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RENTENANGST

Bierbaum, no Geld bei Ford

Erstellt von DL-Redaktion am 21. August 2011

Leiharbeiter bei Ford sind Spielball
von Unternehmenswillkür
oder Menschen wie Heinz Bierbaum

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag des Saarlandes, Prof. Dr. Heinz Bierbaum, hat empört auf die Nachricht reagiert, das Ford-Werk in Saarlouis würde 370 Leiharbeiter entlassen. Bierbaum appelliert an die Unternehmensleitung, diese Maßnahme nochmals zu überdenken: „Diese Entscheidung schadet dem Image von Ford und passt nicht zu einem Unternehmen, das modern und innovativ sein möchte. Hier zeigt sich, dass Leiharbeiter, selbst wenn sie gleichen Lohn erhielten, letztlich doch zum Spielball von Unternehmenswillkür werden. Wir als DIE LINKE haben uns immer gegen Leiharbeit ausgesprochen und lehnen diese Hire – und – Fire – Mentalität ab.“

Dieser Bericht ist seit einigen Tagen auf der Internetseite des Landesverband-Saarland zu lesen.

Quelle: Landesverband Saarland

Wir haben da Fragen, wohl wissend das diese nicht beantwortet werden: Gelten diese Forderungen nur bei Ford Herr Professor Heinz Bierbaum oder vielleicht auch bei der Nürnberger Firma Prinovis ?  Wie erklären sie ihre gemachten Aussagen auf ihrer Landesseite mit ihrem Handeln bei dieser Großdruckerei? Etwa so:“ Das ist etwas ganz anderes, dort arbeitet meine Firma das Info Institut und mit den Aussagen innerhalb der Partei äußere ich meine private Meinung“.

Bereits am 29. 07. machten wir mit den Bericht „Ein Wolf im Schafspelz“ und  09. 08. 2011 mit den Bericht „Der Wolf unter Schafen“ auf die Vorgänge bei der Bertelsmann Tochter, der Großdruckerei Prinovis aufmerksam. Wir vermissen dort die gleichen  Aussagen welche wir über Ford hören. Es ist ein Skandal wenn sich ein Vorstandsmitglied der LINKEN an Machenschaften mit Bertelsmann in Nürnberg beteilig und sich bezahlen lässt, welche er gleichzeitig beim Autobauer Ford kritisiert. Das nennt man dann LINKE Politik und trägt im großen Masse zur Unglaubwürdigkeit der Partei bei, welche krampfhaft versucht in der Öffentlichkeit mit den Ruf nach sozialer Gerechtigkeit zu punkten und damit von einem eigenen Vorstandsmitglied  Kaspar gemacht wird.

Wie empfehlen Bierbaum darum eine Kontaktaufnahme mit dem „Institut für Innovative Politik“ welches unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. hc. D. Dummbeutel arbeitet. So ein Gespräch unter gestandene Akademiker zu Themen wie die Einhaltung gewisser Schamgrenzen, die Ehrlichkeit in Politik und Beruf oder wie kann ich mir politische Glaubwürdigkeit erarbeiten, könnte für beide Seiten den Erfahrungshorizont erweitern.

Auch scharf-links  hatte sich dieses Themas angenommen und berichtet ausführlich über den Fall Bierbaum.

So finden auf scharf-links auch zwei weitere Fälle aus NRW Erwähnung welche auf die vielen dunklen Machenschaften in der Partei hinweisen. So schreibt Edith denn zum Schluss, Zitat:

„Ist es nicht die Partei DIE LINKE, die derartige Zumutungen in der Wirtschaft schärfstens verurteilt und verboten haben will? Ungeachtet der eigenen Forderungen, nutzt man in Moers offenbar die Not der Bewerber ebenso aus, wie manches Unternehmen. Es wundert angesichts dieser Praxis an der Basis der Partei nicht, dass die Parteispitze wegen Bierbaums Beratung beim Arbeitsplatzabbau so gar nicht unter Druck kommt.“

Quelle: scharf-links >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle   :    Heinz Bierbaum (2014) auf dem Parteitag DIE LINKE am 10. Mai 2014 in Berlin

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