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RENTENANGST

Spiele mit der Macht

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2013

Ei, ei, all ihr schmarotzenden Helmutigen und Merkeligen

Jetzt rücken sie wieder aufeinander zu, sie stützen sich gegenseitig, die Inhaber der Macht! Die Mächtigen dieser Welt, egal welcher Religion oder Politik auch immer. Der Rücktritt des Papstes lädt dazu ein, ist ein willkommener Anlass sich in trauter Gegenseitigkeit mit Lobhudeleien zu überhäufen. Die Gutherzigkeit des Menschen und seine Leistungen gehören entsprechend gewürdigt, –  von anderen Inhabern der Macht.

Genau so aber arbeitet Macht und hält sich entsprechend an derselben. Jeder Bürger konnte in den letzten Jahren das Versagen dieses Papstes mitverfolgen, in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Es hagelte nur so von Kritiken auf die Kirche. Und heute wird er von all seinen einstigen Kritikern schon auf einer Wolke in die (ewigen) Lüfte emporgehoben. Vielleicht da er nun seine einzige Großtag vollbracht hat? In all den Jahren! Die Ankündigung seines Rücktritt, denn es gehört Größe zu dem Eingeständnis geistig nachzulassen. Ei, ei, all ihr schmarotzenden Helmutigen und Merkeligen.

Bleiben wir also innerhalb der Religion und sagen: Gott sei Dank, er ist gegangen. Freiwillig! Gleichwohl, ändern wird sich nicht viel, der Nachfolger steht schon bereit und sagt man nicht ? „Was wir haben das wissen wir, was kommt ist die Ungewissheit“. Macht bleibt gleich, von Anbeginn der Menschheit.

Gleiche Lobeshymnen hörten wir auch bei anderen Rücktritten und bezeichnen dieses als Teil des „Peter – Prinzip“.  Wir denken dabei an Wulff, Guttenberg oder Schavan. Da wird sogar in der Politik mit Auferstehung gedroht. Da werden aus „politischen Scharlatanen“ plötzlich Größen aus einer anderen Welt, welche ihre Posten aber nur verlassen mussten, da der Druck von unten zu groß wurde. Es geht also, oder?

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Die Frage der Machterhaltung ist das Ergebnis des Zusammenhalt an der Spitze. Dabei ist die Form des herrschenden System weniger ausschlaggebend was an Ländern wie Syrien, Libyen, Ägypten oder auch Saudi-Arabien sichtbar wird. Man stützt sich gegenseitig und Namen sind beliebig austauschbar egal ob Mubarak, Sadat, Gaddafi, Obama, Merkel oder Hollande. Letztendlich ist alles nur eine Frage des Geldes und der damit verbundenen Wirtschaftskraft. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

Politisch ist die Erhaltung der Macht nur möglich wenn es gelingt die Opposition zu spalten und damit auszuschalten. Diese Opposition fehlt im Bundestag zum Beispiel vollkommen oder ist nicht wahrnehmbar da die SPD und Grünen die Macht der Regierung stärken. Staatsräson ist hier ein schönes Wort, welches nur mit dem bei den Protesten gegen Stuttgart 21 aufgekommenen Wort entkräftet werden kann: „Lügenpack“.

An Stuttgart 21 wird sich wohl das Schicksal der Grünen entscheiden. Wird der Bahnhof nicht gebaut werden die Grünen einen enormen Zulauf bekommen. Merkel hat dieses Projekt zur Chefsache erklärt und muss alles daransetzen den Bahnhof fertigstellen zu lassen. Koste es was es wolle? Wollen wir einmal sehen wie lange noch? Es sind letztlich Spiele um die Macht.

Um hier mitspielen zu können ist die LINKE innerhalb ihrer Strukturen viel zu zerrissen. Eine innerparteiliche Einigung der verschiedensten Interessengruppen wird sich auch kaum noch bewerkstelligen lassen. Von Beginn an wurde von zu Vielen nur an den persönlichen Vorteil gedacht. Zuviel an Glaubwürdigkeit wurde in den letzten Jahren verspielt. Zu sehr hat man sich selbst an die Ränder der Gesellschaft begeben. Zu einem Spiel mit der Macht braucht es andere Voraussetzungen, in einer Demokratie nennen wir sie Mehrheiten.

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Fotoquelle: Wikipedia

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