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RENTENANGST

Gysi bleibt Fraktionsspitze

Erstellt von DL-Redaktion am 9. November 2011

Die SPD und Grünen waren doch die Spitzen Deutscher Politik

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Unverständlich erscheinen die immer wieder von der Linken wiederholten Beschwerden über eine Nichtbeachtung in den Medien. Dabei sind die Zeitungen voll von Geschichten und Berichten. Das diese nicht im Sinne der Partei geschrieben sind? Selber Schuld, kann man da nur sagen, wo keine Politik gemacht wird kann nicht darüber berichtet werden.

Sollte man bei allen Selbstmitleid nicht auch einmal realisieren wie sehr die Regierungsparteien und auch die SPD und Grünen zur Zeit in der Kritik stehen? Das sind, oder waren doch die Volksparteien, die Spitzen Deutscher Politik, welche heute von der Öffentlichkeit als Versager in der Krise ausgemacht werden. Und die Spitzen der LINKEN kommen zum Teil aus den Parteien, aus deren dritter oder vierter Reihe, was das Fehlen einer Opposition noch deutlicher macht.

So ernannte sich denn in den letzten Tagen die Sueddeutsche als williger Helfer in der Krise und beschäftigte sich ausführlich mit Problemlösungen. Als Anlass  nimmt man den Parteitag in Sachsen und beschäftigt sich mit Dietmar Bartsch welcher besonders von den Reformern im Osten als eine sehr gute Lösung in der Parteispitze gesehen würde. Das hier dann seine Konfrontationen mit Lafontaine  wieder aufgewärmt werden, ist in der Politik normal. Vor allen Dingen wenn man bedenkt das sich die Partei der sozialen Gerechtigkeit in der Hitliste des innerparteilichen Linkens an die Spitze eines Parteienranking gesetzt hat.

So wie in den letzten Tagen über die Parteispitze wird heute über die Wahl der Fraktionsspitze im Bundestag berichtet. Natürlich auch dieses mit den in der Politik dazugehörigen, Unterbetonungen der verschiedensten Art welche natürlich das berühmte Salz in der Suppe sind.

So ließ sich denn Gysi mit 61 von 75 Stimmen, das sind 81,3 Prozent, im Amt bestätigen. Als neue erste Stellvertreterin bekam Sahra Wagenknecht, frühere Wortführerin der Kommunistischen Plattform, 47 Ja-Stimmen und damit 61,8 Prozent. Mit 38 Stimmen für Cornelia Möhring, bisher frauenpolitische Sprecherin, wäre sie als weitere erste Stellvertreterin neben Wagenknecht sogar fast durchgefallen.

Die bisherigen Fraktionsvize Ulrich Maurer, ein enger Vertrauter von Ex-Parteichef Oskar Lafontaine, und Dietmar Bartsch, auf Lafontaines Druck geschasster Bundesgeschäftsführer, behalten ihre Ämter, sind aber neben Wagenknecht und Möhring nur Stellvertreter zweiten Ranges.

Überraschend gab der Fraktions Justiziar Wolfgang Neskovic in der Sitzung bekannt, dass er für dieses Amt nicht mehr kandidiere und Teilnehmer berichteten hier von einer „kruden Erklärung“ des Ex-Bundesrichters. Die bisherige Vizefraktionsvorsitzende Petra Sitte lehnte es ab, von Gysi Blumen als Dank für ihre Arbeit anzunehmen.

Berichtet wurde auch von einen Brief in den der  Schatzmeister der Partei, Raju Sharma Gregor Gysi folgendes voraussagte:  „Dein Vorschlag wird die Situation allenfalls kurzfristig befrieden, vermutlich nicht einmal das. Wer Sahra Wagenknecht als Co-Fraktionsvorsitzende sehen wollte, wird das Gefühl haben, ihr Aufstieg sei aus Machtkalkül gestoppt worden; wer sich politisch näher bei Dietmar Bartsch sieht, wird dessen Einordnung in die dritte Reihe als (weitere) Degradierung empfinden.“

Hier der Bericht aus der Sueddeutschen:

Kandidatur für den Linken-Parteivorsitz Bartsch schweigt sich aus.

Wer soll die Linken aus ihrer politischen Krise führen? Sahra Wagenknecht vom radikal linken Flügel hat erklärt, am Parteivorsitz nicht interessiert zu sein. Jetzt wird der Reformer Dietmar Bartsch als Kandidat gehandelt. Er hatte sich 2010 im Streit mit Oskar Lafontaine zurückgezogen. Teile der Partei warten auf sein Comeback.

Er hat es wieder nicht gesagt. Nicht direkt jedenfalls. Zwanzig Minuten hat Dietmar Bartsch am Wochenende auf dem Parteitag der sächsischen Linken in Bautzen gesprochen, hat die Euro-Krise analysiert und auch die Lage der Linken. Er hat eingeräumt, „dass unser politischer Einfluss zurückgegangen ist“. Nur über die eigene politische Zukunft hat er kein Wort verloren. Das war vielleicht auch gar nicht nötig. In der Linken schwinden die Zweifel daran, dass der einstige Bundesgeschäftsführer an die Spitze strebt.

Quelle: Sueddeutsche >>>>> weiterlesen

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