannten Warenkorb gegen ein Statistikmodell zu ersetzen, das heute den Kalkulationen zugrunde liegt. Denn es ist Unsinn, den Bedarf von Hartz-IV-Empfängern danach zu berechnen, wofür die ärmsten 15 Prozent der Bevölkerung ihr Geld ausgeben. Sie kaufen ja nur Dinge, für die ihr Geld ausreicht. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Der Mensch wird zum Kostenfaktor degradiert. Hingegen ging der alte Warenkorb davon aus, ob das Geld wirklich reichte für ein menschenwürdiges Leben.

Quelle: TAZ >>>>>weiterlesen

IE

————————————————————————————————————————

Grafikquelle :

Author High Contrast /Own work
Permission
(Reusing this file)
I, the copyright holder of this work, hereby publish it under the following license:
w:en:Creative Commons
attribution
This file is licensed under the Creative Commons Attribution 3.0 Germany license.
Flag of Germany.svg

Abgelegt unter HARTZ IV | 2 Kommentare »