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RENTENANGST

Ein Loch in der Kasse

Erstellt von Gast-Autor am 22. Mai 2012

oh Oskar, oh Oskar,

File:500 Euro Banknoten.jpg

Auf Lafontaines LINKE war heute folgender Beitrag zu lesen, den ich bei Spiegel online allerdings noch nicht gefunden habe:

„Der Wahlkampf der Linken im Saarland war offenbar teurer als geplant:

Wie der Spiegel berichtet, reichten die 300.000 Euro von der Bundespartei und weitere 100.000 Euro vom Landesverband nicht aus – weitere 130.000 Euro seien ausgegeben worden. „Um die Rechnungen vorläufig zu begleichen, musste erst einmal die Bundespartei einspringen, heißt es aus dem Landesverband. Derzeit liefen Verhandlungen über die Rückzahlungsmodalitäten“, schreibt das Magazin und weist markant darauf hin, dass Oskar Lafontaine mit dem Spruch „Sanieren muss man können“ um Stimmen geworben hatte. …”

Die geplanten Wahlkampfkosten der anderen:

SPD 700.000 EUR

CDU 400.000 EUR

Grüne 200.000 EUR

Wofür will die LINKE insgesamt 530.000 EUR verbraucht haben? Wieso wurden 130.000 EUR über Plansoll ausgegeben, für die – wie peinlich – die Bundeskasse einspringen muss? Hat das Führungstrio in gewohnter Selbstherrlichkeit erneut blind und planlos in die Parteikasse gegriffen? Wusste der Schatzmeister überhaupt davon, vor der Mittelbindung? Basierten die Ausgaben auf Vorstandsbeschlüssen? Ist die Saar-Linke jetzt pleite? Falls ja, muss der LV nicht zwangsweise “passiv” gestellt werden? (Man vergleiche den Umgang mit insolventen Bundesligavereinen.) – Ein Armutszeugnis besonderer Art und ein weiterer Beweis für handwerkliches Unvermögen.

Man erinnere sich der jahrelang (!) dreist unterlassenen Kassenprüfungen in den Kreisverbänden Saarlouis und Saarpfalz! Wurde nicht alles ignorant und anmaßend vom Landesvorstand mit Oskars Billigung gedeckt?

Mit diesem Wissen bekommt Oskars Forderung, sein Intimst-freund Heinz Bierbaum solle an Oskars Seite Bundesschatzmeister werden, eine ganz andere Qualität: in diesem Falle könnte Oskar die Bundeskasse willkürlich und weitgehend unkontrolliert für eigene Zwecke verwenden, könnte die Landesverbände Ost um ihre hohen Mitgliedserträge bringen! Das wäre die Übernahme Ost durch eine macht-geile Westlinke, die vor keiner Niedertracht zurückzuschrecken scheint. Und diese Kräfte sollen sich die Gesamtpartei “unter den Nagel reißen” dürfen?

Sowohl der chaotisch verschwenderische Umgang mit Parteigeldern im Wahlkampf als auch die bei Oskars Wahlsieg drohende “finanzielle Enteignung Ost” sind starke Argumente, diesem skrupellosen Menschen die Parteiführung zu versagen.

Deshalb: Oskar Lafontaine gehört in die Politrente, Dietmar Bartsch gehört auf den Thron des Bundesvorsitzenden.

P.S.:
Gregor Gysi hat gerade die Front gewechselt. Er unterstützt jetzt die Kandidatur von D. Bartsch. Glückwunsch zu diesem Schritt der Vernunft.

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Grafikquelle   :

Source Own work
Author Frank Schwichtenberg

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