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Ein Pyrrhussieg der Linken?

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Februar 2015

Ein Pyrrhussieg der Linken?

Marble bust of Pyrrhus of Epirus

So waren sie sich zum Schluss dann alle wieder ziemlich einig, lagen sich in den Armen und stimmten einer Verlängerung der Griechenlandhilfe zu. Mit 542 Ja Stimmen der Abgeordneten erreichte die Deutsche Einheitspartei damit eine Mehrheit welche selbst in offiziellen Diktaturen selten ist. Nur dort riskieren die Abgeordneten wenigstens noch Kopf und Kragen für ein Nein. Heute votierten 32 dagegen und 13 Personen enthielten sich ihrer Stimme. Das zeigt auch, warum Wahlen und viele der Abgeordneten in Zukunft überflüssig erscheinen.

Hatte die Linke bislang alle Hilfsprogramme für Griechenland abgelehnt, votierten in einer Probeabstimmung am Dienstag 29 Abgeordnete mit ja und vier mit nein. 13 Personen enthielten sich der Stimme.  Durch diese Abstimmung heute  wurde indirekt auch die Überwachung durch die Troika unterstützt und die Kritik an die nicht demokratische Legitimierung ad absurdum geführt und damit die eigene Argumentation der Lächerlichkeit preisgegeben.

Für die Bürger hier im Lande wird nun sichtbar wie überflüssig sich die Linke macht. Oder wird noch einer den Ankündigungen für eine bessere Gesellschaft Sorge zu tragen, glauben schenken? Wenn es letztendlich um alles geht, den eigenen Geldbeutel, werden alle Vorsätze über den Haufen geschmissen um ja nicht aus die Strömung getrieben zu werden. Richtig überlegt war die Abstimmung eine große Dummheit, da die eigenen Stimmen so wie so keine Änderung herbeigeführt hätten. Gegen über der eigenen Wählerschaft wurde nicht einmal der Schein einer Opposition gewahrt, sondern die Zustimmung für die Regierung offen dargelegt.

Das auch die Linke in diesen Gleichschritt  mit marschierte ist ein weiterer Hinweis auf ihre Beliebigkeit.  Oder sollte ihnen noch nicht zu Ohren gekommen sein das Syriza ihre vollmundigen  Versprechungen längst beiseite geschoben hat. Zumindest die Bürger in Griechenland haben unterdessen verstanden und reagieren entsprechend mit massiven Protesten. Lassen wir uns also überraschen ob denn diese Regierung das Ende des Jahres überleben wird.

So wurden bereits am gestrigen Donnerstagabend durch ca. 200 Linksradikale im Zentrum Athens Schaufenster eingeschlagen, Autos zerstört und Müllcontainer angezündet. Es wurde ein „Raus aus der EU“ und „Streicht die Schulden“ gefordert. Die eigenen Parteimitglieder sollen gegen ihre Regierung Front machen.  Manolis Glezos, Weltkriegsveteran und Gallionsfigur von Syriza, hat zu Widerstand gegen den Kurs der Regierung aufgerufen, da das Programm der Partei verraten worden sei.

Da wurde hier im Land im Sinne eines blinden Übereifers der Sieg der griechischen Blutsbrüder gefeiert. Diese Verbrüderungen, auch unter Schwestern gibt es aber nicht, zumindest nicht in der Politik. Ja noch nicht einmal in der eigenen Partei wie es den Menschen immer wieder vorgeführt wird. Es sagt nicht nur einiges, sondern fast alles aus, dass in den letzten Tagen Manfred Sohn die Partei verließ. Wofür hat dieser Mann eigentlich gestanden?

So wie alle Anderen in der Partei auch? Nur für sich selber und das dann mit allen Konsequenzen? Streitereien mit Dehm, einen sogar durch die DKP ideologisch Nahestehenden? Es gab nichts mehr zu holen für ihn in dieser Partei. Nur noch zu Weihnachten eventuell bei den Krippen Shows, in den umliegenden Kirchen.

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Fotoquelle: Wikipedia – Author Seutsa0 Henry Seutsan

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