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Die Linke lahmt im Kopf

Erstellt von DL-Redaktion am 11. August 2015

Warum die Linke im Kopf  lahmt

Nur der Fahnenschwenker hat den Tod nicht bemerkt

Das sind ja völlig neue Töne welche wir wahrnehmen. DIE LINKE ist doch keine Sozialistische Partei hier im Lande. Wir haben es überwiegend mit einer sich zusammen manipulierten Zweckgemeinschaft im gängigen Stil kapitalistischer Prägung zu tun, welche ausschließlich als Jobbörse zur Mehrung des eigenen, privaten Wohlstand arbeitet gesehen wird . Wir sind uns sicher dass die Mitglieder welche sich nur zur Erreichung eines parlamentarischen Sitz in dieser Runde zusammengefunden haben, von einer gerechten Aufteilung eines gemeinschaftlich erarbeiteten  Zugewinn des Arbeitserlöses, noch nie etwas gehört, geschweige denn gelesen haben.

Die Deutschen Linken haben es bis auf den heutigen Tag nicht zustande gebracht der Bevölkerung plausibel eine LINKE Denk- und Lebensweise zu erklären, gescheige denn, diese dann auch selbst vorzuleben. Die meisten glauben immer noch an die Deutungshoheit der Funktionäre, Verwaltungsangestellte, und Gewerkschaftler welche schon ihr ganzes Leben zuvor nahezu Widerspruchslos den staatlich aufgestellten Wegweisern unterwürfig folgten. Die in den letzten Tagen aus der CDU gehörten Rüffel von Kauder an verschiedene FraktionskollegenInnen waren in der LINKEN von Beginn an ein Stoppschild für nahezu jegliches selbstständige denken oder arbeiten.

Eigens vorgetragene Ideen, Kritik und Widerspruch wurden von Oben nach Unten mit Ausschluss, Rufmord oder Mobbing geahndet bis dass die  Widerständler auch von sich aus die Partei verließen. Auf solch einen Geist kann keine in die Zukunft ausgerichtete Gemeinschaft aufgebaut werden und auch kein Mut erwachen den Herrschenden mit Zivilcourage entgegenzutreten.

So haben die meisten der in Gründerzeiten Eingetretenen, welche etwas ganz anderes wollten, die Partei lange wieder verlassen und die neu hinzugekommenen unterwarfen sich schweigend den vorgefundenen Begebenheiten. Die Partei in Deutschland ist heute schon Tod, bevor sie überhaupt richtig zu Leben begonnen hat. Geht es ihr doch an erster Stelle darum die erreichten Pfründe zu verteidigen.

Ja kein Risiko eingehen ist die Maxime, man könnte es sich ja, mit der Mehrheit der in den Parlamenten vertretenden Parteien verderben und Plätze an der Sauf- und Fresstheke verlieren. Den Blick und Kontakt zur Gesellschaft hat auch DIE LINKE, folgend den Altparteien lange verloren. Richtigerweise sollte man schreiben, dass sie ihn nie gefunden hat. Ist es nicht seltsam wenn Merkel, nach rund 14 abgesessenen Jahren nun erwacht und herausfinden möchte wie die Gesellschaft tickt, vermutlich ist sie an Honeckers rechter Stasi Hand hängen geblieben?

Das eine solche Schläferin trotzdem als Mutti der Nation Wertgeschätzt wird ist ein Armutszeugnis welches sich DIE LINKE als Menetekel vor die Stirn klatschen lassen muss. Was für Möglichkeiten wurden hier vergeben, alleine schon da niemals eine Alternative zur Merkel Politik ernsthaft angeboten wurde. Alternativlos lautete im übrigen ihre Regierungsmaxime im Neuland.

Das einzige Erfolgserlebnis, wenn es denn überhaupt eines ist, was „Linke“  positiv für sich verbuchen können, ist es Merkel in ihrem bestreben die Gesellschaft weiter zu spalten, kräftig unterstützt zu haben. Nicht selber die Chance zu erkennen endlich einmal die CDU splitten zu können, wird sie später noch des öfteren bereuen. Denn ohne eine Teilung der CDU wird über viele Jahre keine andere Richtung in der Politik hier im Lande möglich sein und damit besonders die eigenen Mitglieder im Regen stehengelassen.

Warum die Linke lahmt

Die deutschen Linken machen eher in Traditionspflege; da weiß man, was man hat.

Die sozialen Konflikte auf dem Kontinent mehren und verschärfen sich. Man sollte meinen, dass deshalb sozialistische Parteien Zulauf haben. Doch davon kann keine Rede sein. Warum ist das so?

von Stephan Hebel

Arbeitslosigkeit, Rentenkürzungen, Milliarden für Banken, verbreitete Euro-Verdrossenheit – man sollte meinen, dass linke Alternativen zur herrschenden Politik in Europa auf fruchtbaren Boden fallen. Aber so ist es nicht. Sicher: In Griechenland haben die Verzweiflung vieler Bürger und das Alternativprogramm der linken Syriza im Januar für einen Machtwechsel gesorgt, und in Spanien könnte Podemos die ewige Vorherrschaft von Konservativen und Sozialdemokraten zumindest erschüttern, wenn im November gewählt wird. Aber ein „rotes Europa“ wird daraus noch lange nicht.

 

Im Gegenteil: Mindestens ebenso stark wie die Linkstrends im Süden sind die entgegengesetzten Entwicklungen in anderen Ländern. In Ungarn herrscht der reaktionäre Rechtsnationalist Viktor Orbán, ohne dass „Europa“ auf seine Eskapaden auch nur annähernd svvo allergisch reagieren würde wie auf Griechenlands Widerstand gegen die Sparpolitik. In Finnland regiert die rechtspopulistische „Partei der Finnen“ mit. In Frankreich droht der Front National zur stärksten Partei zu werden. Und auch Griechenland ist bekanntlich keineswegs frei von Rechtstendenzen: Alexis Tsipras befindet sich in einer wenig appetitlichen Koalition mit den rechtsnationalen „Unabhängigen Griechen“.

 

Siegeszug der „Stabilitätspolitik“

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