DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Der nächste Linke geht in Münster

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Oktober 2013

Joachim Bruns legt sein Ratsmandat nieder

Packhilfen aus WAF gefällig ?

Da geht in Münster also der Nächste bei der Linken. Jetzt legt auch Joachim Bruns sein Ratsmandat im Stadtrat nieder. Dieses natürlich mit sofortiger Wirkung und dieses mal angeblich ohne Knirschen und die entsprechenden Querelen.

Also offiziell ein wenig anders als noch im Februar dieses Jahres als Raimund Köhn unter großen Streit Fraktion und Partei verließ. Am 21. 02. 2013 berichteten wir unter der Überschrift „Linke Fraktion Münster am Ende“ darüber. Nach dem uns etliche Mails zu diesen Artikel erreichten fassten wir am 1. 04. 2013 zusammen und berichteten unter den Titel „Ist auch der KV Münster am Ende“ ausführlicher.

Unterdessen schloss sich Raimund Köhn der Ratsfraktion der GAL als 17. Mitglied an und äußert sich folgendermaßen: Bei den Linken habe er nur „Fundamentaldiskussionen“ erlebt, so Köhn. Überdies gebe es bei den Linken, die heute im Vorstand aktiv seien, kein Interesse an Kommunalpolitik. Köhn erlebte am Wochenende die erste Haushaltsklausurtagung bei den Grünen mit und empfand diese als „sehr diszipliniert“. Köhn wird sich gemeinsam mit Otto Reiners um die Finanzpolitik der Grünen kümmern.

Eine Argumentation welche wir nur voll bestätigen können, da uns gleiches vielmals zugetragen wurde. Es hat sich lange herumgesprochen das nur die Fresstöpfe in den oberen Ligen interessant sind. In den Räten muss wohl zu viel für zu wenig Geld gearbeitet werden. Und bei Vielen welche Oben angekommen sind gerät die Basis aus den Blickwinkel, so das es an jeglicher Unterstützung fehlt.

Die Linke:
Joachim Bruns legt sein Ratsmandat nieder

Joachim Bruns bestätigte die überraschende Nachricht von seinem Rückzug am Freitagabend auf Anfrage unserer Redaktion. Die Entscheidung sei „rein beruflich motiviert“, so Bruns. Als Angestellter bei den Stadtwerken Münster habe sich sein berufliches Tätigkeitsfeld in den vergangenen Monaten deutlich erweitert. Parallel dazu seien auch die Anforderungen an ihn als Fraktionssprecher gestiegen. „Und beides kann ich auf Dauer nicht hundertprozentig bewerkstelligen“, so Bruns weiter. In die Parteiarbeit bleibt er aber, soweit wie möglich, eingebunden.

Quelle: Hellweger Anzeiger >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Fotoquelle: DL/Redaktin

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KV Münster am Ende ?

Erstellt von DL-Redaktion am 1. April 2013

Linke Fraktion Münster am Ende II

Hatten wir doch am 21. Februar dieses Jahres mit den Artikel „Linke Fraktion Münster am Ende“ über ein zerbrechen Derselben berichtet, erreichte uns aufgrund dieses Artikel eine Flut an Mails aus den KV Münster in welchen der Untergang des Kreisverbandes prognostiziert wird. Viele Mitglieder befürchten dort großes Unheil aufziehen, wobei die Meinungen natürlich weit auseinander gehen.

Fakt ist nun einmal und darin sind sich fast alle einig, das wichtige Integrationspersonen entweder verstorben sind, oder aus Frust die Partei verlassen haben. Hierbei handelte es sich überwiegend um Personen welche es seinerzeit geschafft hatten aus dem Nichts eine gewisse Grundlage zu schaffen. Das waren überwiegend Mitbürger welche, wie auch aus anderen Kreisen berichtet wird, etwas in diesem Lande verändern wollten, wie sie meinten zum Besseren, durch Politik.

Diese wurden abgelöst durch Menschen welche auch etwas ändern wollten, aber überwiegend zu ihrem eigenen Vorteil. So zitieren wir aus einer Mail zum Beispiel folgendes: „Von außerhalb habe ich mir einmal die Internetseite „Die LINKE Münster“ angeschaut, dieses nicht etwa weil ich wieder politisch aktiv werden will, nein, dazu wird es nicht mehr kommen. Ich wurde einfach von ehemaligen Kollegen um meine Meinung gefragt und wollte mich informieren da ich die weitere Entwicklung aus den Augen verloren hatte. Ich las dort folgende Presseerklärung„:

Spätestens seit seiner Ankündigung, aus der Partei auszutreten, zu den Grünen zu wechseln und erst vor den Sommerferien sein Mandat niederzulegen, war Raimund Köhn für die LINKE als Fraktionsvorsitzender nicht mehr tragbar, äußerten Kreissprecher Tim Fürup und Ratsmitglied Joachim Bruns zum Fraktionsaustritt von Köhn. „Raimund Köhn hat in der Mitgliedschaft keinen Rückhalt mehr und hat sich durch persönliche Angriffe und durch das Schüren von Konflikten völlig isoliert. Die Fraktionsversammlung hat deshalb gestern einstimmig beschlossen, einen Wechsel an der Fraktionsspitze vorzunehmen. Dass Raimund Köhn jetzt für Ende Februar seinen Austritt aus der Fraktion erklärt und entgegen seiner presseöffentlich gemachten Erklärung doch sein Mandat mitnehmen will, ist ein unverzeihlicher Wortbruch. Dies hat vor allem für die MitarbeiterInnen in der LINKE-Fraktionsgeschäftsstelle unmittelbare  Konsequenzen, denn es droht ihnen der Verlust ihrer Arbeitsplätze. Köhn hat sich sicherlich in den letzten Jahren um DIE LINKE verdient gemacht, doch die Form seines Agierens in den letzten Monaten, verbunden mit Uneinsichtigkeit und Rechthaberei, sind unerträglich geworden.“

 Für die Partei machte ihr Landessprecher Rüdiger Sagel deutlich, dass  die LINKE nicht erpressbar ist, selbst wenn das mit unliebsamen Folgen verbunden ist. „Die Konsequenzen sind unerfreulich, denn die politischen Möglichkeiten der LINKEN in Münster werden durch Köhns Austritt eingeschränkt. Das freut nur den politischen Gegner. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende hat aber die Bodenhaftung verloren und deswegen kann man ihm nur eine gute Reise wünschen, vermutlich mit einer harten Landung in der Realität.“

Münsters LINKE-Bundestagskandidat Hubertus Zdebel kritisiert Köhns Austritt als irreale Reaktion resultierend aus fehlender Zustimmung.

„Doch lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wir werden auch weiterhin pragmatisch, solide und inhaltlich gut fundierte politische Initiativen voranbringen. Zudem im Bundestagswahlkampf deutlich machen, dass niemand sonst als DIE LINKE für eine sozialere Politik steht.

Quelle: DIE LINKE MÜNSTER

Hier einmal parteipolitische Interessen völlig außen vorlassend ist es nicht menschlich, sowohl seine Meinung als auch Partei und Fraktion zu wechseln! Hat nicht gerade der jetzige Landessprecher Rüdiger Sagel vorgemacht wie schnell das geht? Hat dieser damals seinen Platz im Landtag aufgegeben und seine Diäten sausen gelassen? Viele weitere Mandatsträger aus anderen Parteien sind ihm gefolgt und haben damit aufgezeigt dass letztendlich, auch in der Politik alles eine Frage des Geldes ist?

Warum soll heute schlecht sein was damals frenetisch von den LINKEN gefeiert wurde? Sind nicht genau diese Sinneswandel die einzig verbliebenen menschlichen Züge welche heute in den Parteien und damit der Politik noch sichtbar sind? In ihrer Meinung wechselnde Menschen wurden in früheren Zeiten als Ketzer verfolgt und mit dem Tod bestraft. Dieses gibt es auch heute nicht nur in verschiedene Religionen und das auch nicht nur am Rande dieses Globus, -in der LINKEN auch bald wieder, gefeiert als ein Trumpf der Ideologie? Reicht es nicht aus dieses heute als eine Charakterschwäche anzusehen und waren nicht vielleicht doch die Gründer die stärkeren Charaktere?

Auf die Todesfälle geht auch der nächste Schreiber ein, wobei berücksichtigt werden sollte das diese Vorfälle auch in andere, benachbarte Kreisverbände ihre sichtbaren Spuren hinterlassen haben und es wird von Tag zu Tag sichtbarer, dass sich die Partei zumindest in Westdeutschland von diesem Niedergang nicht mehr erholen wird. So lesen wir hier:

„Es gab übrigens ein paar Sterbefälle und einige entnervte Austritte, ohne die das in diesem KV nicht möglich gewesen wäre. Spätestens nach der nächsten Kommunalwahl hat die Linke Münster allenfalls noch Hinterzimmer in irgendwelchen Kneipen, so wie damals zu Beginn, in denen sie sich treffen kann. Politisch relevant wird sie nicht mehr sein“.

Zum Schluss noch einen Mailausschnitt welchen ich, als Schreiber nur voll unterstreichen kann. Aus eigener Reiseerfahrung, überwiegend wohl an die 50 mal in Asien und Afrika, nie in Hotels, sondern zu 90 %  innerhalb der Bevölkerung ist dem Mailschreiber nur zuzustimmen wenn er aus der Distanz heraus zu diesem Land folgendes schreibt:

Denn nicht dass du eines Tages feststellst, dass diejenigen denen du dein ganzes Leben lang gedient hast, in Wirklichkeit die „wahren Totalitären“ und die anderen ganz normale Menschen sind, die einfach frei von der elitären Ideologie sein wollen, mehr nicht. Und glaube mir, weder werden die Eliten dann verhungern müssen, noch wird es Gewalt geben. Für das Überleben der Menschheit (u.a.) auf diesem Planeten wird sich die Elite es auf Dauer nicht leisten können, die besten Normalos auszuschalten und deren Ideen zu übergehen. Hier in Asien, wo ich gerade bin, haben Menschen tolle Ideen, eine solche Dynamik gibt es im eingeschlafenen Europa schon lange nicht mehr. Wenn man auf eine intellektuelle Vielfalt innerhalb einer Population verzichtet, zerstört sich diese irgendwann selbst. Denn nur eine kleine Elite als Ideenmotor innerhalb dieser Population wird in einer falschen Sackgasse der Evolution enden. Darvin wird sich irgendwann sogar gegen Maslow durchsetzen“.

Sollte dieses Kapitel vielleicht schon als Schlussstrich unter eine Linke Bewegung in diesem Land gesetzt werden?

Fotoquellen  : DL / Red. – UP

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