DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Bellender Hund Bierbaum

Erstellt von DL-Redaktion am 3. August 2013

Bierbaum in der Spur seiner Herrschaften ?

Das was wir in der letzten Woche berichteten, bestätigt jetzt auch die SZ. Lafontaine wird im Saarland aller Wahrscheinlichkeit keine aktive Wahlkampfarbeit für seinen Verband leisten. Wenn die Fraktion der Linken jetzt vernünftig reagiert, wird sie ihm daraufhin als Fraktionsführer das Vertrauen entziehen. Mit solch einer Aktion könnte Bierbaum gleichzeitig deutlich machen das ihm die Partei wichtiger als der Fraktionsvorsitzende ist!

Ansonsten sollten die Mitglieder froh sein ihren rechten Hemmschuh am linken Bein endlich los zu sein. Erhalten sie doch nun endlich die Möglichkeit zu zeigen was wirklich in Ihnen steckt. Sie könnten den Nachweis erbringen auch etwas anderes zu können als das beständige Abnicken. Den aufrichten Gang und ehrliches, politisches Arbeiten lässt sich auch bei vielen im fortgeschrittenen Alter noch lernen.

Heißt es nicht immer, Reisende soll man nicht aufhalten? Besser weg mit Schaden, als ein Schrecken ohne Ende? So wird auch das linke Traumpaar feststellen das die Bäume in NRW nicht in den Himmel wachsen. Denn auch dort liebt das Volk den Verrat und nicht gerade den Verräter. Wenn diese dann auch noch zu Zweit auftauchen, wird man ihn schnell wieder von der Palme herunterholen.

Ja, es gibt diese Fäden in den verschiedensten Farben, welche sich durch die Leben der Menschen ziehen und es ist sicher kein Zufall wenn in der Farbenlehre  die Farbe Gelb für Geld, Gold und Glamour steht. Gelb symbolisiert in unserer Kultur aber auch Neid, Geiz, Eifersucht, Verlogenheit und Egoismus. War das für Viele bislang nicht sichtbar?

Wo liegt das Problem einmal keine Mandate für den Bundestag erreicht zu haben? In der persönlichen Wertschätzung der einzelnen Bewerber für die Mandate? Wäre es nicht viel wichtiger erst einmal vernünftige Strukturen zu schaffen, welche von den Jeweiligen Vorsitzenden der Partei unabhängig sind? Genau dass was über die Jahre vor der Gier nach der persönlichen Bereicherung des einzelnen versäumt wurde? Der weitere Aufbau einer Partei wurde genau zu dem Zeitpunkt abgebrochen, als das Problem der persönlichen Versorgung in den Vordergrund trat.

Die Reaktion eines Heinz Bierbaum spiegelt so ziemlich genau die Stellung der Politik in den Augen der Öffentlichkeit wieder. Die bedingungslose Götzenanbetung eines persönlichen Favoriten, von ansonsten unfähigen Personen in der Politik. Viele Mitglieder und Ehemalige vertreten die Meinung in Bierbaum einen unselbständigen Nachläufer seines Herrn und Meisters zu sehen. Da Lafontaine nun vor weiteren Abstimmungsniederlagen die Flucht ergreift, sollten ihm seine ehemaligen Trittbrettfahrer eiligst nachfolgen. Eine Zukunft werden auch sie in der Partei schwerlich haben.

Lafontaine lässt das Saarland links liegen

Die Linke im Saarland muss eine neue Erfahrung machen: Erstmals stellt sich Oskar Lafontaine in einem Wahlkampf der Partei nicht als Zugpferd zur Verfügung. Stattdessen tourt er durch Nordrhein-Westfalen.

Oskar Lafontaine hat sich offenbar entschieden. Der 69-Jährige wird sich im Wahlkampf wieder ins Zeug legen – aber nicht unbedingt im Saarland. Stattdessen wird die Linke an der Saar erstmals seit ihrer Gründung 2007 voraussichtlich einen Wahlkampf führen müssen, in dem ihr Zugpferd keine Rolle spielt – weder auf Plakaten noch auf Kundgebungen. Dafür hat ihn allein die Linke in Nordrhein-Westfalen – Spitzenkandidatin ist dort seine Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht – für acht Auftritte im September verpflichtet: in Recklinghausen, Wuppertal, Krefeld, Düsseldorf, Dinslaken, Herne, Paderborn und Gütersloh. „Im Saarland sind keine Auftritte von Oskar Lafontaine geplant, er lehnt alles ab“, wurde der SZ aus Parteikreisen bestätigt.

 Lafontaine weilt derzeit im Urlaub. Wie es scheint, fehlt ihm die Lust, sich für eine Sache zu engagieren, die am 22. September seiner Ansicht nach im Desaster enden wird. In der Partei wird seit den zum Teil tumultartigen Mitgliederversammlungen im Mai und Juni mit einem katastrophalen Ergebnis im Saarland gerechnet.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

Foroquelle:

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Lafontaine: DL/ UP

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Eine raffinierte Erfindung

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Dezember 2011

Eine überaus raffinierte Erfindung

Das Bankgeschäfte schon immer anrüchig waren und die Gefahren der Manipulationen schon um das Jahr 1300 erahnt wurden zeigt dieser Artikel. Zu jener Zeit gab es aber noch Menschen welche entsprechende Vorsorge erließen, im Gegensatz zu heute. Ein Artikel welcher sehr lesenswert ist.

Die Kunst der Renaissance und die Ursprünge des Bankwesens

Die Stadt Florenz gründete im Jahr 1237 eine Münzanstalt und ließ die ersten Silber-Florin (fiorino d’argento) prägen. Bis dahin war die gängige Münze der Denaro gewesen, doch der hatte mit dem Niedergang des Heiligen Römischen Reichs so stark an Wert eingebüßt, dass zusätzlich höherwertige Münzen aus den damals noch größeren Städten Siena und Lucca in Umlauf kamen.

In dieser Zeit wurde es immer wichtiger, geschäftliche Transaktionen mittels Geld abzuwickeln – wer seine Besitztümer in Geld umgewandelt hatte, konnte dieses dann nach Belieben ausgeben oder investieren. Der Wert des Silber-Florins entsprach einem Soldo oder 12 Denari, war also eher bescheiden: Er reichte gerade für ein paar Eier oder einen Laib Brot oder einen Liter Wein. Deshalb legte die Florentiner Münzanstalt ab 1252 den Gold-Florin auf: eine 3,53 Gramm schwere Münze aus 24-karätigem Gold, die heute etwa 120 Euro kosten würde.

Der Gold-Florin war für die großen Handelsgeschäfte gedacht. Florenz trug Sorge dafür, dass sein Gewicht und Feingehalt während der knapp 300 Jahre, in denen er in Umlauf war, absolut unverändert blieben. Jede Änderung seines Äußeren wurde genauestens protokolliert, ein System der Qualitätskontrolle wurde eingeführt. Die obersten Aufseher durften ihr Amt nicht länger als sechs Monate wahrnehmen, um Korruption zu verhindern. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts war der Florin bei geschäftlichen Transaktionen in ganz Westeuropa im Gebrauch; und selbst in Regionen, wo er nicht physisch gehandelt wurde, diente er als bevorzugte Verrechnungseinheit. Das war für ein kleines Handelszentrum wie das damalige Florenz eine wichtige Errungenschaft.

Der Florin trug nicht etwa den Kopf eines Königs oder eines Fürsten. In Florenz war es dem Adel seit Langem untersagt, sich in die Regierungsgeschäfte einzumischen. Die Stadt war eine Republik, deren Exekutive sich aus dem Kollegium der Patrizier rekrutierte. Die neun Mitglieder wurden alle zwei Monate durch Los bestimmt, damit keiner von ihnen zu mächtig werden konnte; politische Parteien waren verboten. Die eine Seite der Münze zeigte das Wahrzeichen der Stadt, eine Lilie, die andere das Porträt Johannes des Täufers, ihres Schutzpatrons. In dem Geldstück waren also bürgerliche Pflichten und religiöse Traditionen auf elegante Weise verschmolzen – und das in Gold.

Quelle: le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :    Aureus des Septimius Severus (um 200 n. Chr.)

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Ahlen lokal 11.2010

Erstellt von Gast-Autor am 26. November 2010

Die Ahlener Zeitung berichtet:

Datei:Rathaus rück ShiftN Kopie.jpg

Die Gutachter des Institutes für Site- und Facilitymanagement (ISFM) halten nach Abwägung verschiedenster Berechnungsgrößen einen Rathaus-Neubau für das Günstigste. Um die 20 Millionen Euro, verriet ISFM-Mitarbeiter Daniel Middendorf am Donnerstag im Bauausschuss, würde das kosten…

SORRY – aber dafür und vor Allem für das Fazit „Neubau“ hätte ich keine drei Jahre gebraucht. Und diese „Wirtschaftlichkeitsberechnung“ hätten Fachabteilungen der Bau- u. Verwaltung billiger machen können; denn die werden ja sowieso bezahlt. Aber man macht es wie bei der Frage zur Landesgartenschau. Trotz sehr angespannter Finanzlage gibt man es ausser Haus. Weil man dann vielleicht keine Verantwortung übernehmen muss?
Gefühlt und voll von Emotionen rutscht mir der Gedanke aus, dass man den Entwerfer dieses „Denkmals“ Rathaus, dieses ungesunden Konstrukts aus Beton und Glas, an den Abbruchkosten wegen etwaiger Patente (?), die vordergründig eine Sanierung verbieten, beteiligen sollte. Aber das sind, wie gesagt, ‚fromme‘ Wünsche.

Ahlen hat kein Geld! Aber wenn man zur Zeit durch die Stadt läuft, kann man sehen, dass zur Zeit „geländer“-ähnliche Stahlkonstruktionen im Gehweg an verschiedenen Orten vor und nach Baumquartieren einbetoniert werden. Weil alte Fahrradständer gleichzeitig ausgebaut werden, kann man davon ausgehen, dass es „Stahlross-Anbinde-Stationen“ sein sollen. Es war köstlich anzuschauen: An der Weststrasse (Volksbank) standen 43 Stahlrösser fein säuberlich auf dem Gehweg auf eigenen Ständern. Angebunden war keines! Damit sind die Geländerle so unnötig wie die Kugelkalotte oben an der Oststrasse neben dem Kugelbrunnen und damit unnötig wie ein Kropf. Ein teures Spielzeug für Kinder, dieser ‚Schildkrötenpanzer‘ aus V2A.

Eine gute Lösung bis weit in die Zukunft wäre es, die Verwaltung in einen Neubau auf dem Zechengelände „auszulagern“ und das Bürgerbüro im alten Rathaus am Marktplatz ‚einzubürgern‘ – bürgernah und effizient, nachdem man einigen Mitarbeiterinnen einen fundierten Kurs im Umgehen mit der Klientel verpasst, von denen sie bezahlt werden.
Und auch das muss man denen auch mal klar machen: Dass sie für den Bürger da sind und nicht umgekehrt!

Aber wie war das mit dem Fisch? Wo …???
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Geld und Politik

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Oktober 2010

Macht und Geld und Politik

Zentrale der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh (2007)

Das Bild eines Politikers:  Zun faul und dumm sich mit ehrlicher Arbeit sein Geld zu verdienen. Seine Entscheidungen sehen immer seine Interessen im Vordergrund.

Einen tiefen Blick in die Verstrickungen zwischen Politik und Geld gibt uns hier Serge Halimi.

Der Schmierstoff des politischen Getriebes ist das Geld: Wer es hat und für seine Zwecke einsetzt, bestimmt die Politik. Präsident Clinton lieh gegen Spenden den Bankchefs sein Ohr, Minister werden mit Posten in der freien Wirtschaft belohnt. All dies widerspricht den egalitären Grundideen der Demokratie.

Als die Spekulanten die Eurostaaten am 10. Mai 2010 zu einer Finanzspritze von 750 Milliarden Euro zwangen, verbuchten die Aktionäre der französischen Bank Société Générale einen Kursgewinn von 24 Prozent. Am selben Tag verkündete der französische Präsident, aufgrund der angespannten Haushaltslage könne ein Unterstützungsprogramm für bedürftige Familien nicht fortgeführt werden.

Mit jeder weiteren Finanzkrise wird klarer erkennbar, dass die Politik nur für Aktionäre und Investoren gemacht wird. Die Bürger dürfen zwar in regelmäßigen Abständen zur Wahl gehen, stimmen dann allerdings für Parteien, denen „die Märkte“ zuvor eine politische Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt haben. Zugleich aber verlieren die Politiker, die pausenlos das Gemeinwohl beschwören, jeglichen Kredit.

Als Barack Obama die Investmentbank Goldman Sachs abkanzelte, um die geplante Regulierung des Finanzsektors zu stärken, schalteten die Republikaner einen Werbespot mit der Liste der Spenden, die Goldman Sachs im Präsidentschaftswahlkampf 2008 geleistet hatte: 4,5 Millionen Dollar an die Demokraten; 1,5 Millionen an die Republikaner. Dazu der Kommentar: „Politiker attackieren die Finanzindustrie, kassieren aber Millionenspenden der Wall Street.“

Als die britischen Konservativen sich gegen einen Mindestpreis für Alkohol wandten – angeblich um arme Familien finanziell nicht zu belasten -, konterte die Labour-Partei, in Wirklichkeit wollten sie den Supermarktbesitzern helfen, die Bier billiger als Wasser abgeben, um die Jugendlichen in ihre Läden zu locken. Und als Nicolas Sarkozy die Werbung in den öffentlichen Fernsehprogrammen verbieten ließ, war die allgemeine Ansicht, damit helfe er nur den privaten Fernsehsendern, deren Besitzer seine Freunde sind, einen Konkurrenten um die Werbeetats der Unternehmen loszuwerden.

Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle :Bertelsmann StiftungEigenes Werk

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Steuern oder Spenden ?

Erstellt von DL-Redaktion am 12. August 2010

Die Krux mit dem Gewinn

2015 Berkshire.jpg

Spenden sind wichtig, aber sie verändern zu wenig an Strukturen, die Arme und Reiche erst schaffen. Gates und Buffet sind keine Ausnahmen. Mit anderen Worten stellt sich hier die Frage: Steuern oder Spenden?  IE

Wenn Milliardäre Milliarden spenden, ist das ein feiner Zug. Softwareunternehmer Bill Gates, Investor Warren Buffet, Banker David Rockefeller und andere Steinreiche der USA haben unlängst erklärt, mindestens die Hälfte ihres Privatvermögens für gute Zwecke spenden zu wollen. Sie würden damit der Gesellschaft einen Teil des Geldes zurückgeben, das sie mithilfe des Staates und vieler anderer Menschen erwirtschaftet haben. Besser allerdings wäre es, wenn die horrenden Vermögen, die mittels Spenden teilweise umverteilt werden sollen, gar nicht erst entstünden.

Vor dem Reichtum

Denn womit verdienen Leute wie Gates, Buffet und Rockefeller ihr Geld? Gates‘ Firma Microsoft beispielsweise lässt auch in China produzieren, wo sich die Löhne der Arbeiter an den niedrigen staatlichen Mindestlöhnen orientieren. Diese liegen häufig bei rund 130 Euro pro Monat, folglich unter dem Existenzminimum.

Investor Buffet verdient unter anderem Geld mit der Ölpest, die der Konzern BP in Golf von Mexiko angerichtet hat. Eine Firma, an der Buffet beteiligt ist, liefert die umstrittene Chemikalie, die das ausgelaufene Erdöl unter die Meeresoberfläche drückt. Und Rockefeller als ehemaliger Chef der Chase Manhattan Bank mehrte sein Vermögen, indem er mit Aktien von BP und anderen Mineralölkonzernen spekulierte, ohne dass ihn eventuelle Umweltschäden interessierten.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

[youtube sOgQbx9Ry9s]

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Fotoquelle :  Hsing with Warren Buffett and Bill Gates at the 2015 Berkshire Hathaway Annual Shareholders Meeting.

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