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Debatte „Je suis Charlie“

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Januar 2015

Nein, wir sind nicht „Charlie Hebdo“ …

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/47/Charlie_FIBD2015.JPG

.von Cas Mudde

… und genau das ist das Problem. Ein Vorschlag zur tatsächlichen Meinungsfreiheit

Der tragische Terroranschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris ist in vieler Hinsicht beängstigend. Obwohl die drei Terroristen noch auf der Flucht sind und bislang ihre Motivation nicht öffentlich dargelegt haben, verdichten sich die Indizien, dass es sich um in Frankreich geborene Muslime handelt, die aus Syrien zurückgekehrt sind (bitte beachten Sie die Ähnlichkeit des Anschlags auf das Jüdische Museum in Brüssel im letzten Jahr).

Wie nach der Ermordung des niederländischen Filmemachers Theo van Gogh 2004 oder nach dem 11. September nutzen Politiker die Anschläge erneut, um sich mit ihrer perfekten Demokratie und freien Gesellschaft zu brüsten und zu betonen, dass der Terror natürlich nichts mit dem Islam zu tun habe, sondern nur mit kranken Individuen, die die Religion als Entschuldigung für ihre extremen Ideen instrumentalisieren. Bürger posten in den sozialen Medien Solidaritätsbekundungen mit Charlie Hebdo, bevor sie sich von einem Video mit einem Wasserski fahrenden Eichhörnchen oder einer Klavier spielenden Katze ablenken lassen. Auf diese Weise werden auch sie zum Opfer des Tages.

Facebook und Twitter quellen über mit Statements wie „Je suis Charlie“ (Ich bin Charlie) und „Wir alle sind Charlie“. Nein, leider sind wir das nicht. Von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, sind wir nicht Charlie. Genau das ist das Problem. Lassen Sie mich drei Gründe nennen, warum die meisten von uns nicht Charlie sind.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle    :    Angoulême International Comics Festival 2015.

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