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Euroland-bezahlt wird doch

Erstellt von DL-Redaktion am 12. August 2011

Euroland – bezahlt wird doch

File:500 Euro Banknoten.jpg

Es ist gerade neun Jahre her als Merkel noch aus der Opposition heraus ihrem gegenüber Schröder eine unglaubliche Ratlosigkeit in der Führung der Regierungs-geschäfte vorwarf. Heute wird sie mit den gleichen Vor- würfen konfrontiert, träge, nicht überlegend, sei sie nicht einmal bereit ihren Urlaub abzubrechen. Die Vorwürfe kommen natürlich von der Opposition und selbst die Stimmen aus der FDP mehren sich.

In den letzten Tagen wird sie aber immer häufiger auch aus Internationalen Kreisen kritisiert welche in den Ausspruch des Michael Lewis, Autor der amerikanischen Zeitschrift „Vanity Fair“gipfelt: „It’s the Economy, Dummkopf“.

Auch der Amerikaner George Soros gibt Merkel die Hauptschuld für die europäische Schuldenkrise. Es war ein Fehler die einzelnen Länder und nicht die Europäische Union bürgen zu lassen. Ihre zögerliche Haltung habe die griechischen Probleme verschärft.

Hier ein guter Artikel über die Finanzkrise in Europa.

Euroland – bezahlt wird doch

Die Eurozone ist noch längst nicht gerettet. Denn es reicht nicht aus, wenn Griechen und Spanier zum Sparen gezwungen werden. Ein Ausweg aus der Krise verlangt Wachstumsimpulse. Und eine europäische Solidarität, zu der sich die Deutschen erst noch durchringen müssen.

Für Europa ist die Griechenlandkrise das wichtigste Ereignis seit den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien. Und das nicht etwa, weil das Land für die EU von entscheidender Bedeutung wäre: Die griechische Volkswirtschaft trägt zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone nicht einmal 3 Prozent bei und könnte sich spurlos auflösen, ohne dass es groß auffallen würde. Die Gefahr ist eine andere. Sie hat einzig und allein damit zu tun, in welcher Weise sich der drohende griechische Staatsbankrott vollzieht.

Ich spreche von diesem Bankrott, als sei er beschlossene Sache, und das ist er auch. Denn die Brüsseler Beschlüsse vom 21. Juli, die unter anderem eine Abwertung der griechischen Staatsanleihen um 20 Prozent vorsehen, stellen nach dem Urteil der Finanzmärkte einen „selective default“, also einen teilweisen Zahlungsausfall dar (siehe dazu den Beitrag von Ulrike Herrmann auf Seite 5). Dass die griechischen Anleihen nicht mehr voll bedient werden, ist für sich schon eine ernste Angelegenheit. Schließlich gründete sich der Euro auf die Annahme, dass genau dies einem Land der Eurozone nicht passieren könne. Deshalb gibt es dafür keinen Präzedenzfall und auch – was noch wichtiger ist – keinen Mechanismus für die Bewältigung der Konsequenzen.

Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

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Author Frank Schwichtenberg

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Ist Europa am Ende ?

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Juli 2011

Ist Europa am Ende ?

File:Flag of Europe.svg

Wie wird das Europa der Zukunft aussehen fragt der Publizist Rudolf Walther in seinen Kommentar. So können wir heute feststellen, dass die europäischen Länder auf die in Griechenland, Spanien, Nordafrika oder Arabien aufkommenden Unruhen keine Antworten gefunden haben. Viele leben noch in der Hoffnung dass diese Unruhen verschiedene Länder verschonen werden und versuchen wie im Fall Griechenland diese an die Kandare zu legen.

Da diese Länder aber nichts mehr zu verlieren haben wird das auf Dauer nicht gelingen. Die Politik hat, wenn sie es denn jemals hatte, ihre Moral und Ethik vollkommen verloren und wird das Ziel des Mehr und Mehr aufgeben müssen. Nur Geld und Wirtschaft, ohne geistigen Inhalt, das muss auf Dauer scheitern.

Der eigentliche Sinn der Mitgliedstaaten konnte es nur sein einheitliche Lebensverhältnisse herzustellen. Dieses aber ist am grenzenlosen Egoismus der großen Länder kläglich gescheitert, da ein jedes Land nur an seinen persönlichen Vorteilen gelegen war. Wie heisst der Merkel Slogan an jeder Stelle: “Wir müssen dieses tun und jenes lassen, denn wir sind die größten Nutznießer dieser Vereinigung.“

Europa neu denken

Belgien zeigt seit einem Jahr, dass das Land auch ohne eine Regierung genau so schlecht funktioniert wie mit einer. In Ungarn hat die rechtsradikale Regierung, die mit Zweidrittelmehrheit regiert, den ethnischen Minderheiten und den Medien den Kampf angesagt. Unter Berlusconis Bunga-Bunga-Regime werden Flüchtlinge aus Afrika dazu benutzt, andere Staaten der Europäischen Union zu erpressen. Und Dänemark will das Schengen-Abkommen noch verschärfen. Europa gleicht derzeit einem Tollhaus, und als Gemeinschaft sieht es nicht besser aus.

Auf die Revolten in Nordafrika haben die EU-Staaten bislang vor allem mit einer Verstärkung der Grenzpolizei zur Abwehr von Flüchtlingen reagiert. Und über allem tobt die Schuldenkrise, die in den Talkshows und in der Boulevardpresse zu einer reinen „Griechenlandkrise“ versimpelt wird.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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