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Wagenknecht Interview

Erstellt von DL-Redaktion am 18. August 2012

„Die Illusion ist, dass es so weitergeht“

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Hier ein ausführliches Interview mit Sahra Wagenknecht über die augenblickliche Finanzlage in Europa. Da sie in diesem Jahr ein Buch mit dem Titel: „Freiheit statt Kapitalismus“ herausbrachte sollte man natürlich eine jede von ihr ausgehende Aktion als allererstes einmal als Werbung für ihr Buch ansehen. Sie nutzt neutral gesehen, die Partei und ihre Stellung innerhalb der Fraktion aus, um die Verkaufszahlen für ihr Buch hoch zu puschen. Wohlgemerkt, das machen andere Politiker aus  allen anderen Parteien genau so und die Bevölkerung registriert dieses dann unter Nebeneinkünfte unserer armen Abgeordneten. Ist das etwas anderes als gelebter Kapitalismus einer Kommunistin?

Ob sie denn letztendlich mit ihren Thesen Recht hat oder aber die Thesen der anderen Seite die Richtigen sind, wird leider erst die Zukunft zeigen. Im Unrecht ist sie aber mit dem Titel des Buches „Freiheit statt Kapitalismus“. Denn der Titel impliziert dem Leser das Freiheit unter irgendeinen anderen „Ismus“ möglich wäre und das ist, wie es die Geschichte nachhaltig beweist, grundlegend falsch. Der Titel belegt außerdem das sie keinesfalls mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat! Was auch nicht weiter wichtig wäre wenn es nicht immer wieder anders von ihr behauptet würde. Ob wir denn den Kommunismus, Sozialismus, Katholizismus oder was für einen Ismus auch immer durchleuchten, die Freiheit versprechen sie alle, halten  konnte dieses Versprechen in der langen Menschheitsgeschichte niemand. Warum also sollte Mensch diesesmal ausgerechnet einer Partei vertrauen, welche schon in ihren eigenen Reihen die Demokratie schleift?

„Die Illusion ist, dass es so weitergeht“

taz: Frau Wagenknecht, reden wir über Geld. Wo haben Sie Ihr Geld?

Sahra Wagenknecht: Wir haben uns gerade ein gemeinsames Haus gekauft. Daher habe ich nicht die Sorge „Wohin mit dem Geld?“.

Also in Betongold investiert?

Das Haus ist für uns und keine Anlage. Sonst hätte ich mein Geld bei der Sparkasse. Deren Geschäftsmodell ist noch das vertrauenswürdigste.

Haben Sie Aktien?

Nein. Wenn Aktienkurse steigen, weil Leute entlassen werden, will ich davon nicht profitieren.

Also aus moralischen Gründen?

Ja, außerdem habe ich keine Lust und keine Zeit, mich dauernd mit Kursbewegungen zu befassen.

Sie gehören als Abgeordnete zu den Besserverdienenden. Haben Sie damit ein Problem?

Ich bin bekanntlich für eine stärkere Besteuerung von Besserverdienenden. Es ist schändlich, wenn die einen immer mehr verdienen und andere trotz Vollzeitjobs nicht von ihrer Arbeit leben können. Deshalb brauchen wir außerdem einen Mindestlohn von 10 Euro.

Ist es kein Widerspruch, im Namen von Hartz-IV-Empfängern zu reden, aber selbst relativ reich zu sein?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Author Gorinin

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