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RENTENANGST

Saar Urlaub am Bostalsee

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Mai 2013

Konflikt am Bostalsee schwelt weiter
Ombudsmann gibt nach kurzer Zeit auf

Oh, Pardon, wer hatte denn hier andere Erwartungen? Die Presse? Die Betreiber? Von den Argen spricht niemand? Wir haben es schon des öfteren geschrieben: Alles was am oder um den Bostalsee geschieht und so lautstark kritisiert wird ist in diesem Lande seit Jahren Gang und Gebe. Es ist durch die politischen Kräfte, eingeschlossen den Gewerkschaften, genau so eingerichtet worden und es wird von unseren Politikern genauso gewünscht und gefördert. Wer etwas anderes behauptet oder sieht läuft schlichtweg mit Scheuklappen durch die Welt.

Es war und ist das Ziel der Politik in diesem Land und auch in Europa die Arbeit auf ein Niveau von Sklaven herunterzubringen. Wir müssen billiger arbeiten oder uns zumindest den Verhältnissen in China oder Bangladesch anpassen. Der Markt reguliert hier alles. Das  was am Bostalsee abläuft geschieht tagtäglich Bundesweit in den meisten Produktionsstätten, wie zum Beispiel bei Amazon, Aldi, den Brief und Paketzustellern, der Fleischindustrie oder bei den Erdbeerpflückern und Spargelarbeitern.um hier nur einige Beispiele zu nennen.

Das ist gewollte  Politik und diese wird auch entsprechend aus dem Ministerium und deren Büttel, den Arbeitsagenturen, so gefördert. Die freie Marktwirtschaft wird genau dort durch Gesetze ausgehebelt, wo es um die Freiheit der Arbeitskräfte geht. Das ganze Palaver welches jetzt im Saarland aufkommt ist einseitig. Dieses alles ist nur auf ein Normalmaß zurück zu führen wenn den Arbeitgebern mit der gleichen Brutalität geantwortet wird. Arbeit einstellen und nach Hause fahren.

Ist es doch das einzige Ziel aller Investoren einen möglichst schnellen und hohen Profit aus solchen Kapitalanlagen zu schöpfen. Dabei spielen die angewandten Methoden überhaupt keine Rolle mehr  und Skrupel sind hier völlig fehl am Platz. Wäre es anders brauchten die Arbeitskräfte nicht aus Rumänien angeworben zu werden. Diese werden über drei, vier verschiedene Subunternehmen verschoben, bis sie dann endlich an ihren eigentlichen Arbeitsplatz angekommen sind. Gleiches geschieht im übrigen auf unseren einheimischen Arbeitsmarkt heute auch schon.

Wobei der Vermittler eine Provision von 2000 Euro von den Argen für die Vermittlung des Arbeitssuchenden kassiert. Den Suchenden an eine Leiharbeiterfirma vermittelt, welche Diesen dann an die Nächste weiterreicht welche dann die direkte Verbindung zu den anfordernden Unternehmen herstellt. Alle diese Zwischenhändler leben natürlich von ihren Vermittlungen in diesen rotierenden System.

So sind auch die Aussichten das sich in diesem Land irgend etwas ändern wird nicht gegeben. Es wird prinzipiell zu vieles verschwiegen und derjenige welcher wirklich etwas zu sagen hätte bewusst nicht gehört. Dieses System stinkt wie der Fisch vom Kopf an und der sitzt in Berlin. Was macht zum Beispiel die sich selbst bekennende Arbeiterpartei die Linke? Hat diese schon vor einiger Zeit ein Büro am See eingerichtet um ihrer Klientel mit Rat und Tat zur Seite zu stehen?

Gewiss nicht Herr Lafontaine! Wir haben verstanden! Das sind ja Fremdarbeiter, vielleicht sogar Inselaffen und keine Parteimitglieder.

Konflikt am Bostalsee schwelt weiter
Ombudsmann gibt nach kurzer Zeit auf

In wenigen Wochen sollen die ersten Kunden Urlaub im neuen Ferienpark am Bostalsee machen. Der französische Betreiber Center-Parcs zeigt sich mit den Buchungen zufrieden. Damit am 1. Juli die Tore pünktlich aufgehen, sind Arbeiter rund um die Uhr auf der Baustelle auf Achse. Im Zentralbau arbeiten Kolonnen, um Bäder, Restaurants und Supermarkt fertig zu bekommen. Trotz Betriebsamkeit: Nach außen läuft alles ruhig.

Trügerisch ruhig, wie Markus Andler verärgert feststellt. „Nachdem was ich höre, soll der Zeitplan auf Biegen oder Brechen eingehalten werden. Da darf nichts stören.“ Dabei gibt es Sachverhalte, die ihm mehr als sauer aufstoßen, sagt der Ombudsmann, der im Fall der Fälle zwischen Beschäftigten und Unternehmern vermitteln sollte und jetzt nach nicht mal anderthalb Monaten im Amt das Handtuch wirft.

Quelle: SZ >>>>> weiterlesen

Nachtrag:

Heute kommt der Rückzug vom Rücktritt ! Und schon ist an der Saar alles wieder wie gehabt. Es gibt nur ein Ziel: Am 1. Juli soll der Centerparcs eröffnet werden. Dann sind die Rumänen wieder verschwunden und damit auch die durch die Rumänen ausgelösten Probleme. Natürlich werden sich alle verantwortlichen Politiker bei der Eröffnung entsprechend feiern lassen und ihre Hände in Unschuld waschen.

Der Artkel: >>>>> SZ <<<<<<

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Grafikquelle   :

Oben – Presseartikel  gescannt – DL  -privat

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Fotoquelle / Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


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„Fremdarbeiter“ an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 31. März 2013

Kritischer Kirchenmann bedroht

Bostalsee

Seit rund zwei Wochen wird das Saarland von einen Thema beherrscht. Fast täglich beschäftigt sich die heimische Presse mit der Baustelle rund um den Bostalsee. Im Großen und Ganzen geht es hier um Arbeiter aus Rumänien welche geholt wurden im Saarland blühende Landschaften zu erstellen und um den Einheimischen einen Urlaub in Luxus zu ermöglichen. Dieses natürlich zum rumänischen Lohnniveau. Die Saarbrücker Zeitung schreibt hier von dem Verdacht auf Menschenhandel, Scheinselbständigkeit und erwähnt Lohnrückstände.

Die Presse vermittelt hier aber auch den Eindruck als als handele es sich um ein Problem welches sich auf die Bostalseebaustelle begrenzt und für sich einen sogenannten Ausschließlichkeitsanspruch darstellt. Die Presse teilt nicht mit, dass es sich hier um die direkten Folgen einer verfehlten Europapolitik sowie  den Folgen der Hartz-Gesetzgebung handelt. Wir bekommen damit genau das, was Politik seit Jahren fordert und lobt: Wir sind wieder Wettbewerbsfähig in Europa und der ganzen Welt. Wir brauchen mehr und mehr internationale Arbeitskräfte um das heimische Lohnniveau auf chinesische Niedriglöhne drücken zu können.

Dieses ist bei weiten kein Problem des Saarland, auch nicht der saarländischen Regierung, sondern das ist Berliner Regierungspolitik, begonnen unter Rot-Grün und verfeinert durch Schwarz-Gelb. Vervollständigt durch die nächste Regierung, egal wie diese auch aussehen wird.  Denn die Parteien sind sich schon lange darin einig die Bürger unten zu halten auf das sich der Kropf halten, ausdehnen und endlos füllen kann.

Zuletzt hatten wir den Skandal um Amazon, dieser folgte den Paketauslieferern, Lidl, Aldi oder auch Schlecker. Eine breite Schneise der Versklavung zieht sich seit Jahren durch das Land. Alles Ausnahmen wie es uns die Politik mit erschreckten Gesichtszügen weismachen will. Mit gestenreichen Händen wird versucht das zu erklären, wo zu ein entleerter Kopf schon lange keine Ausdrucksformen mehr findet. Eine Arbeits- und Sozialministerin stellt sich als beliebig knetbare Masse der merkelschen Politik zu Verfügung.

So lesen wir auch in der Presse nichts darüber das deutsche Arbeitsvermittlungen für Zeitarbeit lange Niederlassungen in den Ländern mit einen niedrigen Lohnniveau unterhalten, welche die gewünschten Kräfte vor Ort anwerben. So wird für die Fahrt nach Deutschland gesorgt, Wohnungen werden entsprechend angemietet in welchen dann bis zu zehn Personen einquartiert werden und auch für An- und Abfahrt der Schichtarbeiter wird entsprechend Sorge getragen. Das der gebotene Service natürlich von den Arbeitskräften bezahlt und vom Lohn einbehalten wird, versteht sich von selbst. So verbleibt dann letztendlich ein Nettolohn von ca. drei Euro die Stunde, welcher dann für die Ernährung noch nicht einmal ausreichend ist.

So arbeiten heute Konzerne welche bei 8000 Mitarbeiter gerade noch um die 500 auf den eigenen Lohnlisten führen. Vor Ort werden die Wohnungen knapp und alle verdienen sich eine goldene Nase. Dementsprechend sehen dann auch die Sozial- und Rentenkassen aus. Ein Beispiel aus einer schier endlosen Liste sei hier angeführt:

Kritischer Kirchenmann bedroht

Dem Kreis Vechta reicht’s: Verwaltung geht gegen Massenunterkünfte für ausländische Schlachter vor

 25 Quadratmeter für eine vierköpfige Familie, im ganzen Haus nur ein Bad für 19 Menschen. Miete für das Zimmer: 450 Euro. Kalt. Kein Scherz, sondern der Mietvertrag eines südeuropäischen Schlachthof-Mitarbeiters in Lohne. Der Landkreis Vechta will jetzt Schluss machen mit solchen Missständen.

Quelle: Neue-Osnabrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

Dabei lebten wir vor noch nicht einmal allzu langer Zeit in einem Land in dem die deutsche Sprache auch noch wertgeschätzt wurde. Da hieß es nicht „Firma für Zeitarbeiter“, sondern schlicht und einfach Seelenverkäufer, oder Sklavenhändler, oder bei Stuttgart 21 auch Lügenpack! Da müssen wir als erstes wieder hin. Die Bevölkerung muss die Dinge wieder mit den entsprechenden Worten bezeichnen.

Da ist es schon ein Witz wenn sich der Sozialminister des Saarlandes, Andreas Storm (CDU) nach Rumänien begibt um dort Spenden zu verteilen. Das wäre auf der Baustelle einfacher gewesen und würde Fahrtkosten sparen. Dann hätte die Presse aber auch nicht über eines der liebsten Deutschen Hobbys berichten können. Dem verteilen von Spenden an die Armen. Das ist so beruhigend und sorgt für ein weiches Kopfkissen in der Nacht. Wir spenden ins Ausland und zeigen uns nicht einmal in der Lage im eigenen Land ausländische Mitbürger entsprechend ihrer Würde zu behandeln. Wir dulden es stillschweigend das Vandalen deren Wohnungen anzünden, anstatt sich mit den Verursachern zu beschäftigen. Ein Typisch deutscher Anachronismus. Schuld ist immer der Fremde, der Andere, der Kleine wehrlose. Und anschließend haben wir wieder nichts gewusst.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> In jeder Hinsicht inakzeptabel

Bostalsee: Musterhaus für den geplanten Ferienpark

Wo bleibt in dieser Situation eigentlich die sich selbst nennende einzige Arbeiterpartei in diesem Land, DIE LINKE? Haben sich die Mandatsträger aus Land und Bund dort schon ihre Parzellen gesichert? Auf Kosten der Billigarbeiter? Einer der obersten Dummschwätzer Heinz Bierbaum hält es da lieber mit den Verfassungsrichter Müller welchen er für befangen einstuft.

>>>> HIER <<<<

Wahrlich eine sehr große und auch wichtige Sache für einen rumänischen Wanderarbeiter. Obwohl, hat hier, bei diesem Bauvorhaben vielleicht auch Bertelsmann die Finger im Spiel? Der ganz Große, die saarländische Licht- oder Schattengestalt, je nach Stand der Sonne, hat ja für „Fremdarbeiter“ noch nie allzu große Sympathien gezeigt. Er hilft seinem Mündel sicher gerade bei Karstadt Bücher verkaufen?

Einer dieser Barden trat gerade in der Illustrierten „Forum“ als Schienenhüpfer auf um innerhalb eines Interview auf die Probleme der Geldverteilung in diesem Lande hinzuweisen. Er „stehe zu dem was er sage“ verkündet er.

>>>> HIER <<<<

Wobei, zu dem was er nicht sagt, braucht er ja auch eigentlich nicht zu stehen, oder? Womit er sich bei den Problemen mit den „Fremdarbeitern“ natürlich dem Parteientrend im Saarland anschließt und lieber auch nix versteht und sagt. Dafür glaubt er aber wo anders etwas zu sagen zu haben und greift manch einer Frau schon einmal hilfreich unter die Arme. Doch Vorsicht! Man verhebt und vergreift sich dabei sehr schnell. Bleib lieber bei deiner Bimmelbahn, vielleicht verlegen die Rumänischen Hilfskräfte die Schienen bald auch zum See?

Chinesische „Fremdarbeiter“ wurden auf der Baustelle leider noch nicht gesichtet. Was somit dann ja auch die Abwesenheit anderer hochdekorierter Salär träger der Arbeiterpartei erklärt. Und das zu Ostern dem Fest der Fruchtbarkeit in einer heidnischen, der Linken Welt. Dieses Sinnbild der Fruchtbarkeit, der Hase, der Rammler, ist auch in der asiatischen Kultur als solcher anerkannt und wird somit auf der Baustelle vermisst?

Ausführliches über die Großbaustelle findet ihr in der

Saarbrücker-Zeitung

Fotoquellen: Wikipedia

Luftaufnahme: Permission: Tourist-Information Sankt Wendeler Landhttp://www.bostalsee.de/typo3temp/pics/5d2ab323aa.jpg

  • CC BY-SA 3.0 deHinweise zur Weiternutzung
  • File:Luftbild Bostalsee 09.JPG
  • Erstellt: 1. August 2009

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Bostalsee: Musterhaus für den geplanten Ferienpark:

Author EPei

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Quelle / Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


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